Zeitmanagement – mit diesen 8 Tipps holst du mehr aus deiner Zeit heraus!

Zeitmanagement – mit diesen 8 Tipps holst du mehr aus deiner Zeit heraus!

Wer keinen Stress im Studium hat, der studiert nicht – so oder so ähnlich kommt es dir wahrscheinlich vor. Die Bachelor-Arbeit muss endlich angefangen werden, die Kollegin aus der Kneipe fragt dich mit traurig-berechnendem Hundeblick, ob du ihre Schicht am Sonntag übernehmen kannst, weil sie aufs Hurricane-Festival fahren möchte und deine Eltern werfen dir vor, dass du eh nie Zeit für sie hast. Leider haben sie damit auch noch Recht, und das zu 100 Prozent. Ein echtes Debakel, oder? Wer auch immer das Mantra jeglicher New Yorker Börsenmakler, „Time is money“ , in die Welt gesetzt hat, der wusste scheinbar, warum. Doch sind wir unserem Zeitmangel wirklich so ausgeliefert? In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dein Zeitmanagement besser in den Griff bekommst.

First things first: Was ist Zeitmanagement?

So klar die Sache auch ist – wir erwähnen sie an dieser Stelle gerne noch einmal: Wenn eines auf dieser Welt wirklich fair verteilt ist, dann ist das die Zeit. Denn jeder hat 24 Stunden, um das zu schaffen, was er wirklich schaffen möchte. Beim Zeitmanagement geht es darum, die vorhandene Zeit effektiv zu nutzen. Dabei geht es darum, nicht härter, sondern effizienter zu arbeiten und dabei unterschiedliche Techniken zu nutzen, die dein Zeit-Potential perfekt ausschöpfen. Der natürliche Nebeneffekt liegt dann darin, dass du dadurch nicht nur mehr schaffst, sondern auch mehr Zeit übrig hast.

Was bringt gutes Zeitmanagement?

 

Und dies führt uns direkt zum nächsten Punkt: Wer ein gutes Self Management betreibt, hat nicht mehr das Gefühl, dass er vom Zeitdruck gejagt wird. Ganz im Gegenteil – du  bist entspannt und dabei trotzdem hochproduktiv. Du erledigst deine Aufgaben mit einer Ruhe, um die dich selbst Yoga-Anhänger bewundern dürften. Ein Schreibtisch, der aussieht, als ob du einen guten Fall für einen dieser schlimmen Messie-Reality-TV-Berater abgeben würdest? Nicht mit dir. Zumindest nicht mehr!

Wer ein gutes Zeitmanagement durchführt, kann die Zeit, die er einspart, ideal für andere Dinge nutzen – insbesondere für die, die Spaß machen. Mal wieder mit der Clique feiern gehen? Mittags einfach mal ganz entspannt durch den Park joggen und dir dann eines dieser verlockenden Massage-Angebote gönnen? Dir einen ruhigen Abend vor der Binge-Watch-Serie deiner Wahl zu genehmigen, ohne eine Liste von unerledigten Aufgaben buchstäblich im Nacken zu haben? Das richtige Time Management macht es möglich.

Diese Selbstmanagement-Techniken retten deine Zeit!

Optimales Zeitmanagement mit Study Smarter

Doch von Nichts kommt bekanntlich nichts – bevor du in den Kreis der erhaben grinsenden Timemanager aufgenommen werden kannst, solltest du zunächst einmal wissen, welche Zeitmanagement-Techniken es gibt und welche sich am besten für dich und deine persönliche Situation eignen. Wir haben dir an dieser Stelle einmal die unserer Meinung nach effektivsten Methoden zusammengestellt:

Die 72-Stunden-Regel

Hier ist der Name Programm: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Und so ist es auch. Denn wer Aufgaben und Projekte um mehr als drei Tage verschiebt, läuft Gefahr, diese gar nicht mehr zu erledigen. Die Basis dieses Systems ist natürlich auch die Planung. Schreibe dir ganz genau auf, welche Dinge du zu tun hast, und arbeite sie innerhalb von 72 Stunden ab. Komme, was wolle.

Ziele setzen – aber richtig!

Du hast ein Aufgaben Chaos im Kopf und weißt nicht so recht, wie du anfangen sollst? Wie bereits angedeutet steht die Zielsetzung an erster Stelle – was möchtest du bis wann erreicht haben? Welche Etappen sind dazu notwendig? Im Studium ist es beispielsweise sehr hilfreich, einen Lernplan zu erstellen.

So kannst du ganz genau sehen, was zu lernen ist und in welchem Zeitrahmen du dies erledigt haben solltest. Unabhängig vom Studium können übrigens auch deine privaten Ziele von den richtigen Zeitmanagement-Methoden profitieren: Du möchtest unbedingt mehr Ausdauer beim Sport haben oder dich gesünder ernähren? Mit der optimalen Zielsetzung wird auch dies um Einiges einfacher!

Die „SMART“-Methode

Zeitmanagement 3

Die sogenannte „SMART“-Methode hat viel mit der optimalen Zielsetzung zu tun. Die Erfüllung deiner Ziele soll dabei folgende Merkmale enthalten:

Spezifisch

Stelle dir einmal ein Schiff auf hoher See vor. Wenn der Kapitän das Ziel mit „Irgendwo im Mittelmeer“ statt beispielsweise „Spanien“ angibt, wird er das Ziel vermutlich verfehlen, nicht wahr? Und so ist es auch im Studium. Gib‘ deine Ziele also präzise an, beispielsweise so: „Bachelorarbeit Kapitel eins am 10.08 beendet haben“ statt „Bachelorarbeit irgendwann im August beenden“.

