Transkulturelle Kommuniktion an der Universität Wien | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Transkulturelle Kommuniktion an der Universität Wien

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Was ist Kultur?

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 Etymologie:
 „colere“ = pflegen


 drei werthaltige (normative) Verwendungen:
 Kultur als „Hochkultur“
 Kultur als Zivilisation
 Kultur als kritische bzw. auratische Gegenwelt zur Realität (Frankfurter
Schule)


 drei wertfreie Verwendungen:
 Pflege im Sinne von Aufwertung und systematischer Verfolgung einer
Sache (z.B.: Esskultur, Fitnesskultur)
 Geographische und politische Großgebilde
 Inklusiver Begriff für alles, was Menschen tun („Culture as a whole way
of life“, Williams 1958)

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Qualität von Transkulturalität

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 Externe Vernetzung der Kulturen
 Hybridcharakter von Kulturen und Lebensweisen
 Auflösung der Eigen- Fremddifferenz
 Transkulturelle Prägung der Individuen
 Entkopplung von kultureller und nationaler Identität


 Transkulturalität ist kein neues Konzept!

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Cultural studies vs.
Kulturwissenschaften

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Cultural studies:

 Entstehungsgeschichte

 Gründerväter

 Institutionalisierung


Kulturwissenschaften:
 Entstehungsgeschichte
 Krise der Geisteswissenschaften → „kulturelle Wende“


Cultural studies Kulturwissenschaften
Kultur als Kampfplatz der
Identitätspolitik
Kultur als Forschungsgegenstand
Ausweitung des Kulturbegriffes von
Hochkultur auf Populärkultur
Historische (Re-)Kontextualisierung
von Kunst
Neuordnung des literarischen Kanons Interesse an einem kulturellen
Gedächtnis (A. & J. Assmann)
Forderung nach verstärkter Teilhabe
sozialer und kultureller Minderheiten
Reflexive und kritische Analyse von
symbolischen Repräsentationen


kulturelles vs. kommunikatives Gedächtnis?


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Kulturelle Differenz als soziales Produkt

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Beispiel: Gerüche von Fäkalien, Müll, Schlachthausabfällen
→ Gestank im 18. Jahrhundert
 Weitere Folge: über Gerüche nun auch soziale Differenzierung:
Gestank = ärmeres Stadtviertel (vgl. Moosmüller 2009)


 Sozialer Konstruktionismus:
Sinnesempfindungen = sozial konstruierte Haltung;
Sinnesempfindungen ≠ Informationstransfer von der äußeren
Welt in die innere Welt (vgl. Gergen 2002)


Kulturelle Differenz unterschiedlich sozial konstruiert:
 USA: kulturelle Differenz gehört zur nationalen Identität;
„melting pot“ der Kulturen, Diversität gehört zur nationalen Identität
 Deutschland: kulturelle Differenz teilweise skeptisch gesehen
„erklärungsbedürftiger Sonderfall“ (Moosmüller 2009: 24)
→ CHARTA DER VIELFALT

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Zusammenhalt & Abgrenzung

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Konstituierende Elemente der Nationenbildung:

 „Helden, die die nationalen Tugenden verkörpern“, eine Sprache,

Monumente, „geweihte“ Orte, eine „typische“ Landschaft, Grenzen, eine

„besondere“ Mentalität, offizielle Symbole – Hymne und Fahne,

Folklore, bestimmte Kleidungsstücke, kulinarische Spezialitäten,

emblematische Tiere etc.


 Funktioniert bei allen Nationenbildungen nach den gleichen

Prinzipien.


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Kulturkonzept 1

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1. intellektuell-ästhetischer Kulturbegriff, d.h. hier umfasst
Kultur einen bestimmten Kanon von Texten, Praktiken und
Artefakten.
 Bildung, Kunst und Literatur, deren Konservierung, Vermittlung und
Memorisierung
 (Kulturinstitute, Museen, Akademien, Schulen, Hochschulen,
Schulbücher usw.)
 Bewertung, Fixierung und Tradierung von literarischen, intellektuellen
und künstlerischen Werken.

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Kulturkonzept 2

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2. Materieller Kulturbegriff: Gesamtheit von Praktiken, durch
die Menschen ihre Lebenswelt gestalten: handwerkliche
Praktiken, technologische Verfahren, Rechtskultur,
Unternehmenskultur, gastronomische Kultur,
Medienberichterstattung, politische Kultur, Verwaltungskultur.
 Kultur als zielgerichtete, nutzenorientierte menschliche Tätigkeit – im
Gegensatz zu Natur, die gegeben ist und durch kulturelle Praktiken
umgeformt, transformiert und nutzbar gemacht wird.

