2. Immunsystem (Biopsychologie) an der Universität Osnabrück

Karteikarten und Zusammenfassungen für 2. Immunsystem (Biopsychologie) an der Universität Osnabrück

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Ausgewählte Leukozyten

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humoral angeborene Immunität

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direkte Kommunikation ZNS und IS

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Übersicht: Stress und IS

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Interferon (IFN) - y

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Aufgaben des Immunsystems

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Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)

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zellulär angeborene Immunität

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2 Arten von Abwehrsystemen

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primäre lymphatische Organe 

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Leukozyten

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sekundäre lymphatische Organe

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2. Immunsystem (Biopsychologie)

Ausgewählte Leukozyten

Monozyten, Makrophagen, Granulozyten 


Funktion durch:

  • Phagozytose = Zellen aufnehmen und „verdauen“ ODER
  • Apoptose = eingedrungener Erreger oder tumorös veränderte Zellen - Induktion des Zelltodes (keine Blutversorgung mehr, spezielle Enzyme etc.)

2. Immunsystem (Biopsychologie)

humoral angeborene Immunität

Wirken über lösliche Bestandteile in Serum und Blut

  • Enzyme
    1. Durch Granulozyten (große Zellen) bei Kontakt mit Bakterien freigesetzt
    2. Haften an Bakterien, schädigen Zellmembran durch Verdauungsprozesse
  • Komplementsystem
    1. Kaskadenartige aktivierte Proteine
    2. Erzeugen Poren in Erregermembran - Krankheitserreger dadurch nicht mehr lebensfähig
  • Akute-Phase Proteine
    1. Gehören zu den Globulinen (=lösliche Eiweiße)
    2. Zu Beginn einer bakteriellen Infektion gebildet
    3. Greifen die Oberfläche der Erreger an - zerstören die als fremd erkannte Strukturen
      • Bspw. CRP = C-reaktives Protein (in Leber gebildet, Expression durch IL-6 angeregt; Fibrinogen; Ferretin; Haptoglobin)
  • Zytokine (von unspezifischen IS-Zellen gebildet)
    1. Bspw. Interleukin -1ß, -4, -6 (bekämpfen die Entzündung, sind im Blut messbar und bei Stress vermindert)

2. Immunsystem (Biopsychologie)

direkte Kommunikation ZNS und IS

Frühere Annahme à Gehirn durch Blut-Hirn-Schranke vor peripherem IS geschützt

Heute à ZNS-IS sind verbunden

  • Neuronale Strukturen aktivieren Rezeptoren für Immunzellen an ihrer Oberfläche (Sprache des IS verstehen)
  • Nervenzellen und Gliazellen können Zytokine herstellen
  • Gehirn enthält Immunzellen: Mikrogliazellen (= IS des Gehirns)
  •  und dendritische Zellen
  • Zytokine wirken im Gehirn (vgl. sickness behavior)

IS kann neuroendokrine Strukturen aktivieren:

  • Zentrale neuroendokrine Strukturen (bspw. HPA-Achse) von IS aktivierbar

Frühe tierexperimentelle Arbeiten (Besedovsky) à IS hat Einfluss auf ES und ZNS

  • Antigengabe führt zu Erhöhung der peripheren Glucocorticoide
  • Parallel zu Antikörperbildung erhöht sich die Aktivität im ventromedialen Hypothalamus

2. Immunsystem (Biopsychologie)

Übersicht: Stress und IS

Stressinduzierte Anstiege von Catecholaminen und Cortisol modulieren wesentliche Immunfunktionen:


  • Präsentation von Antigenen
  • Vermehrung und Wanderung von Leukozyten
  • Freisetzung von Zytokinen und Antikörpern
  • Verschiebung der TH1/ TH2 Balance
  • Suppression der TH1-Immunität
  • à schlechtere Bewältigung von Infektionen; erhöhte Infektionsanfälligkeit; gleichzeitig: erhöhte TH2-Immmunität, proallergisch



Beispiel: Wundheilung unter mittelfristigen und chronischen Stress verzögert:

  • 24% bei Caregivers
  • 40% bei Prüfungsstress
  • 60% bei feindselig agierenden Ehepartners

2. Immunsystem (Biopsychologie)

Interferon (IFN) - y

  1. Von NK-Zellen und CD-4 positiven T-Lymphozyten freigesetzt 
  2. Antivirale, antitumoröse Wirkung, hemmt TH2-Antwort

2. Immunsystem (Biopsychologie)

Aufgaben des Immunsystems

Aufgaben des Immunsystems: Körper schützen! 

