05.10.2020 an der University Of Zurich | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für 05.10.2020 an der University of Zurich

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Fragestellungen von evolutionspsychologischen Emotionstheorien? (und kurze Antworten)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Welche Aspekte von Emotionen gehören zum biologischen Erbe des Menschen --> stammesgeschichtliche Entwicklung von Emotionen 
  • Welche Funktion haben Emotionen für das individuelle Überleben und das Überleben der Art? 
  • Funktion eines jeden durch natürliche Selektion verstärkten Merkmals bzw. einer bestimmten psychischen Disposition ist die Erhöhung der Fitness. 
  • Es erbrachte Fitness-Vorteil, in bestimmten Situationen mit bestimmten Emotionen zu reagieren. 

--> Dimensionaler Ansatz: positive vs. negative Emotion (Wie positiv oder negativ ist die Emotion) 

--> Ansatz distinkter Emotionen (Basisemotionen) 


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Welche sechs Forschungsmethoden hat Darwin verwendet, um seine Theorie herauszuarbeiten? 

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1. Vergleich des Emotionsausdrucks bei Mensch und Tier 

2. Intrakulturelle Beurteilungen des Emotionsausdrucks --> hat innerhalb von Kulturen Bilder von Emotionen gezeigt. 

3. Interkultureller Vergleich des Emotionsausdrucks --> Universalität --> Der Vergleich zeigte eine grosse Übereinstimmung zwischen den Kulturen. 

4. Beobachtung des Emotionsausdrucks von Kindern --> Haben Emotionsausdrücke noch nicht gelernt. 

5. Beobachtung des Emotionsausdrucks von Blindgeborenen --> wenn Blinde die selben Emotionsausdrücke vorzeigen wie Sehende, dann müssen sie angeboren sein. 

6. Beobachtung des Emotionsausdrucks von psychiatrischen Patienten --> diese Patienten können ihren Emotionsausdruck nicht so gut kontrollieren, es geschieht spontan

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Was ist die Hauptkritik an Darwins Forschungsmethode? 

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1. Zu kleine Stichproben 

2. Er befragte die Angehörigen anderer Kulturen nicht direkt 

3. Suggestivfragen (Wird Überraschung ausgedrückt durch offenen Mund …? Anstatt: Wie wird Überraschung ausgedrückt?)

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Welche Antwort gibt Darwin auf diese Fragen: Warum sind bestimmte Emotionen mit einem ganz spezifischen Emotionsausdruck verbunden? Wie haben sich die Ausdrucksformen entwickelt? Welche Funktionen haben Emotionen?

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  • Prinzip der zweckmässig assoziierten Gewohnheiten: Emotionsausdrücke sind mit Emotionen verbunden um zu überleben. 
  • Der mit Emotion verbundene Emotionsausdruck wurde ursprünglich zu einem bestimmten Zweck ausgeführt, Z.B. Ekel --> Nase rümpfen, Zunge herausstrecken, um giftige Dämpfe weniger eindringen lassen, Ungeniessbares wird ausgespuckt
  • Ausdrucksbewegungen haben sich automatisiert 

Emotionen haben zwei Funktionen: 

  • Organismische Funktion: (z.B. weit geöffnete Augen bei Überraschung verbessert Informationsaufnahme; geöffneter Mund erleichtert Atmung) 
  • Kommunikative Funktion(z.B. Information über Gefühlszustand und Handlungsimplikationen) 
    •  Information («So fühle ich mich!») 
    • Warnung («Das werde ich tun!»)
    • Appell («Ich möchte, dass Du tust!») 


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Wie sieht die neuro-kulturelle Emotionstheorie von Paul Ekman aus? 

