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Lernmaterialien für Kirchengeschichte an der Universität zu Köln

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TESTE DEIN WISSEN
Christentum zur Zeit Konstantins:
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Christ*innen werden verfolg, Christentum unterdrückt (Verfolgung Manichäer ab 296; Christen ab 303), v.a. Antichristliche Politik durch Galerius im Osten
→ Ab 305: Nachlässige Betreibung bzw. Einstellung der Christenverfolgung
→ 311 n. Chr.: Galerius beendete Christenverfolgung schon 311 (Wahrscheinlich aus
machtpolitischen Gründen)
→ 313 n.Chr.: Mailänder Edikt: Konstantin und Licinius beschließen in Mailand, dass
 Christentum mit anderen Religionen gleichgestellt
 volle Kultusfreiheit
 Konfiszierte Besitztümer sollen zurückgegeben werden (Wiedergutmachung?)
Daraufhin: Konflikt mit Donatisten!
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TESTE DEIN WISSEN
Konzilsverlauf Ephesus 
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Einberufung des Konzils durch Kaiser Theodosius II. (408 – 450) nach Unruhen um Nesto-
rius und Kyrill
→ Intention: Überprüfung der gesamten Affäre
→ Bildung der Nestoriusgruppe um Johannes von Antiochien und Theodoret von Kyros
→ EintreffenderKyrillanhänger
→ Konzilseröffnung durch KyrillAusschluß des kaiserlichen Gesandten
→ Verurteilung des Nestorius durch Kyrill
→ Kyrill klare Übermacht, Nestorius muss sich versteckt halten
→ Kyrill wartet nicht bis alle Eingetroffen sind: Verurteilung des Nestorius + Anhänger
→ Nizäa als Glaubensnorm: Bestätigung der Rechtgläubigkeit der epistula2Kyrills
Ablehnung der Erwiderung des Nestorius
→ Weitere Kriterien: formelle Bestätigung der früheren Verurteilung (Kyrill, ep.3) und Ver-
fassen eins Väterflorilegiums
→ Fehlen eines "Dogmas von Ephesus"Keine Formulierung wie wahrere Glaube auszusehen hat!
→ Eintreffen der Antiochener: Absetzung und Verurteilung Kyrill  = zwei Konzilien
→ Inhaftierung der ProtagonistenScheitern kaiserlicher EinigungsversucheAuflösung
des Konzils
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TESTE DEIN WISSEN
Konstantin zwischen Religion und Politik - Forschungsthesen (Überblick)
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TESTE DEIN WISSEN
→ Wende zum Christentum (312) als politische Option (Bleicken, Clauss, Brandt); Alleinherrschaft als Motiv
→ Religiöse Wende Konstantins mit politischen Folgen; Untrennbarkeit von Religion und Politik (Dörries,Kraft, Bringmann, Girardet)
→ Neuere Konstantinliteratur 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Konstantin und Religion
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TESTE DEIN WISSEN
→ HinwendungKonstantinszumChristentum=Prozess!
→ Konstantins religiöse Entwicklung bis 312
 Konflikt mit Maxentius   Licinus + Maxentius wollen Konstantin aushebeln, weil sie eigentlich laut dynastischem Prinzip Kaiser wären   Resultiert in Schlacht an der Milvischen Brücke (312)   Christentum als „Strategie“ Konstantins
 Intendierter Bruch mit der Tetrarchie: → AuswahlderMünzthemen
→ Panegyricus (Festrede) aus Trier (310): konstantinische Vision des Apollo
 Das Verhältnis der Vision von 310 (Vision des Apollo) zur Vision von 312 (Vision zur
Schlacht an der Milvischen Brücke)   solares Element als Bindeglied?
 Konstantin als Henotheist? (Weiß, Wallraff)
→ Verschiedene Hinweise und Ereignisse, die sich nicht abschließend deuten lassen, z.B.:
 Förderung von Kirchenbau ab 312, z.B. Kirchenstiftungen in Rom, Bau des Domus
Faustae
 Einzug Konstantins in Rom und Konstantinsbogen: Verzicht auf den Gang zum Kapitol
(alten Göttern nicht Respekt erweisen); Deutung des Sieges durch die Inschrift instinctu
divinitatis (durch göttliche Eingebung   nicht christliche Eingebung!)
