Mathedidaktik Modul 1c an der Universität Koblenz-Landau

Karteikarten und Zusammenfassungen für Mathedidaktik Modul 1c an der Universität Koblenz-Landau

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10 Merkmale guten Unterrichts

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3. Lernförderliches Klima

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2. Hoher Anteil echter Lernzeit

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10. Vorbereitete Umgebung

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8. Intelligentes Üben

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6. Methodenvielfalt

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5. Sinnstiftenden Kommunizieren

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9. Transparente Leistungserwartungen

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7. Individuelles Fördern

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4. Inhaltliche Klarheit

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Mathedidaktik Modul 1c

10 Merkmale guten Unterrichts

1. Klare Strukturierung

2. Hoher Anteil echter Lernzeit

3. Lernförderliches Klima

4. Inhaltliche Klarheit

5. Sinnstiftendes Kommunizieren

6. Methodenvielfalt

7. Individuelles Fördern

8. Intelligentes Üben

9. Transparente Leistungserwartungen

10. Vorbereitende Umgebung


Mathedidaktik Modul 1c

3. Lernförderliches Klima

Definition:

▪ Unterrichtsatmosphäre, gekennzeichnet durch Respekt, eigehaltene Regeln, geteilte Verantwortung, 

 ▪ Gerechtigkeit der Lehrers 

 ▪ Fürsorge des Lehrers und der Schüler untereinander. 


Merkmale:

▪ der Lehrer geht respektvoll mit den Schülern um. 

▪ Kein Schüler wird wegen geringer Leistungen diskriminiert.

 ▪ Die Schüler nehmen beim Lernen Rücksicht aufeinander und helfen einander. 

▪ Es gibt kein aggressives Verhalten einzelner Schüler gegeneinander.

 ▪ Es gibt keine Bevorzugungen oder Benachteiligungen einzelner Schüler. 

▪ Es gibt nur wenig Rivalitäten und Machtkämpfe zwischen Schülercliquen. 

▪ Es gibt klar definierte Klassenämter. 

▪ Die Schüler ermahnen sich selbst, gemeinsam vereinbarte Regeln einzuhalten. 

▪ Hin und wieder wird gelacht 

Mathedidaktik Modul 1c

2. Hoher Anteil echter Lernzeit

Definition

▪  Tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der Lernziele 


Merkmale:

▪ Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ist aktiv bei der Sache. ▪ Die Schülerinnen und Schüler lassen sich nicht durch Kleinigkeiten ablenken. 

▪ Es herrscht keine Langeweile. 

▪ Es entstehen inhaltlich reiche Arbeitsergebnisse, die der Aufgabenstellung genügen. 

▪ Es gibt nur wenige Disziplinstörungen. 

▪ Gewährte Freiheiten werden nicht missbraucht. 

▪ Der Lehrer schweift nicht ab. 

▪ Er stört die Schüler nicht beim Lernen 

Mathedidaktik Modul 1c

10. Vorbereitete Umgebung

Definition:

Folgende Merkmale müssen gegeben sein:


Merkmale: Gute Ordnung

▪ Die Klasse macht beim Betreten einen gepflegten und aufgeräumten Eindruck. 

▪ Die Schüler identifizieren sich mit ihrem Klassenraum und sind stolz auf seinen Zustand. 

▪ Der Lärmpegel entspricht dem Arbeitsprozess. 

▪ Die Schüler gehen behutsam und pfleglich mit den Materialien um. 

▪ Sie räumen ohne Aufforderung auf 


Merkmale: Funktionale Einrichtung

▪ Es gibt kein überflüssiges Rumgerenne. 

▪ Die Tafel ist geputzt. 

▪ Der Lehrer steht vorn, wenn er etwas zu sagen hat, er zieht sich zurück, wenn er moderiert. 

▪ Die Funktionsecken sind klar zu erkennen. Und die Schüler halten sich an die Funktionszuweisungen einzelner Flächen. 

▪ Die Beleuchtung und die Akustik sind ergonomisch gestaltet, die Belüftung funktioniert. 


Merkmale: Brauchbares Lernwerkzeug

▪ Täglich benötigte Materialien sind übersichtlich und schnell greifbar verteilt. Anderes ist vernünftig verstaut. 

▪ Die Materialien haben ihren festen Standort. Sie werden von den Schülern nach ihrer Benutzung unaufgefordert an ihren Platz zurückgebracht. 

