Sprache an der Universität Würzburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Sprache an der Universität Würzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Theorien zur Sprachentwicklung

Noam Chomsky

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TESTE DEIN WISSEN

-Mensch biologisch für Spracherwerb prädisponiert

 

– angeborenes „Language Acquisition Device“ (LAD) --> ermöglicht, Lautmuster, Wortbedeutungen und grammatische Regeln der Sprache seiner Umwelt zu erschließen, zu übernehmen 


– Angeborenes Wissen um universelle Grundstrukturen (Grammatik, Hierarchien etc.)

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TESTE DEIN WISSEN

Piaget Sprachentwicklung

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TESTE DEIN WISSEN

- Keine angeborenen sprachspezifischen Voraussetzungen 


– Sprache Form der Repräsentation von mentalen Inhalten -->nur Teil der allgemeinen Fähigkeit, zwischen Zeichen und Bezeichneten zu trennen (Symbolfunktion)


 – Weitere Formen mentaler Repräsentationen:

 • verinnerlichte Nachahmung 

• das innere Bild 

• Spiel


 – Spracherwerb = Ergebnis der kognitiven Entwicklung 


– Schemata werden in die Sprache transformiert

 -->Outside-in-Theorien

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TESTE DEIN WISSEN

Inside out vs outside in Sprachtheorien

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TESTE DEIN WISSEN

Outside-In: von außen nach innen gerichtet,

angeborene sprachspezifische Voraussetzungen  kleine/keine Rolle beim Spracherwerb --> eher Wirksamkeit genereller Lernmechanismen 

Bsp: Piaget


Inside-Out:

von innen nach außen gerichtet

-angeborene Vorraussetzungen sehr wichtig

Bsp: Chomsky


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TESTE DEIN WISSEN

Denken --> Sprache?  Evidenz gegen Piaget

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TESTE DEIN WISSEN

-frühe symbolische Repräsentationen erforderlich:

--> sensomotorische Strukturen (laut Piaget) nicht symbolisch (Spracherwerb in sensomot. Ph)


 -Senso-motorische Aktivität kann keine hinreichende Voraussetzung für den Spracherwerb sein (Vgl Gelähmte kinder)

-->Warum können Schimpansen dann nicht sprechen 


-Warum kommen Kinder auf die Idee, Sprache zu erlernen (Charakterisierung der Sprachumwelt bleibt offen)

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TESTE DEIN WISSEN

Phonologie

Mehler et al. (1986, 1988) 

--> Können Säuglinge muttersprachliche Äußerungen von Äußerungen einer Fremdsprache differenzieren?

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TESTE DEIN WISSEN

Stichprobe: franz. Säuglinge, 

Alter: 4 Tage 

Methode: Messung Saugrate; Habituations-Dishabituations-Paradigma;

 bilingualer Sprecher: französisch und russisch 

Darbietung franz. (F) und russ. (R) Äußerungen:

 F --> R 

F -->F

 R -->F 

R --> R 

Saugrate während Präs. 1. Sprache, 

Veränderung der Saugrate 2. Sprache


 Ergebnis: Zunahme Saugrate nur bei R  F --> Präferieren Französisch

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TESTE DEIN WISSEN

Wortgedächtnis

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TESTE DEIN WISSEN

• Wissen über Wortschatz im Langzeitgedächtnis gespeichert =„mentales Lexikon“


 • Erwachsene: zw. 30.000 und 50.000 Einträgen, die sie aktiv benutzen


 • passives Wissen über Wörter: z.B. zw. 100 000- 200 000 Einträgen


 • Erkennung Wort dauert 200 bis 250 ms

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TESTE DEIN WISSEN

Neugeborene „schreien in Muttersprache“

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TESTE DEIN WISSEN

Französische Säuglinge schreien anders als deutsche

 • Französische: produzieren häufiger ansteigende Schreimelodien 

• Deutsche: eher Medodien mit fallender Tonhöhe

  Grund: unterschiedliche Betonungsmuster in 

 beiden Sprachen



Ländern mit tonalen Sprachen (änderung Tonhöhe = änderung bedeutung)

• Weinen von Neugeborenen aus tonalen Sprachen deutlich stärkere melodische Variation verglichen beispielsweise mit deutschen Neugeborenen

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TESTE DEIN WISSEN

Vorsprachliche Gesten

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TESTE DEIN WISSEN

Bates, Camaioni & Volterra (1975)

