Pädagogik Vorlesung an der Universität Hildesheim | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Pädagogik Vorlesung an der Universität Hildesheim

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne zentrale Befunde der PISA-Studien.

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TESTE DEIN WISSEN

PISA 2000: 

  • Leseleistungen der deutschen SuS waren unterdurchschnittlich
  • enge Koppelung zwischen sozialer Herkunft der SuS und Kompetenzerwerb


PISA 2018:

  • sehr stark ausgeprägter Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft der SuS und ihrer Lesekompetenz
  • keine signifikante Veränderung der Lesekompetenz der SuS mit Zuwanderungshintergrund seit 2009
  • Zuwanderungshintergrund ist stärker als in anderen Staaten mit dem sozialen Status verknüpft
  • Mädchen sind im Lesen kompetenter als Jungen
  • Vorsprung der Jungen gegenüber den Mädchen in Mathematik hat sich verkleinert, in Naturwissenschaften sind jetzt beide Geschlechter gleich kompetent
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TESTE DEIN WISSEN

Wie lassen sich die Begriffe "verbindliche Schulempfehlung" und "Elternrecht"  voneinander abgrenzen?

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TESTE DEIN WISSEN

verbindliche Schulempfehlung

  • Schule erteilt verbindliche Empfehlung auf Grund des Notendurchschnitts
  • per Aufnahmeprüfung oder erfolgreicher Teilnahme am Probeunterricht ist die verbindliche Empfehlung "überwindbar"


Elternrecht

  • Grundschulen geben Empfehlung, letztendlich entscheiden aber die Eltern



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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere den Begriff Bildungsexpansion.

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TESTE DEIN WISSEN

Im Zeitverlauf besuchen mehr Personen weiterführende Bildungseinrichtungen und erzielen höhere Bildungsabschlüsse.

  • wachsende Schülerzahlen in den weiterführenden Sekundarschulen
  • Ausbau der Zahl von weiterführenden Schulen/Hochschulen
  • Einführung von BAföG
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Erläutere die in der Vorlesung genannten Vorstellungen von Chancengleichheit in Bildungssystem.

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Vorstellung einer Gleichheit von Bildungserfolgen

  • Chancengleichheit liegt vor, wenn jedes Kind die gleichen Bildungserfolge erzielt (Ergebnisgleichheit)


Proportionale Chancengleichheit (statistisches Proporzmodell)

  • Vergleich der Anteile von gesellschaftlichen Gruppen auf den verschiedenen Ebenen der Bildungsinstitutionen mit ihren Anteilen an der Gesamtbevölkerung (z.B. gibt es insgesamt 20,4% SuS deren Eltern ein Hauptschulabschluss haben, aber nur insgesamt 9,2% der Gymnasiasten haben Eltern mit Hauptschulabschluss)
  • Proportionale Chancengleichheit liegt vor, wenn jede soziale Gruppe entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung in weiterführenden Bildungseinrichtungen vertreten ist


Leistungsbezogene, formale Chancengleichheit (meritokratisches Modell)

  • Chancengleichheit orientiert sich am Leistungsprinzip: Alle Individuen haben entsprechend ihrer Fähigkeit und Leistungen die gleiche Chance zum Erwerb von Bildungsabschlüssen
  • Bildungserfolg wird unabhängig von leistungsfremden Merkmalen realisiert


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Vorlesung 8


Benenne und erläutere Ursachen für den Bedeutungsverlust der Hauptschule und ihre Strukturprobleme.

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Demographischer Wandel

  • Rückgang der Schülerzahlen in den 1990er- und 2000er Jahren: Notwendigkeit von Schulschließungen bzw. der Reduzierung des Schulangebots
  • Schulen mit mehreren Bildungsgängen erhöhen die Anpassungsflexibilität bei sinkenden Schülerzahlen


Hauptschule als schichtspezifische Schule und problematisches Lern- und Entwicklungsmilieu

  • Soziale Segregation nach Sozialschichtzugehörigkeit und Migrationshintergrund an Hauptschulen
  • soziale Entmischung der Hauptschule: fehlendes Anregungspotential und Verringerung der Kompensationsmöglichkeiten über Mitschüler
  • problematische Lern- und Entwicklungsmilieus
  • Doppelte Bildungsbenachteiligung: die durch die soziale Herkunft bedingten Nachteile werden institutionell verstärkt