 Heidnische Panegyrik (Festrede) von 313 (Trier) und 321: Abstraktes Konzept des
Göttlichen
 christliche Münzsymbolik des Silbermedallion von Ticium (315) daneben aber auch Sol –
Comes – Darstellungen (= Sonnendarstellung)
 Briefe Konstantins: Konstantins Schreiben an den afrikanischen Prokonsul Anullinus
(312/13): Zeugnis für monotheistisches Christentum?
 Vergleich mit der Mailänder Konvention (313)  Konstantins Schreiben an die Bischöfe in Arles (314): Beschreibt die Zeit vor der Erleuchtung durch Gott
 Lässt sich erst vor seinem Tod arianisch Taufen
→ Dennoch: Konstantins Glaube kann nicht abschließend bestimmt werden, nahm z.B. nie an
Eucharistiefeier teil, hat auch immer heidnische Symbole weiterverbreitet etc.! Sinnesentscheidung nicht fassbar!
 Fazit: nie klar, inwiefern Handlungen Konstantins aus politischen Motiven resultieren!













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TESTE DEIN WISSEN
Gesetzgebung in Bezug auf Sklaverei: → Kirche und Sklaverei allgemein
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Sklaverei in Bibeltexten = normaler Gesellschaftszustand (v.a. auch aus ökonomischen Gesichtspunkten
Kirche hat kein Interesse Zustand zu ändern)
→ Wird teilweise sogar gerechtfertigt, z.B. als Repräsentation Verhältnis Gott / Mensch (Mt 18,23)
→ ABER: trotzdem Botschaft Jesu oder Paulus: alle Menschen gleich! + Sklaven konnten vollwertige Gemeindemitglieder werden und sogar Bischof etc.
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TESTE DEIN WISSEN
Konstantinische Gesetzgebung
Grundsätzliche Einordnung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Ausarbeitung der Kirchengesetzgebung v.a. zwischen 313 und 324
Man sieht deutlich, dass der Staat daran interessiert ist ein neues Verhältnis zur Kirche aufzubauen und es
auzuwerten, z.B. Aufnahme von Begriffen wie ecclesia und clericus in Rechtssprache
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TESTE DEIN WISSEN
Kritische Punkte an der Konstantinischen Wende durch Historiker / Theologen:
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Verfälschtes Konstantinbild: Konstantin als Idealbild eines christlichen Kaisers + hat hohe Bedeutung in der Kirche, teilweise Heiliger!
 ABER: Rechtmäßigkeit seines Glaubens + Art seines Glaubens (lässt sich Arianisch taufen) + sein moralisches Verhalten passen nicht zur Kirche!
 Christentum könnte nur politischen Zweck erfüllt haben! (z.B. Sicherung von Zuspruch durch Christen, Legitimierung eines Herrschers durch einen Gott etc.)
→ Kirche als Machtkirche: Kirche wird durch Versuchung der Macht korrumpiert Konstantinische Wende als Auslöser, weil Verbindung Christentum und StaatKirche strebt eher nach gesellschaftlicher Macht strebt anstatt biblisch-eschatologisch ausgerichtet zu sein
→ Veränderung im Inneren der Kirche durch Zugewinn an Macht: z.B. Pagane Strömungen
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TESTE DEIN WISSEN
Einfluss einer humanistischen Tradition unabhängig von christlichen Impulsen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Nicht bestimmbar weil man kennt nicht Einstellung Konstantins + nicht trennbar
z.B. Sklavengesetz auch humanisierend, man kann nicht sagen inwiefern ist es prochristlich! Bei manchen lassen sich aber christliche Tendenzen erkennen, z.B. Bischöfe dürfen Rechtskräftig Sklaven freilassen! Aber auch Frage wenn Konstantin christlich warum pocht er nicht mehr auf Abschaffung z.B. Sklaverei?
