4. Schizophrenie an der Universität Osnabrück

Karteikarten und Zusammenfassungen für 4. Schizophrenie im Psychologie: Schwerpunkt Klinische Psychologie Studiengang an der Universität Osnabrück in Osnabrück

CitySTADT: Osnabrück

CountryLAND: Deutschland

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Entwicklung der Medikation

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funktionelle Besonderheiten im Rahmen einer Schizophrenie

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Pharmaokologische Therapie: Ziel der Behandlung

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Hirnstrukturen und Hirnfunktionen: Problem allgemein

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Umwelt-Faktoren als Risikofaktoren – epidemiologische Studien

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zeitliche Entwicklung der Symptome

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Symptome der Schizophrenie

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Seasonality Effekt:

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Prävalenz von Schizophrenie

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Begriff der Schizophrenie

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Pharmako-Therapie: Glutamaterges System: indirekte NMDA-Agonisten

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Auffälligkeiten im Gespräch

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4. Schizophrenie

Entwicklung der Medikation

  1. Typische Antipsychotika (erste Generation)
    • Dopamin Antagonisten (typische Neuroleptika)
    • Z.B. Wirkstoff Chlorpromazin als Dopamin-Antagonist (vor allem der D2-Rezeptoren)
    • Handelsnamen: Haloperidol, Thioridazin,Remoxipride, Racloprid
    • Therapieren vor allem die Positivsymptome
    • Nebenwirkungen:
      1. Dyskinesie (Tremor, unwillkürliche Bewegungen) – Hypersensitivität für Dopamin oder Störung der Balance zwischen Dopamin und Acetycholin
  2. Atypische Antipsychotika
    • Blockieren eher Serotonin- als Dopaminrezeptoren
    • Reduktion von Positiv- und Negativsymptomen
    • Präparate: Olanzapin, Clozapin, Rispiridone
    • Nebenwirkungen:
      1. Gewichtszunahme ggf. Entwicklung einer Diabetes
  3. Dritte Generation der Antipsychotika (in Entwicklung)
    • Steigerung der dopaminergen Aktivität im PFC (partielle Agonisten der Dopaminrezeptoren in Regionen mit Dopaminmangel)
    • Senkung der dopaminergen Aktivität im N. accumbens (DA-Antagonisten)
    • Wirkstoff: Aripiprazol

4. Schizophrenie

funktionelle Besonderheiten im Rahmen einer Schizophrenie

Hypofrontalität in frontalen Cortexarealen (besonders dlPFC) + erhöhte Aktivität in mesolimbischen Arealen 

Übersicht: dopaminerge Aktivität und Schizophrenie

Mesolimbisches System

  • Erhöhte DA-Aktivität 
    1. Ventrales tegmentales Areal VTA
    2. Nucleus accumbens

à fördert Positivsymptome

Mesocorticales System 

  • Reduzierte DA-Aktivität (Hypofrontalität)
    1. Striatum
    2. dlPFC

àfördert negative und kognitive Symptome

  • verminderte hemmende Effekte auf mesolimbisches System (dlPFC hemmt dieses normalerweise)
  • gesteigerte Positivsymptome

4. Schizophrenie

Pharmaokologische Therapie: Ziel der Behandlung

Ziel: Reduktion der dopaminergen Aktivität im N. accumbens und Steigerung im PFC & Steigerung der glutamatergen Aktivität

4. Schizophrenie

Hirnstrukturen und Hirnfunktionen: Problem allgemein

Problem allgemein: Schwierigkeit die Veränderungen (im Rahmen der Schizophrenie) von denen von Medikation und des Altersverlaufs zu trennen

4. Schizophrenie

Umwelt-Faktoren als Risikofaktoren – epidemiologische Studien

Umwelteinflüsse zur Manifestation (Daten epidemiologischer Studien)

  • Jahreszeiten
  • Geburts- und Wohnort (Städte mehr als Land)
    1. Armut in Städten häufiger (in unteren Schichten ist die Wahrscheinlichkeit 5x höher als in Mittel- und Oberschicht)
    2. Gebrauch von Marihuana in Städten höher
  • Virale Epidemien (Einfluss zu Jahreszeiteneffekt)
  • Besonderheiten in der Schwangerschaft
    1. Substanzgebrauch & -abuses
    2. Schwangerschaftskomplikationen
    3. Geringes Geburtsgewicht und Kopfumfang
    4. Geburtskomplikationen (Sauerstoffmangel, Not-Kaiserschnitt)
    5. Hungerperiode
    6. V
  • Vitamin D-Mangel (Vitamin D-Gabe im ersten Lbsj. bei Jungen mit geringem Risiko assoziiert)

4. Schizophrenie

zeitliche Entwicklung der Symptome

Zeitliche Entwicklung: graduelle Entwicklung der Symptome (über 3-5 Jahre)

  • Zuerst Negativsymptome
  • Dann kognitive Symptome
  • Positivsymptome entstehen weitere Jahre später

4. Schizophrenie

Symptome der Schizophrenie

Positivsymptome (kommen additiv dazu)

  • Denkstörungen (irrationales/ desorganisiertes Denken, Halluzinationen, Wahnsymptome, motorische Unruhe)

Negative Symptome (Wegfall von Fähigkeiten)

  • Abflachung emotionaler Reaktionen
  • Verarmung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit
  • Mangel an Initiative und Ausdauer
  • Anhedonie
  • Sozialer Rückzug
  • Stupor

Kognitive Störungen (nicht schizophrenie-spezifisch)

  • Schwierigkeiten der Aufmerksamkeitserhaltung
  • Geringe psychomotorische Geschwindigkeit
  • Schlechtes abstraktes Denken
  • Schlechte Problemlösung

4. Schizophrenie

Seasonality Effekt:

  • Personen, die im Winter oder Frühjahr geboren werden, haben eine höhere Prävalenz
  • Mediatoren:
    1. Im Winter haben Mütter häufiger virale Infektionen (Städte mehr)
    2. Vitamin-D Defizite

4. Schizophrenie

Prävalenz von Schizophrenie

  • 21 Millionen erkranke weltweite (Frauen : Männer = 0.75:1)
  • 50% ohne adäquate Behandlung (90% davon in Ländern mit geringem/ mittlerem Einkommen)
  • Lebenszeitprävalenz ca. 0.6-1% (je nach Literatur)
  • Erstdiagnose: zwischen 18-25 Jahren
    1. Männer: Peak bei 18-25 Jahren
    2. Frauen: erster Peak 18-25 Jahre, zweiter Peak 25-55 Jahre

4. Schizophrenie

Begriff der Schizophrenie

Begriff:

  • Schizo = gespalten, phren = Geist à gespaltener Geist
  • Begriff von Eugen Bleuler (1901) als Oberbegriff für Erkrankungen mit dem Hauptmerkmal dissoziatives Denken

Gemeinsame Merkmale verschiedener schizophrener Erkrankungen: Auflösung der Integration von Fühlen, Denken und Handeln

4. Schizophrenie

Pharmako-Therapie: Glutamaterges System: indirekte NMDA-Agonisten

  • Direkte NMDA-Agonisten nicht geeignet: erhöhtes Krampfrisiko/ Epilepsien
  • Glycin und D-Cycloserine binden auch an NMDA-Rezeptoren à Einsatz von indirekten NMDA-Agonisten
  • Reduktion von Negativ-Symptomen

4. Schizophrenie

Auffälligkeiten im Gespräch

  • Zerfahrenheit des Denkens und Redens
  • Sprunghaftigkeit in Themen
  • Neologismen zur Ideenbeschreibung
  • Keine Unterscheidung von Realität und Fiktion
Gradient

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