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Lernmaterialien für Wahrnehmung und Psychophysik an der Universität Leipzig

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TESTE DEIN WISSEN

Wenn Wahrnehmung als Hypothesentestung agiert, welche Art von Hypothesen werden getestet?

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TESTE DEIN WISSEN
  • In bestimmten Situationen werden „Hypothesen“/ Interpretationen extrem schnell und bleibend gelernt.
  • In anderen Situationen wird trotz besseren Wissens (=neue Hypothese) Wahrnehmung nicht angepasst.
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TESTE DEIN WISSEN

Beschreibe ein Beispiel für die Interaktion von Wahrnehmenden und Umwelt.

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TESTE DEIN WISSEN

Basstölpel

  • Flugbewegung, Handlung erzeugt optischen Fluss
  • optischer Fluss Wahrnehmung --> nutzen, um mit Umwelt zu interagieren
  • liefert Information für Anpassung der Flügelstellung
  • Flugbewegung, Handlung

(Kreislauf)

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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen Entdeckungen begann die Gestaltpsychologie?

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TESTE DEIN WISSEN

Transponierte Melodien als auditive "Gestalten"

  • 1890 Christian v. Ehrenfels – „Vater der Gestaltpsychologie“
  • Töne als Elemente der Melodie könnten durch ganz andere Töne ersetzt werden --> trz. dieselbe Melodie, wenn nur die Anordnungsbeziehung zwischen den Tönen erhalten bleibt

Untersuchungen zum Phänomen Scheinbewegung

  • 1911 Max Wertheimer
  • 2 räumlich benachbarte Stimuli, die zeitlich versetzt „aufblinken“, werden i.d.R. nicht als 2 separate Stimuli, sondern als ein sich bewegender Stimulus wahrgenommen
  • Bewegung entsteht als Resultat zeitlicher & räumlicher Beziehungen zwischen den einzelnen Reizen
  • --> Das Ganze (die Gestalt) ist mehr als die Summe der einzelnen Reize
  • Phänomen ist über Elementenpsychologie/Strukturalismus nicht erklärbar  

Figur-Grund-Unterscheidung

  • 1915 von Edgar Rubin veröffentlicht
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Wie lautet das Prägnanzprinzip?

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Gestaltprinzipien können miteinander konkurrieren. --> Diejenige Wahrnehmungsorganisation setzt sich durch, die die beste (einfachste) Gesamtgestalt erbringt.

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Wer waren die Begründer der Gestaltpsychologie?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Christian Ehrenfels "Vater der Gestaltpsychologie"
  • Max Wertheimer (Frankfurter Schule)
  • Koffka, Lewin, Köhler (Berliner Schule)
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TESTE DEIN WISSEN

Bewerte die Gestaltpsychologie.

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TESTE DEIN WISSEN
  • beschreibt bedeutende Phänomene der Wahrnehmung
    • Figur-Grund-Unterscheidung, Gestaltprinzipien, Prägnanz  
  • Wahrnehmung als dynamischer, kontextabhängiger Prozess
  • Betonung der Bedeutung angeborener Mechanismen zur Strukturierung von Umweltreizen
  • ABER: wenig experimentelle Daten, eher Beschreibungen (Introspektion) u. (faszinierende) lllustrationen
    • z.B. Fehlen von Kriterien, unter welchen Bedingungen welche Gestaltprinzipien Wahrnehmung bestimmen 
    • häufig post-hoc Interpretationen (z.B. Prägnanzprinzip als zentrales Prinzip eingeführt, um das „Nichtwirken“ alternativer Prinzipien zu erklären.)
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Wie erfolgt Wahrnehmung nach dem probabilistischen Funktionalismus?

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  • probabilistische Natur distaler Reize
  • Wahrnehmung (hier Urteilsbildung) erfolgt unter probabilistischen Bedingungen
  • Wahrnehmende agieren als intuitive Statistiker!

Bsp.: essbare Früchte sind in der Regel, d.h. mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit: dunkler, röter, weicher, süßer 

--> aber: Diese Zeichen sagen die Essbarkeit nicht mit völliger Sicherheit voraus! --> einige helle Früchte sind essbar, einige rote sind giftig & einige weiche verdorben …


 

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Worauf fokussiert sich der probabilistische Funktionalismus?

