Berufskunde an der Universität Mannheim

Karteikarten und Zusammenfassungen für Berufskunde an der Universität Mannheim

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Das Betäubungsmittelgesetz

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Schülerin, 3. Lehrjahr macht freiwillig viele Überstunden und ist auch sehr 

aufopferungsvoll. Versorgt die Pat. auch privat Zuhause, hat zu vielen 

Pat. eine enge Beziehung. Sie sagt, sie macht das alles gerne und nur so 

hat sie ein gutes Gefühl. Analyse der Situation, Gefahren, prophylaktische Maßnahmen. 

 

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CIRS – Risikomanagement

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Fixation

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Am Rosenmontag wird ein stark alkoholisierter Patient in die Ambulanz eingeliefert, der sich  

bei einem Sturz durch ein Kneipenfenster Schnittverletzungen zugezogen hat. Als sich der  

Arzt die stark blutenden Wunden anschauen will, weigert sich der Patient und droht dem  

Arzt mit Prügel. Da der Arzt die Blutung stillen will, ruft er zwei Pfleger, damit diese den  

Patienten während der Untersuchung festhalten. Darf es das?

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Maria ist Azubi im 3. Jahr, PA sagt bei Aufgaben:“ Du bist im 3. Jahr, das kannst 

du schon!“ Das verunsichert Maria, obwohl sie die Aufgaben ausführen kann. 

Welchen Führungsstil vermuten Sie? Welche Merkmale charakterisieren diesen? 

Vor-und Nachteile? Auswirkungen auf die berufl. Kompetenz?

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Implementierung eines Pflegesystems!  

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Krankenpflegegesetz

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Geriatrische Station mit 30 Betten, bei Übergabe wird gesagt, 

dass der MDK kommt, MA werden zur Qualitätssicherung auf Station gefragt

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Infektionsstation mit 11 Betten, Nachtschwester informiert über Krankmeldung 

einer PK und dass aktuell 6 Betten isoliert sind. Im Frühdienst sind eine PK, 1 KPH und 

1 Schüler im 1.Jahr (17 Jahre).Was tun Sie? 

 

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Pflegedokmentation und Urkundenfälschung 

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65 Jahre alte Pat. hat seit 5 Jahren Diabetes Mellitus. Ist jetzt im Krankenhaus, 

da morgens ihre BZ-Werte zu hoch sind. Sie hat den Wunsch die Injektion 

selbst durchzuführen. Leiten Sie die Pat.an! 

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Berufskunde

Das Betäubungsmittelgesetz

Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) regelt den Umgang mit Medikamenten, die als Betäubungsmittel (BtM) eingestuft wurden. 

•"nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel", die keinen therapeutischen Nutzen und ein hohes Suchtpotential aufweisen (z.B. Marihuana, Heroin, etc.) 

•"verkehrsfähigen nicht verschreibungsfähigen" Betäubungsmittel = Stoffe, die zur Herstellung therapeutisch wirksamer Betäubungsmittel verwendet werden. 

•"verkehrsfähigen verschreibungspflichtigen" Betäubungsmittel = Med. mitphysischem oder psychischem Abhängigkeitspotential, u.a. Morphin und Morphinderivate, Fentanyl 

Verschreibungsberechtigt sind Ärzte, wobei die medizinische Anwendung im Einzelfall begründet sein muss. 

Das Betäubungsmittelgesetz regelt unter anderem die Lagerung von verschreibungspflichtigen Medikamenten: 

  • Alle BtM müssen in einem sicher verschließbaren Schrank gelagert werden. 

  • Es ist statthaft, Mengen für einen durchschnittlichen Tagesbedarf außerhalb des BtM-Schrankes zu lagern. Dieser Lagerplatz ist durch Verschließen so zu sichern, dass eine schnelle Entwendung erschwert wird. 

  • Die Schlüssel sind von den Berechtigten grundsätzlich persönlich in Gewahrsam zu nehmen. 

Die Dokumentation erfolgt im BtM-Buch. Jede Veränderung im BtM-Bestand ist lückenlos und unverzüglich zu dokumentieren. Dazu zählen: 


  • den Betäubungsmittelbestand (Zugang, Registernummer und Abgang) 

  • welcher Pat. was wann erhalten hat mit Geb. Datum 

  • wer das Med. aus dem BtM-Schrank geholt hat (§13, 2) 

  • jeden Monat Kontrolliert verantwortlicher Arzt Bestand 

  • BtM-Buch drei Jahre lang aufbewahren 


  • Verwurf. 

  • Wenn etwas verloren gegangen ist 

  • Absprechen ob Kollegen etwas vergessen hat einzutragen 

  • Alles nochmal nachzählen 

  • Akten durchgucken welcher Pat. dieses Med. erhält 


 

Die Vernichtung von BtM (z.B. wenn es auf den Boden fällt, abgelaufen [Symbol] an Apotheke) ist von zwei geschäftsfähigen Personen durchzuführen und von beiden im BtM-Buch abzuzeichnen. Sie muss so erfolgen, dass eine Wiedergewinnung unmöglich ist. Am Ende eines jeden Kalendermonats hat der verantwortliche Arzt die Eintragungen und Bestände zu kontrollieren und dies für jedes BtM mit Prüfdatum und Unterschrift abzuzeichnen. BtM-Bücher sind drei Jahre ab der letzten Eintragung aufzubewahren. Rechtsgrundlage sind das Betäubungsmittelgesetz und die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) in der jeweils gültigen Fassung. 

