Menschen, Betriebe, Soziale Systeme an der Universität Hohenheim | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Menschen, Betriebe, soziale Systeme an der Universität Hohenheim

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Menschen, Betriebe, soziale Systeme Kurs an der Universität Hohenheim zu.

TESTE DEIN WISSEN

Welchem der Grundtypen ordnen Sie die Beratungsorganisation in
Baden-Württemberg zu?

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TESTE DEIN WISSEN

Privatberatung

Offizialberatung:  ULB, RP, tw. Landesanstalten; Öffentliches Interesse; Informationspflicht

Geförderte Beratung, z.B.:Beratungsmodule; Sozialberatung; Hofübergabe

Beratung durch Interessenverbünde, z.B. Erzeugerringe; Berufsverbände

GewinnorientierteBeratung, z.B. Industrie; Handelsunternehmen; Freie Beratungsbüros




Mögliche Vorteile: Vollständige Ausrichtung an den Interessen des Klienten; Kontrolle der Beratungsleistung durch Kunden / Klienten; Berater/innen stehen im Wettbewerb -> bilden sich weiter, müssen sehr gut informiert sein, um erfolgreich zu sein
Mögliche Nachteile: setzt Motivation und Zahlungsbereitschaft des Landwirts voraus; Schwierig, Überblick über Beratungsangebot und –qualität zu gewinnen; geringe/ keine Behandlung von Themen öffentlichen Interesses; für Berater z.T. schwierige Position als Einzelkämpfer

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Welche Werte verbinden Sie mit ‚bäuerlicher Landwirtschaft‘ und wie
beurteilen Sie dieses Leitbild?

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Leitbild, bäuerliche Landwirtschaft

»Bäuerlichkeit« – Bäuerliches Leben, 

- Denken und Wirtschaften bedeutet Verbundenheit mit Hof, Natur und Heimat, Verantwortung für Tiere, Boden und Pflanzen

- weitgehend selbstverantwortliches Arbeiten

- Denken in Generationen und Kreisläufen, Arbeiten im Zusammenhang mit der Familie oder anderen engen Sozialbeziehungen. 

- Ziel bäuerlichen Wirtschaftens:

  •  natürlich ein möglichst gutes Einkommen,
  • vor dem Hintergrund des Erhalts von Arbeitsplatz und Hof –  nicht die kurzfristige Maximalrendite von Kapital
  • steht im Gegensatz zu einer agrarindustriellen Ausrichtung.

-> Ländliche Entwicklung statt Modernisierung, schwierig mit Konkurrenz mit zu halten, nicht ökonomisch aber nachhaltiger

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Welche Anforderungen werden an eine geförderte Beratungsfachkraft in BW gestellt?

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– Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss (Abschluss der Niveaustufe 6) 

– 2 Jahre Beratungserfahrung oder Einarbeitung mit erfahrenen Beratungskräften 

– Regelmäßige Fortbildung • methodisch • fachrechtlich • fachlich

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Welche sozialen Herausforderungen zeichnen sich für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Zukunft ab?

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Soziale Beziehungen und Arbeitsbeziehungen überlagern sich und bilden widersprüchliche Realitäten
Die Ansprüche an das Miteinander-Arbeiten und Miteinander- Leben nehmen zu im Rahmen der individuellen Lebensentwürfe und unter dem externen Druck rationeller Produktion und gesellschaftlicher Erwartungen
• „die moderne Familie ist immer auch eine sich selbst auflösende Gruppe“ (Bohler 2012:70) ... aber die Familie auf dem Betrieb kann die nachfolgende Generation nicht einfach gehen lassen
=> Es kommt darauf an, die Spannungsfelder wahrzunehmen und zu gestalten.



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Warum eskalieren Konflikte und wie kann durch Moderation oder
Mediation eine neutrale oder Drittpartei zur Konfliktlösung
beitragen?

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Eskalation:

1 Verhärtung
2 Debatte
3 Taten
4 Images / Koalitionen
5 Gesichtsverlust
6 Drohstrategien

7 Begrenzte Vernichtungsschläge
8 Zersplitterung
9 Gemeinsam in den Abgrund

Moderation: Die Drittparteist un- oder allparteilich und Empathie fähig gegenüber allen Beteiligten
• Sie gestaltet das Verfahren (z.B. wie wird miteinander gesprochen)
• Sie schafft vornehmlich Transparenz, fördert das gegenseitige Verständnis und geht Missverständnissen auf den Grund
• Sie kann Struktur und Rahmen geben

Mediation:

Unter Mediationsverfahren werden Verhandlungsverfahren zur Regelung von Konflikten verstanden, an denen zwei oder mehrere Streitparteien freiwillig teilnehmen mit dem Ziel, in einem fairen und direkten (face-to-face) Kommunikationsprozess, Differenzen gemeinsam erkunden, Handlungsspielräume auszuloten und zu einer von allen Teilnehmern getragenen Vereinbarung zu kommen. Hierbei werden sie von einer  neutrale Person = MediatorIn, unterstützt, deren Hauptaufgabe in der Gestaltung und Betreuung des Verfahrensablaufes liegt.

