Biologische Psychologie an der University of Zürich

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Wie schwer ist das Gehirn?

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Phineas Gage:

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Aristoteles – Mentalismus

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Descartes – Dualismus

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Darwin – Materialismus

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Evolution des Menschen 

Wichtige Daten

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Belege für die Evolutionstheorie (3)

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Domänen

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Stammbaum der Primaten

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Evolution des Gehirns und des Verhaltens

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Biologische Grundlagen von Verhalten (3 Punkte)

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Anlage – Umwelt Interaktionen

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Biologische Psychologie

Wie schwer ist das Gehirn?

Das Gehirn wiegt zwischen 1.2 – 1.4 kg und ist bei Frauen etwas leichter ausgeprägt. Die Grösse des Gehirns bezieht sich auf die Körpergrösse. Das Gehirn steuert das komplette Verhalten und Denken des Menschen. 

Bei Schäden des Gehirns kann man sehr gut die Funktion des Gehirns in Bezug auf das Verhalten erkennen (Psychische Krankheiten).

Biologische Psychologie

Phineas Gage:

  • Bohrlöcher mit Sprengstoff, er gräbt mit einer Eisenstange im Loch herum. 
  • Explodiert, Eisenstange schlägt durch seinen Schädel. 
  • Er überlebt, zeigt aber starke Verhaltensveränderungen (Bemerkungen, unorganisiert, beleidigt andere. Heute würde man sagen soziopathisch). 
  • Veränderung der Hirnaktivität hat zur Veränderung des Wesens (seiner Verhaltensweise) geführt

Herausforderung für den Dualismus (Seele): für uns existiert das nicht, weil alles über das Gehirn läuft

Biologische Psychologie

Aristoteles – Mentalismus

  • Verhalten wird durch Psyche (Seele) bestimmt, die im Herz sitzt (Sitz der Seele)
  • Mentale Vorgänge sind nicht untersuchbar 
  • Psychische Funktionen: Wahrnehmung, Empfindung, Aufmerksamkeit, Emotion, Motivation, Gedächtnis, Wille

Laut Aristoteles ist Gehirn Kühlorgan mit Hohlräumen (=Psyche). Dem Gehirn wird also keine Bedeutung geschenkt.

Biologische Psychologie

Descartes – Dualismus

  • Immaterielle Psyche (Seele) und materieller Körper; Psyche wirkt mechanisch auf Körper 
  • Psyche wirkt über Zirbeldrüse (winzig kleine Drüse im Gehirn, ca. Mitte) auf Körper ein und wird mit einem Pump/ Drucksystem verteilt, damit dieser sich bewegt 

Seele wirkt nicht ein auf das Gehirn; aus heutiger Sicht komplett falsch, weil für Seele kein Beweis. Noch sehr weit entfernt von Realität.

Biologische Psychologie

Darwin – Materialismus

  • Materialismus 
  • Verhalten wird durch das Gehirn und die Gene kodiert und bestimmt 
  • Gemeinsame Abstammung (mit Affen) - Natürliche Auswahl (Selektion) 
  • Gene (kodieren und bestimmen Verhalten)

Die Gene sind also das Wissen. Es ist Darwin zu verdanken, dass wir diese Begriffe heute kennen, er hat sie damals eingeführt und beschrieben.

Biologische Psychologie

Evolution des Menschen 

Wichtige Daten

  • Vor 4.5 Mia. Jahren Ursprung der Erde 
  • Vor 3.5 Mia. Jahren: Erstes Leben 
  • Vor 700 Mio. Jahren: Tiere mit ersten Hirnzellen 
  • Vor 250 Mio. Jahren: Das 1. Gehirn 
  • Vor ca. 4 Mio Jahren: Das 1. Menschenähnliche Gehirn 
  • Vor ca. 200’000-100'000 Jahren: Modernes Menschengehirn

Biologische Psychologie

Belege für die Evolutionstheorie (3)

  • Homologie: Phänomenologische (äusserliche) Ähnlichkeiten aufgrund genetischer Ähnlichkeiten (Lage, Struktur, Stetigkeit). Bsp. Schädel Affe/Mensch 
  • Konvergenz/ Analogie: Phänomenologische Ähnlichkeiten aufgrund gleicher Selektionsdrücke aber unterschiedlicher genetischer Grundlagen (Bsp. Maulwurf vs. Käfer: Grabarm). 
  • Fitness: Fähigkeit eines Organismus zu überleben und die eigenen Gene an die nächste Generation weiterzugeben.

Biologische Psychologie

Domänen

Gesamtheit aller Organismen wird in 3 Domänen eingeteilt: 

  • Archaebakterien (Archaea) 
  • Bakterien (Bacteria) 
  • Eukaryoten (Eukarya) 
    • Tiere 
    • Pflanzen 
    • Pilze 
    • Protisten (einzellige Lebewesen)

Biologische Psychologie

Stammbaum der Primaten


  • Halbaffen 
    • Uneinheitliche Gruppe
    • Leben vorw. Auf Madagaskar 
    • Südostasien 
  • Neuweltaffen 
    • Süd- und Lateinamerika 
    • Runde Nasenlöcher und breiter Nasensteg 
  • Altweltaffen 
    • Afrika & Asien 
    • Kommaförmige Nasenlöcher und schmaler Nasensteg 
  • sind uns genetisch am ähnlichsten (nicht nur körperlich, auch im Verhalten)

Biologische Psychologie

Evolution des Gehirns und des Verhaltens

Australopithecus: Ausgestorbene Rasse der Hominide 

  • 1.1-1.4m, 30-40kg, aufrechter Gang, Gehirn ca. 500g 
  • Vermutete Wanderung der Menschvorfahren: Mensch ist Ergebnis einer geophysikalischen Katastrophe (durch Tektorialverschiebung entstand ein grosses Gebrige, das den östlichen vom westlichen Teil von Afrika trennte und zu grossen Klimaverschiebungen führte. Im Osten sehr trocken à Tiere mussten sich anpassen, Wesen haben sich entwickelt) 
  • Homo sapiens «Lucy» 
  • Die ersten Vorfahren des Menschen entstanden vor ca. 4 Mio. Jahren. Über die Zeit gab es verschiedene Gattungen des Australopithecus bzw. des Homo. Die ersten Vorfahren wanderten von Afrika in den Rest der Welt aus.

Biologische Psychologie

Biologische Grundlagen von Verhalten (3 Punkte)

  • Weitergabe von Genen 
  • Fitness 
  • Überlebenswichtige Verhaltensweisen: Kooperation – Kompetition – Fürsorge – Empathie – Aggression – Fortpflanzung – Brutpflege – Anpassungsfähigkeit 
    • viele Gegensätze (wir investieren sehr viele Ressourcen in Aufbau und Bindung, aber weil unser grösster Feind der Mensch selbst ist, müssen wir so herausfinden, wem wir vertrauen können). Tit for Tat: nur wenn man was gibt, erhält man was zurück

Biologische Psychologie

Anlage – Umwelt Interaktionen

Anlage-Umwelt Interaktionen sind:

  • Nicht additiv (z.B. 30% Gene, 70% Umwelt)
  • Nicht linear 
  • Überwiegend nicht verstanden 
  • Komplex 
  • Systematisch miteinander verbunden


Vorsicht vor zu einfachen Dichotomien (= Zweiteilung, Gabelung, zweigliedrige Einteilung) vor allem im Zusammenhang mit genetischen Argumentationen!

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