Messbar

Oftmals kannst du deinen Zielerreichungs-Fortschritt auch messen. Du möchtest täglich zehn Seiten aus Büchern deiner Literaturliste lesen? Die 100 Meter in weniger als 8 Sekunden schaffen? Halte deinen Fortschritt am besten schriftlich  fest – und natürlich auch die Erreichung deines Ziels.

Attraktiv

Dein Ziel zu erreichen sollte Spaß machen – plane dies so, dass du dich auf deine Aufgaben freust. Eine kleine (!) Belohnung nach jeder größeren geschafften Etappe kann durchaus sinnvoll sein (beispielsweise ein heißes Bad, einmal Lieblingsessen liefern lassen etc.)

Realistisch

Niemand wurde als Meister geboren. Stelle also sicher, dass deine Ziele realistisch sind. Du erwartest, 1000 Seiten in zwei Stunden zu lesen, oder als untrainierter Mensch gleich einen Marathon zu laufen? Unrealistische Ziele erzeugen nur Enttäuschung. Setze dir Ziele, die dich zwar fordern, aber auch in der Realität umgesetzt werden können.

Termingerecht

Setze dir auch terminliche Ziele – also eine Deadline, an die du dich auch hältst. Das ist extrem wichtig für deine Zeitplanung!

Priorisieren wie die Profis

Du hast das Gefühl, alles sei gleich wichtig? So ist es definitiv nicht. Stelle fest, welche Aufgaben am wichtigsten sind, indem du diese in die Felder „Extrem wichtig, wichtig, weniger wichtig, unwichtig“ einteilst. Widme dich natürlich zunächst den Aufgaben, die die höchste Relevanz haben, und arbeite dich dann weiter an den anderen Aufgaben herunter.

Das Pareto-Prinzip

Das Pareto-Prinzip (häufig auch unter dem Begriff 80/20-Regel bekannt) ist nach seinem Entdecker, dem Ökonomen Vilfredo Pareto, benannt. Hierbei geht es darum, dass 20 Prozent der Aktivitäten für 80 Prozent der Ergebnisse sorgen. Um das Prinzip erfolgreich umzusetzen, musst du herausfinden, welche Tätigkeiten für 80 Prozent der Ergebnisse verantwortlich sind und dich diesen vermehrt widmen. Mache also mehr von dem, das effektiv ist. Gerade auch was effektives Lernen angeht, kann diese Methode sehr sinnvoll sein.

Die „ABC“-Analyse

Auch die „ABC“-Analyse ist ein sinnvolles Tool, wenn es darum geht, Platz in deinem Kalender zu schaffen. Das A steht für Aufgaben, die sehr wichtig sind und die nur du selbst erledigen kannst, das B für Dinge, die weniger wichtig sind und die du im Notfall auch delegieren kannst, und C für Aufgaben, die eher weniger relevant sind und die im Notfall auch bündeln kannst (zum Beispiel Anrufe tätigen, E-Mails beantworten etc.) Im Privatleben wären das zum Beispiel Dinge wie zur Post gehen, die Wäsche machen und so weiter. Wenn du diese Aktivitäten bündelst, anstatt sie jedes mal einzeln durchzuführen, sparst du jede Menge Zeit.

Monotasking

Zeitmanagement 4

Du bist total stolz auf dich, weil du gleichzeitig Whatsappen kannst, während du „Krieg und Frieden“ liest und nebenbei dein Mittagessen kochst? Nicht immer die beste Idee, denn Multitasking ist ein Notprogramm unseres Organismus, das oftmals zu ungenauen Arbeitsergebnissen führt. Kümmere dich um eine Aufgabe nach der anderen, stelle alle Ablenkungsmöglichkeiten aus und schotte dich zumindest während du arbeitest komplett ab. Wetten, dass du am Ende keine Zig Korrekturen durchführen musst?

Die „Pomodoro“-Methode

Bei der Pomodoro Technik geht es nicht um eine neue, leckere Tomatensoße aus Bella Italia, sondern um wirksames Time Management. Der Erfinder der Methode stellte sich nämliche einen Küchenwecker in Tomatenform, um Zeitblöcke von 25 Minuten festzusetzen. Während dieses Zeitabschnitts arbeitete er ohne Pause durch, und gönnte sich dann einen fünf Minuten Break. Dann setzte er sich wieder hin, um erneut für 25 Minuten hochkonzentriert zu arbeiten. Das Ergebnis? Er konnte seine Konzentrationskraft um Einiges besser managen und schaffte sehr viel mehr, als wenn er am Stück gearbeitet hätte. Effektiv lernen kann so einfach sein!

Fazit: Don’t work hard – work smart!

Das richtige Zeitmanagement sorgt nicht nur dafür, dass du in derselben Zeit viel mehr schaffst, sondern auch, dass du viel ruhiger und gelassener an deine Aufgaben gehen kannst. Die Zeit, die du sparst, kannst du beispielsweise wunderbar in private Aktivitäten, wie beispielsweise Sport, Familie oder Freunde treffen investieren, um deine Batterien wieder aufzuladen. Mit der optimalen Selbstmanagement-Strategie machst du einfach das Beste aus den 24 Stunden, die dir täglich zur Verfügung stehen. Suche dir einfach die Zeitmanagement-Technik aus, die am besten zu DIR passt!