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Lernmaterialien für KG II an der Universität Tübingen

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§2 Punkt 1.b-c - Religiosität unter den germ. gentes (b) und Subordinatianische Christologie (c)

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1.b Religiosität unter den germ. gentes

Religiosität nur schwer nachvollziehbar, dagentes sich schritlich kaum ausdrückten


Interpretatio Romana: 

  • german. Götter werden in röm. politheistisches Denken eingeordnet -> Thor = Zeus also wie Göttervater , Odin dient als Kriegsgott.
  • zudem gab es Balder -> unverwundbarer Gott, der trotzdem durch einen Mistelzweig starb 
  • es gab "die Edda" -> besteht aus zwei verschiedenen literarischen Werken, die im 13. Jh in Island niedergeschrieben wurden und skandinavische Götter und Heldensagen beeinhalten
  • Götter übernehmen Funktionen, Religiosität vollzog sich im Sozialverband 
  • Grundelemente für Religiosität:
  1. Sozialverband
  2. Sakralkönigstum -> König steht in einem besonderen Nahverhältnis zu Gott bzw. dem Göttlichen
  3. Vorstellungen für Leben nach dem Tod belegt durch Grabbeigaben
  4. Götter haben agrarische/ millitäre Funktion  (Odin Kriegsgott)
  5. Sicherung des Wohlergehens durch die Wirkmacht der Götter


1.c Subordinatianische Christologie


Christentum wurde in germanischen gentes aufgenommen durch Funktionsträger

-> ein Funktionsträger war Wulfila (gest. 383) 

  • war geweihter Bischof des Gotenlands
  • selbst kein Gote aber unter ihnen aufgewachsen und als solcher anerkannt
  • erfährt das Christentum durch Euseb von Nikomedien (war zw. 318 und 341 Bischof von Nikomedia und später auch von Konstantinopel) und die Synode in Konstantinopel 360
  • Problem der Synode: 325 wurd dort beschlossen, dass Christus homoousios ist = wesensgleich zu Gott -> dies soll dann aufgweicht werden in homoios (gleich, ähnlich dem Vater aber nicht wesensgleich) -> homöisches Bekenntnis wird dann auf Synode 360 beschlossen 
  • Subordinatianische Christologie= untergeordnete Christologie, also Christus ist weniger als Gott
  • diese Definition nimmt Wulfila dann auf und trägt sie zu den Goten
  • 381 wird aber auf der Synode von Niccäa beschlossen, dass Christus doch homoousios ist, somit gilt Wulfila als häretisch
  • subordinatianische Christologie wird auch als arianische Christologie oder Arianismus genannt, da 325 der Vertreter Arius war (Arius-> christl. Preypyter aus Alexandria
  • Somit gilt alles als arianisch, was nicht der Synode von 380 entspricht
  • Wulfila war arianischer Ansicht, dachte aber selbst, dass er orthodoxe Ansichten vertritt 
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§2 Punkt 2 -> Die Restitution des oström. Kaiserreichs unter Justinian

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Justinian (527-565) :

  • faktisch waren West- und Ostrom formal nie getrennt. Da das weströmische Kaisertum mit Romolus 476 unterging herrschte der verbliebene Augustus des byzabtischen Reichs, allerdings konnten die reges des Westen unabhängig von ihm agieren. Justinian war byzantischer Herrscher und wollte den unter den germanischen gentes verlorenen Westen wiedererobern
  • wollte ein geschlossenes römisches Reich
  • regierte mit seinem Onkel Justin als Mitherrscher
  • wurde dann römischer Kaiser
  • schloss "ewigen" Frieden mit den Persern weshalb er militärische Macht im West erlangte
  • wollte Wandalen etc (german. gentes) vertreiben und machte Nordafrika wieder römisch (540), da es durch die Wandalen verloren ging 
  • 554 eroberte er Südspanien und nahm auch einen großen Teil Italiens wieder ein
  • 568 kommen jedoch die Langobarden nach Itlaien, welche die Römer wieder verdrängen
  • Spanien und Nordafrika werden durch den Islam entzogen
  • In Italien bleiben ein paar Reste byzantinischer Herrschaft, es bleibt der Anspruch der Stadtherrscher über Rom somit gab es einen ductus romanus (kaiserlicher Funktionär-> römisches Fürstentum) 
  • es wird ein byzantisches Exarchat (Amtsvertretung) in Ravenna eingesetzt 
  • Papstum muss sich deshalb immer mit Ostrom arrangieren durch das Erbe Justinians
  • Das röm. Reich bricht somit zusammen es bleiben nur noch Griechenland, Türkei, Syrien, Palästina und Ägypten
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§2 Punkt 3 -> Der Islam als neue Macht 

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Islamischer Prophet -> Mohammed aus Mekka (ca. 570-632) erfährt eine Offenbarung 

  • Islam betont den Schöpfergott, die Offenbarung und die Schrift und Erwartung eines sehr nahen Endes der Welt
  • Mohammed musste 622 Mekka verlassen (sog. Hidrscha/Hedschra -> Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina) 
  • ändert Grundelemente der Religion, da Islam stark nach Judentum orientiert war. Gebetsrichtung änderte sich von Jerusalem zu Mekka
  • es entwickelt sich eine eigene monotheistische Religion, welche dann die Religion der Araber wird, da sie arabische Halbinsel sowohl religiös als auch politisch zusammenbringt. Arabien wird zu einer Macht. Es stärkt sich millitärisch und religiös und breitet sich unter den Nachfolger Mohammeds (Kalifen) sehr aus. 
  • Ein Kalif war Omar (634-644 Kalif), erobert Persien und schluckt somit den alten Gegner Ostroms, weshalb die Araber die neuen Gegner werden, erobert Syrien und Ägypten
  • Unter den Nachfolger (Abu Bakr, Walid I, Omajjaden) breitet sich der Islam über gesamt Nordafrika aus , 711 kommt Spanien dazu
  • Der Ost und Südteil des Mittelmeeres welche sonst zum Römrischen Reich gehörte unterliegt nun dem Islam. 
  • Eroberungszüge enden 732 durch Franken es entsteht die Pyrenäen Grenze, also die Grenze zwischen Christentum und Islam. Christentum wird sowohl religiös als auch millitärisch konkurriert durch Islam 
  • Die Lankarte ändert sich enorm. Spanien, welches immer zum röm Reich gehörte ist nun Islamisch, zudem werden die heiligen Stätten Jerusalems durch den Islam beherrscht. 
  • Vom röm. Reich bleiben nur Italien, Gallien, ein wenig Balkan und Großbritannien. Der Islam sorgt somit für eine imense Verschiebung


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§3-> Bewahrung und Transformation des antiken Erbes im Mönchtum:  Punkt 1. Die Anfänge westlichen Mönchtums   2. Benedikt von Nursia   3. Cassiodor

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asketisches Leben gibt es eigentlich schon sehr früh ab 2. Jh.  Ein gemeinsames Leben von Mönchen ist vor allem mit Palästina und Ägypten verbunden und kommt erst später im Westen an durch zentrale Gestalten.



Martin von Tours (ca. 316/7- 397):

- Tours hat typisch röm. Laufbahn und verpflichtet sich als Soldat zu 25 Jahren Wehrdienst

-Verließ dann den Wehrdienst, da er sich zum Christentum bekannte. 

-Christentum als herrschende Religion innerhalb des röm Reichs

- wird daraufhin Kleriker   und wird Exorzist (eigenes klerikales Amt)-> wählt dann aber das asketische Leben. Gründet dann in Liguge eine Einsiedele (härteste From von Askese, komplett allein lebend) -> nach und nach entsteht aus der Einsiedlerschaft eine lockere Gemeinschaft

- Martin hat dort einen besonderen ruf als hervorgehobener Asket was dazu führt, dass er gegen seinen Willen zum Bischof von Tour gewählt wird . Pfelgt trotzdem asketisches Leben, da dies ein Bischo seiner Meinung nach tun muss. Gründet daraufhin Klöster , erstes großes Kloster wird Marmoutier in Grand Est.

