Histologie Mit Amboss an der Universität Zu Köln | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Histologie mit Amboss an der Universität zu Köln

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TESTE DEIN WISSEN
Epithelgewebe

- Definition
- nach welchen Funktionen kann man Epithelgewebe gliedern
- wo kommt es vor?
- aus welchen Keimblättern entsteht es?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Definition: Epithel ist eine der vier Grundgewebearten, die in fast allen Organen in Form von Deck- und Drüsengewebe vorkommt
  • Gliederung nach Funktion: Etwas vereinfacht können Epithelienanhand ihrer Funktion in ein schützendes Oberflächenepithel und ein Sekret-sezernierendes Drüsenepithel unterteilt werden
    • Oberflächenepithelien
    • Drüsenepithelien
  • Vorkommen: Bedeckt alle äußeren und inneren Körperoberflächen(Haut und Schleimhäute) 
    • Ausnahme: Gelenkschleimhaut (= Synovialis): Sie wird von Synoviozyten (keine Epithelzellen!) gebildet, die die Innenflächen von Gelenkkapseln, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden auskleiden
  • Entstehung: Aus allen drei Keimblättern entsteht verschiedenes Epithelgewebe
    • Ektoderm: Epithel von Haut und Hautanhangsgebilden
    • Mesoderm
      • Epithel der serösen Häute (wird daher auch „Mesothel“ genannt): Peritoneum, Pleura- und Perikardhöhle
      • Auskleidende Zellen der Intima von Blut- und Lymphgefäßen(wird „Endothel“ genannt!)
    • Endoderm: Epithelien der Atemwege und des Magen-Darm-Traktessamt Anhangsdrüsen (Pankreas, Leber)
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TESTE DEIN WISSEN
Welche vier Grundgewebearten gibt es ?
wie kann es weiter unterteilt werden?
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  1. Binde-/Stützgewebe: 
    • Bindegewebe
    • Fettgewebe
    • Knorpelgewebe
    • Knochengewebe
  2. Nervengewebe
  3. Muskelgewebe: 
    • Quergestreifte Muskulatur
      • Herzmuskulatur: Wird unter Aufbau des Herzens besprochen
      • Skelettmuskulatur
    • Glatte Muskulatur
  4. Epithelgewebe
    • Oberflächenepithelien
    • Drüsenepithelien
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Was wird für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin benötigt?
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Vitamin C wird für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin benötigt, ist also Cofaktor für die Prolylhydroxylase und die Lysylhydroxylase. Diese Hydroxylierung ist die Voraussetzung für eine spätere Quervernetzung des Kollagens. Die eigentliche Quervernetzung durch die Lysyloxidase(!) ist nicht Vitamin-C-abhängig!
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Wie setzt sich das Bindegewebe zusammen?
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Bindegewebe besteht aus speziellen Zellen und dem zwischenliegenden Interzellularraum. Der Interzellularraum nimmt im Bindegewebe ein besonders großes Volumen ein und enthält Faserproteine sowie eine spezielle „Grundsubstanz“, die in der Lage ist, viel Wasser zu binden.


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WIe setzt sich die Extrazellulärmatrix zusammen?
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Extrazellulärmatrix
  1. Fasern  -> Die Fasern sind Polymere, die aus zwei Proteinen aufgebaut werden: dem Kollagenund dem Elastin.
    • Aufgebaut aus Kollagenmolekülen 
      • Kollagenfasern
      • Retikuläre Fasern
    • Elastische Fasern (aufgebaut aus Elastinmolekülen)
  2. Grundsubstanz“ -> Die sogenannte Grundsubstanz besteht aus einem Gemisch von Polysaccharidenund Proteinen.
    • Glykosaminoglykane
    • Proteoglykane
    • Glykoproteine
  3. Wasser -> Die Bestandteile der Extrazellulärmatrix, allen voran die sogenannte Grundsubstanz, binden große Mengen an Wasser. Das gebundene Wasser dient der Druckelastizität des Bindegewebes.
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Kollagen 