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TESTE DEIN WISSEN
Fromme Gesinnung oder politische Motivation christentumsfreundlicher Maßnahmen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Nicht im Nachhinein bestimmbar
Warum ist Konstantin überhaupt Christ geworden?Davon hängt natürlich auch ab, warum die Gesetze eingeführt wurden! Zwar christlich, aber kontrolliert auch zahlreiche Bereiche des Lebens (Familie, Feiertage, Sklaven, Gefangene etc.)
→ Bündel von Maßnahmen, das zwar Christentum nicht zur Staatsreligion macht, aber trotzdem klarer Einbezug und Aufwertung von Christentum
→ Aufwertung des Christentums, ablesbar an den es direkt betreffenden Gesetzen; Übernahme von Begriffen wie ecclesia und clericus in die Rechtssprache
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TESTE DEIN WISSEN
Ist Kirche sich treu geblieben in Bezug auf Gesetzgebung?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
→ Vorwurf: Kirche hat nicht auf Veränderung der sozialen Verhältnisse hingearbeitet,
teilweise auch Vorwurf, dass Kirche Autorität einsetzte um nicht christliche Werte zu
unterstützen.
→ ABER: Gesellschaftliche Veränderung schwer, weil sie auch Änderung der inneren
Einstellung der Bürger fordert + System so funktioniert (z.B. mit Sklaven), deshalb
können auch schon kleine Erfolge als positiv bewertet werden!
→ Dassmann: Obwohl keine Änderung der Strukturen „Vermenschlichung“ der Zustände!
→ Bei historischer Betrachtung müssen deshalb auch andere Aspekte einbezogen werden, z.B. Möglichkeit zur Vergebung der Sünden oder Kirchliche Caritas
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TESTE DEIN WISSEN
Lässt sich christlicher Einfluss auf Konstantin auch in nichtkirchlichen Bereichen erkennen?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Ja, z.B. Sklavengesetze, Sonntagsgesetze, Familiengesetze betreffen auch Heiden ABER: auch konservative Sklavengesetze ( = nicht christlich) oder Sonntag fasst be- wusst auch Heiden etc. mit ein!
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TESTE DEIN WISSEN
Konstantin und der Donatismus
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TESTE DEIN WISSEN
→ Hinterlassenschaft der diokletianischenVerfolgung in Nordafrika
→ Streit um den Kirchen- und Sakramentsbegriff; Anlaß: Weihe des Caecilian von Karthago;
Gegenbischof Majorinus bzw. Donatus
→ RömischesSchiedsgericht(313)
→ Einberufen des Konzils von Arles (314) durch Konstantin zur Klärung Konflikt Kirche vs.
Donatisten   politische Motivierung um innerkirchlichen Frieden!
 Kirchliche Anerkennung des kaiserlichen Entgegenkommens
→ Erstmals muss die Kirche die eigene Stellung zum Imperium regeln, Verbindung Kirche und Staat!Kaiser mischt sich in Entscheidungen ein, Kirche akzeptiert das, wohl auch weil damit mehr Macht einhergeht!