Konkurrenz mit der Gesamtschule 

  • problematische Hauptschulmilieus vielfach in Regionen, in denen die Hauptschule in einem viergliedrigen Schulsystem in Konkurrenz zur Gesamtschule steht


Hauptschule als Auffangbecken für die in höheren Bildungsgängen Gescheiterten

  • Laut PISA-Studien haben knapp 64% der Schüler an Hauptschulen in ihrer Schulkarriere mindestens einen schulischen Misserfolg erfahren (z.B. Klassenwiederholung, Abstufung in niedrigere Schulform)


Schülerklientel

  • Kinder und Jugendliche, die zum Teil unter erschwerten sozialen Bedingungen aufwachsen und wenig häusliche Unterstützung erfahren
  • geringeres Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
  • Perspektivlosigkeit


Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt

  • Ansehensverlust des Hauptschulabschlusses und Verdrängungswettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt
  • zunehmende Verhinderung des direkten Zugangs zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (Übergangssystem)
  • auch mit an Hauptschulen erworbenen höherwertigen Abschlüssen (Entkopplung von Schulform und Bildungsabschluss) ist die Einmündung in attraktive Ausbildungsberufe weit ungünstiger als für Absolventen von Realschulen und Gymnasien


Elterliches Schulwahlverhalten

  • höhere Bildungsaspirationen bei Schüler*innen und Eltern
  • größere Nachfrage nach höher qualifizierenden Schulabschlüssen


Prestigeverlust der Hauptschule

  • Hauptschule als „Restschule“
  • Stigmatisierung von „Hauptschüler_innen“


schulforminterne Probleme

  • vielfach fachfremder Unterricht (Klassenlehrerprinzip)
  • geringes Anspruchsniveau im Unterricht
  • Aufbewahrung und Beschäftigung der Schüler
  • höheres Gewaltpotential an Schulen und Schulverweigerung


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Erläutere die Relevanz von Erklärungsansätzen in Bezug auf die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

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Um zu schauen, welche Rollen die soziale Herkunft wirklich spielt --> Urteilsfehler in Abhängigkeit der Migrationsherkunft (stereotypbasierte Lehrererwartungen gegenüber SchülerInnen mit Migrationshintergrund.

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Erläutere die Grundidee der Gesamtschule sowie die Gründe für deren Scheitern.

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Grundidee: 

  • Abbau sozialer schranken und Chancengleichheit
  • bessere Förderung der SuS durch innere Differenzierung (nicht nach Schultypen)
  • Abbau sozialer Ungleichheiten
  • soziales Lernen
  • Integration


Gründe fürs Scheitern:

  • Befürchtung des Absenkens des allgemeines Bildungs- und Leistungsniveaus
  • flächendeckende Einführung von Gesamtschule war politisch nicht durchsetzbar


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Welche verschiedenen Maßnahmen wurden in der Phase der Bildungsreform seit Mitte der 1960er im Schulsystem eingeführt?

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  • Einrichtung von Gesamtschule
  • Auflösung der Volksschule und Bildung einer organisatorisch eigenständigen Grundschule und einer neun bzw. zehn Jahre umfassenden Hauptschule
  • stärkere Wissenschaftsorientierung im Fachunterricht in allen Schulformen der Sek I und in der gymnasialen Oberstufe
  • Erhöhung der Durchlässigkeit des Schulwesens
  • Reform der Gymnasialen Oberstufe
  • Einführung der Orientierungsstufe
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Vorlesung 4


Benenne und erläutere gemeinsame Strukturelemente des deutschen Schulsystems.


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Schulpflicht

  • 9-10 Jahre Schulpflicht an allgemeinbildenden Schulen und 2-3 Jahre Teilzeitschulen im beruflichen Schulwesen oder in Vollzeitschulen im allgemein bildenden oder im beruflichen Schulwesen


gemeinsame vierjährige Grundschule (in Berlin und Brandenburg 6 Jahre)

  •  im Kontext der Weimarer Republik sollte die Schule von allen SuS gemeinsam quer über alle sozialen Schichten hinweg besucht werden


paralleles System von Förderschulen

  • verschiedene Förderschwerpunkte: emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sehen, Hören, Sprache


Zwei-, Drei- bzw. Mehrgliedrigkeit des Schulsystems

  • klassische Dreigliedrigkeit: Hauptschule, Realschule, Gymnasium
  • Gesamtschulen/ Schulen mit mehreren Bildungsgängen als weitere Schulformen parallel zum Gymnasium


Ganztagsangebot

  • größtenteils offenen Ganztagsangebot


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Erläutere, warum die Durchsetzung der Unterrichts-/Schulpflicht lange dauerte.

