Zivilrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien | Karteikarten & Zusammenfassungen

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ABGB

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Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (1.1.1812)

Gegenstand: allgemeines Privatrecht

Erster Teil ("Von dem Personenrechte"): Personen- und Familienrecht

Zweiter Teil ("Von dem Sachenrechte"): Sachenrecht, Erbrecht, Schuldrecht

Dritter Teil: "Von den gemeinschaftlichen Bestimmungen der Personen- und Sachenrechte"

- Folgt in seiner Einteilung dem Institutionensystem

- seit 1812 wiederholt novelliert

- zahlreiche Sondergesetze neben dem ABGB

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Bürgerliches Recht

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Synonyme: "allgemeines Privatrecht", "Zivilrecht"

- regelt Privatrechtsverhältnisse, die für jeden bedeutsam sind

- soweit die Sonderprivatrechte keine besonderen Vorschriften enthalten, gelten die allgemein-zivilrechtlichen Bestimmungen  

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EU-Richtlinie

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- Art 288 Abs 3 AEUV

- ist für jeden Mitgliedstaat, an den sie gerichtet ist, hinsichtlich des zu erreichenden Ziels verbindlich

- überlässt den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel

- wirken nicht unmittelbar, müsse erst vom Gesetzgeber umgesetzt werden

- innerstaatliches Recht ist im Lichte geltender Richtlinien zu interpretieren

- Verbraucherschutz

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Familienrecht

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- alle Bestimmungen, die Ehe und Verwandtschaft regeln

- ABGB (§§ 40 ff und §§ 89 ff), Sondergesetze (Ehegesetz, Eingetragene Partnerschaft-Gesetz)

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Institutionensystem

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- geht von einer Zweiteilung des allgemeinen Privatrechts in Personen- und Vermögensrecht aus

- ABGB folgt diesem System (siehe ABGB)

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Internationales Privatrecht (IPR)

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- beschäftigt sich mit Fällen, die einen grenzüberschreitenden Bezug aufweisen

- regelt die Frage, nach welchem nationalen Privatrecht solche Fälle zu beurteilen sind

- es handelt sich um Verweisungsnormen, die bloß dass Privatrecht eines bestimmten Staates zur Lösung einer Frage berufen

- große Bereiche des IPR werden durch unmittelbar anwendbare EU-Verordnungen oder völkerrechtliche Verträge geregelt

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Privatrecht

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- Rechtsbeziehungen unter den Bürgern

- Allgemeines Privatrecht & Sonderprivatrecht

- Allgemeines Privatrecht: für jedermann bedeutsam 

- Sonderprivatrecht: modifizierte Vorschriften für einen bestimmten Personenkreis oder für bestimmte Sachgebiete

- soweit das Sonderprivatrecht keine besonderen Vorschriften enthaltet, gelten die allgemein-zivilrechtlichen Bestimmungen

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Pandektensystem

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- Fünfteilung des Zivilrechts

- Allgemeiner Teil, Schuldrecht, Sachenrecht, Erbrecht, Familienrecht

- 19. Jahrhundert --> Heise

- benannt nach den "Pandekten" = griechischer Ausdruck für "Digesten"

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Sache

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" Alles was von der Person unterschieden ist, wird im rechtlichen Sinne eine Sache genannt" (§ 293)

--> Institutionensystem (körperliche und unkörperliche Sachen)

- Pandektensystem --> körperliche Sachen

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Sonderprivatrecht

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Enthalten besondere privatrechtliche Vorschriften für einen bestimmten Personenkreis oder für bestimmte Sachgebiete.


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Sachenrecht

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(1) Summe aller Normen, die sich mit dinglichen Rechten an einer Sache beschäftigen

--> §§ 285-530 ABGB

(2) Wer Träger eines Sachenrechts ist, hat ein dingliches Recht

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Schuldrecht

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(1) Teil des bürgerlichen Rechts, der die Schuldverhältnisse regelt

--> Allgemeines Schuldrecht: §§ 859-937 und §§ 1342-1450 ABGB

--> Vertragstypen: §§ 938-1292 ABGB

--> Gesetzliche Schuldverhältnisse: Schadenersatz, Bereicherungsrecht, Geschäftsführung ohne Auftrag, schuldrechtliche Aspekte des Miteigentums

(2) Wer ein Schuldrecht hat, ist aus einem Schuldverhältnis berechtigt, er hat also ein schuldrechtliches Forderungsrecht


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Q:

ABGB

A:

