Klinische Psychologie B an der Universität Ulm | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Klinische Psychologie B an der Universität Ulm

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Themen Klinische Psychologie

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• Ätiologie und Bedingungsanalyse
• Klassifikation und Diagnostik
• Prävention, Psychotherapie und Rehabilitation
• Epidemiologie, Gesundheitsversorgung und Evaluation

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Nachbargebiete Klinische Psychologie

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− Verhaltensmedizin
− Gesundheitspsychologie
− Psychosomatische Medizin
− Psychiatrie
− Medizinische Psychologie

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Definition psychischer Störungen

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- klinisch bedeutsames Verhaltens- oder psychisches Syndrom oder Muster, das
bei einer Person auftritt und das mit momentanem Leiden (z. B. einem
schmerzhaften Symptom) oder einer Beeinträchtigung (z. B. Einschränkungen in
einem oder in mehreren wichtigen sozialen oder Leistungsbereichen) oder mit
einem stark erhöhten Risiko einhergeht, zu sterben, Schmerz, Beeinträchtigung
oder einen tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleiden


- nicht nur eine verständliche und kulturell sanktionierte Reaktion auf ein Ereignis


- unabhängig vom ursprünglichen Auslöser muss bei der betroffenen Person eine
verhaltensmäßige, psychische oder biologische Funktionsstörung zu
beobachten sein

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Ätiologie

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= wissenschaftliche Erklärung der Entstehung einer Krankheit


1. Prädisponierende Faktoren:
z. B. genetische Einflüsse, elterliches Erziehungsverhalten


2. Auslösende Faktoren:
z. B. traumatische Erlebnisse, andauernder Stress im Beruf


3. Aufrechterhaltende Faktoren:
z. B. Rückzugsverhalten bei Depressionen

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Die neurobiologische Perspektive

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Grundannahme:
• Psychische Störungen als direkte oder indirekte Folgen von Störungen des
Gehirns/Nervensystems („medizinisches Modell“)
Biochemische, anatomische, neuroendokrine, physiologische und genetische
Ansätze


Behandlungsansätze:
Korrektur organischer Defekte
Medikamente, z. B. Antidepressiva


Kritikpunkte:
Reduktion komplexer mentaler/emotionaler Prozesse auf reine Biologie
• Bei psychischen Störungen finden sich nur selten eindeutige kausale
Zusammenhänge
zu somatischen Korrelaten

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Die psychodynamische Perspektive

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Grundannahmen (nach Freud):
• Psychische Störungen entstehen aus unbewussten frühkindlichen
Konflikten
, die durch spätere auslösende Situationen reaktiviert
werden
Abwehrmechanismen zum Schutz des Ich vor neurotischer Angst,
z. B. Verdrängung


Psychodynamische Interventionen:
Aufhebung der Verdrängung des Kindheitskonflikts
• Lösung aus erwachsener Sicht der Wirklichkeit


Kritik:
Einzelfallstudien (fehlende Wissenschaftlichkeit /Objektivität)
Kleine, ausgewählte Stichprobe (wohlhabende, gebildete Wiener)
Kaum Aufzeichnungen der Sitzungen (fehlende Reliabilität)


Heute anerkannte Annahmen:
Relevanz von Kindheitserfahrungen für die Persönlichkeit
Beeinflussung des Verhaltens durch unbewusste Prozesse
Existenz von Abwehrmechanismen zur Bewältigung von Angst
oder Stress
• Ursachen/Zweck von Verhalten ist nicht immer offenkundig

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Die lerntheoretische Perspektive

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Grundannahmen:
Abweichendes Erleben und Verhalten wird auf die gleiche Weise
erlernt
, wie normales Verhalten
Psychische Störungen als Ergebnis fehlgelaufener
Konditionierungsprozesse

• Drei Lerntypen:
1. Klassische Konditionierung
2. Operante Konditionierung
3. Modellernen


− Beispiel: Zwei-Faktoren Theorie der Angst (Mowrer)
• Erlernen von Angst auf einen Reiz durch klassische
Konditionierung

• Erlernen von Vermeidungsverhalten durch operante
Konditionierung


Hauptkritikpunkt:
Verhaltensabweichungen konnten bisher noch nicht überzeugend auf
spezifische Lernerfahrungen zurückgeführt werden

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Die kognitive Perspektive

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 Grundannahmen:
• Lernen ist viel komplexer als die passive Bildung neuer Reiz-
Reaktions-Verknüpfungen

