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Lernmaterialien für VII. ErbR an der Universität Jena

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Welches System hat das Verwandtenerbrecht?

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Bei dem Verwandtenerbrecht hat der Gesetzgeber eine Auswahl getroffen und sich daher an einem System verschiedener Rangordnungen orientiert. Die Verwandten werden in Gruppen zusammengefasst, wobei eine vorrangige Ordnung die nachrangige ausschließt (§ 1930).

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Wer ist Erbe erster Ordnung?

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Erben erster Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers, mithin seine Kinder oder deren Abkömmlinge (§ 1924 I), wobei ein zur Zeit lebender Abkömmling die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge, also seine Kinder und Enkel, von der Erbfolge ausschließt.

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Wer ist Erbe zweiter Ordnung?

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Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Dies sind die Geschwister des Erblassers – auch Halbgeschwister – sowie deren Kinder und Enkel, also die Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen des Erblassers (§ 1925 III). Leben zur Zeit des Erbfalls noch beide Eltern des Erblassers, so schließen sie ihre Abkömmlinge von der Erbfolge aus. An die Stelle des verstorbenen Elternteils treten dessen Abkömmlinge und deren Kinder und Enkel (§ 1925 III).

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Wer ist Erbe dritter Ordnung?

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Erben der dritten Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, also die Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen des Erblassers. Es gilt eine gleiche Regelung wie im Rahmen der zweiten Ordnung, dass nämlich die noch lebenden Großeltern ihre Abkömmlinge von der Erbfolge ausschließen und dass an die Stelle eines verstorbenen Großelternteils dessen Abkömmlinge treten (§ 1926).

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Welcher Kreis an Personen bildet die weiteren Ordnungen?

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Die weiteren Ordnungen werden durch die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, durch die Ururgroßeltern und deren Abkömmlinge und so fort gebildet (§§ 1928, 1929).

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Unter welchen Prinzipien steht das Erben nach Stämmen?

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Das Einheitsprinzip meint, dass die Abkömmlinge des Abkömmlings dessen Anteil erben und nicht mehr.

Das Repräsentationsprinzip meint, dass jeder Stamm nur durch eine Person repräsentiert werden kann. Solange noch ein Abkömmling lebt, repräsentiert er allein den Stamm und schließt deshalb seine Abkömmlinge als weitere Angehörige des Stammes von der Erbfolge aus.

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Kann ein entfernterer Abkömmling auch dann als gesetzlicher Erbe berufen werden, wenn der nähere Abkömmling durch Verfügung von Todes wegen enterbt wurde?

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Der BGH mit der h. M. weist darauf hin, dass für verschiedene vergleichbare Fallkonstellationen der Ausschlagung (§ 1953 II), der Erbunwürdigkeit (§ 2344 II) und des beschränkten Erbverzichts (§§ 2346 I 2, 2349) im Gesetz bestimmt werde. Dass in diesen Fällen die Erbschaft demjenigen anfällt, welcher berufen sein würde, wenn der Weggefallene zur Zeit des Erbfalls gelebt hätte, dass aber eine vergleichbare Bestimmung für die Ausschließung eines Abkömmlings von der Erbfolge durch Verfügung von Todes wegen fehle.

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Was ist unter dem Erbrecht nach Linien zu verstehen?

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Stammen Abkömmlinge nur von einem Elternteil ab, kommt es für ihr Erbrecht darauf an, ob dieser Elternteil verstorben ist.

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Wie ändert sich ab der vierten Ordnung das System der Erbfolge?

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Ab der vierten Ordnung tritt an die Stelle des Erbrechts nach Stämmen und Linien das sog. Gradualsystem, bei dem die Gradnähe der Verwandtschaft – also die Zahl der das Erbrecht vermittelten Geburten entscheidet.

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Wovon ist die Höhe des dem Ehegatten zufallenden Erbteils abhängig und wie ist die Höhe im Einzelnen?