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  • 7 Basisemotionen: Ärger, Ekel, Furcht, Freude, Traurigkeit, Überraschung, Verachtung 
  • Basisemotionen und die ihnen zugrundeliegenden Mechanismen haben sich in der Evolution durch natürliche Selektion herausgebildet 
  • Jede Basisemotion gekennzeichnet durch spezifisches Gefühl, spezifische physiologische Veränderungen und einen spezifischen mimischen Ausdruck
  • Wird Basisemotion ausgelöst, wird das zugehörige angeborene mimische Programm aktiviert (bis hierhin stimmt alles mit Darwin überein) 
  • Die angeborenen Tendenzen zum mimischen Ausdruck können willentlich kontrolliert werden 
  • Im Laufe der Sozialisation kommt es zu zunehmend stärkerer Ausdruckskontrolle, abhängig von sog. Darstellungsregeln (display rules, z. B. Pokerface) --> Emotionsausdruck kulturell überformt

--> Manche Menschen zeigen Emotionen stärker als andere. Es gibt kulturelle Unterschiede, denn die Emotionssteurung wird durch soziale Strukturen beeinflusst. In jeder Kultur gibt es unterschiedliche Emotionen, die in spezifischen Situationen angebracht sind. 

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Wie wollte Ekman die Universalität der Emotionen besser nachweisen und welche methodischen Einwände gibt es dazu? 

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  • Die Standardmethode: Angehörige verschiedener Kulturen mit Schriftsprache sahen Fotos von Gesichtsausdrücken der Basisemotionen 
  • Frage an Vpn: „Welche Emotion wird hier dargestellt?“
  • Antwortformat: Liste mit sieben Emotionswörtern (Freude, Überraschung, Traurigkeit, Furcht, Ekel, Ärger, Verachtung)
  • In allen untersuchten Kulturen wählte die Mehrheit der Probanden (> 67%) die richtigen Emotionen zur Beschreibung der Fotos aus. 
  • Methodische Einwände
    • Probanden waren Studierende
    • Gestellte Emotionen 
    • Nur sehr typische Emotionsausdrücke dargestellt 
    • Antwortformat
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Welche Studie haben Ekman und Friesen zu visuell isolierten Kulturen gemacht, um die Universalität von Emotionen zu untersuchen? 

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  • Methode für „visuell isolierte“ Kulturen ohne Schriftsprache: Den Probanden wurden kurze emotionsauslösende Episoden aus dem Alltag erzählt. 
  • Episoden stammen von den Stammesangehörigen
  • Die Probanden mussten danach entscheiden: „Welches Foto passt zu der Geschichte?“ 
  • Bildvorlagen: Je drei Fotos mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken
  • Für fast alle Geschichten lag die Zuordnungsrate zwischen 64% und 100% 
  • Bei Furcht-Überraschung keine überzufällig korrekten Zuordnungen --> Warum? Überraschung ist sehr unerwartet und kann einem im ersten Moment erschrecken und einem ein wenig Angst einjagen, bei Überraschung und Furcht kommt eine hohe Erregung zustande 
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Welche Display rules (Ausdruckskontrolle) stellt Ekman auf? 

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  • Durch Sozialisationsprozesse erworben 
  • Kulturabhängige soziale Norm 
  • Strategischer Einsatz des Gefühlsausdruck (Emotionsregulation): 
    • intensivieren (Mehr Freude, als eigentlich vorhanden) 
    • abschwächen (Freude wird heruntergeschraubt, wenn Pultnachbar viel schlechter in der Prüfung war) 
    • neutralisieren (Poker Face) 
    • maskieren (bei Ärger lächeln) 
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Welche Studie zur Ausdruckskontrolle machte Ekman? 

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US-Amerikaner und Japaner sahen belastende Filme (chirurgische Eingriffe, Unfälle) 

  • Unabhängige Variabel: Film alleine vs. Film mit Versuchsleiter (VL) ansehen 
  • Abhängige Variabel: Gesichtsausdruck beim Betrachten des Films 
  • Ergebnis: 
    • alleine: Amerikaner und Japaner zeigen gleichen Gesichtsausdruck (Furcht, Ekel, Trauer) 
    • mit VL: Japaner zeigen viel häufiger als Amerikaner ein Lächeln.

--> Ekmans Emotionsregeln haben sich also in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt. 

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Welche Annahmen macht die evolutionspsychologische Theorie über Basisemotionen? 