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Kulturkonzept 3

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3. Anthropologischer Kulturbegriff: Gesamtheit der kollektiven
Denk-, Vorstellungs- und Wahrnehmungsmuster einer
sozialen Gruppe, einer Gemeinschaft oder einer Gesellschaft,
die das Verhalten ihrer Mitglieder prägen;
 In der Geschichtswissenschaft auch als „kollektive Mentalitäten“
bezeichnet;
 Aber nicht angeboren oder „wesenhaft“, sondern durch historisch sich
wandelnde Sozialisationsinstanzen konstruiert, vermittelt und tradiert –
wie Schule, Medienöffentlichkeit, Familie etc. mit kulturell prägender
Wirkung.

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Vier-Schichten-Modell (G.Hofstede)

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 Dynamisch und ständigem historischen Wandel unterworfen:
 1) Werte
 2) Rituale
 3) Helden/Identifikationsfiguren
 4) Symbole bzw. Symbolsysteme

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2. Rituale

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= kollektive Tätigkeiten, die für das Erreichen der
angestrebten Ziele eigentlich überflüssig sind, innerhalb einer
Kultur aber als sozial notwendig gelten:


 Formen des Grüßens, der Ehrerbietung, des Feierns, des sozialen
Umgangs etc.
 Zum Beispiel: Initiationsrituale, Mannbarkeitsrituale, Bestattungsrituale
etc.
 Jahreszeitliche Rituale: Sonnwendfeier, Weihnachten Neujahr etc

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3. HeldInnen

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= kollektive Identifikationsfiguren, die entweder zum
kollektiven, kulturellen Gedächtnis gehören, also von
offiziellen Institutionen memoriert werden, oder zum sozialen
Gedächtnis zählen, wie Künstler, Schriftsteller, Politiker,
Sportler, populäre Musiker, Sänger und Filmstars, und als
solche häufig nur von kurz- oder mittelfristiger Dauer sind.

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4. Symbole

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 = konventionalisierte Zeichencodes, die einer Gesellschaft zur
Selbstverständigung dienen
 vor allem Sprache, aber auch Kleidungsformen, Haartracht,
Statussymbole, Essensformen, Flaggen etc.

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Q:

Was ist Kultur?

A:

 Etymologie:
 „colere“ = pflegen


 drei werthaltige (normative) Verwendungen:
 Kultur als „Hochkultur“
 Kultur als Zivilisation
 Kultur als kritische bzw. auratische Gegenwelt zur Realität (Frankfurter
Schule)


 drei wertfreie Verwendungen:
 Pflege im Sinne von Aufwertung und systematischer Verfolgung einer
Sache (z.B.: Esskultur, Fitnesskultur)
 Geographische und politische Großgebilde
 Inklusiver Begriff für alles, was Menschen tun („Culture as a whole way
of life“, Williams 1958)

Q:

Qualität von Transkulturalität

A:

 Externe Vernetzung der Kulturen
 Hybridcharakter von Kulturen und Lebensweisen
 Auflösung der Eigen- Fremddifferenz
 Transkulturelle Prägung der Individuen
 Entkopplung von kultureller und nationaler Identität


 Transkulturalität ist kein neues Konzept!

Q:

Cultural studies vs.
Kulturwissenschaften

A:

Cultural studies:

 Entstehungsgeschichte

 Gründerväter

 Institutionalisierung


Kulturwissenschaften:
 Entstehungsgeschichte
 Krise der Geisteswissenschaften → „kulturelle Wende“


Cultural studies Kulturwissenschaften
Kultur als Kampfplatz der
Identitätspolitik
Kultur als Forschungsgegenstand
Ausweitung des Kulturbegriffes von
Hochkultur auf Populärkultur
Historische (Re-)Kontextualisierung
von Kunst
Neuordnung des literarischen Kanons Interesse an einem kulturellen
Gedächtnis (A. & J. Assmann)
Forderung nach verstärkter Teilhabe
sozialer und kultureller Minderheiten
Reflexive und kritische Analyse von
symbolischen Repräsentationen


kulturelles vs. kommunikatives Gedächtnis?


