Angewandte Kriminilogie an der Universität Heidelberg | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Angewandte Kriminilogie an der Universität Heidelberg

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Anwendungsfelder der Angewandte Kriminologie
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Angewandte Kriminologie
• Befassung mit Persönlichkeit und Sozialverhalten konkreter Einzeltäter
• einzelfallbezogene Aufbereitung des kriminologischen Erfahrungswissens
• Beratungsinstanz der täglichen Entscheidungspraxis
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Themen der Vorlesung
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• Kriminalitätstheorien
• Schuldfähigkeit
• Umgang mit Kriminalität(-sgefahren)
– Kriminalitätskontrolle 
– Kriminalprognose
– Intervention
• Täter- und Deliktsgruppen
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klassische Kriminalitätstheorien
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klassische Kriminalitätstheorien
personenbezogene Theorien 
Theorie der rationalen Wahl 
gesellschaftsbezogene Theorien

Etikettierungsansätze

moderne Kriminalitätstheorien
integrierende (übergreifende) Theorien Entwicklungskriminologie
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Personenbezogene Kriminalitätstheorien
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biologische Kriminalitätstheorien
• Theorie vom geborenen Verbrecher (Lombroso)
• Kriminalität und Vererbung
• Theorien zu einzelnen biologischen Auffälligkeiten
• angelagert: persönlichkeitsorientierte Konzepte


Kontrolltheorien
• Bindungstheorie von Hirschi
• Theorie der fehlenden Selbstkontrolle
• Control-Balance-Theory von Tittle

Lerntheorien
• Theorie von Eysenck
• Theorie der differentiellen Assoziationen 
(Sutherland u. a.)
• Theorie des sozialen Lernens (Akers u. a.)
• Annex: Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung
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gesellschaftsbezogene Theorien
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Kriminalität und Kultur
• Kulturkonflikttheorie
• Subkulturtheorien
• Annex: Neutralisierungstechniken

Kriminalität und Sozialstruktur
• Anomietheorien
    – Anomietheorie Durkheims
    – Anomietheorie Mertons
    – Institutionelle Anomietheorie
• Theorie der differentiellen Gelegenheit 
• allgemeine Drucktheorie
• Theorie der sozialen Desorganisation
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Etikettierungsansatz
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Grundlage
• symbolischerInteraktionismus (GeorgeH.Mead)

Grundannahmen
• Vermittlung der Wirklichkeit durch Bedeutungen und Symbole (nicht nur physikalisch)
• Verbrechen entstehe durch den Prozess der Zuschreibung als kriminell

Konsequenzen
• Kriminalität als gesellschaftliche Zuschreibung (daher auch „Kriminalisierungstheorien“)
• nicht kriminelles Handeln, sondern gesellschaftliche Reaktion darauf ist erklärungsbedürftig
• Paradigmenwechsel: Augenmerk für die zentrale Bedeutung der Strafjustiz bei der Einordnung eines Vorgangs als Straftat
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Ätiologie und Labeling als integrierendes Modell
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• Ausgangspunkt: Normalität leichterer Delinquenz
• erste Verfehlung sei i. d. R. ätiologisch erklärbar
• Folgedelinquenz vornehmlich von Etikettierungsmechanismen bestimmt, dadurch u. a.
– abweichendes Selbstbild,
– Anschluss an organisierte Gruppe von Abweichenden
• z. B. Lemert: primäre und sekundäre Abweichung bzw. Devianz
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„Dual-Process-Theorien“
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• Menschen verhalten sich oft irrational und damit anders als vom rational-choice-Ansatz postuliert

• zwei Kategorien von Entscheidungsprozessen 
– bewusst intentionales Handeln
– unbewusste Entscheidungen
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Modell der „Frame Selektion“
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• Hartmut Esser und Clemens Kroneberg 
• zentrale Kategorien:
– „Frame“: auf Erfahrungswerten fußende Definition typischer Situationen durch den Akteur
– „Skript“: Handlungsoption, die mit der Situation verknüpft ist 
• menschlicherHandlungsprozess:
– erster Schritt: Einordnung der Situation
– zweiter Schritt: Auswahl des passenden Handlungskonzepts 
– dritter Schritt: Umsetzung in Form einer Handlung
• bei jedem dieser Schritte ist möglich
– automatisches Handeln (z. B. auf Grundlage von Gewohnheiten)
– rationales Handel (etwa i. S. d. rational-choice-Ansatzes)
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Modell der situativen Handlungswahl
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• situational action theory von Per-Olof H. Wikström
• Grundannahmen:
– zwei Modi des menschlichen Entscheidungsprozesses sind zu unterscheiden
– Akteure verknüpfen spezifische Situationen mit Handlungsmöglichkeiten
– was dabei an Optionen präsent ist, ist zuvor durch moralischen Filter gegangen
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Konzept des Reintegrative shaming
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• zentraler Begriff ist shaming = Vorgang sozialer Missbilligung, der moralische Ablehnung eines Verhaltens signalisiert

• reintegrative shaming:
– Zurückweisung der Handlung, nicht jedoch der Person – Zeremoniell der Wiedereingliederung

• stigmatization: soziale Exkludierung ohne Ermöglichung einer Rückkehr in das soziale Umfeld