- Martin von Tour wird nach seinem Tod sehr Bedeutend für Christentum in Westeuropa obwohl er nicht germansich war 

- es errichtet sich ein Heiligenkult, vor allem sein Grab und sein Mantel, welchen er angebliche teilte (Sant Martin und Martinsgans), Capella = Mäntelchen seine hervorgehobene Reliquie


- nicht der einzige durch den sich Mönchtum entwickelt, dazu gehören viele Klöster im Süden wie z.B. Lerinum

- röm. geprägte Personen die sich vor Franken zurückziehen und röm. Bildungsleben führen

- In Marseille wirkt Johannes von Cassian (gest. 430/5) der durch Reisen östliches Mönchtum kannte und es in den Westen bringen will. Fasst Möchnsweisheit literarisch -> im Kloster wird Askese und Bildung betrieben. Klöster dienen somit als Zufluchtsort für gebildetes rel. Leben



2. Benedikt von Nursia: die wirkungsmächtige Ordensregel

  • Benedikt von Nursia stellt Benedikts-Regel auf (Regel für gemeinschaftliches klösterliches Leben)
  • zog sich nach Streit mit dem Klerus auf dem Monte Cassino (ca. 529) zurück und leitete dort eine asketische Gemeinde 
  • fragliche Existenz, Erstbeleg könnte Dialogi Gregor des Großen sein -> mögliche Hagiographie (Heiligenerzählung)
  • was man von ihm kennt ist die "regula benedikti"
  •  beginnt mit Prolog der vielen schwierigen Formen des Asketentums 
  1. stabilitas loci -> Verpflichtung am eigenem Ort zu bleiben 
  2. conversio morum -> Verpflichtung zum asketischem Leben (Armut, Keuschheit, Gehorsam)
  3. oboedientia -> wir sollen gehorsam gegenüber Christus aber auch gegenüber dem Vorgesetzten im Kloster sein)

- dadruch kann Mönchtum sich stabil entwickeln

- es entsteht die neue Klosterfamilie (deshalb auch Name Abbas als Vater des Klosters), es soll gemeinsam asketisches Leben geführt werden und nicht mehr alleine (dormitorium)

- seit dem 9. Jh bestimmende Regel des Westens, es gibt eine Benedikt Renaissance unter den Karolingern ( der auf Karl Martell zurückgehende Hausname des Herscherrgeschlechts der westgermanischen Franken, welches ab 751 in Frankreich die Königswürde innehatte und von dem Karl der Große abstammt)

- Regel ist wahrscheinlich abhängig von "regula magistri" dessen Autor unbekannt ist jedoch ist sie früher zu datieren 


3. Cassiodor: Die Integration des antiken Bildungskanons

  • Cassidior ; ehelemaliger röm.  Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller
  • bildet mit 70 Jahren das Kloster Vivarium 
  • gibt die Möglichkeit eines gebildeten und asketischem Lebens; nach den Regeln lebte er selbst nicht 
  • Schreibt ein Handbuch über die "institutiones divinarum litterarum" -> Einführung in die göttliche Wissenschaft und "institutiones secularium litterarum" -> Handbuch über die Einführung in die weltliche Wissenschaft, welche einen Kanon über die "sieben freien Künste -> septem artes" enthält, die ein freier röm. Bürger beherrschen muss, die da wären: Musik, Arikmetik, Geometrie, Astronomie, Grammatik, Retorik, Dialektik
  • semptem artes gehören dann zum sittlich-christlichem Kanon in Klöstern, wodurch eine Bildungsinstanz im Mittelalter ensteht 
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§4 Punkt 1 -> Chlodwigs Taufe

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Chlodwigs Taufe: 

Verweis auf 381: Synode beschloss, dass Christus Homoousios ist -> dies wird aufgenommen, zusätzlich Trinität 


  • nachdem röm. Reich untergegangen war gab es es noch einen Rest der übrig blieb. Dieser Rest wurde durch den rex romanorum (Heerführer) Syagrius beherrscht, der versuchte röm. Reichs fortzusetzen. Dazu gehörte die Fortführung römischer Sitten und die orthodoxe Reichskirche.
  • Der Rest des röm. Reichs wird verdrängt durch die Merowringer (Anführer Merwech), die zu den Franken zählen und Halbgöttliche Herkunft für sich beanspruchen. Sie übernehmen den herrschaftsfreien Raum 
  • Der Merowringer Chlodwig I. übernimmt 481/82 die Herrschaft über die Franken, übernimmt das Reichs des Syagrius und dehnt die fränkische Herrschaft aus 
  • die bis dato dazugehörige Bevölkerung flieht teilweise, einige von ihnen in die bereits genannten Flüchtlingsklöster. Die anderen bleiben unter seiner Herrschaft
  • Wie kann man diese Bevölkerung integrieren? Die meisten der Bevölkerung sind christlich orthodox gemäß der Reichskirche (homoousios). Chlodwig selbst ist german. religiös (Politheismus etc.) und fängt an zu reflektieren ob der christl. Glaube nicht besser werden, da es sein könnte, dass der christl. Gott sein Herrschaft besser stützen könnte. Er weiß, dass es zwei unterschiedliche Formen des Christentums gibt, da seine Schwester mit Theoderich verheiratet ist, der subordinaisch ist und er selbst ist mit Chrodechildis verheiratet die Tochter des Gundoband, der selbst auch subordinatianisch ist seine Tochter Chrodechildis aber katholisch erziehen ließ.
  • keine original Quellen von Chlodwig weshalb man nicht genau wie Taufe etc ablief. Es könnte sein, dass er bevor er katholisch wurde homöisch- subordiniatisch war. Ende des 5. Jh dann Taufe durch Remigius von Reims (Bischof von Gallien), weil Hoffung auf Machtdurchsetzung Gottes bestand. Chlodwig bittet Chirstus ihm beizustehen im Kampf, da er sich dann dem Christentum zuwenden wird. Dies geschah was dann möglicher Auslöser für Taufe gewesen sein. 
  • ein Problem gibt es noch: was passiert wenn ich zum Christetum übertrete und somit nicht mehr göttlichen Ursprungs bin owbohl das meine Herrschaftsideologie war? -> Reims Idee wars dann, dass Chlodwig sein Herrschaftsideal mit Martin von Tours verbinden soll. Dadurch wird Martin der hervorgehobene Heilige der Franken, da es hieß, dass Martin den Merowringern besonderen Schutz gibt, da sie sich um die Reliquie seine Mantel (capella) kümmern und beschützen 
  • nach und nach stabilisiert sich die religiöse Legitimation der fränkischen Herrschaft
  • Hinkmar von Reims : Chlodwig wurde legitimer Herrscher weil er zum Bischof christl. gesalbt wurde
  • wichtig an der Taufe ist die Integration zwischen fränk. Oberschicht und von der röm. Reichskirche geprägten Unterschicht. Fanken gewöhnen isch an lateinischer Liturgiesprache und fränkisch geprägte Bevölkerungsteil nun die Elite der röm. geprägten Kirche darstellen. 
  • nach Chlodwigs Taufe zieht er die Bevölkerung mit, da sich immer mehr Leute taufen lassen
  • fränkisch/ german gentes eignen sich somit röm orthodoxes Christentum an + Latein


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§4 Punkt 2 -> Transformation des antiken Christentums bei den Franken. 