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Was verstehen Sie unter einer Innovation? Geben Sie eine Definition
und ein Beispiel, das die drei Innovationsdimensionen veranschaulicht.

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Neuerung = alles neu praktizierte,= Änderung des Bestehenden Neuerung bedeutet Veränderung!

Innovationen:

Eine Innovation ist eine neue Idee, die sich durchsetzt
• am Markt (ökonomische Perspektive)
• in der Gesellschaft oder einem gesellschaftlichen Teilsystem (soziologische Perspektive)
• im sozialen System (sozialpsychologische Perspektive)
 „Innovationen sind neue Güter, neue Produktionsmethoden und Absatzmärkte, aber auch neue Organisationsformen und Lebensstile, die länger währende Veränderungen auslösen“


Dimensionen einer Innovation
• Hardware (biologisch-materielle Grundlage)
• Software (symbolisch, wissensbasiert, Bedeutung etc.)
• Orgware (soziale Aspekte, Institutionen, Standards)

Bsp:Farm forward (John Deere) -> HW: Digitales Kontrollsystem, autonom fahrender Traktor; SW: Digitale Berechnung von Optimalen Arbeitsabläufen; OW: Arbeitsplätze gehen verloren, bessere Kommunikation, weniger KnowHow und Erfahrung notwendig

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Was ist eine soziale Innovation? Geben Sie eine Definition und ein
Beispiel.

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Soziale Innovation
„neue Wege, Ziele zu erreichen, insbesondere neue Organisationsformen, neue Regulierungen, neue Lebensstile, die die Richtung des sozialen Wandels verändern, Probleme besser lösen als frühere Praktiken, und die deshalb wert sind, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden

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Erläutern Sie ‚sozialer Wandel in der Landwirtschaft‘.

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Sozialer Wandel als Folge der Motorisierung
• Technischer Fortschritt macht weniger Arbeitskräfte in der Landwirtschaft erforderlich
Technischer Fortschritt und Größenwachstum sind sich verstärkende Prozesse
• Dieser u.a. Gründe fördern Abwanderung aus ländlichen in städtische Räume
• Betrieblich: Arbeitsteilung und wechselseitigen Abhängigkeiten in Bauernfamilien ändern sich,

- gibt mehr Freiräume für einzelne Familienmitglieder
• Die Arbeitswelt ändert sich – einerseits wird neues Wissen gefordert, andererseits werden überbetriebliche soziale Systeme der Unterstützung weniger wichtig,

- Familienbetriebe werden von einander unabhängiger und stattdessen in den Markt integriert

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Nennen Sie charakteristische Elemente der Hohenheimer Beratungsdefinition. Wie sollte sich die beratende Person folglich verhalten?

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Die landwirtschaftliche Betratung 

• ist der Vorgang der seine Beratungspartner zu solchem Handeln zu motivieren und zu befähigen, das geeignet ist, ihre akuten Probleme zu lösen 

• Die Betroffenen erhalten bessere Einsicht in den Problemzusammenhang und erkennen die verfügbaren Lösungsalternativen.
• Beziehung zwischen Berater und Beratungspartner sollte partnerschaftlich sein, Berater ist wohl seines Gegenübers verpflichtet.
• Die Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortlichkeit des Partners muss voll gewahrt bleiben, --> trägt Verantwortung für sein handeln allein.

Anforderungen an die beratenden Personen

• Erfordert fachlich fundiertes Herangehen, ist verantwortlich für eine gute Gesprächsführung‘, professionellen Verhalten
• erprobte Methode ist "klientenzentrierte Gespräch" bzw. die nicht-direktive Beratung

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Was verstehen Sie unter Agrarstrukturwandel bzw. dem
Modernisierungsparadigma in der Landwirtschaft?

