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Lernmaterialien für Kommunikationspolitik & Media Governance an der University of Zürich

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Kommunikationspolitik & Media Governance Kurs an der University of Zürich zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was kann ein Auslöser für Selbstregulierung sein?

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Befürchtungen, dass strengere Regulierungsmassnahmen durch den Staat auf die Branche zukommen

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Staatliche Regulierung

BAKOM

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Bundesamt für Kommunikation

  • keine unabhängige Behörde
  • Aufsichtsbehörde über Radio- und Fernsehveranstalter


Aufgaben

  • kontrolliert die Vergabe und Einhaltung der Konzessionen
  • bereitet Entscheide für das UVEK und die ComCom vor (z.B. Zustellpreise bei der indirekten Presseförderung)
  • vollzieht teilweise Entscheide
  • bearbeitet Gesuche der Presseförderung
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Governance

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Governance ist ein theoretischer Ansatz, der jede Form von politischer Regulierung/Steuerung beinhaltet, an der öffentliche oder private Akteure beteiligt sind.

  • ermöglicht eine integrative Sichtweise auf alle Formen von Regeln


Governance stellt eine Ausweitung von Government dar

  • Ausweitung auf horizontaler Ebene: alle Formen von staatlicher bis nicht-staatlicher Regulierung (Kontinuum Staat - Markt)
  • Ausweitung auf vertikaler Ebene: über die nationalstaatliche Ebene hinaus


Es ergibt sich ein Mehrebenensystem, das konstitutiv für Governance ist.

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Selbstregulierungsinstitutionen im weiten Sinn

SIEA

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Swiss Interactive Entertainment Association

  • leichte staatliche Involvierung in Form von finanziellen/personellen Zuwendungen
  • Code of Conduct zum Jugendschutz bei Games
  • überwacht die Kontrolle und Einhaltung von Altersempfehlungen für Computerspiele
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Beispiele für externe Effekte im Kommunikationssektor

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Informationsexternalitäten

  • externe Effekte von Medieninhalten: öffentlichen Meinungsbildung, Auswirkungen auf Wahlen, gesellschaftliche Normen, nationale/regionale Integrationsfunktion, Manipulation, Desinformation
  • externe Effekte von Datensammlung: das Zalando Angebot wird auf meinen Kleidergeschmack zugeschnitten (positiver externer Effekt); die Privatsphäre von unbeteiligten Dritten wird beeinträchtigt, wenn ich einer App den Zugriff auf meine Kontakte erlaube (negativer externer Effekt)


Netzwerkeffekte

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Netzwerkeffekte

Welche Netzeffekte können auf dem Medienmarkt entstehen?

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Medienunternehmer betreiben den Rezipienten- und den Lesermarkt (zweiseitiger Markt). Sie bringen zwei verschiedene Kundengruppen zusammen und koordinieren beide Netzwerke. Der Nutzen des einen hängt von der Grösse des Netzwerkes auf der anderen Seite ab. Die Kundengruppen beeinflussen sich negativ. Der Nutzen für den Werber steigt also, wenn das Netzwerk der Leser grösser wird (einseitiger positiver Netzwerkeffekt für den Werber). 

Von den steigenden Werbeanteilen in den Medien sind die Leser aber genervt und das Netzwerk droht zu schrumpfen. Es handelt sich um einen negativen indirekten Netzwerkeffekt für den Leser.


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mögliche Probleme bei Externalitäten/externen Effekten

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  • Medienberichterstattung und Datensammlung können negative Auswirkungen haben
  • auf Märkten mit Netzwerkeffekten kann es zu Monopolisierung oder Konzentration kommen
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Regulierung/Steuerung von Distribution

Must-Carry-Bestimmungen

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gelten für Veranstalter die Radio und TV leitungsgebunden verbreiten (also Kabelbetreiber), aber auch für Web-TV Anbieter (zattoo, wilma)

diese sind verpflichtet, bestimmte Programme in angemessener Qualität zu übertragen

Kabelanbieter müssen beispielsweise Programme der SRG übertragen, aber auch ausländische Sender wie ARD, ORF1

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Externalitäten

Direkte Netzwerkeffekte

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Die Grösse des Netzwerkes hat direkt Einfluss auf den Nutzen des einzelnen Netzwerkteilnehmers. Direkte Netzwerkeffekte bezeichnen Effekte innerhalb eines Marktes/einer Marktseite.

Güter mit direkten Netzwerkeffekten gewinnen ihren (zusätzlichen) Nutzen nur dadurch, dass andere Personen das gleiche Gut verwenden.

Erst wenn die kritische Masse erreicht ist, steigt die Nutzer-/Konsumentenzahl exponentiell an und das Produkt kann sich durchsetzen.


negativer direkter Netzwerkeffekt: Überlastung, wenn alle dasselbe WLAN gleichzeitig nutzen


positiver direkter Netzwerkeffekt: mein Telefon hat für mich einen grösseren Nutzen, wenn alle meine Freunde auch eines haben

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Wo setzt Regulierung/Steuerung an?