a. Die Transformation der antiken villa zur Grundherrschaft 


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  • villa ist wichtig, da sie enormen Einfluss darauf hat wie Kirche strukturiert wird. 
  • Durch germanischen gentes gibt es nur noch die Grundherrschaft nachdem in der antike die Stadt dominierend war.
  • römischen Siedlungsformen waren städtisch konzentriert jedoch lies dies mit dem Machtverlusst nach, da sich immer mehr Menschen aufs Land zurückzogen und bilden eigene unabhöngige Einheiten der Herrschaften und somit eher dem Christentum fern bleiben da dies eher städtisch organisiert war. 
  • So bilden sich auch Villen mit großem Anwesen und Möglichkeiten der Unterhaltung. Wer auf dem Land wohnte zur römischen Zeit hatte einen strukturierten landwirtschaftlichen Betrieb und brauchte an sich keine soziale Vernetzung (höchstens für Hochzeiten etc.). Man war komplett autark
  • diese Siedlungsstruktur übernehmen dann die neuen Elitschenschichten der germ. gentes-> dadurch entwickelt sich eine Grundherrschafft, welche das Land in Besitzgestaltung strukturieren. 
  • es entwickelt sich Herrschafts und Besitzordnung, das sogenannte Lehnswesen. -> Ausgehend von dem Dux (Fürst) der germ gentes gibt es Besitzverteilungen in Form von "Belehnung" -> der Fürst gibt Landgüter an seine "potentes" . Wenn sie selbst schon Grundstück haben bekommen sie einen "Zuschuss" ansonsten leben sie nur von der Besitzverteilung. Somit hat man eine wirtschaftliche Grundlage auf dem man Herrschaft ausüben kann. Zudem ist man aber auch dem Dux gegenüber verpflichtet vor allem für millitärische Dineste
  • Nach dieser Elite folgen dann unfreie und freie Bauern, die von ihrem Grundherren Land zum bebauen bekommen, welches aber nur zur Verfügung gestellt wird aber nicht gehört. Dadurch können sie sich selbst ernähren, müssen aber Frohendienste leisten also von ihrem Ertrag dem S
  • So entsteht gegenseiteige abhängigkeit der verschiedenen Ebenen, allerdings in asymmetie durch die Herrscher. 
  • Dies führt dazu, dass für diese germ. gentes die Städte leitend sind, diese verfallen weitgehend. Dafür ist nun die grundlegende Siedlungsform die von den Römern gebildete Villaform, welche sich zu Feudalherrschften entwickeln und für die Vereinzelung in Siedlungsformen führt
  • Problem bezüglich Kirche:  Es entstanden Eigenkirchen, die auf dem Land des jeweiligen Fürsten/Herrscher von ihm erbaut wurden und somit im eigenem Besitz. Diese konnte die Kirchen an Priester überschrieben unter bestimmten Bedingungen der Diözese (kirchlicher Verwaltungsbezirk)
  • Dies konnten Klöster oder Gebetshäuser sein
  • dies ist das Konzept der alten Forschung also, dass normale kirchliche Strukturen nicht erhalten waren. Neue Forschung betont, dass Kirche in Grundherrschaft integriert   und deshalb kirchliche Strukturen vorhanden waren. Kirche ist nun nicht mehr da wo die städtische Gemeinschaft sich versammelt, Kirche ist nun da wo eine Grundherrschaft ist und der Herrscher eine Kirche baut. Dort greift der Bischof dann soweit ein, dass er den Priester zumindest geweiht haben muss.
  • Laut Steffen Patzold wird trotzdem auf diese Punkte in Eigenständigen Kirchen Wert gelegt:
  1. Moral der Priester (es gab Strafen für moralisches vergehen)
  2. Mobilität der Priester. Als Kleriker waren sie in Unfreiheit  nicht eingebunden und konnten die Grundherrschaft auch wieder verlassen
  3. es gab eine eigenständige Kirchenorganisation in der der Priester weiterhin dem Bischof untergeordnet war!

Eigenkirche ist vielleicht zu scharf als Ausdruck, jedoch war Grundherrschaft und Kirche stark verbunden. 

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§4 Punkt 2 -> Transformation des antiken Christentums bei den Franken.

b. Die Transformation der Bischofskirche zur gallisch fränkischen Landeskriche

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  • Überschrift mein, dass die Änderungen durch die etablierung der germ. gentes als leitende Größen auch dazugehört, dass der alte Reichskirchenverbund der das röm Reich geprägt hat wegfällt. Alle die zur Kirche im röm Reich gehörten gehörten auch zu einer Kirche mit Leitungsgremien (Synoden etc). Diese From kirchlicher Einheit gibt es nicht mehr. Stattdessen tritt die Landeskirche in Kraft (diese funktionierten allerdings anders als Landeskrichen im 19. und 20. Jh.) -> dies bringt mit sich, dass es nicht nur die Lehsnherrschaft gab sondern auch eine kirchliche Einheit unter dem dux (Fürst) entsteht, die sich organisiert und von dem jeweiligem dux geleitet wird.
  • Dies bildet sich bei Chlodwig heraus, der Reichssynoden des fränkischen Reiches durchführt (in Orleans) und alle Bischöfe des Reiches versammelt. Er leitete diese strenger als Konstantin damals. alles was dort besprochen wird unterliegt ihm, zudem wird dem dux ein "mens sacerdotalis"-> ein priesterlicher Geist zugesprochen. Somit bekommt der König religiöse Macht und Aura, welche sich so gestalten, dass er die Kirche unter seine Leitung bringt und er unter den Franken als der novus  Konstantinus betitelt wird ( neuer Konstantin, da konstantin auch die Kirche unterlag). Er kann Bischöfe einsetzen und macht "Personalpolitik" mit ihnen. Eliten kommen in Bischospositionen für Machterhalt. 
  • Der Bischof wird für die noch bestehenden Städte der Stadtherrscher. Somit macht der König sich die Bischöfe zu Nutzen
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§4 Punkt 2-> Transformation des antiken Christentums bei den Franken.

c.Transformation der Frömmigkeit

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Unter Gregor von Tour kann man ein "Nachzeichnen" der Frömmigkeit unter den Franken erfahren. 

  • Frömmigkeit: anders als in Moderne und frühe antike speilt die Gemeinschaft eine große Rolle. Man tauft sich weil die gesamte Gruppe getauft ist (Taufen als Massenphänomen)
  • Gott als der sicht machtvoll Durchsetzende (Beliebtes Buch war Richter als Beispiel). Christus ist ein Siegesgott 
  • Waffen spielen eine große Rolle (teilweise wird Jesus mit Waffen dargestellt)
  • Gregor von Tours (gestor. 594) -> auch bei ihm spielt Gottes machtvolles Durchsetzen eine wichtige Rolle : beschreibt Ordale (Gottesurteile)-> ein Beschuldigter muss glühende Kohle zu einem Heiligengrab tragen, bei versagen ist er schuldig.  Vorstellung, dass Gott mit seiner wunderbaren Macht eingreift und seine Menschen durch diese Macht lenkt. Auch Krankheiten und Tod sind Strafen Gottes (Tun- Ergehen Zusammenhang)
  •  zudem gehörte zur Frömmigkeit die Präsensfrömmigkeit: An Gegenständen heftet sich die Macht Gottes oder der Heiligen (siehe Capella von St. Martin). Somit spielen Reliquien eine sehr große Rolle
  • es liegt eine Form von Christentum vor, die germanische Elemente beinhaltet und miteinader vereint
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§4 Punkt 2 -> d. Theologische Klärungen in Gallien

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theologische Klärungen beziehen sich hauptsächlich darauf, dass das Erbe des 430 verstorbenem Augustin belastend war und gleichzeitig eine hohe Autorität gewonnen hatte.

  •  Belastend war seine harte Prädestinationslehre-> bereits im Mutterleib ist über jeden Menschen entschieden (Beispiel: Jakob und Essau . Jakob ist der Erwählte Essau nicht) -> unabhängig vom Tun der Menschen ist alles prädestiniert. Gott gibt uns alles ohne Leistung
  • Probokation für alle die glauben, dass man sich trotzdem bemühen muss. 
  • Laut augustin werden sich die Erwählten trotzdem Gott zuwinden und sich bemühen
  •  Dies löste in Nordafrika starken Protest aus vor allem in Bereichen in denen sich die germ. getntes schon entwickelt hatte und man ihre Entwicklung spürte (Flüchtlingsklöster etc)
  •  Antiaugustinismus: vor allem Johannes Cassian (Priester und Mönch, gestor. 435) spricht dagegen-> es kannn nicth sein, dass das menschliche Werk gar keinen Einfluss auf das Heil hat. Der Mensch wirkt mit an seinem Heil-> Synergismus (Vertreten von Johannes Cassian und Faustus von Riez (gestorb. 495)). Von der Gnade Gottes hängt alles ab aber der Mensch muss auch was dazu beitragen
  • Augustinismus:  Vertreter: 
  1. Lucidius
  2. Caesarius von Arles (gest. 542)
  3. Fulgentius von Ruspe 

-> auf einem Konzil 529 in Orange wird dann beschlossen, dass Augustinismus legitim ist und Synergismus nicht der Wahrheit entspricht. Durch die Erbsünde ist der Mensch bereits dem Bösen hingewendet und nur Gott kann entscheiden ob er sich ihm zuwendet oder nicht. Antiaugustinismus wird abgelehnt. Prädestinationslehre spielte auf der Synode keine Rolle

  • Auch der Papst (Bonifatius der II.) akzeptiert den Beschluss der Synode 
  • Beschluss wird daraufhin verbindlich für das Mittelalter. Durch diese Anerkennung wird Augustin zu DEM Theologe des Mittelalters.


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§4 Punkt 3 -> Die Mission in Irland und Britannien

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Irland und Britannien hatten auch eine komplexe Transfromationswelt mit verschiedenen Formen des Christentums.

Brittanien gehörte mal zum röm. Reich -> somit kommt es auch zu einer ersten Bekehrung. Ab 410 wurde Rom von den goten überfallen und geplündert, weshalb die röm Truppen von den brittischen Inseln abgezogen werden. Ohne millitärische Sicherung kam es zu einer neuen Besiedelung. Angeln kamen auf brittische Hauptinsel. Dadurch vermischen sich brittische Bevölkerung und Angeln. Dies wäre an sich kein Problem gewesen, jedoch wurden Briten dadurch vom Rest abgeschnitten, weshalb sich das Christentum auch anders entwickelte und ein "eigenes Christentum" entstand.

