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Lernmaterialien für Slawistische Literaturwissenschaft an der Universität Wien

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TESTE DEIN WISSEN
Autor
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TESTE DEIN WISSEN
lat. auctor: Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser, glaubwürdiger Gewährsmann

• Moderner Begriff des Autors - Ende 18. Jahrhundert (Dichter als Genie).

Inhaber des geistigen Eigentums am Werk, beinhaltet Urheberrechts und Verwertungsrecht, ist durch rechtliche Konventionen geschützt.
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Autor: Begriffsunterscheidung
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Historischer Autor
• Reale Person, Rechtssubjekt als Inhaber des geistigen Eigentums

Impliziter Autor / Abstrakter Autor
• Vorstellung, die sich der Leser während der Lektüre eines Textes von dessen Autor macht
• Instanz zwischen dem historischen Autor und dem Erzähler bzw. dem lyrischen Ich
• wird für die Gestaltung der narrativen Instanzen verantwortlich gemacht
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Tod des Autors
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• Konzept, das die Bedeutung des Autors zugunsten des Textes in den Hintergrund rückt;
• Text schreibt sich automatengleich selbst und steht mit anderen Texten intertextuell in Verbindung
• Spiel der Wörter und Macht der Diskurse
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Text und Literatur
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lat. textus: Gewebe, Geflecht
Folge von sprachlichen Äußerungen, deren Zusammenhang thematisch, grammatisch, stilistisch, durch eine gemeinsame kommunikative Funktion gegeben ist; im weiteren Sinn in gesprochener, im engeren Sinn in geschriebener Sprache.

lat. littera: Buchstabe

• Literatur im weitesten Sinne ist fixierter Text.
Mit der Fixierung wird der Text von den direkten Absichten seines Autors abgekoppelt und kann neue Bedeutungen annehmen.
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Paratext
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Text, der nicht zum eigentlichen literarischen Werk gehört (z.B. Klappentext, Widmung, Motto, Titel, Vorwort, Autorenname, Verlagsprospekt, Interview mit dem Autor, Tagebucheintragung, Entwurf), aber doch zusammen mit anderen Paratexten ein Bezugssystem zu diesen bildet, einen „pragmatischen Hof“.

Kann den literarischen Text um eine gegenläufige Stimme, den historischen Kontext usw. erweitern und den Erwartungshorizont des Lesers beeinflussen.

Begriff von Gérard Genette (1930-2018) geprägt.
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Intertextualität
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Erweiterung des Textbegriffes, wonach Texte aufeinander Bezug nehmen: Zitat, Variation, Stoff- oder Motivübernahme, Anlehnung in der Form, Plagiat
• Beeinflussung durch Vorläufertexte (Prätexte)
• Einfluss auf nachfolgende Texte (Posttexte)
• Ausdehnung des Textbegriffes auf Bilder, Filme, Musik usw. → intermedialer Intertext
• Hypertext: Text wird wandelbar, beweglich und unabschließbar
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Werk
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Werkbegriff impliziert:
Verbindung von Autor und Einzeltext, den man im Kontext des Lebens und der Absichten des Autors interpretierte;
◦ abgeschlossene Einheit, des einzelnen literarischen Werkes und des Lebenswerkes (klassizistischer Begriff von Ganzheit)

• 1970er Jahren: „Text“ statt „Werk“, um dem literarischen Text eine eigenständige Qualität zuzuerkennen und von der Autorinstanz zu trennen.

• literaturwissenschaftliche Analyse trennt zwischen Text und Autorinstanz
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Kanon
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gr. kanón: Rohrstab, Stange, Messstab, Richtschnur
lat. canon: Maßstab, festgesetzte Ordnung, Regel

Auswahl der von einer bestimmten Gruppe für eine bestimmte Zeit jeweils als wesentlich, normsetzend, zeitüberdauernd, „klassisch“, erachteten künstlerischen Werke, deren Kenntnis für eine gewisse Bildungsstufe vorausgesetzt wird.
→ Kanon wandelt sich

• Kanonbildung ist eine Strategie zur ökonomischen Handhabung eines riesigen Angebots; sie birgt die Gefahr der Ausgrenzung unbekannter Titel