→ Aber: Kaiserliche Akzeptanz des Synodalverfahrens und der Beschlüsse
 Dogmatische Entscheidung der quaestio facti: Gültigkeit der Weihe Caecilians
 Innerkirchliche Themen (Beispiele)
→ Beschlüsse zur Vergagenheitsbewältigung (z.B. Umgang mit confessoren (die die sich zum Glauben beknnen) oder traditores (die Namenslisten an Verfolger gegeben haben))
→ Beschlüsse zur Zukunftsgestaltung durch neue Stellung als Verbündete des Reiches (z.B. Stellungnahme zur Kriegsdienst oder Gottesdienstteilnahme von Beamten während Amstszeit)
→ Nach Arles: Weitere Vorstöße der Donatisten; kaiserliche Entscheidung zugunsten Caecilians (316); Verbannung von donatistischen Bischöfen; Mahnungen zum Frieden, resignative und um Schadensbegrenzung bemühte Politik Konstantins seit 321
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  • 106 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Kirchengeschichte Kurs an der Universität zu Köln - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Christentum zur Zeit Konstantins:
A:
→ Christ*innen werden verfolg, Christentum unterdrückt (Verfolgung Manichäer ab 296; Christen ab 303), v.a. Antichristliche Politik durch Galerius im Osten
→ Ab 305: Nachlässige Betreibung bzw. Einstellung der Christenverfolgung
→ 311 n. Chr.: Galerius beendete Christenverfolgung schon 311 (Wahrscheinlich aus
machtpolitischen Gründen)
→ 313 n.Chr.: Mailänder Edikt: Konstantin und Licinius beschließen in Mailand, dass
 Christentum mit anderen Religionen gleichgestellt
 volle Kultusfreiheit
 Konfiszierte Besitztümer sollen zurückgegeben werden (Wiedergutmachung?)
Daraufhin: Konflikt mit Donatisten!
Q:
Konzilsverlauf Ephesus 
A:
→ Einberufung des Konzils durch Kaiser Theodosius II. (408 – 450) nach Unruhen um Nesto-
rius und Kyrill
→ Intention: Überprüfung der gesamten Affäre
→ Bildung der Nestoriusgruppe um Johannes von Antiochien und Theodoret von Kyros
→ EintreffenderKyrillanhänger
→ Konzilseröffnung durch KyrillAusschluß des kaiserlichen Gesandten
→ Verurteilung des Nestorius durch Kyrill
→ Kyrill klare Übermacht, Nestorius muss sich versteckt halten
→ Kyrill wartet nicht bis alle Eingetroffen sind: Verurteilung des Nestorius + Anhänger
→ Nizäa als Glaubensnorm: Bestätigung der Rechtgläubigkeit der epistula2Kyrills
Ablehnung der Erwiderung des Nestorius
→ Weitere Kriterien: formelle Bestätigung der früheren Verurteilung (Kyrill, ep.3) und Ver-
fassen eins Väterflorilegiums
→ Fehlen eines "Dogmas von Ephesus"Keine Formulierung wie wahrere Glaube auszusehen hat!
→ Eintreffen der Antiochener: Absetzung und Verurteilung Kyrill  = zwei Konzilien
→ Inhaftierung der ProtagonistenScheitern kaiserlicher EinigungsversucheAuflösung
des Konzils
Q:
Konstantin zwischen Religion und Politik - Forschungsthesen (Überblick)
A:
→ Wende zum Christentum (312) als politische Option (Bleicken, Clauss, Brandt); Alleinherrschaft als Motiv
→ Religiöse Wende Konstantins mit politischen Folgen; Untrennbarkeit von Religion und Politik (Dörries,Kraft, Bringmann, Girardet)
→ Neuere Konstantinliteratur 
Q:
Konstantin und Religion
A:
→ HinwendungKonstantinszumChristentum=Prozess!
→ Konstantins religiöse Entwicklung bis 312
 Konflikt mit Maxentius   Licinus + Maxentius wollen Konstantin aushebeln, weil sie eigentlich laut dynastischem Prinzip Kaiser wären   Resultiert in Schlacht an der Milvischen Brücke (312)   Christentum als „Strategie“ Konstantins
 Intendierter Bruch mit der Tetrarchie: → AuswahlderMünzthemen
→ Panegyricus (Festrede) aus Trier (310): konstantinische Vision des Apollo
 Das Verhältnis der Vision von 310 (Vision des Apollo) zur Vision von 312 (Vision zur
Schlacht an der Milvischen Brücke)   solares Element als Bindeglied?