 

Berufskunde

Schülerin, 3. Lehrjahr macht freiwillig viele Überstunden und ist auch sehr 

aufopferungsvoll. Versorgt die Pat. auch privat Zuhause, hat zu vielen 

Pat. eine enge Beziehung. Sie sagt, sie macht das alles gerne und nur so 

hat sie ein gutes Gefühl. Analyse der Situation, Gefahren, prophylaktische Maßnahmen. 

 

Analyse der Situation: 

Laut Modell hat ein vom Helfersyndrom Betroffener ein schwaches Selbstwertgefühl und ist auf seine Helferrolle fixiert; das Helfen wird zur Sucht. Dabei versucht er ein Ideal zu verkörpern, das er selbst bei seinen Eltern oder generell in seiner Kindheit vermisst hat. Seine Hilfsbereitschaft geht bis zur Selbstschädigung und Vernachlässigung von Familie und Partnerschaft; dabei übersieht oder unterschätzt er die Grenzen des Möglichen und ignoriert auch die Frage, ob seine Hilfe überhaupt erwünscht oder sinnvoll ist.. Hilfe anderer bei seiner Mission lehnt er ab.  

 

Gefahren: 

Als Folge kann es bei ihm zu Depressionen oder zum Burnout-Syndrom kommen. 

Burn out: 

Ein Burnout-Syndrom bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit.  

 

Die häufigsten Anzeichen für einen Burnout sind: 

  • Lustlosigkeit, Übellaunigkeit, Gereiztheit, 



  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, 

  • Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit, 

  • chronische Motivationslosigkeit, 

  • Stimmungsschwankungen und 

  • körperliche Symptome ( Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-, Darm-Beschwerden, Schwindel, Herz-Kreislaufprobleme, häufige Infekte, Hörstörungen wie Hörsturz und Tinnitus). 


Typisch für die Diagnose eines Burnouts ist auch der Rückzug von Kollegen, Kunden, Freunden und Bekannten. 

Aufgaben/prophylaktischen Maßnahmen: 

  • Gespräch mit Schülerin über die Krankheiten, um damit Selbsterkenntnis zu erlangen, 

  • Klare Verteilung der Aufgaben, sie soll diese, die ihr zugeteilt wurden als erstes erledigen 

  • Darauf achten, dass sie die Ressourcen der Pat. nutzt und nicht die ganze Arbeit übernimmt 


  • Pausen und Dienstzeiten müssen eingehalten werden. 

  • Schülerin informieren, dass es nicht erlaubt ist, Pat. Zuhause zu versorgen Schulleitung darüber informieren; über Selbsthilfegruppen informieren, evtl. soz. Umfeld erfragen Freizeitbeschäftigungen nahelegen 

  • Ausgleich für die Arbeit suchen 

  • Ziel: Selbstbewusstsein stärken, Vereinbarungen einhalten, für Prioritätensetzung   und Ausgleich sorgen, emotionale Ausgeglichenheit 


Berufskunde

CIRS – Risikomanagement

CIRS – Risikomanagement 

Ein Critical Incident Reporting System (CIRS) (eng. Berichtssystem für kritische Zwischenfälle) ist ein Berichtssystem zur anonymen Meldung von kritischen Ereignissen (critical incident) und Beinahe-Schäden (near miss) in Einrichtungen des Gesundheitswesens.  

Eine Identifizierung des Verhaltens als Behandlungs- oder Pflegefehler bzw. eine Klage sind keine Voraussetzung zur Berücksichtigung von Ereignissen. 

CIRS ist ein Instrument zur Verbesserung der Patientensicherheit. Diese Systeme arbeiten im Internet auf einer völlig anonymen Basis. Weder der Berichtende, die medizinische Einrichtung oder der eventuell geschädigte Patient können anhand der Daten zurückverfolgt werden. 

Der Berichtende (Arzt, Pfleger, Sanitäter etc.) füllt anonymisiert ein Online-Formular über den Vorfall aus und kann bereits Lösungsvorschläge, um ein erneutes Auftreten dieses kritischen Ereignisses zu verhindern, hinzufügen. Anschließend bewerten Experten des CIRS (z. B. Fachärzte, Lehrsanitäter) den Vorfall und geben ihrerseits Lösungsvorschläge ab. Der Vorfall wird nun im CIRS-Portal veröffentlicht, um anderen die Möglichkeit zu geben aus Fehlern zu lernen. 

Meldungen in einem CIRS ersetzen weder eine eventuell notwendige Strafanzeige noch leiten sie die rechtliche Sicherung der Schadensersatzansprüche oder dergleichen ein (Vergleiche hierzu den Artikel Arzthaftung). Vielmehr geht es um Lernvorgänge der beteiligten Berufsangehörigen unter einem hohen wechselseitigen Vertrauensschutz. 

