Kapitel 5: Die Kognitive Entwicklung Beim Säugling Und Kleinkind an der Universität Osnabrück | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Kapitel 5: die kognitive Entwicklung beim Säugling und Kleinkind an der Universität Osnabrück

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Einleitung: Kognitive Entwicklung in den ersten 2 Jahren :

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Kognition:

  • Denk- und Informationsverarbeitungsprozesse und -strukturen 
  • intellektuelle Fähigkeiten 

Neugeborene -> durchsetztungsfähige, zielgerichtete Wesen, die einfache Probleme lösen und beginnen, Sprache zu beherrschen 

Entwicklung:

  • Sprache und Kognition unterstützen sich gegenseitig 

1. Worte -> frühe kognitive Errungenschaften 

neue Wörter und Ausdrücke -> erhöhen die Geschwindigkeit und Flexibilität des Denkens



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Piagets kognitive Entwicklungstheorie: 

5.1 Wie verändern sich nach Piaget, Schemata im Verlauf der Entwicklung?

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1.Hauptanliegen:

  • sensumotorische Stufe (1-2): Kinder denken mit Augen, Ohren und Händen -> mental noch nicht viele Aktivitäten steuern 
  • Beschreibung/Erklärung/Vorhersage von der Art und Entwicklung des Wissens/Denkens von Kindern 
  • welche kognitiven Fähigkeiten 
  • wie akquirieren, konstruieren und nutzen Menschen Wissen 

2.Schemata und deren Bildung/Veränderung 

  • Schemata: mentale Strukturen -> Informationen der Umwelt, die empfangen werden -> organisiert 
  • "Rahmen" -> Welt mental zu repräsentieren 
  • Veränderungen von Schemata gehen auf Adaption und Organisation zurück 
  • Adaption: Bildung von Schemata durch direkte Interaktion mit der Umwelt 
  • ergänzende Funktionsmechanismen
  • Assimilation:Verwendung von vorhandenen Schemata, um die äußere Welt zu repräsentieren
  • Akkommodation: neue Schemata schaffen oder vorhandene modifizieren -> gegenwärtige Denkweisen passen nicht vollständig in die Umwelt
  • Gleichgewicht von Assimilation und Akkomodation -> Zustand des Äquilibriums -> kognitives Gleichgewicht 
  • rasche kognitive Veränderung -> Zustand des kognitiven Ungleichgewichts 
  • Schemata modifiziert -> Zurückkehren zur Assimilation 
  • Organisation: internaler Prozess und Verknüpfung von Schemata zu einem vernetzten kognitiven System
  • Schemata -> Gleichgewicht , wenn sie Teil eines breiten Netzes von Schemata werden, die gemeinsam auf die umgebene Welt angewendet werden können
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5.2 Welche sind die wichtigsten kognitiven Errungenschaften des sensumotorischen Stadiums?

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  • Adaption erstes Schemata durch sensorische und motorische Erforschung -> Handlungsmuster 
  • Kreisreaktion: zufälliges Entdecken von Neuem -> Wiederholung des Ereignisses -> Verfestigung zu einem Schema 
  • Schemata -> enthält alles Wiederhol- und Generalisierbares (adaptiv) 

1. Unterteilung des sensumotorischen Stadiums in 6 Stadien 

2. Objektpermanenz

3. Mentale Repräsentation 

4. Aufgeschobene Nachahmung (Deferred Imitation)

5. Problemlösen

6. Symbolisches Verständnis 


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Unterteilung des sensumotorischen Stadiums in 6 Stadien:

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1. Reflex-Schemata (Geburt bis 1 Monat) -> Modifikation angeborener Reflexe 

2. Primäre Kreisreaktion (1-4 Mo) -> einfache motorische Gewohnheiten -> eigener Körper des Säuglings -> begrenztes Antizipieren von Ereignissen 

3. Sekundäre Kreisreaktion (4-8 Mo)-> Handlungen -> interessante Effekte umgebenen Welt -> Imitation vertrauter Verhaltensweisen (Konzept des permanenten Objekts fehlt)