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Es gab einige Hürden auf dem Weg zur Durchsetzung der Unterrichtspflicht:


  • Kinder/Jugendliche wurden als Arbeitskräfte benötigt (Feldarbeit; Fabriken)
  • kostenintensiver Aufbau einer Infrastruktur (Gebäude und deren Unterhaltung)
  • Ausbildung und Finanzierung von Lehrpersonal
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Vorlesung 3


Erläutere, welche strukturellen Veränderungen die Alliierten nach 1945 in Westdeutschland anstrebten und warum diese Reformen zugunsten einer Restauration scheiterten.

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  • Entnazifizierung, Entmilitarisierung und Demokratisierung des Erziehungswesens/Schulwesens
  • gleiche Bildungsmöglichkeiten für alle
  • Revision der Inhalte schulischen Lernens
  • Entnazifizierung der Lehrkräfte
  • staatsbürgerliche, demokratische Erziehung
  • zusammenhängendes Bildungssystem


Gründe des Scheiterns:

  • Lehrermangel, da nach 1945 zwischen 50-90% der Lehrer entlassen wurden
  • überaltetes Lehrerkollegium, da bereits pensionierte, unbelastete Lehrer wieder eingestellt wurden
  • fehlende Infrastruktur (zerstörte Schulgebäude, fehlendes Inventar, etc.)
  • Schwierigkeiten den Schulbetrieb wieder zum Laufen zu bringen
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Wie unterscheiden sich Unterrichtspflicht und Schulpflicht?

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Unterrichtspflicht:

Homescooling ist möglich, soweit man nachweisen kann, dass Privatunterricht durchführt und finanziert werden kann  (z.B. in den USA)


Schulpflicht:

Alle Heranwachsenden sind verpflichtet eine öffentliche Schule zu besuchen.

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  • 21332 Karteikarten
  • 602 Studierende
  • 27 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Pädagogik Vorlesung Kurs an der Universität Hildesheim - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nenne zentrale Befunde der PISA-Studien.

A:

PISA 2000: 

  • Leseleistungen der deutschen SuS waren unterdurchschnittlich
  • enge Koppelung zwischen sozialer Herkunft der SuS und Kompetenzerwerb


PISA 2018:

  • sehr stark ausgeprägter Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft der SuS und ihrer Lesekompetenz
  • keine signifikante Veränderung der Lesekompetenz der SuS mit Zuwanderungshintergrund seit 2009
  • Zuwanderungshintergrund ist stärker als in anderen Staaten mit dem sozialen Status verknüpft
  • Mädchen sind im Lesen kompetenter als Jungen
  • Vorsprung der Jungen gegenüber den Mädchen in Mathematik hat sich verkleinert, in Naturwissenschaften sind jetzt beide Geschlechter gleich kompetent
Q:

Wie lassen sich die Begriffe "verbindliche Schulempfehlung" und "Elternrecht"  voneinander abgrenzen?

A:

verbindliche Schulempfehlung

  • Schule erteilt verbindliche Empfehlung auf Grund des Notendurchschnitts
  • per Aufnahmeprüfung oder erfolgreicher Teilnahme am Probeunterricht ist die verbindliche Empfehlung "überwindbar"


Elternrecht

  • Grundschulen geben Empfehlung, letztendlich entscheiden aber die Eltern



Q:

Erläutere den Begriff Bildungsexpansion.

A:

Im Zeitverlauf besuchen mehr Personen weiterführende Bildungseinrichtungen und erzielen höhere Bildungsabschlüsse.

  • wachsende Schülerzahlen in den weiterführenden Sekundarschulen
  • Ausbau der Zahl von weiterführenden Schulen/Hochschulen
  • Einführung von BAföG
Q:

Erläutere die in der Vorlesung genannten Vorstellungen von Chancengleichheit in Bildungssystem.

