FiWi an der Universität Konstanz | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für FiWi an der Universität Konstanz

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Zweck der Besteuerung 
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Der Zweck der Besteuerung unterteilt sich in drei Ebenen:
1. Fiskalzweck: Steuern dienen in erster Linie der Erzielung von Einnahmen
2. Umverteilungszweck:
a. Die Bürger sollen nach Leistungsfähigkeit zu Finanzierung beitragen (Liberale Auffassung)
b. Ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen soll beseitigt werden (Egalitäre Auffassung)
3. Lenkungszweck: Steuern könne auch zur Beeinflussung des Verhaltens erhoben werden, die Einkommenserzielung ist dann nur ein Nebenzweck (Zielkonflikt). Bsp.: Tabakksteuer, Branntweinsteuer, ...
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Steuerarten 
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Direkte Steuern:
Alle Steuern die an Indikatoren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit anknüpfen, insbesondere an Einkommen und Vermögen. In der Regel nehmen diese Steuern Rücksicht auf individuelle Merkmale wie Anzahl der Kinder, Familienstand, etc.
Indirekte Steuern:
Alle Steuern die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Umwegen erfassen. Sie knüpfen an Einkommensverwendung oder Vermögensverkehr. Weitere Unterscheidung in:
‐ Verbrauchssteuer, welche im Zusammenhang mit einer Wertschöpfung erhoben werden. Sie weisen keinen Kumulationseffekt oder Lawinenwirkung auf. Beispiel: Mehrwertsteuer
‐ Verkehrssteuer, welche Rechtsakte oder Realakte (Besitzwechsel) belasten, auch wenn damit nicht unbedingt eine Wertschöpfung einhergeht. Hier sind Kumulationseffekte möglich. Beispiel: Erbschafssteuer, Grunderwerbssteuer
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Äquivalenzprinzip 
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Das Äquivalenzprinzip verlangt, dass die individuelle Abgabenzahlung dem Wert der individuell in Anspruch genommenen Staatsleistungen entspricht.
-> Individuelle Leistung und staatliche Gegenleistung sollen übereinstimmen.
-> Höhe der Staatsausgaben und Angebot öffentlicher Güter wird durch die Nachfrage der einzelnen Bürger bestimmt
-> Regel für Verteilung der Abgabenlast und Rechtfertigung für Abgabenhöhe
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Implementierung des Äquivalenzprinzips 
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1. Kostenäquivalenz
Ansatz: Verursacht eine öffentliche Leistung Kosten, soll sie der Verursacher (und damit der Nutznießer) selbst tragen.
-> Hauptaugenmerk auf Kostendeckung
Voraussetzungen: Die Anfallenden Kosten müssen den einzelnen Nutzern zweifelsfrei angerechnet werden können.
Problem: bereits bei rein öffentlichen Gütern (nicht ausschließbar und nicht rivalisierend) nicht anwendbar.
2. Nutzenäquivalenz
Ansatz: Nutznießer einer öffentlichen Leistung sollen entsprechend ihres jeweiligen Nutzenanteils an der Finanzierung beteiligt werden.
->  Hauptaugenmerk auf allokativ optimale Preisgestaltung
Voraussetzungen: Individuelle Grenznutzen aus dem Konsum staatlicher Leistungen sind ermittelbar.
Probleme:
‐ Freerider bei öffentlichen Gütern
‐ Individuen haben einen Anreiz ihre Präferenz zu niedrig anzugeben um ihren Finanzierungsanteil zu drücken (Verhinderung einer PO‐Allokation, das öffentliche Gut wird in einer Suboptimalen Menge bereitgestellt)