• Bildungspolitik
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Literarische Wertung
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Kriterien:
Formale Werte: Geschlossenheit oder Offenheit, Stimmigkeit oder Brüchigkeit, Einfachheit oder Komplexität eines Textes.
Inhaltliche Werte: Wahrheit und Erkenntnis, Moral, Humanität, Gerechtigkeit, kritische Perspektiven.
Relationale Werte: Traditionszugehörigkeit oder Normbruch und Innovation, Wirklichkeitsnähe oder -ferne.
Wirkungsbezogene Werte: die individuelle, beim Leser erzeugte Wirkung, Spannung oder Langeweile, Leidenseffekte oder Interessantheit
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Lesen und LeserIn
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TESTE DEIN WISSEN
 Zentraler Begriff der Rezeptionsästhetik
Realer Leser: Teil des Publikums, existiert außerhalb des Textes
Intendierter Leser: Adressat, an die der Autor den Text richtet
Idealer Leser: Abstraktion eines Lesers, der bei seiner Lektüre alle Bedeutungsangebote eines literarischen Textes vollständig realisieren könnte
Fiktiver Leser: in den Text eingezeichneter, oft direkt angesprochener Leser, der als „Partner“ des Erzählers auftreten kann
Impliziter Leser: im Akt des Lesens zu realisierende „Leserolle“ eines Textes
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Lesebegriffe
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Informatives Lesen: aus Texten Informationen beziehen
Interpretierendes Lesen: zu einem interpretatorischen Ziel gelangen
Kreatives Lesen: hat einen ästhetischen und gestalterischen Anspruch

Erweiterter Lese- und Textbegriff:
Entziffern von Zeichen und Zuweisung von Bedeutung wird von Texten auf die Wahrnehmung eines Bildes, Films, musikalischen Werkes, Theaterstückes oder Alltagserscheinungen ausgedehnt
→ Vergleichbarkeit in verschiedenen Kunstformen
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Grundbegriffe der Literaturwissenschaft
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• Autor
• Text und Literatur
• Werk
• Kanon
• Literarische Wertung
• Lesen und LeserIn
• Interpretation
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Slawistische Literaturwissenschaft Kurs an der Universität Wien - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Autor
A:
lat. auctor: Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser, glaubwürdiger Gewährsmann

• Moderner Begriff des Autors - Ende 18. Jahrhundert (Dichter als Genie).

Inhaber des geistigen Eigentums am Werk, beinhaltet Urheberrechts und Verwertungsrecht, ist durch rechtliche Konventionen geschützt.
Q:
Autor: Begriffsunterscheidung
A:
Historischer Autor
• Reale Person, Rechtssubjekt als Inhaber des geistigen Eigentums

Impliziter Autor / Abstrakter Autor
• Vorstellung, die sich der Leser während der Lektüre eines Textes von dessen Autor macht
• Instanz zwischen dem historischen Autor und dem Erzähler bzw. dem lyrischen Ich
• wird für die Gestaltung der narrativen Instanzen verantwortlich gemacht
Q:
Tod des Autors
A:
• Konzept, das die Bedeutung des Autors zugunsten des Textes in den Hintergrund rückt;
• Text schreibt sich automatengleich selbst und steht mit anderen Texten intertextuell in Verbindung
• Spiel der Wörter und Macht der Diskurse
Q:
Text und Literatur
A:
lat. textus: Gewebe, Geflecht
Folge von sprachlichen Äußerungen, deren Zusammenhang thematisch, grammatisch, stilistisch, durch eine gemeinsame kommunikative Funktion gegeben ist; im weiteren Sinn in gesprochener, im engeren Sinn in geschriebener Sprache.

lat. littera: Buchstabe

• Literatur im weitesten Sinne ist fixierter Text.
Mit der Fixierung wird der Text von den direkten Absichten seines Autors abgekoppelt und kann neue Bedeutungen annehmen.
Q:
Paratext
A:
Text, der nicht zum eigentlichen literarischen Werk gehört (z.B. Klappentext, Widmung, Motto, Titel, Vorwort, Autorenname, Verlagsprospekt, Interview mit dem Autor, Tagebucheintragung, Entwurf), aber doch zusammen mit anderen Paratexten ein Bezugssystem zu diesen bildet, einen „pragmatischen Hof“.