Mit solchen Online-Portalen soll die bislang wenig ausgeprägte Fehlerkultur in medizinischen Berufen verbessert werden. Das Wichtige, um potentiell tödliche Fehler zu vermeiden, sei: „Lernen, darüber zu sprechen“. 

CIRS wurde etabliert, das als zentrales Instrument des klinischen Risikomanagements Erkenntnisse aus klinischen Situationen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess nutzbar macht − durch eine effektive Analyse der Zwischenfälle bzw. der Fehler. Der Wunsch insbesondere der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter, für Gesundheit und Leben ihrer Patienten einzutreten, wird damit durch eine weitere, entscheidende Dimension ergänzt: dies in einem vertrauensvollen Umfeld einer klaren Sicherheitskultur zu tun. 

Ein CIRS zur Erhöhung der Patientensicherheit zu etablieren, welches durch sorgfältige vertrauensbildende Ausrichtung in der Organisation genutzt wird, stellt eine große Herausforderung dar. Sie unterstützen Sie bei der Planung und umsichtigen Einführung des CIRS und bieten zusätzliche Risikoaudits, um die erfolgreiche Umsetzung zu evaluieren und auch das CIRS einem Verbesserungsprozess entgegenzuführen. 

Berufskunde

Fixation

1. Art 1 I GG (Schutz der Menschenwürde)  

So schützt das Grundgesetz in Art 1 I GG als wichtigstes individuelles Gut die Würde des  

Menschen. Art 1 I GG verbietet insbesondere jede erniedrigende und entwürdigende  

Behandlung anderer. 

2. Art 2 I GG (Allgemeine Handlungsfreiheit)  

Neben der Verletzung der Würde des Menschen ist bei Patientenfixierungen regelmäßig das  

Grundrecht auf körperlichen Bewegungsfreiheit betroffen. Das Grundgesetz garantiert in  

Artikel 2 Abs. 1 Satz 1 GG die Freiheit der Person als unverletzliches Recht des einzelnen.  

 

Grundsätze für eine Fixierung 

 

Freiheitsberaubung: 

Ist immer dann gegeben, wenn das Opfer/der Pat. seinen aktuellen Aufenthaltsort nicht freiwillig verlassen kann und ist nach § 239 StGB strafbar. Jede fixierende Maßnahme erfüllt objektiv der Tatbestand einer Freiheitsberaubung, vorsätzlich wird diese Freiheitsberaubung auch begangen, weswegen an das Thema Fixation hohe Anforderungen gestellt werden: 

  1. Bei Notwehr (erforderliche Verteidigung um Angriff abzuwehren) oder Notstand 


  • Eigen-/Fremdgefährdung liegt vor 

  1. Arzt ordnet es an 

  • Name des anordnenden Arztes  

  • Name und Geburtsdatum des zu fixierenden Patienten  

  • Rechtfertigungsgrund (Anordnungsgrund bzw. Anlass)  


  • Art, Umfang und Dauer der Maßnahmen  

  • Befristung (voraussichtliche Dauer der Fixierung, maximal 24 Stunden  

ohne erneute schriftliche Anordnung) 

  1. Richterlicher Beschluss beim Betreuungsgericht 

  2. Gültig für 24h, dann neue AA und richterlicher Beschluss notwendig 


 

Es gelten besondere Überwachungspflichten bei fixierten Patienten, Fixationsprotokolle zusätzlich zur normalen Dokumentation müssen geführt werden. 

Es gibt die direkte Fixation (3-Punkt), die indirekte (Bettgitter, abschließen, Gehhilfe wegnehmen) und die medikamentöse Fixation (Sedierung). 

 

  • Bei Gefahr im Verzug (Notwehr oder Notstand) kann (und muss ggf.) das Pflegepersonal auch ohne vorherige schriftliche ärztliche Anordnung vorübergehend fixieren. Die schriftliche ärztliche Anordnung muss jedoch unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, nachgeholt werden!  


 

  • Die Fortführungen und Verlängerungen der Fixierung ist mit dem zuständigen Oberarzt abzuklären und zu prüfen. Nach 24 Stunden ist jedoch das Amtsgericht zu informieren und ein richterlicher Beschluss über die weitere Fixierung einzuholen, denn bei Fixierungen, die länger als 24 Stunden oder regelmäßig stattfinden, ist zwingend die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts oder die Unterbringung nach PsychKG Rheinland-Pfalz erforderlich – Art. 104 Abs. 2 GG. 

 

Über die Fixierung ist idealerweise eine Pflegedokumentation zu erstellen, aus  

der folgende Aspekte hervorgehen müssen:  


  1. Wer wurde fixiert? 

  2. Wer ordnete die Fixierung an? 

  3. Wer fixierte? 

  4. Wie wurde fixiert? 

  5. Von wann bis wann wurde fixiert? 


  1. Welche weiteren Maßnahmen wurden wann ergriffen? 

  2. (Vitalzeichenkontrolle, Erhebung des psychischen Befundes, 

  3. Überprüfung der Fixierung, Medikation etc.) 