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (1.1.1812)

Gegenstand: allgemeines Privatrecht

Erster Teil ("Von dem Personenrechte"): Personen- und Familienrecht

Zweiter Teil ("Von dem Sachenrechte"): Sachenrecht, Erbrecht, Schuldrecht

Dritter Teil: "Von den gemeinschaftlichen Bestimmungen der Personen- und Sachenrechte"

- Folgt in seiner Einteilung dem Institutionensystem

- seit 1812 wiederholt novelliert

- zahlreiche Sondergesetze neben dem ABGB

Q:

Bürgerliches Recht

A:

Synonyme: "allgemeines Privatrecht", "Zivilrecht"

- regelt Privatrechtsverhältnisse, die für jeden bedeutsam sind

- soweit die Sonderprivatrechte keine besonderen Vorschriften enthalten, gelten die allgemein-zivilrechtlichen Bestimmungen  

Q:

EU-Richtlinie

A:

- Art 288 Abs 3 AEUV

- ist für jeden Mitgliedstaat, an den sie gerichtet ist, hinsichtlich des zu erreichenden Ziels verbindlich

- überlässt den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel

- wirken nicht unmittelbar, müsse erst vom Gesetzgeber umgesetzt werden

- innerstaatliches Recht ist im Lichte geltender Richtlinien zu interpretieren

- Verbraucherschutz

Q:

Familienrecht

A:

- alle Bestimmungen, die Ehe und Verwandtschaft regeln

- ABGB (§§ 40 ff und §§ 89 ff), Sondergesetze (Ehegesetz, Eingetragene Partnerschaft-Gesetz)

Q:

Institutionensystem

A:

- geht von einer Zweiteilung des allgemeinen Privatrechts in Personen- und Vermögensrecht aus

- ABGB folgt diesem System (siehe ABGB)

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Q:

Internationales Privatrecht (IPR)

A:

- beschäftigt sich mit Fällen, die einen grenzüberschreitenden Bezug aufweisen

- regelt die Frage, nach welchem nationalen Privatrecht solche Fälle zu beurteilen sind

- es handelt sich um Verweisungsnormen, die bloß dass Privatrecht eines bestimmten Staates zur Lösung einer Frage berufen

- große Bereiche des IPR werden durch unmittelbar anwendbare EU-Verordnungen oder völkerrechtliche Verträge geregelt

Q:

Privatrecht

A:

- Rechtsbeziehungen unter den Bürgern

- Allgemeines Privatrecht & Sonderprivatrecht

- Allgemeines Privatrecht: für jedermann bedeutsam 

- Sonderprivatrecht: modifizierte Vorschriften für einen bestimmten Personenkreis oder für bestimmte Sachgebiete

- soweit das Sonderprivatrecht keine besonderen Vorschriften enthaltet, gelten die allgemein-zivilrechtlichen Bestimmungen

Q:

Pandektensystem

A:

- Fünfteilung des Zivilrechts

- Allgemeiner Teil, Schuldrecht, Sachenrecht, Erbrecht, Familienrecht

- 19. Jahrhundert --> Heise

- benannt nach den "Pandekten" = griechischer Ausdruck für "Digesten"

Q:

Sache

A:

" Alles was von der Person unterschieden ist, wird im rechtlichen Sinne eine Sache genannt" (§ 293)

--> Institutionensystem (körperliche und unkörperliche Sachen)

- Pandektensystem --> körperliche Sachen

Q:

Sonderprivatrecht

A:

Enthalten besondere privatrechtliche Vorschriften für einen bestimmten Personenkreis oder für bestimmte Sachgebiete.


Q:

Sachenrecht

A:

(1) Summe aller Normen, die sich mit dinglichen Rechten an einer Sache beschäftigen

--> §§ 285-530 ABGB

(2) Wer Träger eines Sachenrechts ist, hat ein dingliches Recht

Q:

Schuldrecht

A:

(1) Teil des bürgerlichen Rechts, der die Schuldverhältnisse regelt

--> Allgemeines Schuldrecht: §§ 859-937 und §§ 1342-1450 ABGB

--> Vertragstypen: §§ 938-1292 ABGB

--> Gesetzliche Schuldverhältnisse: Schadenersatz, Bereicherungsrecht, Geschäftsführung ohne Auftrag, schuldrechtliche Aspekte des Miteigentums

(2) Wer ein Schuldrecht hat, ist aus einem Schuldverhältnis berechtigt, er hat also ein schuldrechtliches Forderungsrecht


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