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Lernmaterialien für Allgemeine Psychologie II an der Universität Witten/ Herdecke

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Allgemeine Psychologie II Kurs an der Universität Witten/ Herdecke zu.

TESTE DEIN WISSEN
Was umfasst Kognition?
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TESTE DEIN WISSEN
  • … die Enkodierung  von Information = Lernen
  • … die Speicherung von Information = Gedächtnis
  • … die Transformation von Information (von einem Gedächtnisspeicher in einen anderen?)
  • … die Repräsentation von Information = Wissen
  • … und den Abruf von Information = Erinnern

    Wissen und Erinnern ist nicht das Gleiche, es gibt auch den Bewusstseinszustand, dass man „glaubt, etwas zu wissen“ und es temporär nicht abrufen kann.
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Forschungsziel und Methoden der Gedächtnisforschung
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Forschungsziel: Funktionale Dekomposition
  • Zerlegung kognitiver Leistungen in Verarbeitungsstufen und Subsysteme

Methoden:
  • experimentelle Analyse von Gedächtnisleistungen unter kontrollierten Bedingungen
  • Rückschluss von Verhaltensdaten (z.B. Reaktionszeiten, Fehler) auf nicht direkt beobachtbare Speicher- und Abrufprozesse

Die Ortung des Gedächtnisses ist im Gehirn noch nicht eindeutig bestimmt. Vieles noch unerforscht.

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Metaphern des Gedächtnis
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Vorstellungen vom Gedächtnis in der Vergangenheit orientieren sich an je zeitgenössischen Speichermedien:

• Wachstafel - Platon, Aristoteles
• Vogelhaus - Platon
• Haus - James, 1890
• Zimmer in einem Haus - Freud, 1924
• Grammophon - Pear, 1922
• Wörterbuch - Loftus, 1977
• Bibliothek - Broadbent, 1971
• Tonband
• Datenbank
• Computerspeicher
• Theater - Vorstellung der Renaissance: je nach Kontext werden Inhalte aktiviert und manipuliert: Rekonstruktion 
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3 (fragwürdige) Annahmen zur Speichermetapher nach Goschke
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1. Gedächtnisinhalte werden an bestimmten Orten im Gehirn gespeichert.
2. Gespeicherte Gedächtnisinhalte „lagern“ passiv im Speicher bis sie wieder abgerufen werden.
3. Erinnern besteht im Transfer gespeicherter Inhalte von einem Speicher (Langzeitgedächtnis) in einen anderen (Kurzzeitig- oder Arbeitsgedächtnis).
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Was ist für die Übergabe vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Gedächtnis unerlässlich?
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Aufmerksamkeitszuweisung
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Sensorischer Speicher - Ultrakurzzeitgedächtnis - Was ist das, welche gibt es, Übergang ins KZG
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  • Schnittstellen zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis
  • Häufig auch als sensorisches Register bezeichnet, weil in den Strukturen die Information in einem reizspezifischen Format vorliegen soll (Gestaltpsychologen gehen von keiner klaren Trennung aus)
  • Beispiel ikonisches Gedächtnis: wenn Licht im Dunkeln schnell bewegt wird, sieht man einen „Schweif“: Persistenz der visuellen Information = sensorischer Speicher
  • Neisser (1967) hat die Begriffe
    • ikonisches Gedächtnis für die visuelle
    • und Echogedächtnis für die akustische Modalität geprägt.  
    • —> kurzzeitige Aufrechterhaltung sensorischer Information in modalitätsspezifischem Kode
    • Separater Speicher für jede sensorische Modalität
  • Für ein wahrgenommenes Erleben braucht es aber das Kurzzeitgedächtnis: bewusste Wahrnehmung nur durch Aufmerksamkeitszuwendung —> über Thalamus
  • Sensorische Speicher beinhalten immer nur den letzten Reiz, ein neuer Reiz löscht und ersetzt den vorherigen
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Kurzzeitgedächtnis - Arbeitsgedächtnis - Funktion, Kapazität, Dauer, Vergessen
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Je mehr Elemente man sich merken will, desto schwieriger.

Funktion
: Aktive Aufrechterhaltung von Information

Kapazität
: beschränkt (7 ± 2 oder weniger)

Dauer
: kurz (Sekunden), wenn kein Rehearsal möglich (abweichend vom Volksmund wirklich nur Sekunden)