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  • Teilmenge der Emotionen beruhen auf psychophysischen Mechanismen, die in der Evolution zur Lösung spezifischer Anpassungsprobleme entstanden sind. 
  • Im Laufe der Entwicklung differenzier(t)en sich immer spezifischere Emotionen aus, d. h. alle übrigen Emotionen leiten sich von diesen Basisemotionen ab (Lernprozesse) --> vgl. Plutchiks Konzept der sekundären Emotion („Mischemotionen“, z. B. Scham = Furcht + Ekel)
  • Basisemotionen vs. Spezifische Emotionen --> spezifische Emotionen kristallisieren sich aus den Basisemotionen heraus
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Welche Kritik übt man an den Basisemotionen? 

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  • Unterschiedliche Listen nach Umfang und Zusammenstellung von Basisemotionen verschiedener Autoren, z.B. Ekman, Izard, Plutchik.
  • Unterschiedliche Kriterien zur Bestimmung der Basisemotionen (Ekman: emotionsspezifischer Gesichtsausdruck; Plutchik: emotionsspezifischer Handlungsimpuls) 
  • Empirische Belege für spezifische Komponenten der Basisemotionen nicht sehr stark ( --> spezifische physiologische Veränderungen, spezifische Handlungsimpulse, spezifisches Gefühlserleben)
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Welche Studie machte Matsumoto zur Ausdruckskontrolle? (emotionale Expressivität)

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  • 5361 Studierende aus 32 Ländern aus fünf Kontinenten 
  • Display Rule Assessment Inventory (Fragebogen): «What should you do if you feel […]» (7 Basisemotionen) in Interaktion mit 21 Interaktionspartner/inne/n (z. B. Familie, nahe/r Freund/in, Professor/in) in zwei Settings (öffentlich vs. privat) 
    • (1) show nothing --> neutralization
    • (2) hide your feelings by smiling --> masking
    • (3) show less than you feel it --> deamplification
    • (4) express it as you feel it --> expression
    • (5) show more than you feel it --> amplification 
  • Durch Daten-Transformation wurde Skala «Emotionale Expressivität» gebildet von 0 (show nothing) to 1.0 (amplify).
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  • 15356 Karteikarten
  • 364 Studierende
  • 18 Lernmaterialien

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Q:

Was sind die Fragestellungen von evolutionspsychologischen Emotionstheorien? (und kurze Antworten)

A:
  • Welche Aspekte von Emotionen gehören zum biologischen Erbe des Menschen --> stammesgeschichtliche Entwicklung von Emotionen 
  • Welche Funktion haben Emotionen für das individuelle Überleben und das Überleben der Art? 
  • Funktion eines jeden durch natürliche Selektion verstärkten Merkmals bzw. einer bestimmten psychischen Disposition ist die Erhöhung der Fitness. 
  • Es erbrachte Fitness-Vorteil, in bestimmten Situationen mit bestimmten Emotionen zu reagieren. 

--> Dimensionaler Ansatz: positive vs. negative Emotion (Wie positiv oder negativ ist die Emotion) 

--> Ansatz distinkter Emotionen (Basisemotionen) 


Q:

Welche sechs Forschungsmethoden hat Darwin verwendet, um seine Theorie herauszuarbeiten? 

A:

1. Vergleich des Emotionsausdrucks bei Mensch und Tier 

2. Intrakulturelle Beurteilungen des Emotionsausdrucks --> hat innerhalb von Kulturen Bilder von Emotionen gezeigt. 

3. Interkultureller Vergleich des Emotionsausdrucks --> Universalität --> Der Vergleich zeigte eine grosse Übereinstimmung zwischen den Kulturen. 

4. Beobachtung des Emotionsausdrucks von Kindern --> Haben Emotionsausdrücke noch nicht gelernt. 

5. Beobachtung des Emotionsausdrucks von Blindgeborenen --> wenn Blinde die selben Emotionsausdrücke vorzeigen wie Sehende, dann müssen sie angeboren sein. 

6. Beobachtung des Emotionsausdrucks von psychiatrischen Patienten --> diese Patienten können ihren Emotionsausdruck nicht so gut kontrollieren, es geschieht spontan

Q:

Was ist die Hauptkritik an Darwins Forschungsmethode? 

