Zuwi an der Wirtschaftsuniversität Wien | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Globalisierung im Umbruch

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TESTE DEIN WISSEN

- Globalisierung & Nationsbildung sind immer Hand in Hand gegangen

- Je vernetzter die Weltwirtschaft, desto leichter können sie verschiedenen Standorte
gegeneinander ausspielen

- Bis heute ist Weltpolitik durch nationale Interessen geprägt, wobei politischer Einfluss immer mit wirtschaftlicher Macht verbunden ist

- Bei den aktuellen geopolitischen Umbrüchen geht es v.a.:
o Um die Verschiebung der weltweiten Raumhierarchien weg vom Westen – d.h.
Nordamerika und Europa Probleme für den Westen; Chancen im Globalen Süden
o Asien ist am Vormarsch
o Historisch können diese diversen Entwicklungen in unterschiedliche Phasen
eingeteilt werden, in welchen sich auch
o Demokratische Entscheidungsstrukturen veränderten

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TESTE DEIN WISSEN

Global Governance =

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TESTE DEIN WISSEN

Form der politischen Zusammenarbeit zwischen nationalen, inter-, supra- & transnationalen
Akteuren


- Verhandeln gemeinsame Strategien, Regeln & Instrumente für Probleme, die mehr als eine Staat oder eine
Region betreffen
- Es geht wesentlich um globale Gemeingüter: Klimawandel, Migration, Frieden & Sicherheit, Stabilität
- Zentrale Akteure: UNO, WTO, Internationale Strafgerichtshof, Weltbank, transnationale Organisationen
(NGOs & transnationale Unternehmen)
- Governance steuert durch Regeln & Institutionen, die das Verhalten von Akteuren beeinflussen

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- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

1. Liberale Regulation – erste Globalisierung vor 1914:

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TESTE DEIN WISSEN

-International verwobener Bankensektor dominierte
- Dynamisierung des Welthandels durch Goldstandard vereinfacht int. Transaktionen
- Deflation: Menge des Golds steigt langsamer als Wirtschaftsleistung Preise sinken
- Gold erhöht Stabilität der Einnahmen aus ausländischen Direktinvestitionen
- Beschränkt Importe, ohne entsprechende Exporterlöse erzielt zu haben
- Außenorientiert Wirtschaftswachstum durch Exporte erzielt
- Schutzzölle gegen ausländische Konkurrenz, neue Märkte erobert & gesichert
- Jede Maßnahme, die von Investoren abgelehnt wurde, drohte im Konfliktfall zu fehlenden
Kreditzugang, steigenden Zinssätzen für Staatsschuldscheine sowie fallenden Aktienkursen
zu führen
- Tiefe wirtschaftliche Integration, die den Spielraum nationaler Gesetzgebung einschränkte

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Historische Phasen wirtschaftlicher Entwicklung von China:

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- Opiumhandel: EIC (UK) exportierte indisches Opium nach China, was der chinesische Kaiser
unterbinden wollte Opiumhandel wurde Profiteur des Freihandels

- 20. Jhdt.: Binnenorientierung & zentrale Planwirtschaft China wirtschaftlich, aber nicht
politisch geöffnet marktliberale Reformen bis sozialistisch Marktwirtschaft
mehr mit kapitalistischen Weltsystem 2001 China in WTO
vernetzte

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Binnenorientierung:

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TESTE DEIN WISSEN

fokussiert auf Inlandsmarkt, Absatz im eigenen Wirtschaftsraum


-Löhne als potentielle Nachfrage
- Es bezeichnet ein abgegrenztes Wirtschaftsgebiet, das durch einen freien Markt, einheitliche
Rechtsordnung & Währung gekennzeichnet ist
- Bsp.: nationale Märkte, gemeinsame europäische Binnenmarkt

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Außen-/Exportorientierung:

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fokussiert auf Absatz der nationalen Produktion auf dem Weltmarkt bzw. Märkten anderer Länder