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• Der technische Fortschritt führt zur Rationalisierung von Arbeitsschritten, insbesondere in der Tierhaltung (Fütterung, Melken etc.), menschliche Arbeit wird durch Maschinen ersetzt/ fraktioniert
• ermöglicht die Bewirtschaftung von immer größeren Einheiten (Flächen, Tieren etc.) pro Arbeitskraft.
• Tätigkeiten verschieben sich von körperlichen, handwerklichen Arbeiten zu Regulierung und Kontrolle der Technik -> elektronisch-technisierte LW

Das Modernisierungsparadigma = "Wachse oder Weiche" = Veränderung der Agrarstruktur in Dtl.
• Die dt. Agrarsoziologie, vom „völkisches“ Verständnis/ bäurliche Leitbild der Bauern gewandt

- eine wertneutrale Wissenschaft vertreten; unterscheidung zw. moderner und nicht morderner LW
• die dynamischen Veränderungsprozesse in Städten - > Land: kulturelles Hinterherhinken

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Was sind die Merkmale eines sozialen Konflikts? Geben Sie eine
Definition.

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Ein sozialer Konflikt ist dann gegeben,
• wenn mindestens 2 Akteure (Parteien)
• mit unterschiedlichen oder unvereinbaren Interessen (Absichten) auf einen Konfliktgegenstand Anspruch erheben,
• wobei mindestens ein Akteur im Hinblick auf seine Interessen und Ziele aktiv wird und
• diese Aktivitäten von dem anderen Akteur als Beeinträchtigung der eigenen
Interessen wahrgenommen werden.

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Die Hausväterliteratur beschreibt den landwirtschaftlichen Hof als ‚das
ganze Haus‘ (oikos). Welche Merkmale werden mit diesem Begriff
verbunden?

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Hof als göttliches Lehen: Ausgaben = Einnahmen
Autarkie - Autonomie: Selbstversorgung, Selbstverarbeitung und Selbstveredlung als Leitprinzipien
Arbeit als zentrale Maxime, Fleiß als soziale Norm: Arbeit gleichermaßen für den Gelderwerb/Tausch wie für den Eigenverbrauch
Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen 
 Alle Haushaltsmitglieder leben zusammen: Bauernhaus mit großem Herd- und Allzweckraum -> für alle zugänglich
Die sozialen Beziehungen untereinander werden nach Aristoteles in drei Gruppen eingeteilt:
− Hausherr / Ehemann – Hausfrau / Ehefrau
− Hausherr / Vater – Kinder
− Hausherr / Herrschaft – Gesinde, Knechte, Mägde
Es herrsche ‚die gute Ordnung‘, bei der jede/r an seinem Platz sei, fleißig arbeite und nicht aufbegehre

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  • 58002 Karteikarten
  • 954 Studierende
  • 48 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Menschen, Betriebe, soziale Systeme Kurs an der Universität Hohenheim - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welchem der Grundtypen ordnen Sie die Beratungsorganisation in
Baden-Württemberg zu?

A:

Privatberatung

Offizialberatung:  ULB, RP, tw. Landesanstalten; Öffentliches Interesse; Informationspflicht

Geförderte Beratung, z.B.:Beratungsmodule; Sozialberatung; Hofübergabe

Beratung durch Interessenverbünde, z.B. Erzeugerringe; Berufsverbände

GewinnorientierteBeratung, z.B. Industrie; Handelsunternehmen; Freie Beratungsbüros




Mögliche Vorteile: Vollständige Ausrichtung an den Interessen des Klienten; Kontrolle der Beratungsleistung durch Kunden / Klienten; Berater/innen stehen im Wettbewerb -> bilden sich weiter, müssen sehr gut informiert sein, um erfolgreich zu sein
Mögliche Nachteile: setzt Motivation und Zahlungsbereitschaft des Landwirts voraus; Schwierig, Überblick über Beratungsangebot und –qualität zu gewinnen; geringe/ keine Behandlung von Themen öffentlichen Interesses; für Berater z.T. schwierige Position als Einzelkämpfer

Q:

Welche Werte verbinden Sie mit ‚bäuerlicher Landwirtschaft‘ und wie
beurteilen Sie dieses Leitbild?

A:

Leitbild, bäuerliche Landwirtschaft

»Bäuerlichkeit« – Bäuerliches Leben, 

- Denken und Wirtschaften bedeutet Verbundenheit mit Hof, Natur und Heimat, Verantwortung für Tiere, Boden und Pflanzen

- weitgehend selbstverantwortliches Arbeiten

- Denken in Generationen und Kreisläufen, Arbeiten im Zusammenhang mit der Familie oder anderen engen Sozialbeziehungen. 

- Ziel bäuerlichen Wirtschaftens:

  •  natürlich ein möglichst gutes Einkommen,
  • vor dem Hintergrund des Erhalts von Arbeitsplatz und Hof –  nicht die kurzfristige Maximalrendite von Kapital
  • steht im Gegensatz zu einer agrarindustriellen Ausrichtung.