• Einflüsse auf Reintegrationsfunktionen:
– interdepency: wechselseitige Abhängigkeit
– communitarianism: Loyalität zur Gemeinschaft
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Entwicklung der Kriminologie in Deutschland
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• traditionell: täterorientierte und kriminalätiologische Arbeiten
• dann: Durchbruch des „labeling-approach“ (= Etikettierungsansatz)
• Erforschung von sozialer Kontrolle und Prozess der Kriminalisierung
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Q:
Anwendungsfelder der Angewandte Kriminologie
A:
Angewandte Kriminologie
• Befassung mit Persönlichkeit und Sozialverhalten konkreter Einzeltäter
• einzelfallbezogene Aufbereitung des kriminologischen Erfahrungswissens
• Beratungsinstanz der täglichen Entscheidungspraxis
Q:
Themen der Vorlesung
A:
• Kriminalitätstheorien
• Schuldfähigkeit
• Umgang mit Kriminalität(-sgefahren)
– Kriminalitätskontrolle 
– Kriminalprognose
– Intervention
• Täter- und Deliktsgruppen
Q:
klassische Kriminalitätstheorien
A:
klassische Kriminalitätstheorien
personenbezogene Theorien 
Theorie der rationalen Wahl 
gesellschaftsbezogene Theorien

Etikettierungsansätze

moderne Kriminalitätstheorien
integrierende (übergreifende) Theorien Entwicklungskriminologie
Q:
Personenbezogene Kriminalitätstheorien
A:
biologische Kriminalitätstheorien
• Theorie vom geborenen Verbrecher (Lombroso)
• Kriminalität und Vererbung
• Theorien zu einzelnen biologischen Auffälligkeiten
• angelagert: persönlichkeitsorientierte Konzepte


Kontrolltheorien
• Bindungstheorie von Hirschi
• Theorie der fehlenden Selbstkontrolle
• Control-Balance-Theory von Tittle

Lerntheorien
• Theorie von Eysenck
• Theorie der differentiellen Assoziationen 
(Sutherland u. a.)
• Theorie des sozialen Lernens (Akers u. a.)
• Annex: Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung
Q:
gesellschaftsbezogene Theorien
A:
Kriminalität und Kultur
• Kulturkonflikttheorie
• Subkulturtheorien
• Annex: Neutralisierungstechniken

Kriminalität und Sozialstruktur
• Anomietheorien
    – Anomietheorie Durkheims
    – Anomietheorie Mertons
    – Institutionelle Anomietheorie
• Theorie der differentiellen Gelegenheit 
• allgemeine Drucktheorie
• Theorie der sozialen Desorganisation
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Q:
Etikettierungsansatz
A:
Grundlage
• symbolischerInteraktionismus (GeorgeH.Mead)

Grundannahmen
• Vermittlung der Wirklichkeit durch Bedeutungen und Symbole (nicht nur physikalisch)
• Verbrechen entstehe durch den Prozess der Zuschreibung als kriminell

Konsequenzen
• Kriminalität als gesellschaftliche Zuschreibung (daher auch „Kriminalisierungstheorien“)
• nicht kriminelles Handeln, sondern gesellschaftliche Reaktion darauf ist erklärungsbedürftig
• Paradigmenwechsel: Augenmerk für die zentrale Bedeutung der Strafjustiz bei der Einordnung eines Vorgangs als Straftat
Q:
Ätiologie und Labeling als integrierendes Modell
A:
• Ausgangspunkt: Normalität leichterer Delinquenz
• erste Verfehlung sei i. d. R. ätiologisch erklärbar
• Folgedelinquenz vornehmlich von Etikettierungsmechanismen bestimmt, dadurch u. a.
– abweichendes Selbstbild,
– Anschluss an organisierte Gruppe von Abweichenden
• z. B. Lemert: primäre und sekundäre Abweichung bzw. Devianz
Q:
„Dual-Process-Theorien“
A:
• Menschen verhalten sich oft irrational und damit anders als vom rational-choice-Ansatz postuliert

• zwei Kategorien von Entscheidungsprozessen 
– bewusst intentionales Handeln
– unbewusste Entscheidungen
Q:
Modell der „Frame Selektion“
A:
• Hartmut Esser und Clemens Kroneberg 
• zentrale Kategorien:
– „Frame“: auf Erfahrungswerten fußende Definition typischer Situationen durch den Akteur
– „Skript“: Handlungsoption, die mit der Situation verknüpft ist 
• menschlicherHandlungsprozess:
– erster Schritt: Einordnung der Situation
– zweiter Schritt: Auswahl des passenden Handlungskonzepts 
– dritter Schritt: Umsetzung in Form einer Handlung
• bei jedem dieser Schritte ist möglich
– automatisches Handeln (z. B. auf Grundlage von Gewohnheiten)
– rationales Handel (etwa i. S. d. rational-choice-Ansatzes)
Q:
Modell der situativen Handlungswahl
A:
• situational action theory von Per-Olof H. Wikström
• Grundannahmen:
– zwei Modi des menschlichen Entscheidungsprozesses sind zu unterscheiden
– Akteure verknüpfen spezifische Situationen mit Handlungsmöglichkeiten
– was dabei an Optionen präsent ist, ist zuvor durch moralischen Filter gegangen
Q:
Konzept des Reintegrative shaming
A:
• zentraler Begriff ist shaming = Vorgang sozialer Missbilligung, der moralische Ablehnung eines Verhaltens signalisiert

• reintegrative shaming:
– Zurückweisung der Handlung, nicht jedoch der Person – Zeremoniell der Wiedereingliederung

• stigmatization: soziale Exkludierung ohne Ermöglichung einer Rückkehr in das soziale Umfeld

• Einflüsse auf Reintegrationsfunktionen:
– interdepency: wechselseitige Abhängigkeit
– communitarianism: Loyalität zur Gemeinschaft
Q:
Entwicklung der Kriminologie in Deutschland
A:
• traditionell: täterorientierte und kriminalätiologische Arbeiten
• dann: Durchbruch des „labeling-approach“ (= Etikettierungsansatz)
• Erforschung von sozialer Kontrolle und Prozess der Kriminalisierung
Angewandte Kriminilogie

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