  Directing Attention 

– Protodeklarative (zeigen, Aufmerksamkeit lenken, damit etwas benannt wird) 

– Protoimperative  (auffordern etw zu tun, auf etwas Zeigen, dass es z.B hergegeben wird)


-->Wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb

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TESTE DEIN WISSEN

Typische Merkmale der Wortschatzentwicklung

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TESTE DEIN WISSEN

• Holophrasen (=ein- Wort Sätze mit kontextabhängigen Bedeutungen)

 • Übergeneralisierung (zu allen Tieren wauwau sagen) 

 Überdiskriminierungen (Begriff nicht für alle zutreffenden Objekte benutzen, z.B Wort Flasche nur fpr eigene Flasche)

 • Überschneidungen (manchmal überdiskr, manchmal übergeneral)

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TESTE DEIN WISSEN

Wortschatzentwicklung

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TESTE DEIN WISSEN

„Language explosion“ nach „50-Wort- Grenze“ (18 Monate)


 • Etwa 5-10 Worte/Tag bis 6 Jahre 

• 1. Klasse: 10.000 Worte 

• 4. Klasse 40.000 Worte 


 Fast mapping (schnell nebenbei aus Kontext bedeutung lernen) Bsp.: „Bring mir das Chromium-Tablett“ (bei 2-3-Jährigen reicht eine einzige Darbietung) statt olivgrün

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TESTE DEIN WISSEN

Markman (1989, 1992)

 Verwendung von „constraints“ bei Zuordnung von Bedeutungen

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TESTE DEIN WISSEN

(1) Ganzheitsannahme 

(2) Taxonomieannahme

 (3) Disjunktionsannahme

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TESTE DEIN WISSEN

Sprachevolution 

 Ist Sprache das, was Mensch zum Mensch macht?

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TESTE DEIN WISSEN

-Hirnvolumen mit Zunahme Sprachfähigkeit vergrößert

--> vgl Homo Habilis. Homo erectus

-Problemlösefähigkeit nicht ausschlaggebend (Affen können das sehr gut)

-Affen können nur beschränkt sprechen lernen

• Kritische Reanalysen (Sprachaffenexperimente)

: – antrainierte Zeichen in ritualistischer, kontextgebundener Weise benutzt;

 – nur wenige Zeichen häufig benutzt; 

– Gebrauchsfehler; 

– keine erkennbaren Regelmäßigkeiten



- Fazit: - Affen sehr intelligent

 - Können komplexe symbolischer Probleme lösen 

- Können aber keine mit dem Menschen vergleichbare Sprachintelligenz erwerben


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Q:

Theorien zur Sprachentwicklung

Noam Chomsky

A:

-Mensch biologisch für Spracherwerb prädisponiert

 

– angeborenes „Language Acquisition Device“ (LAD) --> ermöglicht, Lautmuster, Wortbedeutungen und grammatische Regeln der Sprache seiner Umwelt zu erschließen, zu übernehmen 


– Angeborenes Wissen um universelle Grundstrukturen (Grammatik, Hierarchien etc.)

Q:

Piaget Sprachentwicklung

A:

- Keine angeborenen sprachspezifischen Voraussetzungen 


– Sprache Form der Repräsentation von mentalen Inhalten -->nur Teil der allgemeinen Fähigkeit, zwischen Zeichen und Bezeichneten zu trennen (Symbolfunktion)


 – Weitere Formen mentaler Repräsentationen:

 • verinnerlichte Nachahmung 

• das innere Bild 

• Spiel


 – Spracherwerb = Ergebnis der kognitiven Entwicklung 


– Schemata werden in die Sprache transformiert

 -->Outside-in-Theorien

Q:

Inside out vs outside in Sprachtheorien

A:

Outside-In: von außen nach innen gerichtet,

angeborene sprachspezifische Voraussetzungen  kleine/keine Rolle beim Spracherwerb --> eher Wirksamkeit genereller Lernmechanismen 

Bsp: Piaget


Inside-Out:

von innen nach außen gerichtet

-angeborene Vorraussetzungen sehr wichtig

Bsp: Chomsky


Q:

Denken --> Sprache?  Evidenz gegen Piaget

A:

-frühe symbolische Repräsentationen erforderlich:

--> sensomotorische Strukturen (laut Piaget) nicht symbolisch (Spracherwerb in sensomot. Ph)


 -Senso-motorische Aktivität kann keine hinreichende Voraussetzung für den Spracherwerb sein (Vgl Gelähmte kinder)

-->Warum können Schimpansen dann nicht sprechen 


-Warum kommen Kinder auf die Idee, Sprache zu erlernen (Charakterisierung der Sprachumwelt bleibt offen)

Q:

Phonologie

Mehler et al. (1986, 1988) 

--> Können Säuglinge muttersprachliche Äußerungen von Äußerungen einer Fremdsprache differenzieren?