  • Buße entwickelt sich anders
  • zudem Kleidung von Mönchen und Klerikern
  • Osterfestberechnung
  • 525 kommt es durch Dionysius Exiguus (ca. 495- ca. 550) zu einer Kalenderberechnung, die dazu dienen sollte das Osterfest genauer zu berechnen. Normalerweise war es der erste Sonntag nach dem Tag und Nacht gleich lang sind. Nun erfindet Dionysius ein Mittel um diese jährliche Osterfestberechnung zu vermeiden, es ensteht die christliche Errechnung der Geburt Christi die bis heute für uns gilt. Ab da gibt es einen durchlaufenden christlichen Kalender für Christen. -> Hier entsteht das Problem, da die Briten davon nichts mitbekommen durch ihre Abgeschottenheit. Sie berechnen Ostern auf eine andere Art und Weise
  • Dies war so lange kein Problem bis auf den brittischen Inseln ein römisch geprägtes Christentum auftaucht


Aus dem britischem Christentum entwickelt sich dann das iroschottische Christentum 

  • es entwickelt sich wieder ein eigenes Christentum, da auch die Iren abgeschottet warten
  • ST. Patricksday: bezieht sich auf Patritius (Patrick: ca. 389- 461/492), der den Iren das Christentum gebracht haben soll laut Legende -> stimmt allerdings nicht (Legende)
  • ein Kloster nimmt Patrickskult auf in Armagh mit dem Book auf Armagh, welches die Legende von Patrick schildert. Dadurch, dass dieses Kloster sehr stark Wirksam wird wird die irische Kirche iene Klösterliche Kirche. Im zentrum steht die kulturelle Einheit des Klosters, die aber nicht asketisch lebten sondern die sozialen und religiösen Einheiten bilden. Es ist nicht mehr städtisch sondern vom Kloster ausgehend. Bischöfe sitzen ab jetzt nicht mehr in Städten sondern in Klöstern und ist dem Abt bezüglich der Klosterdisziplin untergeben, jeodch ist der Abt bezüglich kirchenrechtlichen Vorgaben dem Bischof untergeben. Dies funktionierte gut, da Städte vorher nicht das Grundmodell waren. Es bildet sich ein Bußverständnis heraus durch das enge Aufeinanderleben. Jedes kliene Vergehen führt zur Buße nicht wie in der Antike, in der man nur einmal Buße ablegte. 
  • Zudem entwickelt sich eine Buchmalerei


So enstanden zwei besondere Formen des Christentums und den Briten und Iren.

  • nun kamen aber die Misonnen der Angeln und Sachsen, die sich als germ. Gentes entwickelten im Südosten und Osten der brittischen Gorßinsel. Ausgehend vom röm Bischof (erster der päpstlich anerkannt war-> Gregor der Große) dieser schickt 597 einen  Mönch mit Name Augustin auf die Inseln um zu missionieren. Dieser wendet sich zuerst dem Herrscher von Canterbury zu und schafft dort die erste Bekehrung über den Herrscher, dem dann das Volk folgt. So kommt ein römisch gepräftes Christentum auf die Inseln mit all seinen Charakteristika (z.B Peterskult, Osterberechnung nach Dionysius etc.)
  • Dies kollidiert irgendwann aber mit dem brittischem Christentum und es kommt zu Konflikten
  • Es kommt erst zwei Generationen später zu einer Klärung der Konflikte durch eine Synode in Whitby 646 -> Debatte ist das Osterfest zwischen Wilfried (röm. Christentum, war angelsachse) und Iren und Briten-> es wird sich für angelsächische Tradition entschieden . Papst ist Nachfolger des Petrus-> Petrus ist nach Matthäus 16 derjenige, der über das Himmelreich entscheidet (und der mit den Aposteln Ostergeschehniss bestätigte) 
  • Aufgrundessen gilt dann die weltliche Osterregel auch für Britanien, es gibt einen besonderen Papstbezug. Irische Kirche bliebt erhalten, brittische Kirche wird angelsächische Kirche.











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§4 Punkt 4- > die iro-schottische Mission auf dem Kontinent.

a. Columban

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Iro-schottische Mission -> Columban:

  • derenVoraussetzung war, dass das fränkische Reich zerfällt in ein westliches Reich (Neustrien) und östlichen Reich (Austrien) und dass in beiden Reichen Herrschergeschlechter gibt mit lockerem Herrschaftsverbund. Dadurch ist Zuzug von außen möglich durch Columban -> Columban von Luxeuil war ein Wandermönch und Missionar (540- 615 n. Chr.), lebte im Kloster Bengor.
  • Grundansatz: verschärfte Form der Askese -> Peregrinatio -> Wanderung in die Ferne. Dies war innerhalb des gültigen brittischen und irischen Rechtes strafbar. Wer diese Straftat freiwillig vollzog lebte eine besondere asketische Form des Lebens-> biblische Gründe: Abraham der in das verheißene Land zog und Wanderschaft Christi mit seinen Jüngern. Wer diese Askese treibt geht zum Heil hin und tritt in die Nachfolge apostolischer Wanderschaft Christi.
  • Unter den Gesichtspunkten des iro-schottischen Christentums (Buße und klösterliche Organisation) gründet er drei weitere Klöster, die den Ursprung des columbanischen Mönchtums darstellt, mit strenger Buße (jede Störung der gemeinsamen Ordnung wird bestraft), innerhalb des Klosters gibt es einen Bischof. Diese Form des Klosters breitet sich dann aus. Jedes Kloster handelt etwas anders. Es wird das Modell für Kloster auf diesem Kontinent
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§2 Punkt 1.a - Das Auftreten der neuen gentes

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a. Das Auftreten der neuen gentes 

- Im 4.-5. Jh. spaltet sich das röm. Reich in zwei Teile unter zwei Kaisern

  • Ostrom: byzantisches Reich -> griechisch sprachig
  • Westrom: überwiegend Latein und bis 476 bestehend

In Westrom kommt es zu Neukonstitutionen, indem germanische Gruppierungen durch Völkerwanderung dazustoßen. Dadurch entstehen Völker. Durch Verluste in Schlachte z.B. nahm man immer wieder neuen Gruppierungen auf wodurch Völker sich wandelten und enstanden


Germanentum: 

anhand röm. Autoren, welche aus die Außenperspektive festhielten kann man entnehmen, dass es "Babaren'" gab, welche man unter Oberbegriffen zusammenfasste. Alles zum Gebiet Magna Germania zugehörig war "germanisch" (nach Manus benannt-> Mann mit Speer)


So entstanden "gentes" -> Identitäsformierungen 

Wichtigsten Gentes: 

  1. Westgoten: kamen als Migraten an den Rand des röm. Reiches wo Kaiser Valens sie als Schutz vor Hunnen ansiedelte. Dies ging schief da dadurch Kriege zwischen den Migranten und den Oberherren entstand (Schlacht bei Adrian). Migranten (Goten) zogen nach Westen weiter und landen 410 in Rom, welches sie plündern (Weströmisches Reich). Durch weiteres durchdringen nach Westen entsteht das Reich der "Westgoten" vor allem in Spanien. Folge: viele Gruppierungen verlassen Spanien, diese werden Wandalen genannt. -> Wandalen ziehen weiter nach Norafrika ins röm. Gebiet weshalb röm. Provinzen nach und nach verloren gehen. Dadurch kann die Herrschaft aufgebaut werden was sich aufs Miottelmeer auswirkt. Es entsteht ein Piratenregime, Wandalen plündern  Rom ebenfalls
  2. Ostgoten:  Goten blieben im oströmischen Reich, dehnten sich allerdings nach Westen aus nachdem Attila der Hunne gefallen war, da die Hunnen sie unterworfen hatten.  In Italien wird  Romulus Augustus als Kaiser abgesetzt, weshalb das Weströmische Kaisertum endet und durch Odoaker (476-493) einem Germane ersetzt (nicht als Kaiser aber als Herrscher). Sitten werden beibehalten von ihm. Am 05 März 493 zog dann Theoderich in Ravenna ein und ermordete Odoaker, wo er dann sein ostgotisches Reich errichtet als princeps Romanus.
  3. Franken: keine Wanderbewegung nachweisbar. Entstehen indem Unterschicht sich zusammenschliest als gemeinsame Identität und Herrschaft in Gallien übernehmen. Hatten Latein als Verwaltungssprache


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Q:

§2 Punkt 1.b-c - Religiosität unter den germ. gentes (b) und Subordinatianische Christologie (c)

A:

1.b Religiosität unter den germ. gentes

Religiosität nur schwer nachvollziehbar, dagentes sich schritlich kaum ausdrückten


Interpretatio Romana: 

  • german. Götter werden in röm. politheistisches Denken eingeordnet -> Thor = Zeus also wie Göttervater , Odin dient als Kriegsgott.
  • zudem gab es Balder -> unverwundbarer Gott, der trotzdem durch einen Mistelzweig starb 
  • es gab "die Edda" -> besteht aus zwei verschiedenen literarischen Werken, die im 13. Jh in Island niedergeschrieben wurden und skandinavische Götter und Heldensagen beeinhalten
  • Götter übernehmen Funktionen, Religiosität vollzog sich im Sozialverband 
  • Grundelemente für Religiosität:
  1. Sozialverband
  2. Sakralkönigstum -> König steht in einem besonderen Nahverhältnis zu Gott bzw. dem Göttlichen
  3. Vorstellungen für Leben nach dem Tod belegt durch Grabbeigaben
  4. Götter haben agrarische/ millitäre Funktion  (Odin Kriegsgott)
  5. Sicherung des Wohlergehens durch die Wirkmacht der Götter


1.c Subordinatianische Christologie


Christentum wurde in germanischen gentes aufgenommen durch Funktionsträger

-> ein Funktionsträger war Wulfila (gest. 383) 

  • war geweihter Bischof des Gotenlands
  • selbst kein Gote aber unter ihnen aufgewachsen und als solcher anerkannt
  • erfährt das Christentum durch Euseb von Nikomedien (war zw. 318 und 341 Bischof von Nikomedia und später auch von Konstantinopel) und die Synode in Konstantinopel 360
  • Problem der Synode: 325 wurd dort beschlossen, dass Christus homoousios ist = wesensgleich zu Gott -> dies soll dann aufgweicht werden in homoios (gleich, ähnlich dem Vater aber nicht wesensgleich) -> homöisches Bekenntnis wird dann auf Synode 360 beschlossen 
  • Subordinatianische Christologie= untergeordnete Christologie, also Christus ist weniger als Gott
  • diese Definition nimmt Wulfila dann auf und trägt sie zu den Goten
  • 381 wird aber auf der Synode von Niccäa beschlossen, dass Christus doch homoousios ist, somit gilt Wulfila als häretisch
  • subordinatianische Christologie wird auch als arianische Christologie oder Arianismus genannt, da 325 der Vertreter Arius war (Arius-> christl. Preypyter aus Alexandria
  • Somit gilt alles als arianisch, was nicht der Synode von 380 entspricht
  • Wulfila war arianischer Ansicht, dachte aber selbst, dass er orthodoxe Ansichten vertritt 
Q:

§2 Punkt 2 -> Die Restitution des oström. Kaiserreichs unter Justinian

A:

Justinian (527-565) :

  • faktisch waren West- und Ostrom formal nie getrennt. Da das weströmische Kaisertum mit Romolus 476 unterging herrschte der verbliebene Augustus des byzabtischen Reichs, allerdings konnten die reges des Westen unabhängig von ihm agieren. Justinian war byzantischer Herrscher und wollte den unter den germanischen gentes verlorenen Westen wiedererobern
  • wollte ein geschlossenes römisches Reich
  • regierte mit seinem Onkel Justin als Mitherrscher
  • wurde dann römischer Kaiser
  • schloss "ewigen" Frieden mit den Persern weshalb er militärische Macht im West erlangte
  • wollte Wandalen etc (german. gentes) vertreiben und machte Nordafrika wieder römisch (540), da es durch die Wandalen verloren ging 
  • 554 eroberte er Südspanien und nahm auch einen großen Teil Italiens wieder ein
  • 568 kommen jedoch die Langobarden nach Itlaien, welche die Römer wieder verdrängen
  • Spanien und Nordafrika werden durch den Islam entzogen
  • In Italien bleiben ein paar Reste byzantinischer Herrschaft, es bleibt der Anspruch der Stadtherrscher über Rom somit gab es einen ductus romanus (kaiserlicher Funktionär-> römisches Fürstentum) 
  • es wird ein byzantisches Exarchat (Amtsvertretung) in Ravenna eingesetzt 
  • Papstum muss sich deshalb immer mit Ostrom arrangieren durch das Erbe Justinians
  • Das röm. Reich bricht somit zusammen es bleiben nur noch Griechenland, Türkei, Syrien, Palästina und Ägypten
Q:

§2 Punkt 3 -> Der Islam als neue Macht 

A:

Islamischer Prophet -> Mohammed aus Mekka (ca. 570-632) erfährt eine Offenbarung 

  • Islam betont den Schöpfergott, die Offenbarung und die Schrift und Erwartung eines sehr nahen Endes der Welt
  • Mohammed musste 622 Mekka verlassen (sog. Hidrscha/Hedschra -> Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina) 
  • ändert Grundelemente der Religion, da Islam stark nach Judentum orientiert war. Gebetsrichtung änderte sich von Jerusalem zu Mekka
  • es entwickelt sich eine eigene monotheistische Religion, welche dann die Religion der Araber wird, da sie arabische Halbinsel sowohl religiös als auch politisch zusammenbringt. Arabien wird zu einer Macht. Es stärkt sich millitärisch und religiös und breitet sich unter den Nachfolger Mohammeds (Kalifen) sehr aus. 
  • Ein Kalif war Omar (634-644 Kalif), erobert Persien und schluckt somit den alten Gegner Ostroms, weshalb die Araber die neuen Gegner werden, erobert Syrien und Ägypten
  • Unter den Nachfolger (Abu Bakr, Walid I, Omajjaden) breitet sich der Islam über gesamt Nordafrika aus , 711 kommt Spanien dazu
  • Der Ost und Südteil des Mittelmeeres welche sonst zum Römrischen Reich gehörte unterliegt nun dem Islam. 
  • Eroberungszüge enden 732 durch Franken es entsteht die Pyrenäen Grenze, also die Grenze zwischen Christentum und Islam. Christentum wird sowohl religiös als auch millitärisch konkurriert durch Islam 
  • Die Lankarte ändert sich enorm. Spanien, welches immer zum röm Reich gehörte ist nun Islamisch, zudem werden die heiligen Stätten Jerusalems durch den Islam beherrscht. 
  • Vom röm. Reich bleiben nur Italien, Gallien, ein wenig Balkan und Großbritannien. Der Islam sorgt somit für eine imense Verschiebung


Q:

§3-> Bewahrung und Transformation des antiken Erbes im Mönchtum:  Punkt 1. Die Anfänge westlichen Mönchtums   2. Benedikt von Nursia   3. Cassiodor

A:

asketisches Leben gibt es eigentlich schon sehr früh ab 2. Jh.  Ein gemeinsames Leben von Mönchen ist vor allem mit Palästina und Ägypten verbunden und kommt erst später im Westen an durch zentrale Gestalten.



Martin von Tours (ca. 316/7- 397):

- Tours hat typisch röm. Laufbahn und verpflichtet sich als Soldat zu 25 Jahren Wehrdienst

-Verließ dann den Wehrdienst, da er sich zum Christentum bekannte. 

-Christentum als herrschende Religion innerhalb des röm Reichs

- wird daraufhin Kleriker   und wird Exorzist (eigenes klerikales Amt)-> wählt dann aber das asketische Leben. Gründet dann in Liguge eine Einsiedele (härteste From von Askese, komplett allein lebend) -> nach und nach entsteht aus der Einsiedlerschaft eine lockere Gemeinschaft

- Martin hat dort einen besonderen ruf als hervorgehobener Asket was dazu führt, dass er gegen seinen Willen zum Bischof von Tour gewählt wird . Pfelgt trotzdem asketisches Leben, da dies ein Bischo seiner Meinung nach tun muss. Gründet daraufhin Klöster , erstes großes Kloster wird Marmoutier in Grand Est.