4. Koordination sekundärer Kreisreaktionen (12-18 Mo) -> absichtliches oder zielgerichtetes Verhalten, verbesserte Objektpermanenz und Antizipieren, Nachahmung von Verhaltensweisen 

5. Tertiäre Kreisreaktion (12-18 Mo) -> Exploration der Eigenschaften von Gegenständen, Nachahmung neuer Verhaltensweisen, erfolgreiche A-B Suche 

6. mentale Repräsentation (18 Mo-2 Jahre) -> innere Vorstellung plötzliches Problemlösen, Fähigkeit des Findens bei unsichtbarer Verlagerung, aufgeschobene Nachahmung, "Als-Ob-Spiele"

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Objektpermanenz:

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  • Verständnis, dass Gegenstände weiterhin existieren -> auch außerhalb des Blickfeldes -> Suche nach versteckten Objekten
  • Belege für Objektpermanenz in den ersten Lebensmonaten -> Erwartungsverletzungs-Methode 
  • Beherrschung entsteht graduell -> wird komplexer 
  • Bewusstsein noch nicht komplett: A- nicht B-Suchfehler 
  • volles Verständnis zeigt sich bei Aufgaben mit "unsichtbarer Verschiebung"
  • Suche nach versteckten Gegenständen -> kognitiven Fortschritt 
  • A-nicht-B-Suchfehler -> komplexes, dynamisches System von Faktoren -> Gewohnheit erworben zu haben 
  • im Laufe der Zeit -> bemerkenswertes Bewusstsein der permanenten Existenz eines Objekt, sowie seines Ortes -> Schwierigkeiten ihr Wissen in eine erfolgreiche Suchstrategie umzusetzen 
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Mentale Repräsentation:

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  • innere Darstellung von Infos, mit denen der Verstand umgehen kann
  • Bilder: mentale Abbildungen von Gegenständen, Menschen oder Räume 
  • Begriffe: Kategorien voneinander ähnlichen Gegenständen oder Ereignissen 
  • Fortgeschrittene Objektpermanenz, aufgeschobene Nachahmung, Als-Ob-Spiel, Problemlösen durch Analogie, Symbole verstehen 
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Aufgeschobene Nachahmung (Deferred Imitation)


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1. Imitation des Gesichtsausdrucks von Fremden 

2. Handlungen mit Gegenständen kopieren 

3. Nachahmung und Verallgemeinerung der Situation 

4. Imitation über einen veränderten Kontext hinweg 

5. Nachahmung in der richtigen Reihenfolge 

6. rationale Imitation 

7. Anpassung ihrer Nachahmung an Ziele eines Vorbildes 

8. Nachahmung von versuchten Handlungen 

9. Nachahmung von sozialen Rollen 

-> grundsätzliche Fähigkeit, sich an das Verhalten von Vorbildern zu erinnern und nachzuahmen, ohne dass diese anwesend sein müssten 

-> bereichert das Spektrum an sensumotorischen Schemata 

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Problemlösen:

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  • Kleinkinder nutzen -> zielgerichtete Handlungsfolgen (7-8 Mo), Verwendung von Werkzeugen, um Objekte zu manipulieren (7-8), Analogien (10-12) 
  • über Trial-and-error Experimente hinausgehen, eine Lösung mental darstellen und sie in neuen Kontexten einsetzen 
  • -> gewisses Maß an Fähigkeiten, über Versuch- und Irrtumslernen hinausgehend -> Lösungen bewusst repräsentieren und sie in neuen Kontexten nutzen 
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Symbolisches Verständnis:

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  • Verschiebung (Displaced reference) 
  • Erkenntnis, dass Worte mentale Bilder von Dingen anzeigen können, die nicht physisch präsent sind 
  • entsteht um den 1 Geburtstag 
  • erweitert sich mit der Verbesserung von Gedächtnis und Wortschatz 
  • erleichtert Lernen und Kommunikation 
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5.3 Piagets kognitive Entwicklungstheorie: Was zeigen jüngere Forschungen über die Richtigkeit des sensumotorischen Stadiums nach Piagets Theorie ?