 

 


 

Berufskunde

Am Rosenmontag wird ein stark alkoholisierter Patient in die Ambulanz eingeliefert, der sich  

bei einem Sturz durch ein Kneipenfenster Schnittverletzungen zugezogen hat. Als sich der  

Arzt die stark blutenden Wunden anschauen will, weigert sich der Patient und droht dem  

Arzt mit Prügel. Da der Arzt die Blutung stillen will, ruft er zwei Pfleger, damit diese den  

Patienten während der Untersuchung festhalten. Darf es das?

  • Das Festhalten der Pfleger war nicht durch Notwehr gerechtfertigt, da es an einem  


gegenwärtigen Angriff des Patienten gefehlt hat; dieser hat lediglich mit Prügel gedroht. Im  

übrigen wurde der Patient nicht festgehalten, um einen Angriff auf den Arzt zu verhindern,  

sondern damit dieser die Behandlung beginnen bzw. fortsetzen konnte.  

In Betracht kommt aber eine Rechtfertigung wegen Notstands. Vorliegend bestand aufgrund  

der Schnittverletzungen eine Gefahr für die Gesundheit des Betrunkenen. Diese Gefahr war  

auch gegenwärtig. Fraglich ist allerdings, ob diese Gefahr nicht anders abwendbar war, als  

durch das Festhalten der Pflegekräfte. Hier hätte vielleicht zunächst versucht werden sollen,  

ein beruhigendes Gespräch zu führen. Jedenfalls aber ergibt die im Rahmen des Notstandes  

durchzuführende Interessenabwägung nicht, dass das geschützte Interesse des Patienten (Gesundheit) das beeinträchtigte Interesse an seiner Freiheit wesentlich überwiegt.  

Ausweislich des Sachverhaltes erlitt der Patient nur leichtere Schnittverletzungen. Zwar mag  

eine Behandlung aus medizinischer Sicht sinnvoll gewesen sein; eine dringende  

Behandlungsnotwendigkeit, die ein Festhalten des Patienten gegen seinen Willen  

erforderlich gemacht hätte, hat es indes nicht gegeben. 

Berufskunde

Maria ist Azubi im 3. Jahr, PA sagt bei Aufgaben:“ Du bist im 3. Jahr, das kannst 

du schon!“ Das verunsichert Maria, obwohl sie die Aufgaben ausführen kann. 

Welchen Führungsstil vermuten Sie? Welche Merkmale charakterisieren diesen? 

Vor-und Nachteile? Auswirkungen auf die berufl. Kompetenz?

Führungsstile: 

= relativ konstante Verhaltensweisen von Menschen in Erziehungs- und Führungssituationen.  

Man unterscheidet:  

  1. autoritärer,  


  1. sozial integrativer und  

  2. laissez-fairer Stil 

 

Führungsstil hier ist der laissez-fair Stil = antiautoritär 

Merkmale:  


  • Keine Vorgaben/Grenzen,  

  • man wird sich selbst überlassen, 

  • Erzieher, der nicht anwesend ist,  

  • kein Lob, keine Kritik,  

  • Vernachlässigung 


 

In der Praxis: 

  • MA kennt seiner Grenzen nicht, überschätzt sich, fühlt sich im Stich gelassen, erfährt keine Teamarbeit 

  • Schüler wird vernachlässigt und arbeitet dementsprechend nebenher 

  • Kenntnisse werden nicht gefördert/kontrolliert, es können Fehler entstehen → keine Patientensicherheit! 


  • Man erhält keine richtige Rückmeldung auf seine Arbeit, es besteht die Gefahr, dass der Schüler ebenso eine gleichgültige Haltung gegenüber den Pat. einnimmt, da man keine Unterstützung erhält, steigert dies die Unsicherheit 

 

Vorteil: 

  • selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten, 

  • eigene Organisation 


  • Wissen kann eingesetzt und gezeigt werden 

 

Nachteil: 

  • keine Kontrolle 

  • Fehler werden nicht bemerkt, somit kein Korrigieren dieser möglich 


  • Gefahr der Überforderung 

  • Keine Teamfähigkeit kann sich entwickeln 

  • evtl. nicht absprachefähig 

 

Andere Führungsstiele: 


  1. Autoritärer Führungsstil:  

  • Der Vorgesetzte gibt Anweisungen, Aufgaben und Anordnungen weiter, ohne seine Untergebenen in die Entscheidung einzubeziehen.  

  • Von seinen Untergebenen erwartet der Vorgesetzte nahezu bedingungslosen Gehorsam und duldet keinen Widerspruch oder Kritik. Bei Fehlern wird bestraft, statt zu helfen. 

  1. Sozial integrativer Führungsstil: 

  • Der Vorgesetzte bezieht seine Mitarbeiter in das Betriebsgeschehen mit ein.  


  • Er erlaubt Diskussionen und erwartet sachliche Unterstützung.  

  • Bei Fehlern wird in der Regel nicht bestraft, sondern geholfen.  

  • Vorteile des kooperativen Führungsstils liegen vor allem in der hohen Motivation der Mitarbeiter durch Entfaltung der Kreativität, Förderung der Leistungsfähigkeit und höhere Selbstständigkeit.  

  • Eine Entlastung des Vorgesetzten und somit auch eine Reduzierung des Risikos einer Fehlentscheidung für das Unternehmen 

 


 

Berufskunde

Implementierung eines Pflegesystems!  