- Definition
-Eigenschaften der Kollagenmoleküle
-Aufbau
-Abbau

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  • Definition: Kollagene sind Glykoproteine, die von Fibroblastensezerniert werden und sich extrazellulär zu langkettigen, teils faserbildenden Makromolekülen (=Polymeren) zusammenlagern. Man unterscheidet je nach Aminosäuresequenz ca. 20 Isoformen.
  • Eigenschaften der Kollagenmoleküle
    • Wasserunlöslich
    • Es gibt faserbildende (fibrilläre) (-> hierzu zählen v.a. Kollagentypem I, II, III, V und XI ) und nicht faserbildende (=nicht fibrilläre) (-> hierzu zählen v.a. Kollagentypen IV, VIII und X) Kollagentypen
  • Aufbau: Kollagenmolekül = Protein mit repetitiver Aminosäuren-Abfolge (Gly-X-Y)n
    • Die erste Aminosäure dieser Dreierfolge ist immer Glycin
    • Position X: Meist Prolin (Am zweithäufigsten: Lysin oder Hydroxylysin)
    • Position Y: Meist Hydroxyprolin (Am zweithäufigsten: Lysin oder Hydroxylysin)
  • Abbau: Erfolgt enzymatisch durch spezifische Kollagenasen ( Kollagenasen sind zinkabhängige Proteinasen, die zur Obergruppe der Matrix-Metalloproteinasen gehören.)
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Was ist die Definiton Von Oberflächenepithel?
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  • Definition: Die Oberflächenepithelien sind die Zellen, die die äußerenund inneren Körperoberflächen (Haut und Hohlorgane von Verdauungs-, Respirations- und Urogenitaltrakt) auskleiden
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Was ist Bindegewebe?
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- verbindet verschiedene Gewebetypen im Körper und dient dabei als Reserve- oder Verschiebungsschicht -> zum Biespiel zwischen der Schleimhaut und der glatten Muskulatur des Darms

- Zellzwischenraum des Bindegewebes: Extrazelluläre Matrix , stellt eine Art „ Bindemittel“ für größere Mengen von Ionen und Wasser dar, die entschiedend zu den biomechanischen Eigenschaften des Bindegewebes beitragen
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Was ist die Funktion von Oberflächenepithel?
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  • Schutz vor mechanischen/chemischen Einflüssen & schädlicher Strahlung
  • Stoffaustausch
    • Resorption: Bspw. Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt
    • Sekretion (Viele Oberflächenepithelien sind auch sekretorisch aktiv und geben bspw. H2O oder muzinhaltige Sekrete ab.)
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Beschreibe die Entwicklung des Bindegewebes
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Unabhängig von der Lokalisation geht sämtliches Binde- und Stützgewebe im Körper aus dem Mesenchym hervor. Das Mesenchym selbst stammt größtenteils aus dem Mesoderm.
  • Ausgang: Vorwiegend Mesoderm 
  • Weitere Entwicklungsschritte
    1. Mesoderm differenziert sich zum Mesenchym
      • Mesenchym
        • Definition: Embryonales Bindegewebe
        • Aufbau
          • Zellen: Multipotente mesenchymale Stammzellen
          • Interzellulär: Reichlich Wasser bindendes Hyaluronat (= Gallertige Matrix)
    2. Mesenchym bildet alle Zellen des Bindegewebes
    3. Bindegewebszellen synthetisieren die Interzellularsubstanz (= Extrazellulärmatrix)
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Zwischen welchen Zellen unterschiedet man im Bindegewebe?
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Der Hauptzelltyp im Bindegewebe ist der Fibroblast, der für Synthese und Umbau der Extrazellulärmatrix sorgt. Weiterhin befinden sich im Bindegewebe verschiedene Zellen des Immunsystems.
  • Ortsständige Zellen
    • Fibroblast
      • Definition: Häufigster Zelltyp des Bindegewebes, dessen Hauptaufgabe die Synthese und der Umbau der Extrazellulärmatrix ist
      • Histologische Eigenschaften: Spindelförmige Zelle mit verzweigten Fortsätzen, die ein dreidimensionales Netzwerk zwischen Fibroblasten herstellen
    • Fibrozyt: Entsprechen Fibroblasten mit geringer Syntheseaktivität  ( Fibrozyten und Fibroblasten sind nur verschiedene Bezeichnungen desselben Zelltyps, die zwei Aktivitätszustände (ruhend oder aktiv) beschreiben. Als Korrelat hierfür sind Fibroblasten reich an Euchromatin, rauem ER und haben einen prominenten Golgi-Apparat.)
    • Myofibroblast
      • Definition: Kontraktile „Hybridzelle“ mit Eigenschaften von Fibroblasten und Leiomyozyten, die Bestandteile der Extrazellulärmatrix synthetisiert
      • Histologische Eigenschaften: Lichtmikroskopisch nicht von Fibroblasten unterscheidbar
      • Vorkommen
        • Physiologisch: Myometrium (Uterus), Tunica albuginea (Hoden), Alveolargerüst (Lunge), Pericyten (Blutgefäße), Milzkapsel
        • In verletzten Geweben (Wundheilung)
  • Mobile Zellen: Im Bindegewebe patrouillieren ständig Zellen des Immunsystems wie Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen sowie Mastzellen.
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Was ist Elastin?