Q:

Kulturelle Differenz als soziales Produkt

A:

Beispiel: Gerüche von Fäkalien, Müll, Schlachthausabfällen
→ Gestank im 18. Jahrhundert
 Weitere Folge: über Gerüche nun auch soziale Differenzierung:
Gestank = ärmeres Stadtviertel (vgl. Moosmüller 2009)


 Sozialer Konstruktionismus:
Sinnesempfindungen = sozial konstruierte Haltung;
Sinnesempfindungen ≠ Informationstransfer von der äußeren
Welt in die innere Welt (vgl. Gergen 2002)


Kulturelle Differenz unterschiedlich sozial konstruiert:
 USA: kulturelle Differenz gehört zur nationalen Identität;
„melting pot“ der Kulturen, Diversität gehört zur nationalen Identität
 Deutschland: kulturelle Differenz teilweise skeptisch gesehen
„erklärungsbedürftiger Sonderfall“ (Moosmüller 2009: 24)
→ CHARTA DER VIELFALT

Q:

Zusammenhalt & Abgrenzung

A:

Konstituierende Elemente der Nationenbildung:

 „Helden, die die nationalen Tugenden verkörpern“, eine Sprache,

Monumente, „geweihte“ Orte, eine „typische“ Landschaft, Grenzen, eine

„besondere“ Mentalität, offizielle Symbole – Hymne und Fahne,

Folklore, bestimmte Kleidungsstücke, kulinarische Spezialitäten,

emblematische Tiere etc.


 Funktioniert bei allen Nationenbildungen nach den gleichen

Prinzipien.


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Q:

Kulturkonzept 1

A:

1. intellektuell-ästhetischer Kulturbegriff, d.h. hier umfasst
Kultur einen bestimmten Kanon von Texten, Praktiken und
Artefakten.
 Bildung, Kunst und Literatur, deren Konservierung, Vermittlung und
Memorisierung
 (Kulturinstitute, Museen, Akademien, Schulen, Hochschulen,
Schulbücher usw.)
 Bewertung, Fixierung und Tradierung von literarischen, intellektuellen
und künstlerischen Werken.

Q:

Kulturkonzept 2

A:

2. Materieller Kulturbegriff: Gesamtheit von Praktiken, durch
die Menschen ihre Lebenswelt gestalten: handwerkliche
Praktiken, technologische Verfahren, Rechtskultur,
Unternehmenskultur, gastronomische Kultur,
Medienberichterstattung, politische Kultur, Verwaltungskultur.
 Kultur als zielgerichtete, nutzenorientierte menschliche Tätigkeit – im
Gegensatz zu Natur, die gegeben ist und durch kulturelle Praktiken
umgeformt, transformiert und nutzbar gemacht wird.

Q:

Kulturkonzept 3

A:

3. Anthropologischer Kulturbegriff: Gesamtheit der kollektiven
Denk-, Vorstellungs- und Wahrnehmungsmuster einer
sozialen Gruppe, einer Gemeinschaft oder einer Gesellschaft,
die das Verhalten ihrer Mitglieder prägen;
 In der Geschichtswissenschaft auch als „kollektive Mentalitäten“
bezeichnet;
 Aber nicht angeboren oder „wesenhaft“, sondern durch historisch sich
wandelnde Sozialisationsinstanzen konstruiert, vermittelt und tradiert –
wie Schule, Medienöffentlichkeit, Familie etc. mit kulturell prägender
Wirkung.

Q:

Vier-Schichten-Modell (G.Hofstede)

A:

 Dynamisch und ständigem historischen Wandel unterworfen:
 1) Werte
 2) Rituale
 3) Helden/Identifikationsfiguren
 4) Symbole bzw. Symbolsysteme

Q:

2. Rituale

A:

= kollektive Tätigkeiten, die für das Erreichen der
angestrebten Ziele eigentlich überflüssig sind, innerhalb einer
Kultur aber als sozial notwendig gelten:


 Formen des Grüßens, der Ehrerbietung, des Feierns, des sozialen
Umgangs etc.
 Zum Beispiel: Initiationsrituale, Mannbarkeitsrituale, Bestattungsrituale
etc.
 Jahreszeitliche Rituale: Sonnwendfeier, Weihnachten Neujahr etc

Q:

3. HeldInnen

A:

= kollektive Identifikationsfiguren, die entweder zum
kollektiven, kulturellen Gedächtnis gehören, also von
offiziellen Institutionen memoriert werden, oder zum sozialen
Gedächtnis zählen, wie Künstler, Schriftsteller, Politiker,
Sportler, populäre Musiker, Sänger und Filmstars, und als
solche häufig nur von kurz- oder mittelfristiger Dauer sind.

Q:

4. Symbole

A:

 = konventionalisierte Zeichencodes, die einer Gesellschaft zur
Selbstverständigung dienen
 vor allem Sprache, aber auch Kleidungsformen, Haartracht,
Statussymbole, Essensformen, Flaggen etc.

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