 

Bezugspflege nochmal erklären!! 

 

Pflegesysteme sind in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege die planmäßige, systematische und methodische Strukturierung der Arbeitsabläufe. 

  • Sind pflegewissenschaftl. erforscht und Teilbereiche d. arbeitsorganisatorischen Pflegemanagements. 

  • Kennzeichen des Pflegesystems, Vorteile, Nachteile, Implementierung mit PDCA-Zyklus 

  • jeder muss vom Modell überzeugt sein 

  • Fachwissen über Pflegeprozess über Modell 

  • SL muss unterstützend dahinter stehen 


 

Funktionspflege 

Das als Funktionspflege bezeichnete System der aufgaben- beziehungsweise tätigkeitsorientierten Pflege zeichnet sich durch eine starke Defragmentierung des Pflegeprozesses und eine klare hierarchische Struktur aus. Die Pflegemaßnahmen werden hierbei einzelnen Pflegekräften nach ihrer Kompetenz zugeordnet und routinemäßig an allen Pflegebedürftigen durchgeführt. Beispiele hierfür sind das durchgängige Bettenmachen in allen Zimmern oder die Insulingabe bei allen Diabetikern einer Station zu einer bestimmten Uhrzeit durch eine Pflegekraft. 

Positive Seiten: 

  • Pat. lernt alle Pflegekräfte kennen 


  • Reflexion und Vergleich der ausgeführten Tätigkeiten besser möglich 

  • Wirtschaftliche Aspekte (Arbeit für alle Mitarbeiter je nach Qualifikation) 

  • Neue Tätigkeiten können gut erlernt werden, da hohes Übungsfrequenz 

  • Weniger Materialverbrauch 

Negative Seiten: 


  • Pat. hat keinen festen Ansprechpartner, Wünsche, Bedürfnisse können unter gehen 

  • Erwerb von neuen Qualifikationen ist schwieriger 

  • Hierarchisches Denken entsteht (höherwertige und minderwertige Tätigkeiten) 

  • Ggf. Zeitverlust durch erhöhten Koordinationsaufwand 

 


Bereichspflege: 

Im Bereich der sogenannten Bezugspflege wird einer Gruppe von Pflegebedürftigen eine Pflegeperson konstant zugeordnet. Die Zuordnung kann sich an räumlichen oder pflegerelevanten Kriterien orientieren. Allen patientenorientierten Systemen liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde. Bereichspflege [Symbol] Zuordnung zu einer Pflegeperson anhand räumlicher Gegebenheiten 

Positive Seiten 

  • Pat. hat einen festen Ansprechpartner  

  • Überblick über der Allgemeinsituation eines Patienten vorhanden 


  • Pflegende haben die Möglichkeit mehr Qualifikationen zu erlangen 

  • Zeitersparnis, durch verbinden mehrerer Tätigkeiten an einem Pat. 

  • Maßnahmen können innerhalb einer Schicht flexibel verschoben werden 

Negative Seiten 

  • Vergleich ähnlicher Tätigkeiten ist nur über einen längeren Zeitraum möglich 


  • Hoher Anspruch an die Pflegenden, da viele Kenntnisse nötig sind 

  • Kein Überblick zu den anderen Bereichen 

  • Kostenintensiver, da mehr exam. Kräfte nötig und mehr Materialien wie RR-Manschetten 

 

Primary Nursing 


Das in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelte Pflegesystem des Primary Nursing geht pflegetheoretisch über das europäische Verständnis der Bezugspflege hinaus, auch wenn diese Begriffe in Übersetzungen oft gleichgesetzt werden. Hierbei ist eine Pflegekraft, die Primary Nurse, rund um die Uhr für alle Pflegeprozesse voll verantwortlich und plant die gesamte Pflege von Aufnahme bis Entlassung. Unterstützt wird die verantwortliche Pflegeperson durch eine Assistenzpflegekraft, die Associate Nurse, die jedoch über keine eigenen Handlungsspielräume und Entscheidungskompetenzen verfügt. 

Positive Seiten: 

  • Kontinuität der Pflege wird gewährleistet 

  • Wirkung der Pflegemaßnahmen vergrößert sich, sie lassen sich auch besser beurteilen 

  • Umfassende Autonomie der direkt mit dem Patienten arbeitenden Pflegekraft 


  • klare Verantwortungsbereiche und Kommunikationswege 

  • Pflege ist von dem Pat. nachvollziehbar 

  • Qualifikationen können erlernt werden 

  • Fester Ansprechpartner für Pat., Angehörige und die Mitglieder des therapeutischen Teams 

Negative Seiten: 


  • hoher Anspruch  

  • erfordert angemessene Rahmenbedingungen (genug Zeit für Pflegemaßnahmen, Fortbildungen) 

  • langfristige und große Nähe zum Pat. kann zur Überforderung führen 

  • problematisch wenn Primary Nurse krankheitsbedingt ausfällt 

 


 

 

Berufskunde

Krankenpflegegesetz

Das Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz, KrPflG) vom 16. Juli 2003 (BGBl. I S. 1442) trat am 1. Januar 2004 in Kraft. Es ersetzte das bis dahin gültige Krankenpflegegesetz vom 4. Juni 1985 (BGBl. I. S. 893). 