A:

1. Zu kleine Stichproben 

2. Er befragte die Angehörigen anderer Kulturen nicht direkt 

3. Suggestivfragen (Wird Überraschung ausgedrückt durch offenen Mund …? Anstatt: Wie wird Überraschung ausgedrückt?)

Q:

Welche Antwort gibt Darwin auf diese Fragen: Warum sind bestimmte Emotionen mit einem ganz spezifischen Emotionsausdruck verbunden? Wie haben sich die Ausdrucksformen entwickelt? Welche Funktionen haben Emotionen?

A:
  • Prinzip der zweckmässig assoziierten Gewohnheiten: Emotionsausdrücke sind mit Emotionen verbunden um zu überleben. 
  • Der mit Emotion verbundene Emotionsausdruck wurde ursprünglich zu einem bestimmten Zweck ausgeführt, Z.B. Ekel --> Nase rümpfen, Zunge herausstrecken, um giftige Dämpfe weniger eindringen lassen, Ungeniessbares wird ausgespuckt
  • Ausdrucksbewegungen haben sich automatisiert 

Emotionen haben zwei Funktionen: 

  • Organismische Funktion: (z.B. weit geöffnete Augen bei Überraschung verbessert Informationsaufnahme; geöffneter Mund erleichtert Atmung) 
  • Kommunikative Funktion(z.B. Information über Gefühlszustand und Handlungsimplikationen) 
    •  Information («So fühle ich mich!») 
    • Warnung («Das werde ich tun!»)
    • Appell («Ich möchte, dass Du tust!») 


Q:

Wie sieht die neuro-kulturelle Emotionstheorie von Paul Ekman aus? 

A:
  • 7 Basisemotionen: Ärger, Ekel, Furcht, Freude, Traurigkeit, Überraschung, Verachtung 
  • Basisemotionen und die ihnen zugrundeliegenden Mechanismen haben sich in der Evolution durch natürliche Selektion herausgebildet 
  • Jede Basisemotion gekennzeichnet durch spezifisches Gefühl, spezifische physiologische Veränderungen und einen spezifischen mimischen Ausdruck
  • Wird Basisemotion ausgelöst, wird das zugehörige angeborene mimische Programm aktiviert (bis hierhin stimmt alles mit Darwin überein) 
  • Die angeborenen Tendenzen zum mimischen Ausdruck können willentlich kontrolliert werden 
  • Im Laufe der Sozialisation kommt es zu zunehmend stärkerer Ausdruckskontrolle, abhängig von sog. Darstellungsregeln (display rules, z. B. Pokerface) --> Emotionsausdruck kulturell überformt

--> Manche Menschen zeigen Emotionen stärker als andere. Es gibt kulturelle Unterschiede, denn die Emotionssteurung wird durch soziale Strukturen beeinflusst. In jeder Kultur gibt es unterschiedliche Emotionen, die in spezifischen Situationen angebracht sind. 

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Q:

Wie wollte Ekman die Universalität der Emotionen besser nachweisen und welche methodischen Einwände gibt es dazu? 

A:
  • Die Standardmethode: Angehörige verschiedener Kulturen mit Schriftsprache sahen Fotos von Gesichtsausdrücken der Basisemotionen 
  • Frage an Vpn: „Welche Emotion wird hier dargestellt?“
  • Antwortformat: Liste mit sieben Emotionswörtern (Freude, Überraschung, Traurigkeit, Furcht, Ekel, Ärger, Verachtung)
  • In allen untersuchten Kulturen wählte die Mehrheit der Probanden (> 67%) die richtigen Emotionen zur Beschreibung der Fotos aus. 
  • Methodische Einwände
    • Probanden waren Studierende
    • Gestellte Emotionen 
    • Nur sehr typische Emotionsausdrücke dargestellt 
    • Antwortformat
Q:

Welche Studie haben Ekman und Friesen zu visuell isolierten Kulturen gemacht, um die Universalität von Emotionen zu untersuchen? 