Kognitive Schemata = Netze vorhandenen Wissens
Wahrnehmungstrichter: Interpretation neuer Informationen vor
dem Hintergrund von bisher erworbenen Kenntnissen
 Lernen als aktiver und hochgradig individueller Prozess
• Psychischen Störungen liegen dysfunktionale kognitive Schemata
zugrunde

• Besonderheit der kognitiven Perspektive: Ursächliche Bedeutung
von Gedanken


Kritik:
 Konzepte vage und nicht klar definiert (z. B. Schema)
Fokus auf gegenwärtigen bzw. aufrechterhaltenden Bedingungen
Unklarheit darüber, woher die kognitiven Schemata stammen
wenig Beiträge zur Erklärung der Ätiologie

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Fazit zu Ätiologie und Erklärungsmodelle

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Keine der Theorien ist endgültig oder allgemeingültig
− Sie sind jedoch nützlich als Paradigmen für die
Erforschung der Ursachen psychischer Prozesse und
Verhaltensweisen sowie die Entwicklung von
Interventionen
− Biopsychosoziale Vulnerabilitäts-Stress-Modelle
ermöglichen die Integration verschiedener Ansätze und
neuer Erkenntnisbeiträge aus verschiedenen
Forschungsrichtungen

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Definition Epidemiologie

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Themengebiet der Klinischen Psychologie, das sich mit
• der räumlichen und zeitlichen Verteilung sowie
• den Determinanten (z.B. Geschlecht, sozioökon. Status)
von Gesundheit und Krankheit, Morbidität (Krankheits-
häufigkeit), Verletzungen, Beeinträchtigungen und Mortalität
(Sterblichkeit) in definierten Populationen beschäftigt.


Deskriptive vs. analytische Epidemiologie

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Aufgaben der Epidemiologie

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TESTE DEIN WISSEN

− Feststellung der Häufigkeit psychischer Störungen
− Verbesserung der Definition/Klassifikation
− Erforschung der Ätiologie und des Spontanverlaufs
− Evaluation des Versorgungssystems und Abschätzung des
Versorgungsbedarfs
− (Weiter-)Entwicklung von Präventionsmaßnahmen,
Therapieverfahren, Rehabilitation

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Definition Klinische Psychologie

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Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen
Störungen
und den psychischen Aspekten somatischer
Störungen/Krankheiten
befasst.

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Q:

Themen Klinische Psychologie

A:

• Ätiologie und Bedingungsanalyse
• Klassifikation und Diagnostik
• Prävention, Psychotherapie und Rehabilitation
• Epidemiologie, Gesundheitsversorgung und Evaluation

Q:

Nachbargebiete Klinische Psychologie

A:

− Verhaltensmedizin
− Gesundheitspsychologie
− Psychosomatische Medizin
− Psychiatrie
− Medizinische Psychologie

Q:

Definition psychischer Störungen

A:

- klinisch bedeutsames Verhaltens- oder psychisches Syndrom oder Muster, das
bei einer Person auftritt und das mit momentanem Leiden (z. B. einem
schmerzhaften Symptom) oder einer Beeinträchtigung (z. B. Einschränkungen in
einem oder in mehreren wichtigen sozialen oder Leistungsbereichen) oder mit
einem stark erhöhten Risiko einhergeht, zu sterben, Schmerz, Beeinträchtigung
oder einen tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleiden


- nicht nur eine verständliche und kulturell sanktionierte Reaktion auf ein Ereignis


- unabhängig vom ursprünglichen Auslöser muss bei der betroffenen Person eine
verhaltensmäßige, psychische oder biologische Funktionsstörung zu
beobachten sein

Q:

Ätiologie

A:

= wissenschaftliche Erklärung der Entstehung einer Krankheit


1. Prädisponierende Faktoren:
z. B. genetische Einflüsse, elterliches Erziehungsverhalten


2. Auslösende Faktoren:
z. B. traumatische Erlebnisse, andauernder Stress im Beruf


3. Aufrechterhaltende Faktoren:
z. B. Rückzugsverhalten bei Depressionen

Q:

Die neurobiologische Perspektive

A:

Grundannahme:
• Psychische Störungen als direkte oder indirekte Folgen von Störungen des
Gehirns/Nervensystems („medizinisches Modell“)
Biochemische, anatomische, neuroendokrine, physiologische und genetische
Ansätze


Behandlungsansätze:
Korrektur organischer Defekte
Medikamente, z. B. Antidepressiva


Kritikpunkte:
Reduktion komplexer mentaler/emotionaler Prozesse auf reine Biologie
• Bei psychischen Störungen finden sich nur selten eindeutige kausale
Zusammenhänge
zu somatischen Korrelaten