Das KrPflG regelt, unter welchen Voraussetzungen die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnungen 

erteilt wird, und es regelt die Ausbildung zu diesen Berufen. Außerdem ist die Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen in einem anderen Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen) normiert. 


Gleichzeitig mit dem neuen KrPflG trat auch die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege vom 10. November 2003, KrPflAPrV (BGBl. I S. 2263) in Kraft. 

Inhalte des Gesetzes 

  • Es gibt zwei Berufsbilder, die Kranken- und die Kinderkrankenpflege. Allerdings enthält die Ausbildung weitgehend gemeinsame Ausbildungsanteile. Den besonderen Erfordernissen einer kindgerechten Versorgung wird durch die Spezialisierung in der zweiten Phase Rechnung getragen. 

  • Die neuen Berufsbezeichnungen "Gesundheits- und Krankenpfleger/in" sowie "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in" sollen sprachlich den erweiterten Ansatz in der Krankenpflege unterstreichen. Sie lösen die alten Berufsbezeichnungen Krankenschwester und Krankenpfleger ab. 

  • Bei den Ausbildungszielen wird der eigenständige Aufgabenbereich der Pflege hervorgehoben. Es wird klargestellt, dass die Pflege nicht auf den kurativen Aspekt beschränkt ist. Krankenpflege beinhaltet auch präventive, rehabilitative und palliative Maßnahmen. Krankenpflege unterliegt so einem umfassenden Ansatz. Es handelt sich um eine qualitativ hochwertige, anspruchsvolle Ausbildung, die in aller Regel von sehr engagierten Menschen gewählt wird. 


  • Die praktische Ausbildung findet nicht mehr nur in Krankenhäusern, sondern auch in geeigneten ambulanten oder stationären Pflege- oder Reha-Einrichtungen statt. 

  • Die schulische und praktische Ausbildung steht unter der Gesamtverantwortung der Schulen. Zudem gibt es verbindliche Regelungen zur Unterstützung der praktischen Ausbildung durch Praxisbegleitung der Schulen und Praxisanleitung in den Einrichtungen. (zit. aus der Bundestagsdebatte bei der Verabschiedung, 3. Lesung, BT- Drucksache 15/804) 

  • Die Ausbildung gliedert sich in 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden. Sie wird weiterhin an den Krankenhäusern angeschlossenen Krankenpflegeschulen bzw. Kinderkrankenpflegeschulen durchgeführt. 

  • Die "Praktische Ausbildung" wird der praxisnahe Einsatz an potentiellen Arbeitsstellen genannt, dessen Zweck die Unterweisung in praktische Tätigkeiten und in den Umgang mit den damit verbundenen Belastungen ist. 

 


§3 Ausbildungsziele 

Die Ausbildung soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln. 

Des Weiteren soll die Ausbildung befähigen, die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen: 

  • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege (Pflege entsprechend dem Pflegeprozess durchführen) 

  • Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege 


  • Beratung, Schulung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit 

  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes 

 

 

Im Rahmen der Mitwirkung sollen zusätzlich folgende Ausgabe auszuführen sein: 


  • Eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen 

  • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation 

  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen 

  • Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln. 


Berufskunde

Geriatrische Station mit 30 Betten, bei Übergabe wird gesagt, 

dass der MDK kommt, MA werden zur Qualitätssicherung auf Station gefragt

MDK: 

  • unabhängiger Begutachtungs– und Beratungsdienst der gesetzl. Krankenkassen 

  • Aufgaben:  

  • Pflegequalitätssicherung → Werden Qualitätsstandards eingehalten? 

  • Wie werden Qualitätsmängel vorgebeugt? 

 


Qualitätsinstrumente: 

  • Pflegeanamnese,  

  • Pflegeprozess (Infos sammeln, Probleme und Ressourcen beschreiben, Ziele festlegen, Maßnahmen planen, Maßnahmen durchführen, Überprüfen und verbessern), 

  • Pflegedokumentation,  

  • Assessmentinstrumente anwenden zur Patientensicherheit, z.B. 


  • Barthel Index,  

  • Norton Skala,  

  • Hendrich Skala,  

  • Bienstein Skala, etc. 

Wie wird dies alles angewendet, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess 


besteht? 

PDCA-Zyklus: 

  • Plan, Do, Check, Act 

  • regelmäßige Teambesprechungen,  

  • es gibt Beauftragte für versch. Aufgaben z.B.: Dokumentationsbeauftragter,  


  • Schüler werden angeleitet und bekommen ausreichend Unterstützung,  

  • Pat. haben Möglichkeiten Kritik oder Lob zu äußern (Zufriedenheitszettel anonym ausfüllen lassen) 

  • MA dürfen/sollen Ideen abgeben, Meinungen sagen, um Konflikte frühzeitig zu klären 

  • Dienstplan ist ausgeglichen 


Berufskunde

Infektionsstation mit 11 Betten, Nachtschwester informiert über Krankmeldung 

einer PK und dass aktuell 6 Betten isoliert sind. Im Frühdienst sind eine PK, 1 KPH und 

1 Schüler im 1.Jahr (17 Jahre).Was tun Sie? 

 

  1. Überlastungsanzeige an PDL 

=Instrument, dient dazu, auf mögliche Gefahren für die Pat. hinzuweisen, da aufgrund von Personalmangel aus Sicht der diensthabenden Pflegekräfte die Pflege und die Sicherheit der Patienten nicht zu 100% gewährleistet werden kann. Zudem soll das Haftungsrisiko des Pflegepersonals gesenkt werden, da dieses schon vorher auf Missstände hingewiesen hat. 