A:
  • Methode für „visuell isolierte“ Kulturen ohne Schriftsprache: Den Probanden wurden kurze emotionsauslösende Episoden aus dem Alltag erzählt. 
  • Episoden stammen von den Stammesangehörigen
  • Die Probanden mussten danach entscheiden: „Welches Foto passt zu der Geschichte?“ 
  • Bildvorlagen: Je drei Fotos mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken
  • Für fast alle Geschichten lag die Zuordnungsrate zwischen 64% und 100% 
  • Bei Furcht-Überraschung keine überzufällig korrekten Zuordnungen --> Warum? Überraschung ist sehr unerwartet und kann einem im ersten Moment erschrecken und einem ein wenig Angst einjagen, bei Überraschung und Furcht kommt eine hohe Erregung zustande 
Q:

Welche Display rules (Ausdruckskontrolle) stellt Ekman auf? 

A:
  • Durch Sozialisationsprozesse erworben 
  • Kulturabhängige soziale Norm 
  • Strategischer Einsatz des Gefühlsausdruck (Emotionsregulation): 
    • intensivieren (Mehr Freude, als eigentlich vorhanden) 
    • abschwächen (Freude wird heruntergeschraubt, wenn Pultnachbar viel schlechter in der Prüfung war) 
    • neutralisieren (Poker Face) 
    • maskieren (bei Ärger lächeln) 
Q:

Welche Studie zur Ausdruckskontrolle machte Ekman? 

A:

US-Amerikaner und Japaner sahen belastende Filme (chirurgische Eingriffe, Unfälle) 

  • Unabhängige Variabel: Film alleine vs. Film mit Versuchsleiter (VL) ansehen 
  • Abhängige Variabel: Gesichtsausdruck beim Betrachten des Films 
  • Ergebnis: 
    • alleine: Amerikaner und Japaner zeigen gleichen Gesichtsausdruck (Furcht, Ekel, Trauer) 
    • mit VL: Japaner zeigen viel häufiger als Amerikaner ein Lächeln.

--> Ekmans Emotionsregeln haben sich also in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt. 

Q:

Welche Annahmen macht die evolutionspsychologische Theorie über Basisemotionen? 

A:
  • Teilmenge der Emotionen beruhen auf psychophysischen Mechanismen, die in der Evolution zur Lösung spezifischer Anpassungsprobleme entstanden sind. 
  • Im Laufe der Entwicklung differenzier(t)en sich immer spezifischere Emotionen aus, d. h. alle übrigen Emotionen leiten sich von diesen Basisemotionen ab (Lernprozesse) --> vgl. Plutchiks Konzept der sekundären Emotion („Mischemotionen“, z. B. Scham = Furcht + Ekel)
  • Basisemotionen vs. Spezifische Emotionen --> spezifische Emotionen kristallisieren sich aus den Basisemotionen heraus
Q:

Welche Kritik übt man an den Basisemotionen? 

A:
  • Unterschiedliche Listen nach Umfang und Zusammenstellung von Basisemotionen verschiedener Autoren, z.B. Ekman, Izard, Plutchik.
  • Unterschiedliche Kriterien zur Bestimmung der Basisemotionen (Ekman: emotionsspezifischer Gesichtsausdruck; Plutchik: emotionsspezifischer Handlungsimpuls) 
  • Empirische Belege für spezifische Komponenten der Basisemotionen nicht sehr stark ( --> spezifische physiologische Veränderungen, spezifische Handlungsimpulse, spezifisches Gefühlserleben)
Q:

Welche Studie machte Matsumoto zur Ausdruckskontrolle? (emotionale Expressivität)

A:
  • 5361 Studierende aus 32 Ländern aus fünf Kontinenten 
  • Display Rule Assessment Inventory (Fragebogen): «What should you do if you feel […]» (7 Basisemotionen) in Interaktion mit 21 Interaktionspartner/inne/n (z. B. Familie, nahe/r Freund/in, Professor/in) in zwei Settings (öffentlich vs. privat) 
    • (1) show nothing --> neutralization
    • (2) hide your feelings by smiling --> masking
    • (3) show less than you feel it --> deamplification
    • (4) express it as you feel it --> expression
    • (5) show more than you feel it --> amplification 
  • Durch Daten-Transformation wurde Skala «Emotionale Expressivität» gebildet von 0 (show nothing) to 1.0 (amplify).
05.10.2020

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