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Leistungsfähigkeitsprinzip 
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Grundgedanke ist, dass jedes Individuum nach seiner Leistungsfähigkeit besteuert werden soll. Die Besteuerung kann hierbei nach Art der Gerechtigkeit erfolgen:
Horizontale oder Vertikale Gerechtigkeit 
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Horizontale Gerechtigkeit 
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Individuen mit gleicher Leistungsfähigkeit sollen gleich besteuert werden.
Grundsatz: Individuen tragen die Steuerlast (nicht aber Unternehmen), dabei „opfern“ sie Nutzen. Da man Nutzen nicht selbst besteuern kann, benötigt man ein Surrogat (Behelfsmaß)
Bewertung: Die horizontale Gerechtigkeit verbietet willkürliche Diskriminierung, dies ist jedoch bereits im Grundgesetz verankert.
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Vertikale Gerechtigkeit 
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Individuen mit höherer Leistungsfähigkeit sollen höher, Individuen mich geringerer Leistungsfähigkeit sollen weniger besteuert werden.
Ansatz:
‐ Gleiches absolutes Opfer: der durch die Besteuerung angezogene Gesamtnutzen ist für alle Individuen gleich.
‐ Gleiches proportionales Opfer: Die Nutzenrelationen der Individuen bleibt gleich
‐ Gleiches marginales Opfer: das Einkommen nach Steuern ist für alle Individuen gleich.
Bewertung: Vertikale Gerechtigkeit ist nur schwer umzusetzen, da im Prinzip jedes Steuergesetz implementiert werden kann.
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Wertsteuer 
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Besteuerung durch prozentuale Aufschläge (auf Umsatz, Einkommen, etc).
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Kalte Progression 
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Kalte Progression beschreibt den überproportionalen Anstieg des Steueraufkommens bei Anstieg des Nominaleinkommens im Falle einer progressiven Einkommenssteuer:
 ‐ Steuermehrbelastung ohne Realeinkommensanstieg
- Möglichkeit der regelmäßigen Ankündigung von „Steuersenkungen“, bei denen dann lediglich die durch die kalte Progression erzielten Mehreinnahmen nachgelassen werden
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Steuerinzidenz
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Die Steuerinzidenz beschreibt, wie die Lastverteilung einer Steuer beschaffen ist. 
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Möglichkeiten zur Steuerverwendung
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Eine Steuererhöhung kann auf drei unterschiedliche Arten verwendet werden:
Budgetinzidenz: Hier ändert sich mit der Steuer simultan auch die Höhe des Staatsbudgets. Mehreinnahmen werden also zur Erhöhung der Staatsausgaben verwendet.
Differentielle Inzidenz: Hier wird bei Erhöhung der einen Steuer, eine andere im Gegenzug gesenkt. Das Gesamtaufkommen bleibt also gleich
Spezifische Inzidenz: Hier wird nur eine Steuer erhöht oder gesenkt, ohne dass sich Staatsausgaben oder die übrigen Steuern verändern. Zur Analyse der Inzidenz wird diese Möglichkeit betrachtet.
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Bestandteile des Steuersystems 
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Jedes Steuersystem besteht aus einer oder mehreren Einzelsteuern. Diese werden charakterisiert durch:
‐ Steuergegenstand: Objekt welches die Steuerpflicht begründet
‐ Steuerbemessungsgrundlage zur Ermittlung der Steuerlast
‐ Steuertarif als eindeutige Zuordnung von Bemessungsgrundlage und Steuerbetrag
‐ Steuerbetrag (Steuerlast), der vom Besteuerten abzuführende Geldbetrag


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Q:
Zweck der Besteuerung 
A:
Der Zweck der Besteuerung unterteilt sich in drei Ebenen:
1. Fiskalzweck: Steuern dienen in erster Linie der Erzielung von Einnahmen
2. Umverteilungszweck:
a. Die Bürger sollen nach Leistungsfähigkeit zu Finanzierung beitragen (Liberale Auffassung)
b. Ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen soll beseitigt werden (Egalitäre Auffassung)
3. Lenkungszweck: Steuern könne auch zur Beeinflussung des Verhaltens erhoben werden, die Einkommenserzielung ist dann nur ein Nebenzweck (Zielkonflikt). Bsp.: Tabakksteuer, Branntweinsteuer, ...
Q:
Steuerarten 
A:
Direkte Steuern:
Alle Steuern die an Indikatoren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit anknüpfen, insbesondere an Einkommen und Vermögen. In der Regel nehmen diese Steuern Rücksicht auf individuelle Merkmale wie Anzahl der Kinder, Familienstand, etc.
Indirekte Steuern:
Alle Steuern die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Umwegen erfassen. Sie knüpfen an Einkommensverwendung oder Vermögensverkehr. Weitere Unterscheidung in:
‐ Verbrauchssteuer, welche im Zusammenhang mit einer Wertschöpfung erhoben werden. Sie weisen keinen Kumulationseffekt oder Lawinenwirkung auf. Beispiel: Mehrwertsteuer
‐ Verkehrssteuer, welche Rechtsakte oder Realakte (Besitzwechsel) belasten, auch wenn damit nicht unbedingt eine Wertschöpfung einhergeht. Hier sind Kumulationseffekte möglich. Beispiel: Erbschafssteuer, Grunderwerbssteuer
Q:
Äquivalenzprinzip 
A:
Das Äquivalenzprinzip verlangt, dass die individuelle Abgabenzahlung dem Wert der individuell in Anspruch genommenen Staatsleistungen entspricht.
-> Individuelle Leistung und staatliche Gegenleistung sollen übereinstimmen.
-> Höhe der Staatsausgaben und Angebot öffentlicher Güter wird durch die Nachfrage der einzelnen Bürger bestimmt
-> Regel für Verteilung der Abgabenlast und Rechtfertigung für Abgabenhöhe
Q:
Implementierung des Äquivalenzprinzips 
A:
1. Kostenäquivalenz
Ansatz: Verursacht eine öffentliche Leistung Kosten, soll sie der Verursacher (und damit der Nutznießer) selbst tragen.
-> Hauptaugenmerk auf Kostendeckung
Voraussetzungen: Die Anfallenden Kosten müssen den einzelnen Nutzern zweifelsfrei angerechnet werden können.
Problem: bereits bei rein öffentlichen Gütern (nicht ausschließbar und nicht rivalisierend) nicht anwendbar.
2. Nutzenäquivalenz
Ansatz: Nutznießer einer öffentlichen Leistung sollen entsprechend ihres jeweiligen Nutzenanteils an der Finanzierung beteiligt werden.
->  Hauptaugenmerk auf allokativ optimale Preisgestaltung
Voraussetzungen: Individuelle Grenznutzen aus dem Konsum staatlicher Leistungen sind ermittelbar.
Probleme:
‐ Freerider bei öffentlichen Gütern
‐ Individuen haben einen Anreiz ihre Präferenz zu niedrig anzugeben um ihren Finanzierungsanteil zu drücken (Verhinderung einer PO‐Allokation, das öffentliche Gut wird in einer Suboptimalen Menge bereitgestellt)