- Beschäftigung soll geschaffen werden

- Löhne sind vorrangig ein Kostenfaktor, Exporte verteuert & damit Wettbewerbsfähigkeit gefährdet 

- Hohe Löhne sind nur bei hoher Produktivität finanzierbar -> braucht gut qualifizierte Arbeitskräfte, um hohe Löhne zu ermöglichen

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Der (Wieder-)Aufstieg Asiens:

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- Seit Hälfte 20. Jhdt.
- China ist heute die 2.-größte Volkswirtschaft
- 2000: Verbund Seidenstraße chinesische Pazifikküste mit Mittelmeerraum
- 2013: Wiederbelebung der Seidenstraße „Belt & Road Initiative“/“One Belt, One
Road“/“Neue Seidenstraße“
- 2018: über 130 Länder/Org. Kooperationsabkommen zu gemeinsamen
Infrastrukturprojekten, Handel & Investitionen, wirtschaftspolitischer Zusammenarbeit
- Geographisch erstreckt sich die Seidenstraße bis Afrika, Südamerika & Europa
- Erfasst: Ausbau von Straßennetzen & andere Transportrouten, Minimierung von
Handelsbarrieren
- China ist eine autokratische Ein-Parteien-Herrschaft
- Chinas reale Politik steht im Zentrum der Debatte um Menschenrechte & ökologische
Herausforderungen
o Haltung gegenüber geistigem Eigentum, Freiheit des Internets, eingeschränkter
Pressefreiheit, systematische Menschenrechtsverletzungen, Umgange mit Hongkong
o rasant steigender Ressourcenverbrauch beschleunigt Engpässe Weltpreise höher
o weltweit größte Emittent an CO2
o gleichzeitig ist China das bevölkerungsreichste Land pro Kopf-Verbrauch liegt weit
hinter dem der westlichen Nationen
o guter Teil stammt aus Produktion von Gütern in anderen Länder konsumiert

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Goldstandard

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Währungsordnung, in der die Währung eines Landes einen Anspruch auf Gold repräsentiert & daher
in Gold eingetauscht werden kann


- Wert des Geldes geknüpft an Menge von Gold
- Für Notenbanken riskant, mehr Gold in Form von Banknoten im Umlauf zu bringen als es über
Währungsreserven in Gold verfügt.
- Stabilisiert Geldwert, schränkt aber politische Handlungsräume ein

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- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

2.Wohlfahrtskapitalismus/Fordismus


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- Liberale Demokratien: Staat schützt die Freiheit des Einzelnen ebenso wie individuelle
Freiheit vor dem Staat geschützt wird
- Beruht auf Mehrheitsbeschlüssen & Rechtsstaatlichkeit
- Basiert auf Repräsentation: parlamentarisch, präsidentiell, semi-präsidentiell

- Politische Sachenentscheidungen werden durch Vertretern getroffen
- Wirtschaftliche Dynamik verschob sich zur Realwirtschaft
- Politische Zusammenarbeit im Rahmen einer multipolaren Weltordnung
- Bretton-Woods-Abkommen Goldstandard
o Verkehrsregeln: erlaubt nationale Regierungen eigenständige Finanz- & Geldpolitik zu
verfolgen
- GATT: Handelsvorteile mussten auch für alle anderen Länder gelten 1995 abgelöst
- Orientiert am Keynesianismus nachfrage- & binnenorientierte Wirtschaftspolitik
- Fordismus Massenproduktion für den Massenkonsum

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Bretton-Woods-Abkommen:

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Währungen waren an den Wert des US-Dollars gebunden, der wiederum an den Goldpreis gekoppelt war


- IWF & Weltbank stabilisierten diese Weltwirtschaftsordnung

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- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