-Definition
- Eigenschaften
- Bioynthese
-Abbau
Lösung anzeigen
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Elastin ist neben dem Kollagen das zweite faserbildende Protein der Extrazellulärmatrix. Jeweils mehrere Elastinmoleküle werden miteinander vernetzt (= Polymerisation) und zu elastischen Fasern gebündelt, die u.a. den Blutgefäßen oder der Haut ihre Elastizität verleihen.
  • Definition: Elastin ist ein Protein mit hohem Anteil der Aminosäuren Glycin und Prolin
  • Eigenschaften: Elastizität des Bindegewebes (aufgrund alternierender α-Helices und hydrophober Domänen)  (-> Der genaue chemisch-physiologische Mechanismus hinter der Elastizität ist noch nicht abschließend geklärt. Man nimmt an, dass Elastin eine spontane, ungeordnete Raumstruktur einnimmt, aus der nur bei Dehnung temporär eine geordnete Struktur hervorgeht.)
  • Biosynthese
    • Intrazellulär: Synthese des Vorläuferpeptids Tropoelastin → Exozytose
    • Extrazellulär: Tropoelastin lagert sich an Mikrofibrillen (bestehend aus dem Protein Fibrillin) an  (Die Fibrillin-Mikrofibrillen dienen als eine Art „Schablone“ für die korrekte Ausrichtung der Tropoelastine. Diese Ausrichtung ermöglicht nämlich erst die nachfolgende Quervernetzung der Tropoelastine untereinander.) → Kovalente Quervernetzung der Tropoelastine untereinander durch Lysyloxidase → Elastische Faser (Die quervernetzten Tropoelastine werden als „Elastin“ bezeichnet. In der Extrazellulärmatrix liegt Elastin aber ausschließlich an Fibrillin gebunden vor, diese Kombination (Elastin mit Mikrofibrillen) bildet schließlich die elastischen Fasern.)
  • Abbau: Erfolgt enzymatisch durch Elastase (Hemmung der Elastase durch α1-Antitrypsin)
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Q:
Epithelgewebe

- Definition
- nach welchen Funktionen kann man Epithelgewebe gliedern
- wo kommt es vor?
- aus welchen Keimblättern entsteht es?
A:
  • Definition: Epithel ist eine der vier Grundgewebearten, die in fast allen Organen in Form von Deck- und Drüsengewebe vorkommt
  • Gliederung nach Funktion: Etwas vereinfacht können Epithelienanhand ihrer Funktion in ein schützendes Oberflächenepithel und ein Sekret-sezernierendes Drüsenepithel unterteilt werden
    • Oberflächenepithelien
    • Drüsenepithelien
  • Vorkommen: Bedeckt alle äußeren und inneren Körperoberflächen(Haut und Schleimhäute) 
    • Ausnahme: Gelenkschleimhaut (= Synovialis): Sie wird von Synoviozyten (keine Epithelzellen!) gebildet, die die Innenflächen von Gelenkkapseln, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden auskleiden
  • Entstehung: Aus allen drei Keimblättern entsteht verschiedenes Epithelgewebe
    • Ektoderm: Epithel von Haut und Hautanhangsgebilden
    • Mesoderm
      • Epithel der serösen Häute (wird daher auch „Mesothel“ genannt): Peritoneum, Pleura- und Perikardhöhle
      • Auskleidende Zellen der Intima von Blut- und Lymphgefäßen(wird „Endothel“ genannt!)
    • Endoderm: Epithelien der Atemwege und des Magen-Darm-Traktessamt Anhangsdrüsen (Pankreas, Leber)
Q:
Welche vier Grundgewebearten gibt es ?
wie kann es weiter unterteilt werden?
A:

  1. Binde-/Stützgewebe: 
    • Bindegewebe
    • Fettgewebe
    • Knorpelgewebe
    • Knochengewebe
  2. Nervengewebe
  3. Muskelgewebe: 
    • Quergestreifte Muskulatur
      • Herzmuskulatur: Wird unter Aufbau des Herzens besprochen
      • Skelettmuskulatur
    • Glatte Muskulatur
  4. Epithelgewebe
    • Oberflächenepithelien
    • Drüsenepithelien
Q:
Was wird für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin benötigt?
A:
Vitamin C wird für die Hydroxylierung von Prolin und Lysin benötigt, ist also Cofaktor für die Prolylhydroxylase und die Lysylhydroxylase. Diese Hydroxylierung ist die Voraussetzung für eine spätere Quervernetzung des Kollagens. Die eigentliche Quervernetzung durch die Lysyloxidase(!) ist nicht Vitamin-C-abhängig!
Q:
Wie setzt sich das Bindegewebe zusammen?
A:
Bindegewebe besteht aus speziellen Zellen und dem zwischenliegenden Interzellularraum. Der Interzellularraum nimmt im Bindegewebe ein besonders großes Volumen ein und enthält Faserproteine sowie eine spezielle „Grundsubstanz“, die in der Lage ist, viel Wasser zu binden.


Q:
WIe setzt sich die Extrazellulärmatrix zusammen?
A:
Extrazellulärmatrix
  1. Fasern  -> Die Fasern sind Polymere, die aus zwei Proteinen aufgebaut werden: dem Kollagenund dem Elastin.
    • Aufgebaut aus Kollagenmolekülen 
      • Kollagenfasern
      • Retikuläre Fasern
    • Elastische Fasern (aufgebaut aus Elastinmolekülen)
  2. Grundsubstanz“ -> Die sogenannte Grundsubstanz besteht aus einem Gemisch von Polysaccharidenund Proteinen.
    • Glykosaminoglykane
    • Proteoglykane
    • Glykoproteine
  3. Wasser -> Die Bestandteile der Extrazellulärmatrix, allen voran die sogenannte Grundsubstanz, binden große Mengen an Wasser. Das gebundene Wasser dient der Druckelastizität des Bindegewebes.
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Q:
Kollagen 

- Definition
-Eigenschaften der Kollagenmoleküle
-Aufbau
-Abbau

A:
  • Definition: Kollagene sind Glykoproteine, die von Fibroblastensezerniert werden und sich extrazellulär zu langkettigen, teils faserbildenden Makromolekülen (=Polymeren) zusammenlagern. Man unterscheidet je nach Aminosäuresequenz ca. 20 Isoformen.
  • Eigenschaften der Kollagenmoleküle
    • Wasserunlöslich
    • Es gibt faserbildende (fibrilläre) (-> hierzu zählen v.a. Kollagentypem I, II, III, V und XI ) und nicht faserbildende (=nicht fibrilläre) (-> hierzu zählen v.a. Kollagentypen IV, VIII und X) Kollagentypen
  • Aufbau: Kollagenmolekül = Protein mit repetitiver Aminosäuren-Abfolge (Gly-X-Y)n
    • Die erste Aminosäure dieser Dreierfolge ist immer Glycin
    • Position X: Meist Prolin (Am zweithäufigsten: Lysin oder Hydroxylysin)
    • Position Y: Meist Hydroxyprolin (Am zweithäufigsten: Lysin oder Hydroxylysin)
  • Abbau: Erfolgt enzymatisch durch spezifische Kollagenasen ( Kollagenasen sind zinkabhängige Proteinasen, die zur Obergruppe der Matrix-Metalloproteinasen gehören.)
Q:
Was ist die Definiton Von Oberflächenepithel?
A:
  • Definition: Die Oberflächenepithelien sind die Zellen, die die äußerenund inneren Körperoberflächen (Haut und Hohlorgane von Verdauungs-, Respirations- und Urogenitaltrakt) auskleiden
Q:
Was ist Bindegewebe?
A:
- verbindet verschiedene Gewebetypen im Körper und dient dabei als Reserve- oder Verschiebungsschicht -> zum Biespiel zwischen der Schleimhaut und der glatten Muskulatur des Darms