Die Anzeige ist schriftlich vor dem Dienst, bzw. spätestens unmittelbar danach, zu erstellen und ist adressiert an die PDL/BR. Sie beinhaltet das Datum, den Dienst, die geplante Dienstbesetzung, die tatsächliche Besetzung und die Patientensituation. Die Anzeige soll vom Ersteller unterzeichnet werden. 

  1. bei anderen Station fragen, ob jemand aushelfen kann (am besten 

exam.PK), evtl. MA aus dem frei holen 


  1. organisatorischen Ablauf klären und Aufgaben verteilen 

  2. hier empfiehlt sich Funktionspflege anzuwenden → Arbeit entsprechend 

der Qualifikation verteilen 

  1. KPH versorgt die Isolationszimmer,  

  2. Schüler verteilt Frühstück, versorgt die anderen Zimmer,  


  1. PK übernimmt Rundgang, Medikamente richten und austeilen, administrative Aufgaben, Visite, Entlassungen und Aufnahmen 

  2. Prioritäten setzen: 

  3. Körperpflege, VZK bei einigen Pat., VW auslassen/in den Spätdienst verschieben 

  4. Berücksichtigung des Jugend-Arbeits-Schutz-Gesetz  

  5. Pause von 2 mal 30 Min 


  1. Keine Iso-Zimmer 

 

CAVE! Auswirkungen auf Patienten/MA: 

  • Patientenversorgung ist beeinträchtigt → Patientensicherheit nimmt ab, somit auch die Zufriedenheit 

  • bei Dauerzustand sinkt die Zufriedenheit der MA, auch die Motivation es kann zu Teamkonflikten kommen, Frust 


→ Qualitätsverlust! 

Berufskunde

Pflegedokmentation und Urkundenfälschung 

Dokumentationspflicht: 

Die Dokumentation einer medizinischen und pflegerischen Leistung erfolgt aus zwei Gründen: 

  • Nebenpflicht des Behandlungsvertrages  

Sie dient der Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Pflege. Die Aufgabe von der Dokumentation ist dabei den fachlichen Inhalt den bislang bei dem Patienten erbrachten Leistungen wiederzugeben. Grundlage für Planung und Umsetzung einer Behandlung, sowie Ermöglichung einer problemlosen Weiterbehandlung durch die Pflegekräfte anderer Dienste oder neue Weiterbehandlung durch Externe. 


  • Vermeidung der Beweislastumkehr 

Eine schlecht geführte Dokumentation kann Nachteile in einem eventuellen Haftungsprozess verschaffen. Somit kann der  angebliche Schädiger nicht beweisen, dass eine Behandlung fehlerfrei verlaufen ist (objektive Infos) 

 

Die Pflegedokumentation ist eine Sammlung von Schriftstücken, die sich auf den Pflegeprozess bei einem Pflegebedürftigen beziehen. Mit der Pflegedokumentation werden alle eine Person betreffenden Informationen an einer Stelle aktuell zusammengeführt und die einzelnen Arbeitsschritte der Pflege festgelegt. Damit kann der Pflegeprozess nachvollziehbar gestaltet, ausgewertet und angepasst werden. Eine sinnvolle Pflegedokumentation erleichtert die Kooperation innerhalb des Behandlungs- und Pflegeteams, dient dem Nachweis der erfolgten Pflegemaßnahmen und ist die Grundlage zur Feststellung der Pflegestufe. Sie ist damit ein wichtiges Arbeitsmittel der Pflege. 

Rechtlich ist die Gesamtheit der Unterlagen ein zusammengehörendes Dokument, das nicht verfälscht werden darf. 


Bei der Frage, was dokumentiert werden muss und welche Angaben nicht erforderlich sind, hilft ein Merksatz von Reinhard Lay: "Was praxisrelevant, vergütungsrelevant, prüfungsrelevant oder juristisch erforderlich ist, wird vollständig, wahr und klar dokumentiert." Oder: Alles, was zur Darstellung des Befindens und des Verlaufs der Pflege notwendig erscheint, ist in der Pflegedokumentation darzustellen. 

Das Dokumentationssystem wird üblicherweise in die Teile Informationssammlung, Pflegeplanung, Durchführung und Pflegebericht gegliedert. 

In jeder Einrichtung sollten mindestens folgende Formulare existieren: 


  • Biografieblatt 

  • Bogen für ärztliche Anordnungen und Behandlungen 

  • Medikamentenplan 

  • Pflegeplanung

  • Pflegebericht/ Beurteilung der Pflegewirkungen 


  • Durchführungsnachweis 

  • Dokumentation soll zeitnah erfolgen (das vermeidet auch Übertragungsfehler[6] von zusätzlichen Notizzetteln, fahrlässige Fehlaufschreibungen oder das schlichte Vergessen von Informationen) 

  • Die Pflegedokumentation soll sich auf die wesentlichen Aspekte beschränken und keine Formulierungen in epischer Breite enthalten. 