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Q:

Die psychodynamische Perspektive

A:

Grundannahmen (nach Freud):
• Psychische Störungen entstehen aus unbewussten frühkindlichen
Konflikten
, die durch spätere auslösende Situationen reaktiviert
werden
Abwehrmechanismen zum Schutz des Ich vor neurotischer Angst,
z. B. Verdrängung


Psychodynamische Interventionen:
Aufhebung der Verdrängung des Kindheitskonflikts
• Lösung aus erwachsener Sicht der Wirklichkeit


Kritik:
Einzelfallstudien (fehlende Wissenschaftlichkeit /Objektivität)
Kleine, ausgewählte Stichprobe (wohlhabende, gebildete Wiener)
Kaum Aufzeichnungen der Sitzungen (fehlende Reliabilität)


Heute anerkannte Annahmen:
Relevanz von Kindheitserfahrungen für die Persönlichkeit
Beeinflussung des Verhaltens durch unbewusste Prozesse
Existenz von Abwehrmechanismen zur Bewältigung von Angst
oder Stress
• Ursachen/Zweck von Verhalten ist nicht immer offenkundig

Q:

Die lerntheoretische Perspektive

A:

Grundannahmen:
Abweichendes Erleben und Verhalten wird auf die gleiche Weise
erlernt
, wie normales Verhalten
Psychische Störungen als Ergebnis fehlgelaufener
Konditionierungsprozesse

• Drei Lerntypen:
1. Klassische Konditionierung
2. Operante Konditionierung
3. Modellernen


− Beispiel: Zwei-Faktoren Theorie der Angst (Mowrer)
• Erlernen von Angst auf einen Reiz durch klassische
Konditionierung

• Erlernen von Vermeidungsverhalten durch operante
Konditionierung


Hauptkritikpunkt:
Verhaltensabweichungen konnten bisher noch nicht überzeugend auf
spezifische Lernerfahrungen zurückgeführt werden

Q:

Die kognitive Perspektive

A:

 Grundannahmen:
• Lernen ist viel komplexer als die passive Bildung neuer Reiz-
Reaktions-Verknüpfungen

Kognitive Schemata = Netze vorhandenen Wissens
Wahrnehmungstrichter: Interpretation neuer Informationen vor
dem Hintergrund von bisher erworbenen Kenntnissen
 Lernen als aktiver und hochgradig individueller Prozess
• Psychischen Störungen liegen dysfunktionale kognitive Schemata
zugrunde

• Besonderheit der kognitiven Perspektive: Ursächliche Bedeutung
von Gedanken


Kritik:
 Konzepte vage und nicht klar definiert (z. B. Schema)
Fokus auf gegenwärtigen bzw. aufrechterhaltenden Bedingungen
Unklarheit darüber, woher die kognitiven Schemata stammen
wenig Beiträge zur Erklärung der Ätiologie

Q:

Fazit zu Ätiologie und Erklärungsmodelle

A:

Keine der Theorien ist endgültig oder allgemeingültig
− Sie sind jedoch nützlich als Paradigmen für die
Erforschung der Ursachen psychischer Prozesse und
Verhaltensweisen sowie die Entwicklung von
Interventionen
− Biopsychosoziale Vulnerabilitäts-Stress-Modelle
ermöglichen die Integration verschiedener Ansätze und
neuer Erkenntnisbeiträge aus verschiedenen
Forschungsrichtungen

Q:

Definition Epidemiologie

A:

Themengebiet der Klinischen Psychologie, das sich mit
• der räumlichen und zeitlichen Verteilung sowie
• den Determinanten (z.B. Geschlecht, sozioökon. Status)
von Gesundheit und Krankheit, Morbidität (Krankheits-
häufigkeit), Verletzungen, Beeinträchtigungen und Mortalität
(Sterblichkeit) in definierten Populationen beschäftigt.


Deskriptive vs. analytische Epidemiologie

Q:

Aufgaben der Epidemiologie

A:

− Feststellung der Häufigkeit psychischer Störungen
− Verbesserung der Definition/Klassifikation
− Erforschung der Ätiologie und des Spontanverlaufs
− Evaluation des Versorgungssystems und Abschätzung des
Versorgungsbedarfs
− (Weiter-)Entwicklung von Präventionsmaßnahmen,
Therapieverfahren, Rehabilitation

Q:

Definition Klinische Psychologie

A:

Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen
Störungen
und den psychischen Aspekten somatischer
Störungen/Krankheiten
befasst.

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