A:

Vorstellung einer Gleichheit von Bildungserfolgen

  • Chancengleichheit liegt vor, wenn jedes Kind die gleichen Bildungserfolge erzielt (Ergebnisgleichheit)


Proportionale Chancengleichheit (statistisches Proporzmodell)

  • Vergleich der Anteile von gesellschaftlichen Gruppen auf den verschiedenen Ebenen der Bildungsinstitutionen mit ihren Anteilen an der Gesamtbevölkerung (z.B. gibt es insgesamt 20,4% SuS deren Eltern ein Hauptschulabschluss haben, aber nur insgesamt 9,2% der Gymnasiasten haben Eltern mit Hauptschulabschluss)
  • Proportionale Chancengleichheit liegt vor, wenn jede soziale Gruppe entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung in weiterführenden Bildungseinrichtungen vertreten ist


Leistungsbezogene, formale Chancengleichheit (meritokratisches Modell)

  • Chancengleichheit orientiert sich am Leistungsprinzip: Alle Individuen haben entsprechend ihrer Fähigkeit und Leistungen die gleiche Chance zum Erwerb von Bildungsabschlüssen
  • Bildungserfolg wird unabhängig von leistungsfremden Merkmalen realisiert


Q:

Vorlesung 8


Benenne und erläutere Ursachen für den Bedeutungsverlust der Hauptschule und ihre Strukturprobleme.

A:

Demographischer Wandel

  • Rückgang der Schülerzahlen in den 1990er- und 2000er Jahren: Notwendigkeit von Schulschließungen bzw. der Reduzierung des Schulangebots
  • Schulen mit mehreren Bildungsgängen erhöhen die Anpassungsflexibilität bei sinkenden Schülerzahlen


Hauptschule als schichtspezifische Schule und problematisches Lern- und Entwicklungsmilieu

  • Soziale Segregation nach Sozialschichtzugehörigkeit und Migrationshintergrund an Hauptschulen
  • soziale Entmischung der Hauptschule: fehlendes Anregungspotential und Verringerung der Kompensationsmöglichkeiten über Mitschüler
  • problematische Lern- und Entwicklungsmilieus
  • Doppelte Bildungsbenachteiligung: die durch die soziale Herkunft bedingten Nachteile werden institutionell verstärkt


Konkurrenz mit der Gesamtschule 

  • problematische Hauptschulmilieus vielfach in Regionen, in denen die Hauptschule in einem viergliedrigen Schulsystem in Konkurrenz zur Gesamtschule steht


Hauptschule als Auffangbecken für die in höheren Bildungsgängen Gescheiterten

  • Laut PISA-Studien haben knapp 64% der Schüler an Hauptschulen in ihrer Schulkarriere mindestens einen schulischen Misserfolg erfahren (z.B. Klassenwiederholung, Abstufung in niedrigere Schulform)


Schülerklientel

  • Kinder und Jugendliche, die zum Teil unter erschwerten sozialen Bedingungen aufwachsen und wenig häusliche Unterstützung erfahren
  • geringeres Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
  • Perspektivlosigkeit


Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt

  • Ansehensverlust des Hauptschulabschlusses und Verdrängungswettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt
  • zunehmende Verhinderung des direkten Zugangs zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (Übergangssystem)
  • auch mit an Hauptschulen erworbenen höherwertigen Abschlüssen (Entkopplung von Schulform und Bildungsabschluss) ist die Einmündung in attraktive Ausbildungsberufe weit ungünstiger als für Absolventen von Realschulen und Gymnasien


Elterliches Schulwahlverhalten

  • höhere Bildungsaspirationen bei Schüler*innen und Eltern
  • größere Nachfrage nach höher qualifizierenden Schulabschlüssen


Prestigeverlust der Hauptschule

  • Hauptschule als „Restschule“
  • Stigmatisierung von „Hauptschüler_innen“


schulforminterne Probleme

  • vielfach fachfremder Unterricht (Klassenlehrerprinzip)
  • geringes Anspruchsniveau im Unterricht
  • Aufbewahrung und Beschäftigung der Schüler
  • höheres Gewaltpotential an Schulen und Schulverweigerung


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Q:

Erläutere die Relevanz von Erklärungsansätzen in Bezug auf die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

A:

Um zu schauen, welche Rollen die soziale Herkunft wirklich spielt --> Urteilsfehler in Abhängigkeit der Migrationsherkunft (stereotypbasierte Lehrererwartungen gegenüber SchülerInnen mit Migrationshintergrund.