3. Neoliberale Globalisierung – 2. Globalisierung:

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TESTE DEIN WISSEN

- Renaissance des marktliberalen Hayek’schen Gedankenguts
- Abkehr von Kapitalverkehrskontrollen beförderte Finanzialisierung & außenorientierte
Akkumulationsstrategie
- Politik ist angebotsorientiert mikroökonomische Effizienz & Produktivität erhöhen
- Instrumente: Technologiepolitik, Privatisierung von Staatsbetrieben, Deregulierungen,
strenge Haushaltsdisziplin Staatsausgaben beschränkt, um Staatsverschuldung zu senken
- Erhöhte Einfluss der Investoren & Konzernen auf nationale Entscheidungsfindung
- Stellt Interessen ausländischer Investoren über demokratische Entscheidungsmöglichkeiten
- 1993 EU: 4 Grundfreiheiten – freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit,
Dienstleistungsfreiheit, freier Kapital- & Zahlungsverkehr

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Die Krise der westlichen Vorherrschaft:

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- Weltsystem schuf eine globale Hierarchie mit verschiebenden

Zentren und Peripherien

-In Zentren konzentrieren sich Finanz & Industrie
- Peripherie lieferte Rohstoffe, Agrargüter & Mineralien

- Ausgangspunkt: Reich der Venezianer kontrollierten große Handelswege über Mittelmeer
- Genua folgte, dann 17. Jhdt. Niederlande große Häfen & mächtige Flotte
- UK: Seemacht mit großen Binnenmarkt (damals), in dem Waren, Dienstleistungen, Kapital &
Arbeitnehmer frei verkehren können
-Kolonien wurden zu Absatzgebieten der europäischen Industriewaren & Quellen für die
dafür notwendigen Rohstoffe
Die meisten Länder des Globalen Südens (Ausnahme: Lateinamerika) erlangten ihre
politische Unabhängigkeit erst nach dem 2. WK
- Nach 2. WK Einteilung in Einflusssphären USA & Sowjetunion
o Westen: US-Hegemonie Vorbild im Streben nach gutes Leben: US-American Way
of Life & Massenkonsumgesellschaft
o Rechtsstaatlichkeit, politische Demokratie & soziale Sicherungssysteme sollten diese
liberale Wirtschaftsordnung ergänzen
- Europa: Wohlstand kehrte mit hohen Wachstumsraten zurück
o Letzen 3 Jahrzehnte stagnierte Europas Weltmarktanteile
- Erste Machtverschiebungen 1949 Wirtschaftstheorie:
o Lateinamerikanische Strukturalismus erarbeitete eigenständige Wege der
Modernisierung der Peripherie der Weltwirtschaft
o Im Zentrum der Weltwirtschaft mit starken & modernen Unternehmen &
Institutionen ist Freihandel vorteilhaft
o Afrika, Lateinamerika, Asien
bestehende Arbeitsteilung führte aber zu Nachteilen
o An der Peripherie braucht es eine Politik der Industrialisierung & Stärkung des
Binnenmarkts Abhängigkeit von Kolonialmächten reduziert
- 1960: Blockfreienbewegung entstand mit einer politischen Alternative:
o Länder forderten eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung
o 1980er: beendet mit Verschuldung & Leistungsbilanzproblemen konfrontiert

-„Tigerstaaten“ – Singapur, Taiwan, Südkorea: qualitative Veränderung ihrer
Wirtschaftsstruktur
kombinierten pragmatisch unterschiedliche Strategien
setzten auf
Unternehmensförderung & Marktwirtschaft in eigenen Exportproduktionszonen & auch
aktive, staatsgeleitete Industrie- & Technologiepolitik
o Schutzzölle erleichtern Aufbau einer eigenständigen Industrie
o China & andere Schwellenländer folgten
- Seit 2003 Krieg: USA gegen Irak US-Hegemonie immer mehr als reine Dominanz
wahrgenommen als Macht, basierend auf militärischer Stärke
- Westen als Vorbild des „unterentwickelten Rests“ Europa profitierte von
Außenorientierung (Missionierung, Kolonialisierung oder Global Governance)
- Nicht-Westliche als Zeichen von Rückständigkeit Gebiete, Menschen, Kulturen am
Maßstab des Westens in entwickelt & unterentwickelt unterteilt