- Martin von Tour wird nach seinem Tod sehr Bedeutend für Christentum in Westeuropa obwohl er nicht germansich war 

- es errichtet sich ein Heiligenkult, vor allem sein Grab und sein Mantel, welchen er angebliche teilte (Sant Martin und Martinsgans), Capella = Mäntelchen seine hervorgehobene Reliquie


- nicht der einzige durch den sich Mönchtum entwickelt, dazu gehören viele Klöster im Süden wie z.B. Lerinum

- röm. geprägte Personen die sich vor Franken zurückziehen und röm. Bildungsleben führen

- In Marseille wirkt Johannes von Cassian (gest. 430/5) der durch Reisen östliches Mönchtum kannte und es in den Westen bringen will. Fasst Möchnsweisheit literarisch -> im Kloster wird Askese und Bildung betrieben. Klöster dienen somit als Zufluchtsort für gebildetes rel. Leben



2. Benedikt von Nursia: die wirkungsmächtige Ordensregel

  • Benedikt von Nursia stellt Benedikts-Regel auf (Regel für gemeinschaftliches klösterliches Leben)
  • zog sich nach Streit mit dem Klerus auf dem Monte Cassino (ca. 529) zurück und leitete dort eine asketische Gemeinde 
  • fragliche Existenz, Erstbeleg könnte Dialogi Gregor des Großen sein -> mögliche Hagiographie (Heiligenerzählung)
  • was man von ihm kennt ist die "regula benedikti"
  •  beginnt mit Prolog der vielen schwierigen Formen des Asketentums 
  1. stabilitas loci -> Verpflichtung am eigenem Ort zu bleiben 
  2. conversio morum -> Verpflichtung zum asketischem Leben (Armut, Keuschheit, Gehorsam)
  3. oboedientia -> wir sollen gehorsam gegenüber Christus aber auch gegenüber dem Vorgesetzten im Kloster sein)

- dadruch kann Mönchtum sich stabil entwickeln

- es entsteht die neue Klosterfamilie (deshalb auch Name Abbas als Vater des Klosters), es soll gemeinsam asketisches Leben geführt werden und nicht mehr alleine (dormitorium)

- seit dem 9. Jh bestimmende Regel des Westens, es gibt eine Benedikt Renaissance unter den Karolingern ( der auf Karl Martell zurückgehende Hausname des Herscherrgeschlechts der westgermanischen Franken, welches ab 751 in Frankreich die Königswürde innehatte und von dem Karl der Große abstammt)

- Regel ist wahrscheinlich abhängig von "regula magistri" dessen Autor unbekannt ist jedoch ist sie früher zu datieren 


3. Cassiodor: Die Integration des antiken Bildungskanons

  • Cassidior ; ehelemaliger röm.  Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller
  • bildet mit 70 Jahren das Kloster Vivarium 
  • gibt die Möglichkeit eines gebildeten und asketischem Lebens; nach den Regeln lebte er selbst nicht 
  • Schreibt ein Handbuch über die "institutiones divinarum litterarum" -> Einführung in die göttliche Wissenschaft und "institutiones secularium litterarum" -> Handbuch über die Einführung in die weltliche Wissenschaft, welche einen Kanon über die "sieben freien Künste -> septem artes" enthält, die ein freier röm. Bürger beherrschen muss, die da wären: Musik, Arikmetik, Geometrie, Astronomie, Grammatik, Retorik, Dialektik
  • semptem artes gehören dann zum sittlich-christlichem Kanon in Klöstern, wodurch eine Bildungsinstanz im Mittelalter ensteht 
Q:

§4 Punkt 1 -> Chlodwigs Taufe

A:

Chlodwigs Taufe: 

Verweis auf 381: Synode beschloss, dass Christus Homoousios ist -> dies wird aufgenommen, zusätzlich Trinität 


  • nachdem röm. Reich untergegangen war gab es es noch einen Rest der übrig blieb. Dieser Rest wurde durch den rex romanorum (Heerführer) Syagrius beherrscht, der versuchte röm. Reichs fortzusetzen. Dazu gehörte die Fortführung römischer Sitten und die orthodoxe Reichskirche.
  • Der Rest des röm. Reichs wird verdrängt durch die Merowringer (Anführer Merwech), die zu den Franken zählen und Halbgöttliche Herkunft für sich beanspruchen. Sie übernehmen den herrschaftsfreien Raum 
  • Der Merowringer Chlodwig I. übernimmt 481/82 die Herrschaft über die Franken, übernimmt das Reichs des Syagrius und dehnt die fränkische Herrschaft aus 
  • die bis dato dazugehörige Bevölkerung flieht teilweise, einige von ihnen in die bereits genannten Flüchtlingsklöster. Die anderen bleiben unter seiner Herrschaft
  • Wie kann man diese Bevölkerung integrieren? Die meisten der Bevölkerung sind christlich orthodox gemäß der Reichskirche (homoousios). Chlodwig selbst ist german. religiös (Politheismus etc.) und fängt an zu reflektieren ob der christl. Glaube nicht besser werden, da es sein könnte, dass der christl. Gott sein Herrschaft besser stützen könnte. Er weiß, dass es zwei unterschiedliche Formen des Christentums gibt, da seine Schwester mit Theoderich verheiratet ist, der subordinaisch ist und er selbst ist mit Chrodechildis verheiratet die Tochter des Gundoband, der selbst auch subordinatianisch ist seine Tochter Chrodechildis aber katholisch erziehen ließ.
  • keine original Quellen von Chlodwig weshalb man nicht genau wie Taufe etc ablief. Es könnte sein, dass er bevor er katholisch wurde homöisch- subordiniatisch war. Ende des 5. Jh dann Taufe durch Remigius von Reims (Bischof von Gallien), weil Hoffung auf Machtdurchsetzung Gottes bestand. Chlodwig bittet Chirstus ihm beizustehen im Kampf, da er sich dann dem Christentum zuwenden wird. Dies geschah was dann möglicher Auslöser für Taufe gewesen sein. 
  • ein Problem gibt es noch: was passiert wenn ich zum Christetum übertrete und somit nicht mehr göttlichen Ursprungs bin owbohl das meine Herrschaftsideologie war? -> Reims Idee wars dann, dass Chlodwig sein Herrschaftsideal mit Martin von Tours verbinden soll. Dadurch wird Martin der hervorgehobene Heilige der Franken, da es hieß, dass Martin den Merowringern besonderen Schutz gibt, da sie sich um die Reliquie seine Mantel (capella) kümmern und beschützen 
  • nach und nach stabilisiert sich die religiöse Legitimation der fränkischen Herrschaft
  • Hinkmar von Reims : Chlodwig wurde legitimer Herrscher weil er zum Bischof christl. gesalbt wurde
  • wichtig an der Taufe ist die Integration zwischen fränk. Oberschicht und von der röm. Reichskirche geprägten Unterschicht. Fanken gewöhnen isch an lateinischer Liturgiesprache und fränkisch geprägte Bevölkerungsteil nun die Elite der röm. geprägten Kirche darstellen. 
  • nach Chlodwigs Taufe zieht er die Bevölkerung mit, da sich immer mehr Leute taufen lassen
  • fränkisch/ german gentes eignen sich somit röm orthodoxes Christentum an + Latein


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Q:

§4 Punkt 2 -> Transformation des antiken Christentums bei den Franken. 