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1. Wertung der sensumotorischen Stufe:

  • Bsp.: Fähigkeiten, die sich zum Zeitpunkt entwickeln, wie Piaget es vorschlägt
  • Aktive Suche von versteckten Objekten - A-nicht-B-Suche nach versteckten Objekten -  Variation der sensumotorischen Schemata - Als Ob Spiele
  • Bsp.: Fähigkeiten, die sich früher entwickeln, als Piaget vorschlägt 
  • sekundäre Kreisreaktion - Verständnis der Objekteigenschaften - erste Anzeichen der Objektpermanenz - aufgeschobene Nachahmung - Problemlösen durch Analogien 

-> sensumotorische Handlungen helfen Kindern einige Formen des Wissens zu bilden (Piagets Theorie) 

-> Kleinkinder verstehen sehr viel mehr, bevor sie zu motorischen Verhaltensweisen fähig sind 

2. Kritik an Piaget_

  • positive Kritik:

Säuglinge und Kleinkinder schaffen neue Schemata, indem sie auf physische Welt einwirken 

  • negative Kritik:

viele kognitive Veränderungen im Säuglingsalter sind allmählich und kontinuierlich statt abrupt und stufenweise 

verschiedene Aspekte der Kognition des Säuglings ändern sich aufgrund vielfältiger Erfahrungen mit unterschiedlichen Aufgaben getrennt von einander 

3. Alternativerklärung: Modulauffassung:

  • Geburt mit angeborenen Wissens- und Verarbeitungssystem
  • Zugriff auf neue Informationen, Unterstützung frühe und rasche Entwicklung 
  • vorgeschlagene Domänen des Kernwissens 
  • Erfahrung ist erforderlich, um Kernwissen zu erweitern 
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5.4 Informationsverarbeitung: Was ist der Informationsverarbeitungsansatz der kognitiven Entwicklung? Wie ist das Informationsverarbeitungssystem strukturiert?

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1. Informationsverarbeitungsansatz:

  • der menschliche Verstand als symbol-organisierendes System
  • Entwicklung als kontinuierlicher Prozess 
  • Hauptanliegen: Beschreibung/Erklärung/ Vorhersage von Informationsverarbeitung in Abhängigkeit des Alters
  • Funktionseinheiten: (Informationen werden in 3 Bereichen verarbeitet) -> mentale Strategien einsetzen (verarbeiten und umwandeln) -> Info behalten, effizient nutzen und flexibel denken -> an veränderliche Umstände anpassen
  • (Schema in der Mappe) 

2. Kognitive Systemverbesserung während der Kindheit und Jugend:

  • größere (Arbeitsspeicher-) Kapazitäten
  • voranschreitende Automatisierung 
  • Erhöhung der Geschwindigkeit -> Bearbeitung von Informationen 
  • Zuwächse in den exekutiven Funktionen -> verbesserte mentale Strategien (kognitive herausfordernde Situationen 

Aufmerksamkeit kontrollieren 

Informationen koordinieren 

Planung 

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5.5 Informationsverarbeitung: Welche Veränderungen der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses finden in den ersten beiden Lebensjahren statt (-> Systemverbesserung)

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1. Aufmerksamkeit:

  • einzelnen, kontrastreiche Merkmale -> gründliche Erkundung von Objekten und Mustern
  • 1. lange Habituationszeiten -> Schwierigkeit, Aufmerksamkeit von interessanten Reizen abzuziehen 
  • 2. Aufmerksamkeit wird flexibler -> zielgerichtetes Verhalten (zunehmende Aufmerksamkeitsspanne)

2. Gedächtnis

  • längere Gedächtnisspanne im Laufe der Entwicklung
  • Habituierungsstudien: Informationen aufnehmen und behalten -> ganze einfache Objekte und Ereignisse beobachten 
  • Säuglinge -> Präferenz für Vertrautes 
  • 2 unterschiedliche Muster (graduelle Verbesserung) 

Wiedererkennen (aktueller Reiz, ähnelt einem früher Erlebten)

Abruf (Erinnern an etwas nicht präsentes) -> langfristige Fortschritte (Entwicklung neuraler Schaltungen)