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Beispielhafte Karteikarten für deinen zuwi Kurs an der Wirtschaftsuniversität Wien - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Globalisierung im Umbruch

A:

- Globalisierung & Nationsbildung sind immer Hand in Hand gegangen

- Je vernetzter die Weltwirtschaft, desto leichter können sie verschiedenen Standorte
gegeneinander ausspielen

- Bis heute ist Weltpolitik durch nationale Interessen geprägt, wobei politischer Einfluss immer mit wirtschaftlicher Macht verbunden ist

- Bei den aktuellen geopolitischen Umbrüchen geht es v.a.:
o Um die Verschiebung der weltweiten Raumhierarchien weg vom Westen – d.h.
Nordamerika und Europa Probleme für den Westen; Chancen im Globalen Süden
o Asien ist am Vormarsch
o Historisch können diese diversen Entwicklungen in unterschiedliche Phasen
eingeteilt werden, in welchen sich auch
o Demokratische Entscheidungsstrukturen veränderten

Q:

Global Governance =

A:

Form der politischen Zusammenarbeit zwischen nationalen, inter-, supra- & transnationalen
Akteuren


- Verhandeln gemeinsame Strategien, Regeln & Instrumente für Probleme, die mehr als eine Staat oder eine
Region betreffen
- Es geht wesentlich um globale Gemeingüter: Klimawandel, Migration, Frieden & Sicherheit, Stabilität
- Zentrale Akteure: UNO, WTO, Internationale Strafgerichtshof, Weltbank, transnationale Organisationen
(NGOs & transnationale Unternehmen)
- Governance steuert durch Regeln & Institutionen, die das Verhalten von Akteuren beeinflussen

Q:

- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

1. Liberale Regulation – erste Globalisierung vor 1914:

A:

-International verwobener Bankensektor dominierte
- Dynamisierung des Welthandels durch Goldstandard vereinfacht int. Transaktionen
- Deflation: Menge des Golds steigt langsamer als Wirtschaftsleistung Preise sinken
- Gold erhöht Stabilität der Einnahmen aus ausländischen Direktinvestitionen
- Beschränkt Importe, ohne entsprechende Exporterlöse erzielt zu haben
- Außenorientiert Wirtschaftswachstum durch Exporte erzielt
- Schutzzölle gegen ausländische Konkurrenz, neue Märkte erobert & gesichert
- Jede Maßnahme, die von Investoren abgelehnt wurde, drohte im Konfliktfall zu fehlenden
Kreditzugang, steigenden Zinssätzen für Staatsschuldscheine sowie fallenden Aktienkursen
zu führen
- Tiefe wirtschaftliche Integration, die den Spielraum nationaler Gesetzgebung einschränkte

Q:

Historische Phasen wirtschaftlicher Entwicklung von China:

A:

- Opiumhandel: EIC (UK) exportierte indisches Opium nach China, was der chinesische Kaiser
unterbinden wollte Opiumhandel wurde Profiteur des Freihandels

- 20. Jhdt.: Binnenorientierung & zentrale Planwirtschaft China wirtschaftlich, aber nicht
politisch geöffnet marktliberale Reformen bis sozialistisch Marktwirtschaft
mehr mit kapitalistischen Weltsystem 2001 China in WTO
vernetzte

Q:

Binnenorientierung:

A:

fokussiert auf Inlandsmarkt, Absatz im eigenen Wirtschaftsraum


-Löhne als potentielle Nachfrage
- Es bezeichnet ein abgegrenztes Wirtschaftsgebiet, das durch einen freien Markt, einheitliche
Rechtsordnung & Währung gekennzeichnet ist
- Bsp.: nationale Märkte, gemeinsame europäische Binnenmarkt

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Q:

Außen-/Exportorientierung:

A:

fokussiert auf Absatz der nationalen Produktion auf dem Weltmarkt bzw. Märkten anderer Länder


- Beschäftigung soll geschaffen werden

- Löhne sind vorrangig ein Kostenfaktor, Exporte verteuert & damit Wettbewerbsfähigkeit gefährdet 