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Die Höhe des dem Ehegatten zufallenden Erbteils ist von zwei Faktoren abhängig: zum einen davon, welche Verwandten neben dem Ehegatten erben, zum anderen davon, in welchem Güterstand die Ehegatten lebten.

Neben Verwandten der ersten Ordnung erhält der Ehegatte ein Viertel der Erbschaft. Dieser Erbteil ist unabhängig von der Zahl der Abkömmlinge und auch davon, ob diese Abkömmlinge auch vom überlebenden Ehegatten abstammen.

Neben Verwandten der zweiten Ordnung steht dem überlebenden Ehegatten die Hälfte der Erbschaft zu. Dies gilt auch dann, wenn nur noch Abkömmlinge der Eltern leben, und zwar auch dann, wenn es sich um Abkömmlinge nur eines Elternteils handelt.

Neben den Großeltern des Erblassers, die als gesetzliche Erben dritter Ordnung bedacht werden, kann der überlebende Ehegatte die Hälfte der Erbschaft beanspruchen. Andere Erben der dritten Ordnung, also die Abkömmlinge der Großeltern erhalten nichts; vielmehr fällt der sich für sie nach § 1926 ergebende Anteil dem überlebenden Ehegatten zu.

Leben weder Erben der ersten und zweiten Ordnung noch die Großeltern des Erblassers, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.

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Wie erhöht sich der gesetzliche Erbteil des Ehegatten des Erblassers im Güterstand der Zugewinngemeinschaft?

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Im Güterstand der Zugewinngemeinschaft erhöht sich der gesetzliche Erbteil des Ehegatten nach § 1371 I um ein Viertel. Dieser durch Gesetz vollzogene Zugewinnausgleich ist nicht davon abhängig, ob tatsächlich ein Zugewinn erzielt worden ist.

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Wer ist Erbe kraft Gesetzes?

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Zu Erben kraft Gesetzes sind die Verwandten und der Ehegatte (§ 1931) bzw. Lebenspartner (§ 10 LPartG) des Toten berufen.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen VII. ErbR Kurs an der Universität Jena - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welches System hat das Verwandtenerbrecht?

A:

Bei dem Verwandtenerbrecht hat der Gesetzgeber eine Auswahl getroffen und sich daher an einem System verschiedener Rangordnungen orientiert. Die Verwandten werden in Gruppen zusammengefasst, wobei eine vorrangige Ordnung die nachrangige ausschließt (§ 1930).

Q:

Wer ist Erbe erster Ordnung?

A:

Erben erster Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers, mithin seine Kinder oder deren Abkömmlinge (§ 1924 I), wobei ein zur Zeit lebender Abkömmling die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge, also seine Kinder und Enkel, von der Erbfolge ausschließt.

Q:

Wer ist Erbe zweiter Ordnung?

A:

Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Dies sind die Geschwister des Erblassers – auch Halbgeschwister – sowie deren Kinder und Enkel, also die Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen des Erblassers (§ 1925 III). Leben zur Zeit des Erbfalls noch beide Eltern des Erblassers, so schließen sie ihre Abkömmlinge von der Erbfolge aus. An die Stelle des verstorbenen Elternteils treten dessen Abkömmlinge und deren Kinder und Enkel (§ 1925 III).

Q:

Wer ist Erbe dritter Ordnung?

A:

Erben der dritten Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, also die Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen des Erblassers. Es gilt eine gleiche Regelung wie im Rahmen der zweiten Ordnung, dass nämlich die noch lebenden Großeltern ihre Abkömmlinge von der Erbfolge ausschließen und dass an die Stelle eines verstorbenen Großelternteils dessen Abkömmlinge treten (§ 1926).

Q:

Welcher Kreis an Personen bildet die weiteren Ordnungen?

A:

Die weiteren Ordnungen werden durch die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, durch die Ururgroßeltern und deren Abkömmlinge und so fort gebildet (§§ 1928, 1929).

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Q:

Unter welchen Prinzipien steht das Erben nach Stämmen?

A:

Das Einheitsprinzip meint, dass die Abkömmlinge des Abkömmlings dessen Anteil erben und nicht mehr.