Kann den literarischen Text um eine gegenläufige Stimme, den historischen Kontext usw. erweitern und den Erwartungshorizont des Lesers beeinflussen.

Begriff von Gérard Genette (1930-2018) geprägt.
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Q:
Intertextualität
A:
Erweiterung des Textbegriffes, wonach Texte aufeinander Bezug nehmen: Zitat, Variation, Stoff- oder Motivübernahme, Anlehnung in der Form, Plagiat
• Beeinflussung durch Vorläufertexte (Prätexte)
• Einfluss auf nachfolgende Texte (Posttexte)
• Ausdehnung des Textbegriffes auf Bilder, Filme, Musik usw. → intermedialer Intertext
• Hypertext: Text wird wandelbar, beweglich und unabschließbar
Q:
Werk
A:
Werkbegriff impliziert:
Verbindung von Autor und Einzeltext, den man im Kontext des Lebens und der Absichten des Autors interpretierte;
◦ abgeschlossene Einheit, des einzelnen literarischen Werkes und des Lebenswerkes (klassizistischer Begriff von Ganzheit)

• 1970er Jahren: „Text“ statt „Werk“, um dem literarischen Text eine eigenständige Qualität zuzuerkennen und von der Autorinstanz zu trennen.

• literaturwissenschaftliche Analyse trennt zwischen Text und Autorinstanz
Q:
Kanon
A:
gr. kanón: Rohrstab, Stange, Messstab, Richtschnur
lat. canon: Maßstab, festgesetzte Ordnung, Regel

Auswahl der von einer bestimmten Gruppe für eine bestimmte Zeit jeweils als wesentlich, normsetzend, zeitüberdauernd, „klassisch“, erachteten künstlerischen Werke, deren Kenntnis für eine gewisse Bildungsstufe vorausgesetzt wird.
→ Kanon wandelt sich

• Kanonbildung ist eine Strategie zur ökonomischen Handhabung eines riesigen Angebots; sie birgt die Gefahr der Ausgrenzung unbekannter Titel

• Bildungspolitik
Q:
Literarische Wertung
A:
Kriterien:
Formale Werte: Geschlossenheit oder Offenheit, Stimmigkeit oder Brüchigkeit, Einfachheit oder Komplexität eines Textes.
Inhaltliche Werte: Wahrheit und Erkenntnis, Moral, Humanität, Gerechtigkeit, kritische Perspektiven.
Relationale Werte: Traditionszugehörigkeit oder Normbruch und Innovation, Wirklichkeitsnähe oder -ferne.
Wirkungsbezogene Werte: die individuelle, beim Leser erzeugte Wirkung, Spannung oder Langeweile, Leidenseffekte oder Interessantheit
Q:
Lesen und LeserIn
A:
 Zentraler Begriff der Rezeptionsästhetik
Realer Leser: Teil des Publikums, existiert außerhalb des Textes
Intendierter Leser: Adressat, an die der Autor den Text richtet
Idealer Leser: Abstraktion eines Lesers, der bei seiner Lektüre alle Bedeutungsangebote eines literarischen Textes vollständig realisieren könnte
Fiktiver Leser: in den Text eingezeichneter, oft direkt angesprochener Leser, der als „Partner“ des Erzählers auftreten kann
Impliziter Leser: im Akt des Lesens zu realisierende „Leserolle“ eines Textes
Q:
Lesebegriffe
A:
Informatives Lesen: aus Texten Informationen beziehen
Interpretierendes Lesen: zu einem interpretatorischen Ziel gelangen
Kreatives Lesen: hat einen ästhetischen und gestalterischen Anspruch

Erweiterter Lese- und Textbegriff:
Entziffern von Zeichen und Zuweisung von Bedeutung wird von Texten auf die Wahrnehmung eines Bildes, Films, musikalischen Werkes, Theaterstückes oder Alltagserscheinungen ausgedehnt
→ Vergleichbarkeit in verschiedenen Kunstformen
Q:
Grundbegriffe der Literaturwissenschaft
A:
• Autor
• Text und Literatur
• Werk
• Kanon
• Literarische Wertung
• Lesen und LeserIn
• Interpretation
Slawistische Literaturwissenschaft

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