 Konstantin als Henotheist? (Weiß, Wallraff)
→ Verschiedene Hinweise und Ereignisse, die sich nicht abschließend deuten lassen, z.B.:
 Förderung von Kirchenbau ab 312, z.B. Kirchenstiftungen in Rom, Bau des Domus
Faustae
 Einzug Konstantins in Rom und Konstantinsbogen: Verzicht auf den Gang zum Kapitol
(alten Göttern nicht Respekt erweisen); Deutung des Sieges durch die Inschrift instinctu
divinitatis (durch göttliche Eingebung   nicht christliche Eingebung!)
 Heidnische Panegyrik (Festrede) von 313 (Trier) und 321: Abstraktes Konzept des
Göttlichen
 christliche Münzsymbolik des Silbermedallion von Ticium (315) daneben aber auch Sol –
Comes – Darstellungen (= Sonnendarstellung)
 Briefe Konstantins: Konstantins Schreiben an den afrikanischen Prokonsul Anullinus
(312/13): Zeugnis für monotheistisches Christentum?
 Vergleich mit der Mailänder Konvention (313)  Konstantins Schreiben an die Bischöfe in Arles (314): Beschreibt die Zeit vor der Erleuchtung durch Gott
 Lässt sich erst vor seinem Tod arianisch Taufen
→ Dennoch: Konstantins Glaube kann nicht abschließend bestimmt werden, nahm z.B. nie an
Eucharistiefeier teil, hat auch immer heidnische Symbole weiterverbreitet etc.! Sinnesentscheidung nicht fassbar!
 Fazit: nie klar, inwiefern Handlungen Konstantins aus politischen Motiven resultieren!













Q:
Gesetzgebung in Bezug auf Sklaverei: → Kirche und Sklaverei allgemein
A:
→ Sklaverei in Bibeltexten = normaler Gesellschaftszustand (v.a. auch aus ökonomischen Gesichtspunkten
Kirche hat kein Interesse Zustand zu ändern)
→ Wird teilweise sogar gerechtfertigt, z.B. als Repräsentation Verhältnis Gott / Mensch (Mt 18,23)
→ ABER: trotzdem Botschaft Jesu oder Paulus: alle Menschen gleich! + Sklaven konnten vollwertige Gemeindemitglieder werden und sogar Bischof etc.
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Q:
Konstantinische Gesetzgebung
Grundsätzliche Einordnung
A:
→ Ausarbeitung der Kirchengesetzgebung v.a. zwischen 313 und 324
Man sieht deutlich, dass der Staat daran interessiert ist ein neues Verhältnis zur Kirche aufzubauen und es
auzuwerten, z.B. Aufnahme von Begriffen wie ecclesia und clericus in Rechtssprache
Q:
Kritische Punkte an der Konstantinischen Wende durch Historiker / Theologen:
A:
→ Verfälschtes Konstantinbild: Konstantin als Idealbild eines christlichen Kaisers + hat hohe Bedeutung in der Kirche, teilweise Heiliger!
 ABER: Rechtmäßigkeit seines Glaubens + Art seines Glaubens (lässt sich Arianisch taufen) + sein moralisches Verhalten passen nicht zur Kirche!
 Christentum könnte nur politischen Zweck erfüllt haben! (z.B. Sicherung von Zuspruch durch Christen, Legitimierung eines Herrschers durch einen Gott etc.)
→ Kirche als Machtkirche: Kirche wird durch Versuchung der Macht korrumpiert Konstantinische Wende als Auslöser, weil Verbindung Christentum und StaatKirche strebt eher nach gesellschaftlicher Macht strebt anstatt biblisch-eschatologisch ausgerichtet zu sein
→ Veränderung im Inneren der Kirche durch Zugewinn an Macht: z.B. Pagane Strömungen
Q:
Einfluss einer humanistischen Tradition unabhängig von christlichen Impulsen?
A:
Nicht bestimmbar weil man kennt nicht Einstellung Konstantins + nicht trennbar
z.B. Sklavengesetz auch humanisierend, man kann nicht sagen inwiefern ist es prochristlich! Bei manchen lassen sich aber christliche Tendenzen erkennen, z.B. Bischöfe dürfen Rechtskräftig Sklaven freilassen! Aber auch Frage wenn Konstantin christlich warum pocht er nicht mehr auf Abschaffung z.B. Sklaverei?