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Zusammenhang (Korrelation) zwischen distalen und proximalen Reizen mit Korrelation <1 (kein 1:1 Abbild der Welt)

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Veranschauliche die ökologische und funktionale Validität an einem Beispiel.

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Bsp.: Tiefenwahrnehmung über Stereosehen

  • Unterschiede zwischen beiden Bildern (für linkes und rechtes Auge) stellt Hinweisreiz für Tiefeninformation dar (Anordnung der Objekte)
    • hohe ökologische Validität
  • für stereoblinde Menschen geringe funktionale Validität
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Was besagt Brunswiks Boxer-Metapher?

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Wahrnehmender agiert wie ein Boxer, der (schnell!!!) verschiedenste Hinweisreize wahrnehmen, abwägen, kombinieren muss. 

--> Ziel: angemessen reagieren & u.U. Überleben sichern

  • richtige Vorhersagen werden belohnt 
  • falsche Vorhersagen werden bestraft
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Bewerte den probabilistischen Funktionalismus.

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TESTE DEIN WISSEN
  • ökologischer Ansatz: Bedeutung komplexer, „lebensnaher“ Stimuli betont (keine reduzierten Laborstimuli)
  • Betonung von Erfahrung und Lernen für Wahrnehmungsprozess
  • Wahrnehmende als „intuitive Statistiker“ Brunswick war als Psychologe seiner Zeit damit weit voraus, viele statistische Methoden wie z.B. multiple Regression wurden gerade erst entwickelt
  • Linsenmodell als Strukturmodell für Gebiete wie Wahrnehmung, Entscheidungen (z.B. diagnostische Urteilsprozesse), Kommunikation 
  • ABER: Gegner streng kontrollierter (Labor-) Experimente und Vernachlässigung der Bedeutung angeborener Fähigkeiten
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Was sind emergente Eigenschaften als Gegenstand der Gestaltpsychologie?

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TESTE DEIN WISSEN

Gesamtkonfiguration einer Reizvorlage kann dazu führen, dass sich im Wahrnehmungseindruck Eigenschaften ergeben, die aus den lokalen Reizbestandteilen nicht ableitbar sind

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Q:

Wenn Wahrnehmung als Hypothesentestung agiert, welche Art von Hypothesen werden getestet?

A:
  • In bestimmten Situationen werden „Hypothesen“/ Interpretationen extrem schnell und bleibend gelernt.
  • In anderen Situationen wird trotz besseren Wissens (=neue Hypothese) Wahrnehmung nicht angepasst.
Q:

Beschreibe ein Beispiel für die Interaktion von Wahrnehmenden und Umwelt.

A:

Basstölpel

  • Flugbewegung, Handlung erzeugt optischen Fluss
  • optischer Fluss Wahrnehmung --> nutzen, um mit Umwelt zu interagieren
  • liefert Information für Anpassung der Flügelstellung
  • Flugbewegung, Handlung

(Kreislauf)

Q:

Mit welchen Entdeckungen begann die Gestaltpsychologie?

A:

Transponierte Melodien als auditive "Gestalten"

  • 1890 Christian v. Ehrenfels – „Vater der Gestaltpsychologie“
  • Töne als Elemente der Melodie könnten durch ganz andere Töne ersetzt werden --> trz. dieselbe Melodie, wenn nur die Anordnungsbeziehung zwischen den Tönen erhalten bleibt

Untersuchungen zum Phänomen Scheinbewegung

  • 1911 Max Wertheimer
  • 2 räumlich benachbarte Stimuli, die zeitlich versetzt „aufblinken“, werden i.d.R. nicht als 2 separate Stimuli, sondern als ein sich bewegender Stimulus wahrgenommen
  • Bewegung entsteht als Resultat zeitlicher & räumlicher Beziehungen zwischen den einzelnen Reizen
  • --> Das Ganze (die Gestalt) ist mehr als die Summe der einzelnen Reize
  • Phänomen ist über Elementenpsychologie/Strukturalismus nicht erklärbar  

Figur-Grund-Unterscheidung

  • 1915 von Edgar Rubin veröffentlicht
Q:

Wie lautet das Prägnanzprinzip?