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Q:

Einleitung: Kognitive Entwicklung in den ersten 2 Jahren :

A:

Kognition:

  • Denk- und Informationsverarbeitungsprozesse und -strukturen 
  • intellektuelle Fähigkeiten 

Neugeborene -> durchsetztungsfähige, zielgerichtete Wesen, die einfache Probleme lösen und beginnen, Sprache zu beherrschen 

Entwicklung:

  • Sprache und Kognition unterstützen sich gegenseitig 

1. Worte -> frühe kognitive Errungenschaften 

neue Wörter und Ausdrücke -> erhöhen die Geschwindigkeit und Flexibilität des Denkens



Q:

Piagets kognitive Entwicklungstheorie: 

5.1 Wie verändern sich nach Piaget, Schemata im Verlauf der Entwicklung?

A:

1.Hauptanliegen:

  • sensumotorische Stufe (1-2): Kinder denken mit Augen, Ohren und Händen -> mental noch nicht viele Aktivitäten steuern 
  • Beschreibung/Erklärung/Vorhersage von der Art und Entwicklung des Wissens/Denkens von Kindern 
  • welche kognitiven Fähigkeiten 
  • wie akquirieren, konstruieren und nutzen Menschen Wissen 

2.Schemata und deren Bildung/Veränderung 

  • Schemata: mentale Strukturen -> Informationen der Umwelt, die empfangen werden -> organisiert 
  • "Rahmen" -> Welt mental zu repräsentieren 
  • Veränderungen von Schemata gehen auf Adaption und Organisation zurück 
  • Adaption: Bildung von Schemata durch direkte Interaktion mit der Umwelt 
  • ergänzende Funktionsmechanismen
  • Assimilation:Verwendung von vorhandenen Schemata, um die äußere Welt zu repräsentieren
  • Akkommodation: neue Schemata schaffen oder vorhandene modifizieren -> gegenwärtige Denkweisen passen nicht vollständig in die Umwelt
  • Gleichgewicht von Assimilation und Akkomodation -> Zustand des Äquilibriums -> kognitives Gleichgewicht 
  • rasche kognitive Veränderung -> Zustand des kognitiven Ungleichgewichts 
  • Schemata modifiziert -> Zurückkehren zur Assimilation 
  • Organisation: internaler Prozess und Verknüpfung von Schemata zu einem vernetzten kognitiven System
  • Schemata -> Gleichgewicht , wenn sie Teil eines breiten Netzes von Schemata werden, die gemeinsam auf die umgebene Welt angewendet werden können
Q:

5.2 Welche sind die wichtigsten kognitiven Errungenschaften des sensumotorischen Stadiums?

A:
  • Adaption erstes Schemata durch sensorische und motorische Erforschung -> Handlungsmuster 
  • Kreisreaktion: zufälliges Entdecken von Neuem -> Wiederholung des Ereignisses -> Verfestigung zu einem Schema 
  • Schemata -> enthält alles Wiederhol- und Generalisierbares (adaptiv) 

1. Unterteilung des sensumotorischen Stadiums in 6 Stadien 

2. Objektpermanenz

3. Mentale Repräsentation 

4. Aufgeschobene Nachahmung (Deferred Imitation)

5. Problemlösen

6. Symbolisches Verständnis 


Q:

Unterteilung des sensumotorischen Stadiums in 6 Stadien:

A:

1. Reflex-Schemata (Geburt bis 1 Monat) -> Modifikation angeborener Reflexe 

2. Primäre Kreisreaktion (1-4 Mo) -> einfache motorische Gewohnheiten -> eigener Körper des Säuglings -> begrenztes Antizipieren von Ereignissen 

3. Sekundäre Kreisreaktion (4-8 Mo)-> Handlungen -> interessante Effekte umgebenen Welt -> Imitation vertrauter Verhaltensweisen (Konzept des permanenten Objekts fehlt)

4. Koordination sekundärer Kreisreaktionen (12-18 Mo) -> absichtliches oder zielgerichtetes Verhalten, verbesserte Objektpermanenz und Antizipieren, Nachahmung von Verhaltensweisen 