  • Dokumentation dient primär als Informationsquelle für die an der Pflege beteiligten Mitarbeiter im Sinne der Qualitätssicherung. Eine Nutzung zur Beweissicherung im Rechtsstreit stellt lediglich eine nachgeordnete Funktion dar. Die pflegerische Arbeit wird nachvollziehbar und sichtbar gemacht. Andernfalls droht im Schadensersatzprozess die so genannte Beweislastumkehr

  • Eine Dokumentation mit Abkürzungen, Symbolen, etc. ist zulässig, wenn die Bedeutung der Kürzel hinterlegt wird und auch noch nach Jahren nachvollziehbar ist. 


  • Eine abgekürzte Pflegedokumentation unter Berufung auf Pflegestandards gilt als zulässig, wenn die zum Zeitpunkt der Dokumentation gültigen Standards auch noch nach Jahren nachvollziehbar bleiben (zugängliche Archivierung). 

  • Die Pflegedokumentation muss für Fachleute verständlich sein (nicht im Sinne von Pflegeexperten, sondern eher jemand mit umfassender Ausbildung in Pflege oder Medizin), nicht unbedingt für den Laien. 

Urkundenfälschung 

Urkundenfälschung ist ein Strafbestand und in §267 STGB ausdrücklich angesprochen 

§ 267 
Urkundenfälschung 


(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Der Versuch ist strafbar. 

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter 


 

1. 

gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Betrug oder Urkundenfälschung verbunden hat, 

 

2. 

einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt, 

 

3. 

durch eine große Zahl von unechten oder verfälschten Urkunden die Sicherheit des Rechtsverkehrs erheblich gefährdet oder 

 

4. 

seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht. 


(4) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer die Urkundenfälschung als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht. 

 

 

Berufskunde

65 Jahre alte Pat. hat seit 5 Jahren Diabetes Mellitus. Ist jetzt im Krankenhaus, 

da morgens ihre BZ-Werte zu hoch sind. Sie hat den Wunsch die Injektion 

selbst durchzuführen. Leiten Sie die Pat.an! 

Anwendung der Pflegeedukation: 

= Überbegriff für Information, Beratung, Anleitung und Schulung von Pat. 

  • Zielgruppe:i.d.R. Menschen mit einer chronischen Erkrankung 

  • Ziel:Menschen mittels Information, Beratung und Anleitung im Umgang mitihrer Krankheit zu schulen, da bei einem dauerhaften Bestehen derStörung das medizinische Fachpersonal alleine nicht zu einer Linderungbeitragen kann 

  • Der Patient muss gleichwertig in der Lage sein, seine Erkrankung bestmöglich in den Alltag zu integrieren 


  • = Teil des Konzeptes zur Gesundheitsförderung in der Pflege. 

 

Ablauf: 

  1. Beziehung aufbauen 

  2. Klärung der Lernvoraussetzungen 


  1. Ermittlung des Edukationsbedarfs 

  2. Vereinbarung von Zielen 

  3. Lösungen entwickeln 

  4. Ablauf planen 

  5. Planung umsetzen 


  1. Evaluation 

  2. Beziehung beenden 

 

  1. Erstgespräch: 

  • Anwendung der Gesprächsführung 


  • Klärung von Fragen → Schon einmal selbst s.c. Injektion durchgeführt? Ängste/Sorgen? 

  • Lässt der körperliche Zustand das zu? (schlechtes Sehen...) 

  • Ziele des Gesprächs → Vertrauen stärken, Pat. motivieren, Fragen klären, Kenntnisstand des Pat. herausfinden 

 

 


  1. Material zeigen: 

  • Materialien richten und benennen 

  • Pat. Dinge anfassen lassen, informieren, dass diese vom Hausarzt verschrieben werden und in der Apotheke erhältlich sind 

  1. Vorbereitung der Einstichstelle: 

  • Pat. soll Zuhause gut abwaschen, abtrocknen, keine Seife oder Creme 


  • Pat. fragen, wo er injizieren würde 

  • Einstichstelle: Unterbauch oder Oberschenkel 

  • im KH: Desinfektion wegen Keimsituation, Sprüh-Wisch-Sprüh, Einwirkzeit 15 Sek. 

  1. Durchführung: 

  • PK zeigt es nochmal, erklärt alle Schritte 


  • Desinfektion, Hautfalte, Einstich 90°, 10 Sek. warten, Nadel> 

  • Falte lösen und nochmal wischen, Nadel verwerfen 

  • Pat. kann auch an Obst üben, dann unter Anleitung 

  1. Nachbereitung: 

  • Verwerfen der Nadel 


  • Aufbewahrung des Pens bei Raumtemperatur 

  • Dokumentation z.B. in einem Diabetikertagebuch 

  1. Evaluation: 

  • Fragen, ob sie noch Hilfe braucht 

  • kann sich jeder Zeit melden 


  • raten eine Diabetikerschulung zu machen 


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