Q:
Fromme Gesinnung oder politische Motivation christentumsfreundlicher Maßnahmen?
A:
→ Nicht im Nachhinein bestimmbar
Warum ist Konstantin überhaupt Christ geworden?Davon hängt natürlich auch ab, warum die Gesetze eingeführt wurden! Zwar christlich, aber kontrolliert auch zahlreiche Bereiche des Lebens (Familie, Feiertage, Sklaven, Gefangene etc.)
→ Bündel von Maßnahmen, das zwar Christentum nicht zur Staatsreligion macht, aber trotzdem klarer Einbezug und Aufwertung von Christentum
→ Aufwertung des Christentums, ablesbar an den es direkt betreffenden Gesetzen; Übernahme von Begriffen wie ecclesia und clericus in die Rechtssprache
Q:
Ist Kirche sich treu geblieben in Bezug auf Gesetzgebung?
A:
→ Vorwurf: Kirche hat nicht auf Veränderung der sozialen Verhältnisse hingearbeitet,
teilweise auch Vorwurf, dass Kirche Autorität einsetzte um nicht christliche Werte zu
unterstützen.
→ ABER: Gesellschaftliche Veränderung schwer, weil sie auch Änderung der inneren
Einstellung der Bürger fordert + System so funktioniert (z.B. mit Sklaven), deshalb
können auch schon kleine Erfolge als positiv bewertet werden!
→ Dassmann: Obwohl keine Änderung der Strukturen „Vermenschlichung“ der Zustände!
→ Bei historischer Betrachtung müssen deshalb auch andere Aspekte einbezogen werden, z.B. Möglichkeit zur Vergebung der Sünden oder Kirchliche Caritas
Q:
Lässt sich christlicher Einfluss auf Konstantin auch in nichtkirchlichen Bereichen erkennen?
A:
Ja, z.B. Sklavengesetze, Sonntagsgesetze, Familiengesetze betreffen auch Heiden ABER: auch konservative Sklavengesetze ( = nicht christlich) oder Sonntag fasst be- wusst auch Heiden etc. mit ein!
Q:
Konstantin und der Donatismus
A:
→ Hinterlassenschaft der diokletianischenVerfolgung in Nordafrika
→ Streit um den Kirchen- und Sakramentsbegriff; Anlaß: Weihe des Caecilian von Karthago;
Gegenbischof Majorinus bzw. Donatus
→ RömischesSchiedsgericht(313)
→ Einberufen des Konzils von Arles (314) durch Konstantin zur Klärung Konflikt Kirche vs.
Donatisten   politische Motivierung um innerkirchlichen Frieden!
 Kirchliche Anerkennung des kaiserlichen Entgegenkommens
→ Erstmals muss die Kirche die eigene Stellung zum Imperium regeln, Verbindung Kirche und Staat!Kaiser mischt sich in Entscheidungen ein, Kirche akzeptiert das, wohl auch weil damit mehr Macht einhergeht!
→ Aber: Kaiserliche Akzeptanz des Synodalverfahrens und der Beschlüsse
 Dogmatische Entscheidung der quaestio facti: Gültigkeit der Weihe Caecilians
 Innerkirchliche Themen (Beispiele)
→ Beschlüsse zur Vergagenheitsbewältigung (z.B. Umgang mit confessoren (die die sich zum Glauben beknnen) oder traditores (die Namenslisten an Verfolger gegeben haben))
→ Beschlüsse zur Zukunftsgestaltung durch neue Stellung als Verbündete des Reiches (z.B. Stellungnahme zur Kriegsdienst oder Gottesdienstteilnahme von Beamten während Amstszeit)
→ Nach Arles: Weitere Vorstöße der Donatisten; kaiserliche Entscheidung zugunsten Caecilians (316); Verbannung von donatistischen Bischöfen; Mahnungen zum Frieden, resignative und um Schadensbegrenzung bemühte Politik Konstantins seit 321
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