A:

Gestaltprinzipien können miteinander konkurrieren. --> Diejenige Wahrnehmungsorganisation setzt sich durch, die die beste (einfachste) Gesamtgestalt erbringt.

Q:

Wer waren die Begründer der Gestaltpsychologie?

A:
  • Christian Ehrenfels "Vater der Gestaltpsychologie"
  • Max Wertheimer (Frankfurter Schule)
  • Koffka, Lewin, Köhler (Berliner Schule)
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Q:

Bewerte die Gestaltpsychologie.

A:
  • beschreibt bedeutende Phänomene der Wahrnehmung
    • Figur-Grund-Unterscheidung, Gestaltprinzipien, Prägnanz  
  • Wahrnehmung als dynamischer, kontextabhängiger Prozess
  • Betonung der Bedeutung angeborener Mechanismen zur Strukturierung von Umweltreizen
  • ABER: wenig experimentelle Daten, eher Beschreibungen (Introspektion) u. (faszinierende) lllustrationen
    • z.B. Fehlen von Kriterien, unter welchen Bedingungen welche Gestaltprinzipien Wahrnehmung bestimmen 
    • häufig post-hoc Interpretationen (z.B. Prägnanzprinzip als zentrales Prinzip eingeführt, um das „Nichtwirken“ alternativer Prinzipien zu erklären.)
Q:

Wie erfolgt Wahrnehmung nach dem probabilistischen Funktionalismus?

A:
  • probabilistische Natur distaler Reize
  • Wahrnehmung (hier Urteilsbildung) erfolgt unter probabilistischen Bedingungen
  • Wahrnehmende agieren als intuitive Statistiker!

Bsp.: essbare Früchte sind in der Regel, d.h. mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit: dunkler, röter, weicher, süßer 

--> aber: Diese Zeichen sagen die Essbarkeit nicht mit völliger Sicherheit voraus! --> einige helle Früchte sind essbar, einige rote sind giftig & einige weiche verdorben …


 

Q:

Worauf fokussiert sich der probabilistische Funktionalismus?

A:

Zusammenhang (Korrelation) zwischen distalen und proximalen Reizen mit Korrelation <1 (kein 1:1 Abbild der Welt)

Q:

Veranschauliche die ökologische und funktionale Validität an einem Beispiel.

A:

Bsp.: Tiefenwahrnehmung über Stereosehen

  • Unterschiede zwischen beiden Bildern (für linkes und rechtes Auge) stellt Hinweisreiz für Tiefeninformation dar (Anordnung der Objekte)
    • hohe ökologische Validität
  • für stereoblinde Menschen geringe funktionale Validität
Q:

Was besagt Brunswiks Boxer-Metapher?

A:

Wahrnehmender agiert wie ein Boxer, der (schnell!!!) verschiedenste Hinweisreize wahrnehmen, abwägen, kombinieren muss. 

--> Ziel: angemessen reagieren & u.U. Überleben sichern

  • richtige Vorhersagen werden belohnt 
  • falsche Vorhersagen werden bestraft
Q:

Bewerte den probabilistischen Funktionalismus.

A:
  • ökologischer Ansatz: Bedeutung komplexer, „lebensnaher“ Stimuli betont (keine reduzierten Laborstimuli)
  • Betonung von Erfahrung und Lernen für Wahrnehmungsprozess
  • Wahrnehmende als „intuitive Statistiker“ Brunswick war als Psychologe seiner Zeit damit weit voraus, viele statistische Methoden wie z.B. multiple Regression wurden gerade erst entwickelt
  • Linsenmodell als Strukturmodell für Gebiete wie Wahrnehmung, Entscheidungen (z.B. diagnostische Urteilsprozesse), Kommunikation 
  • ABER: Gegner streng kontrollierter (Labor-) Experimente und Vernachlässigung der Bedeutung angeborener Fähigkeiten
Q:

Was sind emergente Eigenschaften als Gegenstand der Gestaltpsychologie?

A:

Gesamtkonfiguration einer Reizvorlage kann dazu führen, dass sich im Wahrnehmungseindruck Eigenschaften ergeben, die aus den lokalen Reizbestandteilen nicht ableitbar sind

Wahrnehmung und Psychophysik

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