Q:
Leistungsfähigkeitsprinzip 
A:
Grundgedanke ist, dass jedes Individuum nach seiner Leistungsfähigkeit besteuert werden soll. Die Besteuerung kann hierbei nach Art der Gerechtigkeit erfolgen:
Horizontale oder Vertikale Gerechtigkeit 
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Q:
Horizontale Gerechtigkeit 
A:
Individuen mit gleicher Leistungsfähigkeit sollen gleich besteuert werden.
Grundsatz: Individuen tragen die Steuerlast (nicht aber Unternehmen), dabei „opfern“ sie Nutzen. Da man Nutzen nicht selbst besteuern kann, benötigt man ein Surrogat (Behelfsmaß)
Bewertung: Die horizontale Gerechtigkeit verbietet willkürliche Diskriminierung, dies ist jedoch bereits im Grundgesetz verankert.
Q:
Vertikale Gerechtigkeit 
A:
Individuen mit höherer Leistungsfähigkeit sollen höher, Individuen mich geringerer Leistungsfähigkeit sollen weniger besteuert werden.
Ansatz:
‐ Gleiches absolutes Opfer: der durch die Besteuerung angezogene Gesamtnutzen ist für alle Individuen gleich.
‐ Gleiches proportionales Opfer: Die Nutzenrelationen der Individuen bleibt gleich
‐ Gleiches marginales Opfer: das Einkommen nach Steuern ist für alle Individuen gleich.
Bewertung: Vertikale Gerechtigkeit ist nur schwer umzusetzen, da im Prinzip jedes Steuergesetz implementiert werden kann.
Q:
Wertsteuer 
A:
Besteuerung durch prozentuale Aufschläge (auf Umsatz, Einkommen, etc).
Q:
Kalte Progression 
A:
Kalte Progression beschreibt den überproportionalen Anstieg des Steueraufkommens bei Anstieg des Nominaleinkommens im Falle einer progressiven Einkommenssteuer:
 ‐ Steuermehrbelastung ohne Realeinkommensanstieg
- Möglichkeit der regelmäßigen Ankündigung von „Steuersenkungen“, bei denen dann lediglich die durch die kalte Progression erzielten Mehreinnahmen nachgelassen werden
Q:
Steuerinzidenz
A:
Die Steuerinzidenz beschreibt, wie die Lastverteilung einer Steuer beschaffen ist. 
Q:
Möglichkeiten zur Steuerverwendung
A:
Eine Steuererhöhung kann auf drei unterschiedliche Arten verwendet werden:
Budgetinzidenz: Hier ändert sich mit der Steuer simultan auch die Höhe des Staatsbudgets. Mehreinnahmen werden also zur Erhöhung der Staatsausgaben verwendet.
Differentielle Inzidenz: Hier wird bei Erhöhung der einen Steuer, eine andere im Gegenzug gesenkt. Das Gesamtaufkommen bleibt also gleich
Spezifische Inzidenz: Hier wird nur eine Steuer erhöht oder gesenkt, ohne dass sich Staatsausgaben oder die übrigen Steuern verändern. Zur Analyse der Inzidenz wird diese Möglichkeit betrachtet.
Q:
Bestandteile des Steuersystems 
A:
Jedes Steuersystem besteht aus einer oder mehreren Einzelsteuern. Diese werden charakterisiert durch:
‐ Steuergegenstand: Objekt welches die Steuerpflicht begründet
‐ Steuerbemessungsgrundlage zur Ermittlung der Steuerlast
‐ Steuertarif als eindeutige Zuordnung von Bemessungsgrundlage und Steuerbetrag
‐ Steuerbetrag (Steuerlast), der vom Besteuerten abzuführende Geldbetrag


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