a. Die Transformation der antiken villa zur Grundherrschaft 


A:
  • villa ist wichtig, da sie enormen Einfluss darauf hat wie Kirche strukturiert wird. 
  • Durch germanischen gentes gibt es nur noch die Grundherrschaft nachdem in der antike die Stadt dominierend war.
  • römischen Siedlungsformen waren städtisch konzentriert jedoch lies dies mit dem Machtverlusst nach, da sich immer mehr Menschen aufs Land zurückzogen und bilden eigene unabhöngige Einheiten der Herrschaften und somit eher dem Christentum fern bleiben da dies eher städtisch organisiert war. 
  • So bilden sich auch Villen mit großem Anwesen und Möglichkeiten der Unterhaltung. Wer auf dem Land wohnte zur römischen Zeit hatte einen strukturierten landwirtschaftlichen Betrieb und brauchte an sich keine soziale Vernetzung (höchstens für Hochzeiten etc.). Man war komplett autark
  • diese Siedlungsstruktur übernehmen dann die neuen Elitschenschichten der germ. gentes-> dadurch entwickelt sich eine Grundherrschafft, welche das Land in Besitzgestaltung strukturieren. 
  • es entwickelt sich Herrschafts und Besitzordnung, das sogenannte Lehnswesen. -> Ausgehend von dem Dux (Fürst) der germ gentes gibt es Besitzverteilungen in Form von "Belehnung" -> der Fürst gibt Landgüter an seine "potentes" . Wenn sie selbst schon Grundstück haben bekommen sie einen "Zuschuss" ansonsten leben sie nur von der Besitzverteilung. Somit hat man eine wirtschaftliche Grundlage auf dem man Herrschaft ausüben kann. Zudem ist man aber auch dem Dux gegenüber verpflichtet vor allem für millitärische Dineste
  • Nach dieser Elite folgen dann unfreie und freie Bauern, die von ihrem Grundherren Land zum bebauen bekommen, welches aber nur zur Verfügung gestellt wird aber nicht gehört. Dadurch können sie sich selbst ernähren, müssen aber Frohendienste leisten also von ihrem Ertrag dem S
  • So entsteht gegenseiteige abhängigkeit der verschiedenen Ebenen, allerdings in asymmetie durch die Herrscher. 
  • Dies führt dazu, dass für diese germ. gentes die Städte leitend sind, diese verfallen weitgehend. Dafür ist nun die grundlegende Siedlungsform die von den Römern gebildete Villaform, welche sich zu Feudalherrschften entwickeln und für die Vereinzelung in Siedlungsformen führt
  • Problem bezüglich Kirche:  Es entstanden Eigenkirchen, die auf dem Land des jeweiligen Fürsten/Herrscher von ihm erbaut wurden und somit im eigenem Besitz. Diese konnte die Kirchen an Priester überschrieben unter bestimmten Bedingungen der Diözese (kirchlicher Verwaltungsbezirk)
  • Dies konnten Klöster oder Gebetshäuser sein
  • dies ist das Konzept der alten Forschung also, dass normale kirchliche Strukturen nicht erhalten waren. Neue Forschung betont, dass Kirche in Grundherrschaft integriert   und deshalb kirchliche Strukturen vorhanden waren. Kirche ist nun nicht mehr da wo die städtische Gemeinschaft sich versammelt, Kirche ist nun da wo eine Grundherrschaft ist und der Herrscher eine Kirche baut. Dort greift der Bischof dann soweit ein, dass er den Priester zumindest geweiht haben muss.
  • Laut Steffen Patzold wird trotzdem auf diese Punkte in Eigenständigen Kirchen Wert gelegt:
  1. Moral der Priester (es gab Strafen für moralisches vergehen)
  2. Mobilität der Priester. Als Kleriker waren sie in Unfreiheit  nicht eingebunden und konnten die Grundherrschaft auch wieder verlassen
  3. es gab eine eigenständige Kirchenorganisation in der der Priester weiterhin dem Bischof untergeordnet war!

Eigenkirche ist vielleicht zu scharf als Ausdruck, jedoch war Grundherrschaft und Kirche stark verbunden. 

Q:

§4 Punkt 2 -> Transformation des antiken Christentums bei den Franken.

b. Die Transformation der Bischofskirche zur gallisch fränkischen Landeskriche

A:
  • Überschrift mein, dass die Änderungen durch die etablierung der germ. gentes als leitende Größen auch dazugehört, dass der alte Reichskirchenverbund der das röm Reich geprägt hat wegfällt. Alle die zur Kirche im röm Reich gehörten gehörten auch zu einer Kirche mit Leitungsgremien (Synoden etc). Diese From kirchlicher Einheit gibt es nicht mehr. Stattdessen tritt die Landeskirche in Kraft (diese funktionierten allerdings anders als Landeskrichen im 19. und 20. Jh.) -> dies bringt mit sich, dass es nicht nur die Lehsnherrschaft gab sondern auch eine kirchliche Einheit unter dem dux (Fürst) entsteht, die sich organisiert und von dem jeweiligem dux geleitet wird.
  • Dies bildet sich bei Chlodwig heraus, der Reichssynoden des fränkischen Reiches durchführt (in Orleans) und alle Bischöfe des Reiches versammelt. Er leitete diese strenger als Konstantin damals. alles was dort besprochen wird unterliegt ihm, zudem wird dem dux ein "mens sacerdotalis"-> ein priesterlicher Geist zugesprochen. Somit bekommt der König religiöse Macht und Aura, welche sich so gestalten, dass er die Kirche unter seine Leitung bringt und er unter den Franken als der novus  Konstantinus betitelt wird ( neuer Konstantin, da konstantin auch die Kirche unterlag). Er kann Bischöfe einsetzen und macht "Personalpolitik" mit ihnen. Eliten kommen in Bischospositionen für Machterhalt. 
  • Der Bischof wird für die noch bestehenden Städte der Stadtherrscher. Somit macht der König sich die Bischöfe zu Nutzen
Q:

§4 Punkt 2-> Transformation des antiken Christentums bei den Franken.

c.Transformation der Frömmigkeit

A:

Unter Gregor von Tour kann man ein "Nachzeichnen" der Frömmigkeit unter den Franken erfahren. 

  • Frömmigkeit: anders als in Moderne und frühe antike speilt die Gemeinschaft eine große Rolle. Man tauft sich weil die gesamte Gruppe getauft ist (Taufen als Massenphänomen)
  • Gott als der sicht machtvoll Durchsetzende (Beliebtes Buch war Richter als Beispiel). Christus ist ein Siegesgott 
  • Waffen spielen eine große Rolle (teilweise wird Jesus mit Waffen dargestellt)
  • Gregor von Tours (gestor. 594) -> auch bei ihm spielt Gottes machtvolles Durchsetzen eine wichtige Rolle : beschreibt Ordale (Gottesurteile)-> ein Beschuldigter muss glühende Kohle zu einem Heiligengrab tragen, bei versagen ist er schuldig.  Vorstellung, dass Gott mit seiner wunderbaren Macht eingreift und seine Menschen durch diese Macht lenkt. Auch Krankheiten und Tod sind Strafen Gottes (Tun- Ergehen Zusammenhang)
  •  zudem gehörte zur Frömmigkeit die Präsensfrömmigkeit: An Gegenständen heftet sich die Macht Gottes oder der Heiligen (siehe Capella von St. Martin). Somit spielen Reliquien eine sehr große Rolle
  • es liegt eine Form von Christentum vor, die germanische Elemente beinhaltet und miteinader vereint
Q:

§4 Punkt 2 -> d. Theologische Klärungen in Gallien

A:

theologische Klärungen beziehen sich hauptsächlich darauf, dass das Erbe des 430 verstorbenem Augustin belastend war und gleichzeitig eine hohe Autorität gewonnen hatte.

  •  Belastend war seine harte Prädestinationslehre-> bereits im Mutterleib ist über jeden Menschen entschieden (Beispiel: Jakob und Essau . Jakob ist der Erwählte Essau nicht) -> unabhängig vom Tun der Menschen ist alles prädestiniert. Gott gibt uns alles ohne Leistung
  • Probokation für alle die glauben, dass man sich trotzdem bemühen muss. 
  • Laut augustin werden sich die Erwählten trotzdem Gott zuwinden und sich bemühen
  •  Dies löste in Nordafrika starken Protest aus vor allem in Bereichen in denen sich die germ. getntes schon entwickelt hatte und man ihre Entwicklung spürte (Flüchtlingsklöster etc)
  •  Antiaugustinismus: vor allem Johannes Cassian (Priester und Mönch, gestor. 435) spricht dagegen-> es kannn nicth sein, dass das menschliche Werk gar keinen Einfluss auf das Heil hat. Der Mensch wirkt mit an seinem Heil-> Synergismus (Vertreten von Johannes Cassian und Faustus von Riez (gestorb. 495)). Von der Gnade Gottes hängt alles ab aber der Mensch muss auch was dazu beitragen
  • Augustinismus:  Vertreter: 
  1. Lucidius
  2. Caesarius von Arles (gest. 542)
  3. Fulgentius von Ruspe 

-> auf einem Konzil 529 in Orange wird dann beschlossen, dass Augustinismus legitim ist und Synergismus nicht der Wahrheit entspricht. Durch die Erbsünde ist der Mensch bereits dem Bösen hingewendet und nur Gott kann entscheiden ob er sich ihm zuwendet oder nicht. Antiaugustinismus wird abgelehnt. Prädestinationslehre spielte auf der Synode keine Rolle

  • Auch der Papst (Bonifatius der II.) akzeptiert den Beschluss der Synode 
  • Beschluss wird daraufhin verbindlich für das Mittelalter. Durch diese Anerkennung wird Augustin zu DEM Theologe des Mittelalters.


Q:

§4 Punkt 3 -> Die Mission in Irland und Britannien

A:

Irland und Britannien hatten auch eine komplexe Transfromationswelt mit verschiedenen Formen des Christentums.

Brittanien gehörte mal zum röm. Reich -> somit kommt es auch zu einer ersten Bekehrung. Ab 410 wurde Rom von den goten überfallen und geplündert, weshalb die röm Truppen von den brittischen Inseln abgezogen werden. Ohne millitärische Sicherung kam es zu einer neuen Besiedelung. Angeln kamen auf brittische Hauptinsel. Dadurch vermischen sich brittische Bevölkerung und Angeln. Dies wäre an sich kein Problem gewesen, jedoch wurden Briten dadurch vom Rest abgeschnitten, weshalb sich das Christentum auch anders entwickelte und ein "eigenes Christentum" entstand.