5. Tertiäre Kreisreaktion (12-18 Mo) -> Exploration der Eigenschaften von Gegenständen, Nachahmung neuer Verhaltensweisen, erfolgreiche A-B Suche 

6. mentale Repräsentation (18 Mo-2 Jahre) -> innere Vorstellung plötzliches Problemlösen, Fähigkeit des Findens bei unsichtbarer Verlagerung, aufgeschobene Nachahmung, "Als-Ob-Spiele"

Q:

Objektpermanenz:

A:
  • Verständnis, dass Gegenstände weiterhin existieren -> auch außerhalb des Blickfeldes -> Suche nach versteckten Objekten
  • Belege für Objektpermanenz in den ersten Lebensmonaten -> Erwartungsverletzungs-Methode 
  • Beherrschung entsteht graduell -> wird komplexer 
  • Bewusstsein noch nicht komplett: A- nicht B-Suchfehler 
  • volles Verständnis zeigt sich bei Aufgaben mit "unsichtbarer Verschiebung"
  • Suche nach versteckten Gegenständen -> kognitiven Fortschritt 
  • A-nicht-B-Suchfehler -> komplexes, dynamisches System von Faktoren -> Gewohnheit erworben zu haben 
  • im Laufe der Zeit -> bemerkenswertes Bewusstsein der permanenten Existenz eines Objekt, sowie seines Ortes -> Schwierigkeiten ihr Wissen in eine erfolgreiche Suchstrategie umzusetzen 
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Q:

Mentale Repräsentation:

A:
  • innere Darstellung von Infos, mit denen der Verstand umgehen kann
  • Bilder: mentale Abbildungen von Gegenständen, Menschen oder Räume 
  • Begriffe: Kategorien voneinander ähnlichen Gegenständen oder Ereignissen 
  • Fortgeschrittene Objektpermanenz, aufgeschobene Nachahmung, Als-Ob-Spiel, Problemlösen durch Analogie, Symbole verstehen 
Q:

Aufgeschobene Nachahmung (Deferred Imitation)


A:

1. Imitation des Gesichtsausdrucks von Fremden 

2. Handlungen mit Gegenständen kopieren 

3. Nachahmung und Verallgemeinerung der Situation 

4. Imitation über einen veränderten Kontext hinweg 

5. Nachahmung in der richtigen Reihenfolge 

6. rationale Imitation 

7. Anpassung ihrer Nachahmung an Ziele eines Vorbildes 

8. Nachahmung von versuchten Handlungen 

9. Nachahmung von sozialen Rollen 

-> grundsätzliche Fähigkeit, sich an das Verhalten von Vorbildern zu erinnern und nachzuahmen, ohne dass diese anwesend sein müssten 

-> bereichert das Spektrum an sensumotorischen Schemata 

Q:

Problemlösen:

A:
  • Kleinkinder nutzen -> zielgerichtete Handlungsfolgen (7-8 Mo), Verwendung von Werkzeugen, um Objekte zu manipulieren (7-8), Analogien (10-12) 
  • über Trial-and-error Experimente hinausgehen, eine Lösung mental darstellen und sie in neuen Kontexten einsetzen 
  • -> gewisses Maß an Fähigkeiten, über Versuch- und Irrtumslernen hinausgehend -> Lösungen bewusst repräsentieren und sie in neuen Kontexten nutzen 
Q:

Symbolisches Verständnis:

A:
  • Verschiebung (Displaced reference) 
  • Erkenntnis, dass Worte mentale Bilder von Dingen anzeigen können, die nicht physisch präsent sind 
  • entsteht um den 1 Geburtstag 
  • erweitert sich mit der Verbesserung von Gedächtnis und Wortschatz 
  • erleichtert Lernen und Kommunikation 
Q:

5.3 Piagets kognitive Entwicklungstheorie: Was zeigen jüngere Forschungen über die Richtigkeit des sensumotorischen Stadiums nach Piagets Theorie ?

