Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit an der Universität Osnabrück

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Welche Veränderungen der Persönlichkeit finden in Eriksons Phase "Fleiß vs. Minderwertigkeitsgefühl" statt?

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Selbstkonzept

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Selbstwertgefühl

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Wie lässt sich das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl eines Kindes in der mittleren Kindheit beschreiben?

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hierarchische strukturiertes Selbstwertgefühl

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Attribuierungen

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Wie vollzieht ein Kind fähigkeitsbezogene Attribuierungen?

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Welche Veränderungen treten bei selbstbezogenen Emotionen, sowie dem Verständnis von Emotionen, sowie der emotionalen Selbstregulation in der mittleren Kindheit auf?


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Selbstbezogene Emotionen

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Wie lassen sich die Veränderungen im moralischen Verständnis in der mittleren Kindheit beschreiben?

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Faktoren die Vorurteile beeinflussen

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Vorurteil

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Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Welche Veränderungen der Persönlichkeit finden in Eriksons Phase "Fleiß vs. Minderwertigkeitsgefühl" statt?

  • 7-12 Jahre

 von Bezugspersonen benötigt:

  • Möglichkeiten, zu wetteifern, Dinge gemeinsam tun, an nützlichen Dingen arbeiten, Erfolgserlebnisse
  • Gefühl der Kompetenz für nützliche Fertigkeiten und Aufgaben


Wichtige Beziehungen:

  • Familie
  • LehrerInnen
  • Gleichaltrige


Psychsoziale Tugenden vs. Fehlanpassungen:

  • Kompetenz vs. Trägheit


bei gutem Ausgang kann das Kind ein positives, aber realistisches Selbstwertgefühl entwickeln. Kinder wachsen in dieser Zeit an ihren Herausforderungen

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Selbstkonzept

die Menge der Eigenschaften, Fähigkeiten, Einstellungen und Wertvorstellungen, von denen ein Mensch überzeugt ist und die definieren, wer er ist

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Selbstwertgefühl

  • Selbsteinschätzung einer Person über sich selbst
  • ist immer bewertend, also entweder positive oder negative Einstellung gegenüber sich selbst


Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Wie lässt sich das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl eines Kindes in der mittleren Kindheit beschreiben?

Selbstkonzept:

  • persönlichkeitsbezogene Selbstbeschreibungen ("ich bin schüchtern")
  • Betonung der eigenen Kompetenzen, nennen aber auch Dinge, die sie nicht so gut können
  • Betonung sozialer Gruppen
  • soziale Vergleiche, häufig mit Personen im sozialen Umfeld


  • Kind entwickelt ein ideales Selbst, an dem es sein reales Selbst beurteilt
  • mit der Zeit werden Rückmeldungen aus dem Umfeld wichtiger --> Selbstkonzept beruht immer mehr auf den Rückmeldungen enger Freunde
  • Fähigkeit zur Perspektivübernahme besonders wichtig


Selbstwertgefühl:

  • die meisten Vorschulkinder haben ein sehr gutes Selbstwertgefühl
  • in der Schule wird ihr Selbstwertgefühl differenzierter und auf ein realistisches Niveau zurückgeholt

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

hierarchische strukturiertes Selbstwertgefühl

mit 6-7 Jahren --> hat min. 4 vers. allgemeinen Selbsteinschätzungen entwickelt:

  • schulische Kompetenzen
  • soziale Kompetenzen
  • körperlich-sportliche Kompetenzen
  • körperliche Erscheinung


  • Fähigkeiten erlauben dem Kind stabile Dispositionen und separate Selbsteinschätzungen zu einem psychischen Gesamt-Selbstbild zusammen zufügen --> allgemeines Selbstwertgefühl
  • bestimmte Selbsteinschätzungen sind für Kinder wichtiger als andere --> körperliches Aussehen besonders wichtig für das Selbstwertgefühl

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Attribuierungen

Zuschreibung/alltägliche Erklärungen für die Ursachen von Verhalten

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Wie vollzieht ein Kind fähigkeitsbezogene Attribuierungen?