  • Buße entwickelt sich anders
  • zudem Kleidung von Mönchen und Klerikern
  • Osterfestberechnung
  • 525 kommt es durch Dionysius Exiguus (ca. 495- ca. 550) zu einer Kalenderberechnung, die dazu dienen sollte das Osterfest genauer zu berechnen. Normalerweise war es der erste Sonntag nach dem Tag und Nacht gleich lang sind. Nun erfindet Dionysius ein Mittel um diese jährliche Osterfestberechnung zu vermeiden, es ensteht die christliche Errechnung der Geburt Christi die bis heute für uns gilt. Ab da gibt es einen durchlaufenden christlichen Kalender für Christen. -> Hier entsteht das Problem, da die Briten davon nichts mitbekommen durch ihre Abgeschottenheit. Sie berechnen Ostern auf eine andere Art und Weise
  • Dies war so lange kein Problem bis auf den brittischen Inseln ein römisch geprägtes Christentum auftaucht


Aus dem britischem Christentum entwickelt sich dann das iroschottische Christentum 

  • es entwickelt sich wieder ein eigenes Christentum, da auch die Iren abgeschottet warten
  • ST. Patricksday: bezieht sich auf Patritius (Patrick: ca. 389- 461/492), der den Iren das Christentum gebracht haben soll laut Legende -> stimmt allerdings nicht (Legende)
  • ein Kloster nimmt Patrickskult auf in Armagh mit dem Book auf Armagh, welches die Legende von Patrick schildert. Dadurch, dass dieses Kloster sehr stark Wirksam wird wird die irische Kirche iene Klösterliche Kirche. Im zentrum steht die kulturelle Einheit des Klosters, die aber nicht asketisch lebten sondern die sozialen und religiösen Einheiten bilden. Es ist nicht mehr städtisch sondern vom Kloster ausgehend. Bischöfe sitzen ab jetzt nicht mehr in Städten sondern in Klöstern und ist dem Abt bezüglich der Klosterdisziplin untergeben, jeodch ist der Abt bezüglich kirchenrechtlichen Vorgaben dem Bischof untergeben. Dies funktionierte gut, da Städte vorher nicht das Grundmodell waren. Es bildet sich ein Bußverständnis heraus durch das enge Aufeinanderleben. Jedes kliene Vergehen führt zur Buße nicht wie in der Antike, in der man nur einmal Buße ablegte. 
  • Zudem entwickelt sich eine Buchmalerei


So enstanden zwei besondere Formen des Christentums und den Briten und Iren.

  • nun kamen aber die Misonnen der Angeln und Sachsen, die sich als germ. Gentes entwickelten im Südosten und Osten der brittischen Gorßinsel. Ausgehend vom röm Bischof (erster der päpstlich anerkannt war-> Gregor der Große) dieser schickt 597 einen  Mönch mit Name Augustin auf die Inseln um zu missionieren. Dieser wendet sich zuerst dem Herrscher von Canterbury zu und schafft dort die erste Bekehrung über den Herrscher, dem dann das Volk folgt. So kommt ein römisch gepräftes Christentum auf die Inseln mit all seinen Charakteristika (z.B Peterskult, Osterberechnung nach Dionysius etc.)
  • Dies kollidiert irgendwann aber mit dem brittischem Christentum und es kommt zu Konflikten
  • Es kommt erst zwei Generationen später zu einer Klärung der Konflikte durch eine Synode in Whitby 646 -> Debatte ist das Osterfest zwischen Wilfried (röm. Christentum, war angelsachse) und Iren und Briten-> es wird sich für angelsächische Tradition entschieden . Papst ist Nachfolger des Petrus-> Petrus ist nach Matthäus 16 derjenige, der über das Himmelreich entscheidet (und der mit den Aposteln Ostergeschehniss bestätigte) 
  • Aufgrundessen gilt dann die weltliche Osterregel auch für Britanien, es gibt einen besonderen Papstbezug. Irische Kirche bliebt erhalten, brittische Kirche wird angelsächische Kirche.











Q:

§4 Punkt 4- > die iro-schottische Mission auf dem Kontinent.

a. Columban

A:

Iro-schottische Mission -> Columban:

  • derenVoraussetzung war, dass das fränkische Reich zerfällt in ein westliches Reich (Neustrien) und östlichen Reich (Austrien) und dass in beiden Reichen Herrschergeschlechter gibt mit lockerem Herrschaftsverbund. Dadurch ist Zuzug von außen möglich durch Columban -> Columban von Luxeuil war ein Wandermönch und Missionar (540- 615 n. Chr.), lebte im Kloster Bengor.
  • Grundansatz: verschärfte Form der Askese -> Peregrinatio -> Wanderung in die Ferne. Dies war innerhalb des gültigen brittischen und irischen Rechtes strafbar. Wer diese Straftat freiwillig vollzog lebte eine besondere asketische Form des Lebens-> biblische Gründe: Abraham der in das verheißene Land zog und Wanderschaft Christi mit seinen Jüngern. Wer diese Askese treibt geht zum Heil hin und tritt in die Nachfolge apostolischer Wanderschaft Christi.
  • Unter den Gesichtspunkten des iro-schottischen Christentums (Buße und klösterliche Organisation) gründet er drei weitere Klöster, die den Ursprung des columbanischen Mönchtums darstellt, mit strenger Buße (jede Störung der gemeinsamen Ordnung wird bestraft), innerhalb des Klosters gibt es einen Bischof. Diese Form des Klosters breitet sich dann aus. Jedes Kloster handelt etwas anders. Es wird das Modell für Kloster auf diesem Kontinent
Q:

§2 Punkt 1.a - Das Auftreten der neuen gentes

A:

a. Das Auftreten der neuen gentes 

- Im 4.-5. Jh. spaltet sich das röm. Reich in zwei Teile unter zwei Kaisern

  • Ostrom: byzantisches Reich -> griechisch sprachig
  • Westrom: überwiegend Latein und bis 476 bestehend

In Westrom kommt es zu Neukonstitutionen, indem germanische Gruppierungen durch Völkerwanderung dazustoßen. Dadurch entstehen Völker. Durch Verluste in Schlachte z.B. nahm man immer wieder neuen Gruppierungen auf wodurch Völker sich wandelten und enstanden


Germanentum: 

anhand röm. Autoren, welche aus die Außenperspektive festhielten kann man entnehmen, dass es "Babaren'" gab, welche man unter Oberbegriffen zusammenfasste. Alles zum Gebiet Magna Germania zugehörig war "germanisch" (nach Manus benannt-> Mann mit Speer)


So entstanden "gentes" -> Identitäsformierungen 

Wichtigsten Gentes: 

  1. Westgoten: kamen als Migraten an den Rand des röm. Reiches wo Kaiser Valens sie als Schutz vor Hunnen ansiedelte. Dies ging schief da dadurch Kriege zwischen den Migranten und den Oberherren entstand (Schlacht bei Adrian). Migranten (Goten) zogen nach Westen weiter und landen 410 in Rom, welches sie plündern (Weströmisches Reich). Durch weiteres durchdringen nach Westen entsteht das Reich der "Westgoten" vor allem in Spanien. Folge: viele Gruppierungen verlassen Spanien, diese werden Wandalen genannt. -> Wandalen ziehen weiter nach Norafrika ins röm. Gebiet weshalb röm. Provinzen nach und nach verloren gehen. Dadurch kann die Herrschaft aufgebaut werden was sich aufs Miottelmeer auswirkt. Es entsteht ein Piratenregime, Wandalen plündern  Rom ebenfalls
  2. Ostgoten:  Goten blieben im oströmischen Reich, dehnten sich allerdings nach Westen aus nachdem Attila der Hunne gefallen war, da die Hunnen sie unterworfen hatten.  In Italien wird  Romulus Augustus als Kaiser abgesetzt, weshalb das Weströmische Kaisertum endet und durch Odoaker (476-493) einem Germane ersetzt (nicht als Kaiser aber als Herrscher). Sitten werden beibehalten von ihm. Am 05 März 493 zog dann Theoderich in Ravenna ein und ermordete Odoaker, wo er dann sein ostgotisches Reich errichtet als princeps Romanus.
  3. Franken: keine Wanderbewegung nachweisbar. Entstehen indem Unterschicht sich zusammenschliest als gemeinsame Identität und Herrschaft in Gallien übernehmen. Hatten Latein als Verwaltungssprache


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