-> Ländliche Entwicklung statt Modernisierung, schwierig mit Konkurrenz mit zu halten, nicht ökonomisch aber nachhaltiger

Q:

Welche Anforderungen werden an eine geförderte Beratungsfachkraft in BW gestellt?

A:

– Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss (Abschluss der Niveaustufe 6) 

– 2 Jahre Beratungserfahrung oder Einarbeitung mit erfahrenen Beratungskräften 

– Regelmäßige Fortbildung • methodisch • fachrechtlich • fachlich

Q:

Welche sozialen Herausforderungen zeichnen sich für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Zukunft ab?

A:

Soziale Beziehungen und Arbeitsbeziehungen überlagern sich und bilden widersprüchliche Realitäten
Die Ansprüche an das Miteinander-Arbeiten und Miteinander- Leben nehmen zu im Rahmen der individuellen Lebensentwürfe und unter dem externen Druck rationeller Produktion und gesellschaftlicher Erwartungen
• „die moderne Familie ist immer auch eine sich selbst auflösende Gruppe“ (Bohler 2012:70) ... aber die Familie auf dem Betrieb kann die nachfolgende Generation nicht einfach gehen lassen
=> Es kommt darauf an, die Spannungsfelder wahrzunehmen und zu gestalten.



Q:

Warum eskalieren Konflikte und wie kann durch Moderation oder
Mediation eine neutrale oder Drittpartei zur Konfliktlösung
beitragen?

A:

Eskalation:

1 Verhärtung
2 Debatte
3 Taten
4 Images / Koalitionen
5 Gesichtsverlust
6 Drohstrategien

7 Begrenzte Vernichtungsschläge
8 Zersplitterung
9 Gemeinsam in den Abgrund

Moderation: Die Drittparteist un- oder allparteilich und Empathie fähig gegenüber allen Beteiligten
• Sie gestaltet das Verfahren (z.B. wie wird miteinander gesprochen)
• Sie schafft vornehmlich Transparenz, fördert das gegenseitige Verständnis und geht Missverständnissen auf den Grund
• Sie kann Struktur und Rahmen geben

Mediation:

Unter Mediationsverfahren werden Verhandlungsverfahren zur Regelung von Konflikten verstanden, an denen zwei oder mehrere Streitparteien freiwillig teilnehmen mit dem Ziel, in einem fairen und direkten (face-to-face) Kommunikationsprozess, Differenzen gemeinsam erkunden, Handlungsspielräume auszuloten und zu einer von allen Teilnehmern getragenen Vereinbarung zu kommen. Hierbei werden sie von einer  neutrale Person = MediatorIn, unterstützt, deren Hauptaufgabe in der Gestaltung und Betreuung des Verfahrensablaufes liegt.

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Q:

Was verstehen Sie unter einer Innovation? Geben Sie eine Definition
und ein Beispiel, das die drei Innovationsdimensionen veranschaulicht.

A:

Neuerung = alles neu praktizierte,= Änderung des Bestehenden Neuerung bedeutet Veränderung!

Innovationen:

Eine Innovation ist eine neue Idee, die sich durchsetzt
• am Markt (ökonomische Perspektive)
• in der Gesellschaft oder einem gesellschaftlichen Teilsystem (soziologische Perspektive)
• im sozialen System (sozialpsychologische Perspektive)
 „Innovationen sind neue Güter, neue Produktionsmethoden und Absatzmärkte, aber auch neue Organisationsformen und Lebensstile, die länger währende Veränderungen auslösen“


Dimensionen einer Innovation
• Hardware (biologisch-materielle Grundlage)
• Software (symbolisch, wissensbasiert, Bedeutung etc.)
• Orgware (soziale Aspekte, Institutionen, Standards)

Bsp:Farm forward (John Deere) -> HW: Digitales Kontrollsystem, autonom fahrender Traktor; SW: Digitale Berechnung von Optimalen Arbeitsabläufen; OW: Arbeitsplätze gehen verloren, bessere Kommunikation, weniger KnowHow und Erfahrung notwendig

Q:

Was ist eine soziale Innovation? Geben Sie eine Definition und ein
Beispiel.

A:

Soziale Innovation
„neue Wege, Ziele zu erreichen, insbesondere neue Organisationsformen, neue Regulierungen, neue Lebensstile, die die Richtung des sozialen Wandels verändern, Probleme besser lösen als frühere Praktiken, und die deshalb wert sind, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden

Q:

Erläutern Sie ‚sozialer Wandel in der Landwirtschaft‘.