▪ An Pinnwänden werden Arbeitsergebnisse in ästhetisch ansprechender Form gezeigt. 

▪ Der Hausmeister kooperiert bei der Klassenraumpflege mit dem Kollegium und den Schülern. 

Mathedidaktik Modul 1c

8. Intelligentes Üben

Definition:

▪ Ausreichen, im richtigen Rhythmus üben 

▪ Übungsaufgaben passend zum Lernstand 

▪ S. entwickeln Übungskompetenz 

▪ Lehrer gibt gezielte Hilfestellungen beim Üben 

Merkmale: 

▪ Es wird oft, aber kurz geübt. Dafür steht ausreichend Zeit zur Verfügung. 

▪ Es gibt gemeinsam vereinbarte, vom Lehrer und den Schülern eingehaltene Regeln (z.B. zum Zugriff auf knappe Materialien, zur Lautstärke, zum Herumlaufen etc.). Es herrscht eine angenehm ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre.  

▪ Es gibt nur wenige Unterrichtsstörungen; dort, wo sie doch auftreten, werden sie von Lehrern und Schülern gleichermaßen schnell behoben.  

▪ Die Schüler haben verstanden, was sie üben sollen; und wenn doch etwas unklar ist, wenden sie sich an Mitschüler oder an den Lehrer.  

▪ Es gibt ansprechende, sich selbst erklärende Übungsmaterialien.  ▪ Die Schüler haben ihre dabei Materialien, Hefte und Lernmittel dabei.  

▪ Die Materialien haben eine Kontrolle des Lernerfolgs - allein oder im Tandem.  

▪ Der Lehrer beobachtet die Übungsversuche und gibt einzelnen Schülerinnen und Schüler, wo dies notwendig ist, fachliche Hilfestellungen.  

▪ Die Übungsleistungen der Schüler werden anerkannt.  

▪ Die Hausaufgaben werden kontrolliert und gewürdig

Mathedidaktik Modul 1c

6. Methodenvielfalt

Definition:

▪ Arbeitsformenwechsel 

▪ Sozialformen eingesetzt 

▪ Vielfältige Methoden (Projekt, Impuls)

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Mathedidaktik Modul 1c

5. Sinnstiftenden Kommunizieren

Definition:

▪ Schüler geben Lernen und seinen Ergebnissen im Austausch mit Lehrer eine persönliche Bedeutung 

Merkmale: 

▪ Die Schüler sind bei der Sache. 

▪ Sie erleben das Lernen als lustvoll. ▪ Es gelingt ihnen, ihre fachlichen und überfachlichen Interessen einzubringen und weiterzuentwickeln. 

▪ Sie greifen von sich aus auf vorherige Unterrichtsthemen zurück und bauen sie in das neue 

▪ Unterrichtsthema ein. 

▪ Sie geben Rückmeldungen zum Lernfortschritt und zu Lernschwierigkeiten. 

▪ Sie vertrauen den Ausführungen des Lehrers und lassen sich auf seine inhaltlichen Vorwegnahmen ein. 

▪ Sie beziehen persönlich Stellung.

 ▪ Sie stellen kritische und weiterführende Fragen. 

▪ Sie reflektieren über ihren Lernprozess. 

▪ Sie beurteilen die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse in angemessener Art und Weise. 

Mathedidaktik Modul 1c

9. Transparente Leistungserwartungen

Definition:

▪ An Leistungsvermögen angepasstes Lernangebot 

▪ Nach formellen und informellen Leistungskontrollen zügig Rückmeldung zum Lernfortschritt geben 


Merkmale:

▪ Der Lehrer bespricht seine Leistungserwartungen mit den Schülern. 

▪ Die Leistungsrückmeldungen erfolgen zügig und differenziert. 

▪ Er erläutert seine Leistungsrückmeldungen in klaren, insbesondere für die leistungsschwächeren Schüler nachvollziehbaren Worten. 

▪ Die Schüler wissen bei der Unterrichtsarbeit jederzeit, was ihre Aufgabenstellung ist; wenn doch Unklarheiten bestehen können sie Rückfragen stellen. 

▪ Sie sind über den Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben informiert oder arbeiten mit Lernmaterialien, die so gestaltet sind, dass sie ihren Schwierigkeitsgrad selbst abschätzen können.