Das Repräsentationsprinzip meint, dass jeder Stamm nur durch eine Person repräsentiert werden kann. Solange noch ein Abkömmling lebt, repräsentiert er allein den Stamm und schließt deshalb seine Abkömmlinge als weitere Angehörige des Stammes von der Erbfolge aus.

Q:

Kann ein entfernterer Abkömmling auch dann als gesetzlicher Erbe berufen werden, wenn der nähere Abkömmling durch Verfügung von Todes wegen enterbt wurde?

A:

Der BGH mit der h. M. weist darauf hin, dass für verschiedene vergleichbare Fallkonstellationen der Ausschlagung (§ 1953 II), der Erbunwürdigkeit (§ 2344 II) und des beschränkten Erbverzichts (§§ 2346 I 2, 2349) im Gesetz bestimmt werde. Dass in diesen Fällen die Erbschaft demjenigen anfällt, welcher berufen sein würde, wenn der Weggefallene zur Zeit des Erbfalls gelebt hätte, dass aber eine vergleichbare Bestimmung für die Ausschließung eines Abkömmlings von der Erbfolge durch Verfügung von Todes wegen fehle.

Q:

Was ist unter dem Erbrecht nach Linien zu verstehen?

A:

Stammen Abkömmlinge nur von einem Elternteil ab, kommt es für ihr Erbrecht darauf an, ob dieser Elternteil verstorben ist.

Q:

Wie ändert sich ab der vierten Ordnung das System der Erbfolge?

A:

Ab der vierten Ordnung tritt an die Stelle des Erbrechts nach Stämmen und Linien das sog. Gradualsystem, bei dem die Gradnähe der Verwandtschaft – also die Zahl der das Erbrecht vermittelten Geburten entscheidet.

Q:

Wovon ist die Höhe des dem Ehegatten zufallenden Erbteils abhängig und wie ist die Höhe im Einzelnen?

A:

Die Höhe des dem Ehegatten zufallenden Erbteils ist von zwei Faktoren abhängig: zum einen davon, welche Verwandten neben dem Ehegatten erben, zum anderen davon, in welchem Güterstand die Ehegatten lebten.

Neben Verwandten der ersten Ordnung erhält der Ehegatte ein Viertel der Erbschaft. Dieser Erbteil ist unabhängig von der Zahl der Abkömmlinge und auch davon, ob diese Abkömmlinge auch vom überlebenden Ehegatten abstammen.

Neben Verwandten der zweiten Ordnung steht dem überlebenden Ehegatten die Hälfte der Erbschaft zu. Dies gilt auch dann, wenn nur noch Abkömmlinge der Eltern leben, und zwar auch dann, wenn es sich um Abkömmlinge nur eines Elternteils handelt.

Neben den Großeltern des Erblassers, die als gesetzliche Erben dritter Ordnung bedacht werden, kann der überlebende Ehegatte die Hälfte der Erbschaft beanspruchen. Andere Erben der dritten Ordnung, also die Abkömmlinge der Großeltern erhalten nichts; vielmehr fällt der sich für sie nach § 1926 ergebende Anteil dem überlebenden Ehegatten zu.

Leben weder Erben der ersten und zweiten Ordnung noch die Großeltern des Erblassers, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.

Q:

Wie erhöht sich der gesetzliche Erbteil des Ehegatten des Erblassers im Güterstand der Zugewinngemeinschaft?

A:

Im Güterstand der Zugewinngemeinschaft erhöht sich der gesetzliche Erbteil des Ehegatten nach § 1371 I um ein Viertel. Dieser durch Gesetz vollzogene Zugewinnausgleich ist nicht davon abhängig, ob tatsächlich ein Zugewinn erzielt worden ist.

Q:

Wer ist Erbe kraft Gesetzes?

A:

Zu Erben kraft Gesetzes sind die Verwandten und der Ehegatte (§ 1931) bzw. Lebenspartner (§ 10 LPartG) des Toten berufen.

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