A:

Stichprobe: franz. Säuglinge, 

Alter: 4 Tage 

Methode: Messung Saugrate; Habituations-Dishabituations-Paradigma;

 bilingualer Sprecher: französisch und russisch 

Darbietung franz. (F) und russ. (R) Äußerungen:

 F --> R 

F -->F

 R -->F 

R --> R 

Saugrate während Präs. 1. Sprache, 

Veränderung der Saugrate 2. Sprache


 Ergebnis: Zunahme Saugrate nur bei R  F --> Präferieren Französisch

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Q:

Wortgedächtnis

A:

• Wissen über Wortschatz im Langzeitgedächtnis gespeichert =„mentales Lexikon“


 • Erwachsene: zw. 30.000 und 50.000 Einträgen, die sie aktiv benutzen


 • passives Wissen über Wörter: z.B. zw. 100 000- 200 000 Einträgen


 • Erkennung Wort dauert 200 bis 250 ms

Q:

Neugeborene „schreien in Muttersprache“

A:

Französische Säuglinge schreien anders als deutsche

 • Französische: produzieren häufiger ansteigende Schreimelodien 

• Deutsche: eher Medodien mit fallender Tonhöhe

  Grund: unterschiedliche Betonungsmuster in 

 beiden Sprachen



Ländern mit tonalen Sprachen (änderung Tonhöhe = änderung bedeutung)

• Weinen von Neugeborenen aus tonalen Sprachen deutlich stärkere melodische Variation verglichen beispielsweise mit deutschen Neugeborenen

Q:

Vorsprachliche Gesten

A:

Bates, Camaioni & Volterra (1975)

  Directing Attention 

– Protodeklarative (zeigen, Aufmerksamkeit lenken, damit etwas benannt wird) 

– Protoimperative  (auffordern etw zu tun, auf etwas Zeigen, dass es z.B hergegeben wird)


-->Wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb

Q:

Typische Merkmale der Wortschatzentwicklung

A:

• Holophrasen (=ein- Wort Sätze mit kontextabhängigen Bedeutungen)

 • Übergeneralisierung (zu allen Tieren wauwau sagen) 

 Überdiskriminierungen (Begriff nicht für alle zutreffenden Objekte benutzen, z.B Wort Flasche nur fpr eigene Flasche)

 • Überschneidungen (manchmal überdiskr, manchmal übergeneral)

Q:

Wortschatzentwicklung

A:

„Language explosion“ nach „50-Wort- Grenze“ (18 Monate)


 • Etwa 5-10 Worte/Tag bis 6 Jahre 

• 1. Klasse: 10.000 Worte 

• 4. Klasse 40.000 Worte 


 Fast mapping (schnell nebenbei aus Kontext bedeutung lernen) Bsp.: „Bring mir das Chromium-Tablett“ (bei 2-3-Jährigen reicht eine einzige Darbietung) statt olivgrün

Q:

Markman (1989, 1992)

 Verwendung von „constraints“ bei Zuordnung von Bedeutungen

A:

(1) Ganzheitsannahme 

(2) Taxonomieannahme

 (3) Disjunktionsannahme

Q:

Sprachevolution 

 Ist Sprache das, was Mensch zum Mensch macht?

A:

-Hirnvolumen mit Zunahme Sprachfähigkeit vergrößert

--> vgl Homo Habilis. Homo erectus

-Problemlösefähigkeit nicht ausschlaggebend (Affen können das sehr gut)

-Affen können nur beschränkt sprechen lernen

• Kritische Reanalysen (Sprachaffenexperimente)

: – antrainierte Zeichen in ritualistischer, kontextgebundener Weise benutzt;

 – nur wenige Zeichen häufig benutzt; 

– Gebrauchsfehler; 

– keine erkennbaren Regelmäßigkeiten



- Fazit: - Affen sehr intelligent

 - Können komplexe symbolischer Probleme lösen 

- Können aber keine mit dem Menschen vergleichbare Sprachintelligenz erwerben


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