Q:

Erläutere die Grundidee der Gesamtschule sowie die Gründe für deren Scheitern.

A:

Grundidee: 

  • Abbau sozialer schranken und Chancengleichheit
  • bessere Förderung der SuS durch innere Differenzierung (nicht nach Schultypen)
  • Abbau sozialer Ungleichheiten
  • soziales Lernen
  • Integration


Gründe fürs Scheitern:

  • Befürchtung des Absenkens des allgemeines Bildungs- und Leistungsniveaus
  • flächendeckende Einführung von Gesamtschule war politisch nicht durchsetzbar


Q:

Welche verschiedenen Maßnahmen wurden in der Phase der Bildungsreform seit Mitte der 1960er im Schulsystem eingeführt?

A:
  • Einrichtung von Gesamtschule
  • Auflösung der Volksschule und Bildung einer organisatorisch eigenständigen Grundschule und einer neun bzw. zehn Jahre umfassenden Hauptschule
  • stärkere Wissenschaftsorientierung im Fachunterricht in allen Schulformen der Sek I und in der gymnasialen Oberstufe
  • Erhöhung der Durchlässigkeit des Schulwesens
  • Reform der Gymnasialen Oberstufe
  • Einführung der Orientierungsstufe
Q:

Vorlesung 4


Benenne und erläutere gemeinsame Strukturelemente des deutschen Schulsystems.


A:

Schulpflicht

  • 9-10 Jahre Schulpflicht an allgemeinbildenden Schulen und 2-3 Jahre Teilzeitschulen im beruflichen Schulwesen oder in Vollzeitschulen im allgemein bildenden oder im beruflichen Schulwesen


gemeinsame vierjährige Grundschule (in Berlin und Brandenburg 6 Jahre)

  •  im Kontext der Weimarer Republik sollte die Schule von allen SuS gemeinsam quer über alle sozialen Schichten hinweg besucht werden


paralleles System von Förderschulen

  • verschiedene Förderschwerpunkte: emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sehen, Hören, Sprache


Zwei-, Drei- bzw. Mehrgliedrigkeit des Schulsystems

  • klassische Dreigliedrigkeit: Hauptschule, Realschule, Gymnasium
  • Gesamtschulen/ Schulen mit mehreren Bildungsgängen als weitere Schulformen parallel zum Gymnasium


Ganztagsangebot

  • größtenteils offenen Ganztagsangebot


Q:

Erläutere, warum die Durchsetzung der Unterrichts-/Schulpflicht lange dauerte.

A:

Es gab einige Hürden auf dem Weg zur Durchsetzung der Unterrichtspflicht:


  • Kinder/Jugendliche wurden als Arbeitskräfte benötigt (Feldarbeit; Fabriken)
  • kostenintensiver Aufbau einer Infrastruktur (Gebäude und deren Unterhaltung)
  • Ausbildung und Finanzierung von Lehrpersonal
Q:

Vorlesung 3


Erläutere, welche strukturellen Veränderungen die Alliierten nach 1945 in Westdeutschland anstrebten und warum diese Reformen zugunsten einer Restauration scheiterten.

A:
  • Entnazifizierung, Entmilitarisierung und Demokratisierung des Erziehungswesens/Schulwesens
  • gleiche Bildungsmöglichkeiten für alle
  • Revision der Inhalte schulischen Lernens
  • Entnazifizierung der Lehrkräfte
  • staatsbürgerliche, demokratische Erziehung
  • zusammenhängendes Bildungssystem


Gründe des Scheiterns:

  • Lehrermangel, da nach 1945 zwischen 50-90% der Lehrer entlassen wurden
  • überaltetes Lehrerkollegium, da bereits pensionierte, unbelastete Lehrer wieder eingestellt wurden
  • fehlende Infrastruktur (zerstörte Schulgebäude, fehlendes Inventar, etc.)
  • Schwierigkeiten den Schulbetrieb wieder zum Laufen zu bringen
Q:

Wie unterscheiden sich Unterrichtspflicht und Schulpflicht?

A:

Unterrichtspflicht:

Homescooling ist möglich, soweit man nachweisen kann, dass Privatunterricht durchführt und finanziert werden kann  (z.B. in den USA)


Schulpflicht:

Alle Heranwachsenden sind verpflichtet eine öffentliche Schule zu besuchen.

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