  • Vor Eindringlingen von außen (Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten)
  • Vor unkontrolliert wachsenden Zellen des eigenen Körpers (Tumorzellen))

-> Erkennt körperfremde und veränderte körpereigenen Stoffe

Notwendig, wenn Erreger (Antigene) die vorgeschalteten Barrieren überwinden

  • Barrieren: Haut, Magen (Salzsäure), Atemwege (Schleimhaut), Vagina (Milchsäure), Harnwege (Harnsäure)

2. Immunsystem (Biopsychologie)

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)

Teil des angeborenen IS


Erkennen infizierte oder tumoröse Zellen - lösen Apoptose aus


2. Immunsystem (Biopsychologie)

zellulär angeborene Immunität

Muss fremde oder tumorös veränderte Zellen als Antigene erkennen

Eigenschaften solcher (veränderter) Zellen:

  • Oberflächenmoleküle (CD), die im Organismus normalerweise nicht vorhanden sind ODER
    1. CD = cluster of differentiation (Klassifizierungsschema anhand von Oberflächenmarkern) 
  • Fehlen sog. HLA-Moleküle
    1. HLA= human leucocyte antigen (dient der Verbindung des Antigens mit einem körpereigenen Eiweißmolekül, dem HLA)

2. Immunsystem (Biopsychologie)

2 Arten von Abwehrsystemen

  1. Spezialisierte Immunzellen
  2. Humorale Botenstoffe - diese können jeweils entweder unspezifisch und angeboren (wirken somit schnell) oder spezifisch und erworben (wirken daher langsamer) sein

2. Immunsystem (Biopsychologie)

primäre lymphatische Organe 

hier werden alle immunkompetenten Zellen hergestellt

  • B-Lymphozyten (aus Knochenmark)
  • T-Lymphozyten (aus Thymus)
  • Weitere Leukozyten
  • Natürliche Killer-Zellen (NK-Zellen)

Alle immunkompetenten Zellen stammen ab von sog. hämopoetischen Stammzellen des Knochenmarks > aus den Stammzellen entwickeln sich die Leukozyten.

2. Immunsystem (Biopsychologie)

Leukozyten

Leukozyten = weiße Blutkörperchen

  • Oberbegriff für kernhaltige Blutzellen, die KEIN Hämoglobin haben

Unterarten: 

  • Monozyten  
  • Granulozyten
  • Makrophagen
  • Lymphozyten  (Spezialformen)

2. Immunsystem (Biopsychologie)

sekundäre lymphatische Organe

Hier werden Antigene dem Immunsystem präsentiert - Aufforderung Antikörper zu generieren = Reaktionsort


Lymphknoten:

= Filterstation des IS für Erreger, die über folgende Stellen in den Körper kommen

  • Haut, Magen, Atemwege, Vagina, Harnwege

Relevante regionale Lymphknoten: 

  • Tonsillen (Hals- und Rachenmandeln)
  • Hals-, Achsel-, Leistenlymphknoten
  • Peyer-Plaques aus dem Dünndarm

Lymphgefäßsystem (zweites Gefäßsystem) 

  • Feinste Gefäße in den verschiedenen Körpergeweben
  • Sammlung von Flüssigkeit (= Lymphe), die aus Blutkapillaren austritt
  • Lymphe den Lymphknoten zugeführt  - danach in das venöse Blut geleitet


Milz

Immunreaktion gegen Erreger, die schon in die Blutbahn eingedrungen sind

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