  • kontrollierbare Faktoren wie unzureichende Anstrengungen
  • Suchen von Informationen, wie die Fähigkeit am besten durch Anstrengungen erhöht wird


fähigkeitsorientiertes Kind:

  • strebt nach Infos um seine Fähigkeiten zu verbessern --> Leistungen werden nach und nach besser


Kind mit erlernter Hilflosigkeit:

  • sucht positive und meidet negative Bewertungen des Könnens --> aufgrund des Könnens lässt sich nicht mehr vorhersagen wie gut oder schlecht die Aufgabe bewältigt wird
  • verbindet Erfolg nicht mit Anstrengung, daher entwickelt es nicht die metakognitiven Fähigkeiten und die nötige Selbstkontrolle, die für gute Leistung erforderlich ist
  • Mangel an effektiven Lernstrategien, fehlender Beharrlichkeit, schwache Leistungen und ein Gefühl des Kontrollverlusts verstärken den entstehenden Teufelskreis

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Welche Veränderungen treten bei selbstbezogenen Emotionen, sowie dem Verständnis von Emotionen, sowie der emotionalen Selbstregulation in der mittleren Kindheit auf?


selbstbezogene Emotionen:

  • Kinder berichten nicht mehr von jedem Missgeschick, sondern nur noch von absichtlichem Fehlverhalten
  • Stolz führt zu Motivation neue Herausforderungen anzunehmen
  • Schuldgefühle veranlassen das Kind, sich zu entschuldigen und nach Besserung zu streben


Verständnis von Emotionen:

  • versteht, dass man mehrere Emotionen gleichzeitig empfinden kann --> hilft auch dabei zu verstehen, dass Äußerungen über Gefühle nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen
  • Fähigkeit verbessert sich, Stolz, Freude und Überraschung zu unterscheiden
  • kann Informationen über das "was hätte passieren können" nutzen, um vorherzusagen, wie eine Person sich in einer Situation fühlen wird
  • besseres emotionales Verständnis wird durch Fortschritte der kognitiven Entwicklung und durch soziale Erfahrung unterstützt


Emotionale Selbstregulation:

  • emotionale Selbststeuerung nimmt schnell zu
  • soziale Vergleiche immer öfter --> Kinder müssen besser mit negativen Emotionen umgehen können
  • durch Verbesserung der Fähigkeit über eigene Gefühle nachzudenken --> interne Strategien werden häufiger eingesetzt um Emotionen zu kontrollieren
  • lernt mehr, wie man negative Emotionen in gesellschaftlich akzeptabler Weise zeigen kann
  • reife Gefühlsäußerung um Bestrafung durch Erwachsene zu vermeiden
  • Rücksichtnahme auf Gefühle anderer wird wichtiger


Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Selbstbezogene Emotionen

  • beruhen auf dem Gefühl persönlicher Verantwortung --> Empfindung von Stolz/Schuldgefühlen 

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Wie lassen sich die Veränderungen im moralischen Verständnis in der mittleren Kindheit beschreiben?

moralischer Entwicklung:

  • Flexibilisierung moralischer Regeln (z.B. Lügen ist nicht immer schlecht, es kommt auf die Absichten an)
  • entwickelt eine weniger rigide (starre) Einstellung zu moralischen Regeln
  • berücksichtigt vielmehr auch prosoziale und antisoziale Absichten
  • moralisches Empfinden = moralisches Urteil
  • der glückliche Übeltäter --> moralisches Verhalten zur Bedürfnisbefriedigung
  • moralisches Urteil ist situations- und kontextabhängig
  • immer mehr Variabeln werden berücksichtigt


Entwicklung von Vorurteilen:

  • Eigengruppen-Bevorzugung tritt zuerst aus, gefolgt vom Fremdgruppenabwertung
  • mit dem Alter ab 7-8 Jahren
    • Vorurteile sinken --> verstehen, dass Menschen die anders aussehen, nicht unbedingt anders denken oder fühlen müssen
    • Eigengruppenbevorzugung und Fremdgruppenabwertung auch bei Minoritäten
  • auch bei Kindern, die sich der Ungerechtigkeit und Diskriminierung bewusst sind, können Vorurteile unbeabsichtigt und unbewusst wirken
  • ethnische Stereotype stören manchmal die gerechte Anwendung von Grundsätzen

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Faktoren die Vorurteile beeinflussen

  • eine starre Sicht von Persönlichkeitseigenschaften (+)
  • Selbstüberschätzung (+)
  • eine in Gruppen geteilte soziale Welt (+)

Kapitel 10: Die emotionale und soziale Entwicklung in der mittleren Kindheit

Vorurteil

Ablehnende oder feindselige Haltung gegen eine Person, die zu einer Gruppe gehört, einfach, deswegen, weil sie zu dieser Gruppe gehört und deswegen dieselben Eigenschaften haben soll, wie diese Gruppe, der man sie zuschreibt


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