Vergessen
: aufgrund von Interferenz mit gespeicherter oder neuer Information (evt. auch Spurenzerfall)
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Kapazität des KZG - Messung der Gedächtnisspanne
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• z.B: Liste von zufälligen Ziffern
• sofortige Reproduktion in der richtigen Reihenfolge
• Bestimmung der maximalen Anzahl von Items, die korrekt erinnert werden können
• Millers magische Zahl (1956) —> 7 ± 2 bei verbalem Material (bei visuellem ca. 4)
• Kritik: Bei einer Gedächtnisspanne werden Prozesse der Speicherung, Verarbeitung und Reproduktion vermengt. Alternativ werden Berechnungen vorgeschlagen, die auf dem Recency-Effekt beruhen: wahrscheinlichere Zahl ca. 3
•  (Gedächtnis kann auch trainiert werden, z.B. von 7 auf 79)
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Chunking
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Erhöhung der Kapazität
• engl. chuck = Brocken, Klumpen
• Gedächtnisitems werden zu festen Gruppen zusammengefasst, die durch ein einheitliches Symbol zusammengefasst werden
• Chunks müssen bedeutungshaltig sein (laut Buch) (z.B. Positionen von Schachfiguren in sinnvollen Schachstellungen vs. zufälligen Schachstellungen; 20 zufällige Zahlen vs. 20 Zahlen, die als historische Jahreszahlen gelesen werden können)
• Die Messung der Gedächtnisspanne erfolgt in chunks
• Beispiel für nicht bedeutungshaltige Chunks?:  
    HUF        KUJ         BUD        GED     HES         DUB

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Messungsmethode der Dauer des KZG ohne Rehearsal - Brown-Peterson-Paradigma
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Brown-Peterson-Paradigma:
Trigramme mit drei bedeutungslosen Konsonanten werden präsentiert und sollen von Proband erinnert werden. Nach der Präsentation wird eine hohe Zahl präsentiert, von der aus der Proband in Dreierschritten rückwärts zählen soll bis ein Signal erscheint. Nach dem Signal soll der Proband sofort das Trigramm nennen. Rückwärtszählen unterbindet Rehearsal.
Wie lange wird Information im KZG aufrechterhalten? Beispiel Telefonnummern
 
ABER: passiver Zerfall aufgrund von fehlendem Rehearsal kann hier nicht die (einzige) Begründung sein, denn das erste Trigramm konnte trotz Distraktionsaufgabe vollständig und das zweite und dritte zu 60-70% wiedergegeben werden.
Das deutet darauf hin, dass der Zerfall durch Interferenz mit bereits im LZG abgelegten Informationen bedingt ist.  
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Proaktive vs. Retroaktive Interferenz
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Proaktive Interferenz:
Ein früherer Lernprozess behindert den späteren.

Retroaktive Interferenz:
Der ursprüngliche Lernprozess wird gestört, wenn in dem Intervall zwischen Erlernen und Behaltensprüfung eine zweite Aufgabe gelernt wird.
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Wovon wird die mentale Repräsentation beeinflusst?
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Ausgelöst durch einen Reiz, beeinflusst durch Vorwissen und Erwartungen, ruft Reaktion hervor
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  • 13408 Karteikarten
  • 252 Studierende
  • 1 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Allgemeine Psychologie II Kurs an der Universität Witten/ Herdecke - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Was umfasst Kognition?
A:
  • … die Enkodierung  von Information = Lernen
  • … die Speicherung von Information = Gedächtnis
  • … die Transformation von Information (von einem Gedächtnisspeicher in einen anderen?)
  • … die Repräsentation von Information = Wissen
  • … und den Abruf von Information = Erinnern

    Wissen und Erinnern ist nicht das Gleiche, es gibt auch den Bewusstseinszustand, dass man „glaubt, etwas zu wissen“ und es temporär nicht abrufen kann.
Q:
Forschungsziel und Methoden der Gedächtnisforschung
A:
Forschungsziel: Funktionale Dekomposition
  • Zerlegung kognitiver Leistungen in Verarbeitungsstufen und Subsysteme

Methoden:
  • experimentelle Analyse von Gedächtnisleistungen unter kontrollierten Bedingungen
  • Rückschluss von Verhaltensdaten (z.B. Reaktionszeiten, Fehler) auf nicht direkt beobachtbare Speicher- und Abrufprozesse

Die Ortung des Gedächtnisses ist im Gehirn noch nicht eindeutig bestimmt. Vieles noch unerforscht.

Q:
Metaphern des Gedächtnis
A:
Vorstellungen vom Gedächtnis in der Vergangenheit orientieren sich an je zeitgenössischen Speichermedien:

• Wachstafel - Platon, Aristoteles
• Vogelhaus - Platon
• Haus - James, 1890
• Zimmer in einem Haus - Freud, 1924
• Grammophon - Pear, 1922
• Wörterbuch - Loftus, 1977
• Bibliothek - Broadbent, 1971
• Tonband
• Datenbank
• Computerspeicher
• Theater - Vorstellung der Renaissance: je nach Kontext werden Inhalte aktiviert und manipuliert: Rekonstruktion 
Q:
3 (fragwürdige) Annahmen zur Speichermetapher nach Goschke
A:
1. Gedächtnisinhalte werden an bestimmten Orten im Gehirn gespeichert.
2. Gespeicherte Gedächtnisinhalte „lagern“ passiv im Speicher bis sie wieder abgerufen werden.
3. Erinnern besteht im Transfer gespeicherter Inhalte von einem Speicher (Langzeitgedächtnis) in einen anderen (Kurzzeitig- oder Arbeitsgedächtnis).
Q:
Was ist für die Übergabe vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Gedächtnis unerlässlich?
A:
Aufmerksamkeitszuweisung
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Q:
Sensorischer Speicher - Ultrakurzzeitgedächtnis - Was ist das, welche gibt es, Übergang ins KZG
A:
  • Schnittstellen zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis
  • Häufig auch als sensorisches Register bezeichnet, weil in den Strukturen die Information in einem reizspezifischen Format vorliegen soll (Gestaltpsychologen gehen von keiner klaren Trennung aus)
  • Beispiel ikonisches Gedächtnis: wenn Licht im Dunkeln schnell bewegt wird, sieht man einen „Schweif“: Persistenz der visuellen Information = sensorischer Speicher
  • Neisser (1967) hat die Begriffe
    • ikonisches Gedächtnis für die visuelle
    • und Echogedächtnis für die akustische Modalität geprägt.  
    • —> kurzzeitige Aufrechterhaltung sensorischer Information in modalitätsspezifischem Kode
    • Separater Speicher für jede sensorische Modalität
  • Für ein wahrgenommenes Erleben braucht es aber das Kurzzeitgedächtnis: bewusste Wahrnehmung nur durch Aufmerksamkeitszuwendung —> über Thalamus
  • Sensorische Speicher beinhalten immer nur den letzten Reiz, ein neuer Reiz löscht und ersetzt den vorherigen
Q:
Kurzzeitgedächtnis - Arbeitsgedächtnis - Funktion, Kapazität, Dauer, Vergessen
A:
Je mehr Elemente man sich merken will, desto schwieriger.

Funktion
: Aktive Aufrechterhaltung von Information

Kapazität
: beschränkt (7 ± 2 oder weniger)

Dauer
: kurz (Sekunden), wenn kein Rehearsal möglich (abweichend vom Volksmund wirklich nur Sekunden)

Vergessen
: aufgrund von Interferenz mit gespeicherter oder neuer Information (evt. auch Spurenzerfall)
Q:
Kapazität des KZG - Messung der Gedächtnisspanne
A:
• z.B: Liste von zufälligen Ziffern
• sofortige Reproduktion in der richtigen Reihenfolge
• Bestimmung der maximalen Anzahl von Items, die korrekt erinnert werden können
• Millers magische Zahl (1956) —> 7 ± 2 bei verbalem Material (bei visuellem ca. 4)
• Kritik: Bei einer Gedächtnisspanne werden Prozesse der Speicherung, Verarbeitung und Reproduktion vermengt. Alternativ werden Berechnungen vorgeschlagen, die auf dem Recency-Effekt beruhen: wahrscheinlichere Zahl ca. 3
•  (Gedächtnis kann auch trainiert werden, z.B. von 7 auf 79)
Q:
Chunking
A:
Erhöhung der Kapazität
• engl. chuck = Brocken, Klumpen
• Gedächtnisitems werden zu festen Gruppen zusammengefasst, die durch ein einheitliches Symbol zusammengefasst werden
• Chunks müssen bedeutungshaltig sein (laut Buch) (z.B. Positionen von Schachfiguren in sinnvollen Schachstellungen vs. zufälligen Schachstellungen; 20 zufällige Zahlen vs. 20 Zahlen, die als historische Jahreszahlen gelesen werden können)
• Die Messung der Gedächtnisspanne erfolgt in chunks
• Beispiel für nicht bedeutungshaltige Chunks?:  
    HUF        KUJ         BUD        GED     HES         DUB

Q:
Messungsmethode der Dauer des KZG ohne Rehearsal - Brown-Peterson-Paradigma
A:
Brown-Peterson-Paradigma:
Trigramme mit drei bedeutungslosen Konsonanten werden präsentiert und sollen von Proband erinnert werden. Nach der Präsentation wird eine hohe Zahl präsentiert, von der aus der Proband in Dreierschritten rückwärts zählen soll bis ein Signal erscheint. Nach dem Signal soll der Proband sofort das Trigramm nennen. Rückwärtszählen unterbindet Rehearsal.
Wie lange wird Information im KZG aufrechterhalten? Beispiel Telefonnummern
 
ABER: passiver Zerfall aufgrund von fehlendem Rehearsal kann hier nicht die (einzige) Begründung sein, denn das erste Trigramm konnte trotz Distraktionsaufgabe vollständig und das zweite und dritte zu 60-70% wiedergegeben werden.
Das deutet darauf hin, dass der Zerfall durch Interferenz mit bereits im LZG abgelegten Informationen bedingt ist.  
Q:
Proaktive vs. Retroaktive Interferenz
A:
Proaktive Interferenz:
Ein früherer Lernprozess behindert den späteren.

Retroaktive Interferenz:
Der ursprüngliche Lernprozess wird gestört, wenn in dem Intervall zwischen Erlernen und Behaltensprüfung eine zweite Aufgabe gelernt wird.
Q:
Wovon wird die mentale Repräsentation beeinflusst?
A:
Ausgelöst durch einen Reiz, beeinflusst durch Vorwissen und Erwartungen, ruft Reaktion hervor
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