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  • Struktur
  • Inhalte
  • Verhalten
  • Infrastruktur
  • Distribution
  • Zugang
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Externalitäten

indirekte Netzwerkeffekte

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Indirekte (oder auch vertikale) Netzwerkeffekte ergeben sich, wenn erst die Verbindung von zwei oder mehreren Produkten/Netzwerken/Märkten den entscheidenden Nutzen bringen.


Güter mit indirekten Netzwerkeffekten: CD-Player und CD, PC und Betriebssystem, Fotoapparat und Film


Netzwerkeffekte bei zwei-/mehrseitigen Märkten: der Nutzen der Teilnehmer einer Marktseite ist umso höher, je mehr Nutzer der anderen (kompatiblen, komplementären) Seite teilnehmen


Beispiele:

  • Plattform Airbnb verbindet das Netzwerk der Wohnungssuchenden mit dem Netzwerk der Wohnungsanbieter. Für beide Netzwerke ergeben sich indirekte positive Netzeffekte, wenn sich das jeweils andere Netzwerk vergrössert.
  • Singlebar: verbindet zwei Netzwerke - Singlemänner und Singlefrauen. Je mehr Singlefrauen in der Bar sind, desto mehr Singlemänner werden angezogen. Frauen profitieren indirekt von ihrem Netzwerk, weil dieses mehr Männer anzieht.
  • Kreditkarte: je mehr Leute eine bestimmte Kreditkarte benutzen, desto eher wird diese Zahlungsmöglichkeit in Geschäften und Restaurants angeboten



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Wie kann Regulierung begründet werden?

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Regulierung ist legitim bei Marktversagen oder Marktunvollkommenheit (Public Interest Theorie der Regulierung, normative Theorie der Regulierung)


Regulierung ist legitim bei Staats- bzw. Politikversagen (Special Interest Theorie der Regulierung, positive Theorie der Regulierung)


Disziplinäre Zugänge zur Kommunikationspolitik-Forschung argumentieren unterschiedlich für Regulierung/Steuerung:

  • ökonomischer Zugang: Regulierung ist bei Marktversagen notwendig
  • sozialwissenschaftlicher Zugang: Regulierung ist notwendig, damit Medien ihre gesellschaftlichen Funktionen erfüllen
  • historischer Zugang: technische Notwendigkeiten (Vergabe von knappen Frequenzen), militärische Interessen, Propagandaerfahrung im Zweiten Weltkrieg


Regulierung ist legitim, wenn sie ein Steuerungsziel erfüllt.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Kommunikationspolitik & Media Governance Kurs an der University of Zürich - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was kann ein Auslöser für Selbstregulierung sein?

A:

Befürchtungen, dass strengere Regulierungsmassnahmen durch den Staat auf die Branche zukommen

Q:

Staatliche Regulierung

BAKOM

A:

Bundesamt für Kommunikation

  • keine unabhängige Behörde
  • Aufsichtsbehörde über Radio- und Fernsehveranstalter


Aufgaben

  • kontrolliert die Vergabe und Einhaltung der Konzessionen
  • bereitet Entscheide für das UVEK und die ComCom vor (z.B. Zustellpreise bei der indirekten Presseförderung)
  • vollzieht teilweise Entscheide
  • bearbeitet Gesuche der Presseförderung
Q:

Governance

A:

Governance ist ein theoretischer Ansatz, der jede Form von politischer Regulierung/Steuerung beinhaltet, an der öffentliche oder private Akteure beteiligt sind.

  • ermöglicht eine integrative Sichtweise auf alle Formen von Regeln


Governance stellt eine Ausweitung von Government dar

  • Ausweitung auf horizontaler Ebene: alle Formen von staatlicher bis nicht-staatlicher Regulierung (Kontinuum Staat - Markt)
  • Ausweitung auf vertikaler Ebene: über die nationalstaatliche Ebene hinaus


Es ergibt sich ein Mehrebenensystem, das konstitutiv für Governance ist.

Q:

Selbstregulierungsinstitutionen im weiten Sinn

SIEA

A:

Swiss Interactive Entertainment Association

  • leichte staatliche Involvierung in Form von finanziellen/personellen Zuwendungen
  • Code of Conduct zum Jugendschutz bei Games
  • überwacht die Kontrolle und Einhaltung von Altersempfehlungen für Computerspiele
Q:

Beispiele für externe Effekte im Kommunikationssektor

A:

Informationsexternalitäten

  • externe Effekte von Medieninhalten: öffentlichen Meinungsbildung, Auswirkungen auf Wahlen, gesellschaftliche Normen, nationale/regionale Integrationsfunktion, Manipulation, Desinformation
  • externe Effekte von Datensammlung: das Zalando Angebot wird auf meinen Kleidergeschmack zugeschnitten (positiver externer Effekt); die Privatsphäre von unbeteiligten Dritten wird beeinträchtigt, wenn ich einer App den Zugriff auf meine Kontakte erlaube (negativer externer Effekt)


Netzwerkeffekte

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Q:

Netzwerkeffekte

Welche Netzeffekte können auf dem Medienmarkt entstehen?