- Zellzwischenraum des Bindegewebes: Extrazelluläre Matrix , stellt eine Art „ Bindemittel“ für größere Mengen von Ionen und Wasser dar, die entschiedend zu den biomechanischen Eigenschaften des Bindegewebes beitragen
Q:
Was ist die Funktion von Oberflächenepithel?
A:
  • Schutz vor mechanischen/chemischen Einflüssen & schädlicher Strahlung
  • Stoffaustausch
    • Resorption: Bspw. Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt
    • Sekretion (Viele Oberflächenepithelien sind auch sekretorisch aktiv und geben bspw. H2O oder muzinhaltige Sekrete ab.)
Q:
Beschreibe die Entwicklung des Bindegewebes
A:
Unabhängig von der Lokalisation geht sämtliches Binde- und Stützgewebe im Körper aus dem Mesenchym hervor. Das Mesenchym selbst stammt größtenteils aus dem Mesoderm.
  • Ausgang: Vorwiegend Mesoderm 
  • Weitere Entwicklungsschritte
    1. Mesoderm differenziert sich zum Mesenchym
      • Mesenchym
        • Definition: Embryonales Bindegewebe
        • Aufbau
          • Zellen: Multipotente mesenchymale Stammzellen
          • Interzellulär: Reichlich Wasser bindendes Hyaluronat (= Gallertige Matrix)
    2. Mesenchym bildet alle Zellen des Bindegewebes
    3. Bindegewebszellen synthetisieren die Interzellularsubstanz (= Extrazellulärmatrix)
Q:
Zwischen welchen Zellen unterschiedet man im Bindegewebe?
A:
Der Hauptzelltyp im Bindegewebe ist der Fibroblast, der für Synthese und Umbau der Extrazellulärmatrix sorgt. Weiterhin befinden sich im Bindegewebe verschiedene Zellen des Immunsystems.
  • Ortsständige Zellen
    • Fibroblast
      • Definition: Häufigster Zelltyp des Bindegewebes, dessen Hauptaufgabe die Synthese und der Umbau der Extrazellulärmatrix ist
      • Histologische Eigenschaften: Spindelförmige Zelle mit verzweigten Fortsätzen, die ein dreidimensionales Netzwerk zwischen Fibroblasten herstellen
    • Fibrozyt: Entsprechen Fibroblasten mit geringer Syntheseaktivität  ( Fibrozyten und Fibroblasten sind nur verschiedene Bezeichnungen desselben Zelltyps, die zwei Aktivitätszustände (ruhend oder aktiv) beschreiben. Als Korrelat hierfür sind Fibroblasten reich an Euchromatin, rauem ER und haben einen prominenten Golgi-Apparat.)
    • Myofibroblast
      • Definition: Kontraktile „Hybridzelle“ mit Eigenschaften von Fibroblasten und Leiomyozyten, die Bestandteile der Extrazellulärmatrix synthetisiert
      • Histologische Eigenschaften: Lichtmikroskopisch nicht von Fibroblasten unterscheidbar
      • Vorkommen
        • Physiologisch: Myometrium (Uterus), Tunica albuginea (Hoden), Alveolargerüst (Lunge), Pericyten (Blutgefäße), Milzkapsel
        • In verletzten Geweben (Wundheilung)
  • Mobile Zellen: Im Bindegewebe patrouillieren ständig Zellen des Immunsystems wie Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen sowie Mastzellen.
Q:
Was ist Elastin?

-Definition
- Eigenschaften
- Bioynthese
-Abbau
A:
Elastin ist neben dem Kollagen das zweite faserbildende Protein der Extrazellulärmatrix. Jeweils mehrere Elastinmoleküle werden miteinander vernetzt (= Polymerisation) und zu elastischen Fasern gebündelt, die u.a. den Blutgefäßen oder der Haut ihre Elastizität verleihen.
  • Definition: Elastin ist ein Protein mit hohem Anteil der Aminosäuren Glycin und Prolin
  • Eigenschaften: Elastizität des Bindegewebes (aufgrund alternierender α-Helices und hydrophober Domänen)  (-> Der genaue chemisch-physiologische Mechanismus hinter der Elastizität ist noch nicht abschließend geklärt. Man nimmt an, dass Elastin eine spontane, ungeordnete Raumstruktur einnimmt, aus der nur bei Dehnung temporär eine geordnete Struktur hervorgeht.)
  • Biosynthese
    • Intrazellulär: Synthese des Vorläuferpeptids Tropoelastin → Exozytose
    • Extrazellulär: Tropoelastin lagert sich an Mikrofibrillen (bestehend aus dem Protein Fibrillin) an  (Die Fibrillin-Mikrofibrillen dienen als eine Art „Schablone“ für die korrekte Ausrichtung der Tropoelastine. Diese Ausrichtung ermöglicht nämlich erst die nachfolgende Quervernetzung der Tropoelastine untereinander.) → Kovalente Quervernetzung der Tropoelastine untereinander durch Lysyloxidase → Elastische Faser (Die quervernetzten Tropoelastine werden als „Elastin“ bezeichnet. In der Extrazellulärmatrix liegt Elastin aber ausschließlich an Fibrillin gebunden vor, diese Kombination (Elastin mit Mikrofibrillen) bildet schließlich die elastischen Fasern.)
  • Abbau: Erfolgt enzymatisch durch Elastase (Hemmung der Elastase durch α1-Antitrypsin)
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