A:

1. Wertung der sensumotorischen Stufe:

  • Bsp.: Fähigkeiten, die sich zum Zeitpunkt entwickeln, wie Piaget es vorschlägt
  • Aktive Suche von versteckten Objekten - A-nicht-B-Suche nach versteckten Objekten -  Variation der sensumotorischen Schemata - Als Ob Spiele
  • Bsp.: Fähigkeiten, die sich früher entwickeln, als Piaget vorschlägt 
  • sekundäre Kreisreaktion - Verständnis der Objekteigenschaften - erste Anzeichen der Objektpermanenz - aufgeschobene Nachahmung - Problemlösen durch Analogien 

-> sensumotorische Handlungen helfen Kindern einige Formen des Wissens zu bilden (Piagets Theorie) 

-> Kleinkinder verstehen sehr viel mehr, bevor sie zu motorischen Verhaltensweisen fähig sind 

2. Kritik an Piaget_

  • positive Kritik:

Säuglinge und Kleinkinder schaffen neue Schemata, indem sie auf physische Welt einwirken 

  • negative Kritik:

viele kognitive Veränderungen im Säuglingsalter sind allmählich und kontinuierlich statt abrupt und stufenweise 

verschiedene Aspekte der Kognition des Säuglings ändern sich aufgrund vielfältiger Erfahrungen mit unterschiedlichen Aufgaben getrennt von einander 

3. Alternativerklärung: Modulauffassung:

  • Geburt mit angeborenen Wissens- und Verarbeitungssystem
  • Zugriff auf neue Informationen, Unterstützung frühe und rasche Entwicklung 
  • vorgeschlagene Domänen des Kernwissens 
  • Erfahrung ist erforderlich, um Kernwissen zu erweitern 
Q:

5.4 Informationsverarbeitung: Was ist der Informationsverarbeitungsansatz der kognitiven Entwicklung? Wie ist das Informationsverarbeitungssystem strukturiert?

A:

1. Informationsverarbeitungsansatz:

  • der menschliche Verstand als symbol-organisierendes System
  • Entwicklung als kontinuierlicher Prozess 
  • Hauptanliegen: Beschreibung/Erklärung/ Vorhersage von Informationsverarbeitung in Abhängigkeit des Alters
  • Funktionseinheiten: (Informationen werden in 3 Bereichen verarbeitet) -> mentale Strategien einsetzen (verarbeiten und umwandeln) -> Info behalten, effizient nutzen und flexibel denken -> an veränderliche Umstände anpassen
  • (Schema in der Mappe) 

2. Kognitive Systemverbesserung während der Kindheit und Jugend:

  • größere (Arbeitsspeicher-) Kapazitäten
  • voranschreitende Automatisierung 
  • Erhöhung der Geschwindigkeit -> Bearbeitung von Informationen 
  • Zuwächse in den exekutiven Funktionen -> verbesserte mentale Strategien (kognitive herausfordernde Situationen 

Aufmerksamkeit kontrollieren 

Informationen koordinieren 

Planung 

Q:

5.5 Informationsverarbeitung: Welche Veränderungen der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses finden in den ersten beiden Lebensjahren statt (-> Systemverbesserung)

A:

1. Aufmerksamkeit:

  • einzelnen, kontrastreiche Merkmale -> gründliche Erkundung von Objekten und Mustern
  • 1. lange Habituationszeiten -> Schwierigkeit, Aufmerksamkeit von interessanten Reizen abzuziehen 
  • 2. Aufmerksamkeit wird flexibler -> zielgerichtetes Verhalten (zunehmende Aufmerksamkeitsspanne)

2. Gedächtnis

  • längere Gedächtnisspanne im Laufe der Entwicklung
  • Habituierungsstudien: Informationen aufnehmen und behalten -> ganze einfache Objekte und Ereignisse beobachten 
  • Säuglinge -> Präferenz für Vertrautes 
  • 2 unterschiedliche Muster (graduelle Verbesserung) 

Wiedererkennen (aktueller Reiz, ähnelt einem früher Erlebten)

Abruf (Erinnern an etwas nicht präsentes) -> langfristige Fortschritte (Entwicklung neuraler Schaltungen)

Kapitel 5: die kognitive Entwicklung beim Säugling und Kleinkind

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