A:

Medienunternehmer betreiben den Rezipienten- und den Lesermarkt (zweiseitiger Markt). Sie bringen zwei verschiedene Kundengruppen zusammen und koordinieren beide Netzwerke. Der Nutzen des einen hängt von der Grösse des Netzwerkes auf der anderen Seite ab. Die Kundengruppen beeinflussen sich negativ. Der Nutzen für den Werber steigt also, wenn das Netzwerk der Leser grösser wird (einseitiger positiver Netzwerkeffekt für den Werber). 

Von den steigenden Werbeanteilen in den Medien sind die Leser aber genervt und das Netzwerk droht zu schrumpfen. Es handelt sich um einen negativen indirekten Netzwerkeffekt für den Leser.


Q:

mögliche Probleme bei Externalitäten/externen Effekten

A:
  • Medienberichterstattung und Datensammlung können negative Auswirkungen haben
  • auf Märkten mit Netzwerkeffekten kann es zu Monopolisierung oder Konzentration kommen
Q:

Regulierung/Steuerung von Distribution

Must-Carry-Bestimmungen

A:

gelten für Veranstalter die Radio und TV leitungsgebunden verbreiten (also Kabelbetreiber), aber auch für Web-TV Anbieter (zattoo, wilma)

diese sind verpflichtet, bestimmte Programme in angemessener Qualität zu übertragen

Kabelanbieter müssen beispielsweise Programme der SRG übertragen, aber auch ausländische Sender wie ARD, ORF1

Q:

Externalitäten

Direkte Netzwerkeffekte

A:

Die Grösse des Netzwerkes hat direkt Einfluss auf den Nutzen des einzelnen Netzwerkteilnehmers. Direkte Netzwerkeffekte bezeichnen Effekte innerhalb eines Marktes/einer Marktseite.

Güter mit direkten Netzwerkeffekten gewinnen ihren (zusätzlichen) Nutzen nur dadurch, dass andere Personen das gleiche Gut verwenden.

Erst wenn die kritische Masse erreicht ist, steigt die Nutzer-/Konsumentenzahl exponentiell an und das Produkt kann sich durchsetzen.


negativer direkter Netzwerkeffekt: Überlastung, wenn alle dasselbe WLAN gleichzeitig nutzen


positiver direkter Netzwerkeffekt: mein Telefon hat für mich einen grösseren Nutzen, wenn alle meine Freunde auch eines haben

Q:

Wo setzt Regulierung/Steuerung an?

A:
  • Struktur
  • Inhalte
  • Verhalten
  • Infrastruktur
  • Distribution
  • Zugang
Q:

Externalitäten

indirekte Netzwerkeffekte

A:

Indirekte (oder auch vertikale) Netzwerkeffekte ergeben sich, wenn erst die Verbindung von zwei oder mehreren Produkten/Netzwerken/Märkten den entscheidenden Nutzen bringen.


Güter mit indirekten Netzwerkeffekten: CD-Player und CD, PC und Betriebssystem, Fotoapparat und Film


Netzwerkeffekte bei zwei-/mehrseitigen Märkten: der Nutzen der Teilnehmer einer Marktseite ist umso höher, je mehr Nutzer der anderen (kompatiblen, komplementären) Seite teilnehmen


Beispiele:

  • Plattform Airbnb verbindet das Netzwerk der Wohnungssuchenden mit dem Netzwerk der Wohnungsanbieter. Für beide Netzwerke ergeben sich indirekte positive Netzeffekte, wenn sich das jeweils andere Netzwerk vergrössert.
  • Singlebar: verbindet zwei Netzwerke - Singlemänner und Singlefrauen. Je mehr Singlefrauen in der Bar sind, desto mehr Singlemänner werden angezogen. Frauen profitieren indirekt von ihrem Netzwerk, weil dieses mehr Männer anzieht.
  • Kreditkarte: je mehr Leute eine bestimmte Kreditkarte benutzen, desto eher wird diese Zahlungsmöglichkeit in Geschäften und Restaurants angeboten



Q:

Wie kann Regulierung begründet werden?

A:

Regulierung ist legitim bei Marktversagen oder Marktunvollkommenheit (Public Interest Theorie der Regulierung, normative Theorie der Regulierung)


Regulierung ist legitim bei Staats- bzw. Politikversagen (Special Interest Theorie der Regulierung, positive Theorie der Regulierung)


Disziplinäre Zugänge zur Kommunikationspolitik-Forschung argumentieren unterschiedlich für Regulierung/Steuerung:

  • ökonomischer Zugang: Regulierung ist bei Marktversagen notwendig
  • sozialwissenschaftlicher Zugang: Regulierung ist notwendig, damit Medien ihre gesellschaftlichen Funktionen erfüllen
  • historischer Zugang: technische Notwendigkeiten (Vergabe von knappen Frequenzen), militärische Interessen, Propagandaerfahrung im Zweiten Weltkrieg


Regulierung ist legitim, wenn sie ein Steuerungsziel erfüllt.

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