- Hohe Löhne sind nur bei hoher Produktivität finanzierbar -> braucht gut qualifizierte Arbeitskräfte, um hohe Löhne zu ermöglichen

Q:

Der (Wieder-)Aufstieg Asiens:

A:

- Seit Hälfte 20. Jhdt.
- China ist heute die 2.-größte Volkswirtschaft
- 2000: Verbund Seidenstraße chinesische Pazifikküste mit Mittelmeerraum
- 2013: Wiederbelebung der Seidenstraße „Belt & Road Initiative“/“One Belt, One
Road“/“Neue Seidenstraße“
- 2018: über 130 Länder/Org. Kooperationsabkommen zu gemeinsamen
Infrastrukturprojekten, Handel & Investitionen, wirtschaftspolitischer Zusammenarbeit
- Geographisch erstreckt sich die Seidenstraße bis Afrika, Südamerika & Europa
- Erfasst: Ausbau von Straßennetzen & andere Transportrouten, Minimierung von
Handelsbarrieren
- China ist eine autokratische Ein-Parteien-Herrschaft
- Chinas reale Politik steht im Zentrum der Debatte um Menschenrechte & ökologische
Herausforderungen
o Haltung gegenüber geistigem Eigentum, Freiheit des Internets, eingeschränkter
Pressefreiheit, systematische Menschenrechtsverletzungen, Umgange mit Hongkong
o rasant steigender Ressourcenverbrauch beschleunigt Engpässe Weltpreise höher
o weltweit größte Emittent an CO2
o gleichzeitig ist China das bevölkerungsreichste Land pro Kopf-Verbrauch liegt weit
hinter dem der westlichen Nationen
o guter Teil stammt aus Produktion von Gütern in anderen Länder konsumiert

Q:

Goldstandard

A:

Währungsordnung, in der die Währung eines Landes einen Anspruch auf Gold repräsentiert & daher
in Gold eingetauscht werden kann


- Wert des Geldes geknüpft an Menge von Gold
- Für Notenbanken riskant, mehr Gold in Form von Banknoten im Umlauf zu bringen als es über
Währungsreserven in Gold verfügt.
- Stabilisiert Geldwert, schränkt aber politische Handlungsräume ein

Q:

- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

2.Wohlfahrtskapitalismus/Fordismus


A:

- Liberale Demokratien: Staat schützt die Freiheit des Einzelnen ebenso wie individuelle
Freiheit vor dem Staat geschützt wird
- Beruht auf Mehrheitsbeschlüssen & Rechtsstaatlichkeit
- Basiert auf Repräsentation: parlamentarisch, präsidentiell, semi-präsidentiell

- Politische Sachenentscheidungen werden durch Vertretern getroffen
- Wirtschaftliche Dynamik verschob sich zur Realwirtschaft
- Politische Zusammenarbeit im Rahmen einer multipolaren Weltordnung
- Bretton-Woods-Abkommen Goldstandard
o Verkehrsregeln: erlaubt nationale Regierungen eigenständige Finanz- & Geldpolitik zu
verfolgen
- GATT: Handelsvorteile mussten auch für alle anderen Länder gelten 1995 abgelöst
- Orientiert am Keynesianismus nachfrage- & binnenorientierte Wirtschaftspolitik
- Fordismus Massenproduktion für den Massenkonsum

Q:

Bretton-Woods-Abkommen:

A:

Währungen waren an den Wert des US-Dollars gebunden, der wiederum an den Goldpreis gekoppelt war


- IWF & Weltbank stabilisierten diese Weltwirtschaftsordnung

Q:

- Angelehnt an die Regulationstheorie: können drei unterschiedliche Akkumulationsregime
seit 1850 unterschieden werden – 3 Phasen:

3. Neoliberale Globalisierung – 2. Globalisierung:

A:

- Renaissance des marktliberalen Hayek’schen Gedankenguts
- Abkehr von Kapitalverkehrskontrollen beförderte Finanzialisierung & außenorientierte
Akkumulationsstrategie
- Politik ist angebotsorientiert mikroökonomische Effizienz & Produktivität erhöhen
- Instrumente: Technologiepolitik, Privatisierung von Staatsbetrieben, Deregulierungen,
strenge Haushaltsdisziplin Staatsausgaben beschränkt, um Staatsverschuldung zu senken
- Erhöhte Einfluss der Investoren & Konzernen auf nationale Entscheidungsfindung
- Stellt Interessen ausländischer Investoren über demokratische Entscheidungsmöglichkeiten
- 1993 EU: 4 Grundfreiheiten – freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit,
Dienstleistungsfreiheit, freier Kapital- & Zahlungsverkehr

Q:

Die Krise der westlichen Vorherrschaft:

A:

- Weltsystem schuf eine globale Hierarchie mit verschiebenden

Zentren und Peripherien

-In Zentren konzentrieren sich Finanz & Industrie
- Peripherie lieferte Rohstoffe, Agrargüter & Mineralien

- Ausgangspunkt: Reich der Venezianer kontrollierten große Handelswege über Mittelmeer
- Genua folgte, dann 17. Jhdt. Niederlande große Häfen & mächtige Flotte
- UK: Seemacht mit großen Binnenmarkt (damals), in dem Waren, Dienstleistungen, Kapital &
Arbeitnehmer frei verkehren können
-Kolonien wurden zu Absatzgebieten der europäischen Industriewaren & Quellen für die
dafür notwendigen Rohstoffe
Die meisten Länder des Globalen Südens (Ausnahme: Lateinamerika) erlangten ihre
politische Unabhängigkeit erst nach dem 2. WK
- Nach 2. WK Einteilung in Einflusssphären USA & Sowjetunion
o Westen: US-Hegemonie Vorbild im Streben nach gutes Leben: US-American Way
of Life & Massenkonsumgesellschaft
o Rechtsstaatlichkeit, politische Demokratie & soziale Sicherungssysteme sollten diese
liberale Wirtschaftsordnung ergänzen
- Europa: Wohlstand kehrte mit hohen Wachstumsraten zurück
o Letzen 3 Jahrzehnte stagnierte Europas Weltmarktanteile
- Erste Machtverschiebungen 1949 Wirtschaftstheorie:
o Lateinamerikanische Strukturalismus erarbeitete eigenständige Wege der
Modernisierung der Peripherie der Weltwirtschaft
o Im Zentrum der Weltwirtschaft mit starken & modernen Unternehmen &
Institutionen ist Freihandel vorteilhaft
o Afrika, Lateinamerika, Asien
bestehende Arbeitsteilung führte aber zu Nachteilen
o An der Peripherie braucht es eine Politik der Industrialisierung & Stärkung des
Binnenmarkts Abhängigkeit von Kolonialmächten reduziert
- 1960: Blockfreienbewegung entstand mit einer politischen Alternative:
o Länder forderten eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung
o 1980er: beendet mit Verschuldung & Leistungsbilanzproblemen konfrontiert

-„Tigerstaaten“ – Singapur, Taiwan, Südkorea: qualitative Veränderung ihrer
Wirtschaftsstruktur
kombinierten pragmatisch unterschiedliche Strategien
setzten auf
Unternehmensförderung & Marktwirtschaft in eigenen Exportproduktionszonen & auch
aktive, staatsgeleitete Industrie- & Technologiepolitik
o Schutzzölle erleichtern Aufbau einer eigenständigen Industrie
o China & andere Schwellenländer folgten
- Seit 2003 Krieg: USA gegen Irak US-Hegemonie immer mehr als reine Dominanz
wahrgenommen als Macht, basierend auf militärischer Stärke
- Westen als Vorbild des „unterentwickelten Rests“ Europa profitierte von
Außenorientierung (Missionierung, Kolonialisierung oder Global Governance)
- Nicht-Westliche als Zeichen von Rückständigkeit Gebiete, Menschen, Kulturen am
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