A:

Sozialer Wandel als Folge der Motorisierung
• Technischer Fortschritt macht weniger Arbeitskräfte in der Landwirtschaft erforderlich
Technischer Fortschritt und Größenwachstum sind sich verstärkende Prozesse
• Dieser u.a. Gründe fördern Abwanderung aus ländlichen in städtische Räume
• Betrieblich: Arbeitsteilung und wechselseitigen Abhängigkeiten in Bauernfamilien ändern sich,

- gibt mehr Freiräume für einzelne Familienmitglieder
• Die Arbeitswelt ändert sich – einerseits wird neues Wissen gefordert, andererseits werden überbetriebliche soziale Systeme der Unterstützung weniger wichtig,

- Familienbetriebe werden von einander unabhängiger und stattdessen in den Markt integriert

Q:

Nennen Sie charakteristische Elemente der Hohenheimer Beratungsdefinition. Wie sollte sich die beratende Person folglich verhalten?

A:

Die landwirtschaftliche Betratung 

• ist der Vorgang der seine Beratungspartner zu solchem Handeln zu motivieren und zu befähigen, das geeignet ist, ihre akuten Probleme zu lösen 

• Die Betroffenen erhalten bessere Einsicht in den Problemzusammenhang und erkennen die verfügbaren Lösungsalternativen.
• Beziehung zwischen Berater und Beratungspartner sollte partnerschaftlich sein, Berater ist wohl seines Gegenübers verpflichtet.
• Die Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortlichkeit des Partners muss voll gewahrt bleiben, --> trägt Verantwortung für sein handeln allein.

Anforderungen an die beratenden Personen

• Erfordert fachlich fundiertes Herangehen, ist verantwortlich für eine gute Gesprächsführung‘, professionellen Verhalten
• erprobte Methode ist "klientenzentrierte Gespräch" bzw. die nicht-direktive Beratung

Q:

Was verstehen Sie unter Agrarstrukturwandel bzw. dem
Modernisierungsparadigma in der Landwirtschaft?

A:

• Der technische Fortschritt führt zur Rationalisierung von Arbeitsschritten, insbesondere in der Tierhaltung (Fütterung, Melken etc.), menschliche Arbeit wird durch Maschinen ersetzt/ fraktioniert
• ermöglicht die Bewirtschaftung von immer größeren Einheiten (Flächen, Tieren etc.) pro Arbeitskraft.
• Tätigkeiten verschieben sich von körperlichen, handwerklichen Arbeiten zu Regulierung und Kontrolle der Technik -> elektronisch-technisierte LW

Das Modernisierungsparadigma = "Wachse oder Weiche" = Veränderung der Agrarstruktur in Dtl.
• Die dt. Agrarsoziologie, vom „völkisches“ Verständnis/ bäurliche Leitbild der Bauern gewandt

- eine wertneutrale Wissenschaft vertreten; unterscheidung zw. moderner und nicht morderner LW
• die dynamischen Veränderungsprozesse in Städten - > Land: kulturelles Hinterherhinken

Q:

Was sind die Merkmale eines sozialen Konflikts? Geben Sie eine
Definition.

A:

Ein sozialer Konflikt ist dann gegeben,
• wenn mindestens 2 Akteure (Parteien)
• mit unterschiedlichen oder unvereinbaren Interessen (Absichten) auf einen Konfliktgegenstand Anspruch erheben,
• wobei mindestens ein Akteur im Hinblick auf seine Interessen und Ziele aktiv wird und
• diese Aktivitäten von dem anderen Akteur als Beeinträchtigung der eigenen
Interessen wahrgenommen werden.

Q:

Die Hausväterliteratur beschreibt den landwirtschaftlichen Hof als ‚das
ganze Haus‘ (oikos). Welche Merkmale werden mit diesem Begriff
verbunden?

A:

Hof als göttliches Lehen: Ausgaben = Einnahmen
Autarkie - Autonomie: Selbstversorgung, Selbstverarbeitung und Selbstveredlung als Leitprinzipien
Arbeit als zentrale Maxime, Fleiß als soziale Norm: Arbeit gleichermaßen für den Gelderwerb/Tausch wie für den Eigenverbrauch
Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen 
 Alle Haushaltsmitglieder leben zusammen: Bauernhaus mit großem Herd- und Allzweckraum -> für alle zugänglich
Die sozialen Beziehungen untereinander werden nach Aristoteles in drei Gruppen eingeteilt:
− Hausherr / Ehemann – Hausfrau / Ehefrau
− Hausherr / Vater – Kinder
− Hausherr / Herrschaft – Gesinde, Knechte, Mägde
Es herrsche ‚die gute Ordnung‘, bei der jede/r an seinem Platz sei, fleißig arbeite und nicht aufbegehre

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