 ▪ Verschiedene Formen der Leistungskontrolle werden eingesetzt. Es wird erläutert, welche Form wofür taugt. 

▪ Klausuren und Tests werden vorher angekündigt. 

▪ Schülerfeedback wird genutzt, um Leistungserwartungen zu korrigieren. 

▪ Die Schüler bringen eigene Vorschläge zur Leistungskontrolle ein 

Mathedidaktik Modul 1c

7. Individuelles Fördern

Definition:

▪ Jeder S. hat die Chance, seine Fähigkeiten umfassend zu entwickeln 

▪ L. unterstützt durch Maßnahmen (Lernzeit, Fördermethoden, angepasste Lernmittel) 


Merkmale:

▪ Die Schüler arbeiten an unterschiedlichen Aufgaben und kommen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut voran.

 ▪ Es gibt nach Thema, Interessenschwerpunkten und Leistungsvermögen unterschiedliche Lernmaterialien und Arbeitshilfen. 

▪ Schüler mit Lernschwierigkeiten erhalten zusätzliche Hilfen. 

▪ Alle, gerade auch die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler werden angehalten, ihren individuellen Lernfortschritt zu reflektieren. 

▪ Langsame Schüler haben ausreichend Zeit, ihre Aufgaben zu erledigen. 

▪ Schüler mit motorischen oder affektiven Problemen können eine „Auszeit" nehmen und z.B. in eine im Klassenraum befindliche, aber abgeschirmte „Konzentrationsinsel" gehen. 

▪ Schüler mit Gesundheitsproblemen erhalten ein ihren Möglichkeiten angepasstes Arbeitspensum. 

▪ Leistungsstarke Schüler haben das Recht und die Möglichkeit, sich nach Absprache mit dem Lehrer aus Routineaufgaben auszuklinken und an eigenen Schwerpunkten zu arbeiten. 

▪ Allen Schülern ist vertraut, dass es unterschiedliche Leistungsvermögen gibt. Die Schüler unterstützen sich gegenseitig beim Lernen. 

▪ Der Lehrer macht jedem Schüler die für ihn gelten Leistungserwartungen transparent und hilft ihnen, sie nachzuvollziehen. 

▪ Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache erhalten zusätzliche Unterrichtsangebote. 

▪ Schüler aus Risikogruppen werden besonders betreut. 

▪ Nach wiederholtem Schwänzen finden Gespräche mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten statt. Es besteht Kontakt zu den Jugendhilfe-Einrichtungen in der Stadt bzw. der Region. 

Mathedidaktik Modul 1c

4. Inhaltliche Klarheit

Definition:

▪ Aufgabenstellung verständlich 

▪ Unterrichtsfortgang logisch 

▪ Ergebnissicherung klar und verbindlich gestaltet 


Merkmale:

▪ Informierende Unterrichtseinstiege;

 ▪ Konzentration auf die Themenstellung - kein Abschweifen und Verzetteln; 

▪ Aufgreifen, Kontrastieren und Weiterentwickeln der Vorerfahrungen und Alltagsvorstellungen der 

▪ Schülerinnen und Schüler;

 ▪ liebevoller Umgang mit der Wandtafel; 

▪ saubere Mitschriften und Protokollierungen der Arbeitsergebnisse in den Heften und Laptops; 

▪ Einsatz passender Medien

 ▪ Festhalten von Zwischenergebnissen; 

▪ regelmäßige Wiederholungen und Zusammenfassungen (möglichst durch die Schülerinnen und Schüler). 

Mathedidaktik Modul 1c

1. Klare Strukturierung des Unterricht

Definition:

▪  funktionierendes Unterrichtsmanagement  

▪ Roter Faden für Lehrer und Schüler gut erkennbar

 

Merkmale: 

▪ verständliche Lehrer- und Schülersprache; 

▪ klare Definition der Rollen der Beteiligten; 

▪ Konsequenz, mit der sich der Lehrer an die eigenen Ankündigungen hält; 

▪ Klarheit der Aufgabenstellung; 

▪ deutliche Markierung der einzelnen Unterrichtsschritte; 

▪ klare Unterscheidung von lehreraktiven und schüleraktiven Unterrichtsphasen;

 ▪ geschickte Rhythmisierung des Unterrichtsablaufs und Einhalten von Pausen; 

▪ Einhalten von Regeln und Einsatz von Rituale

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