GK Soziologie Dyroff/ Roepert an der Universität Hamburg

Karteikarten und Zusammenfassungen für GK Soziologie Dyroff/ Roepert an der Universität Hamburg

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Was ist Qualitative Sozialforschung? 

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Zwei klassische Kernfragen der Soziologie

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Welche drei Fragen beantwortet quantitative Sozialforschung?
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Was bedeutet „mixed methods“?

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Vier Idealtypen des Handelns nach Max Weber

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Schwierigkeiten im deduktiven und induktiven Forschungsprozess

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Was ist doppelte Kontingenz?
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Deduktiver Forschungsprozess: Kausalzusammenhänge
Induktiver Forschungsprozess: Sinnzusammenhänge 

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Soziales Handeln nach Max Weber

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Wie kann Handeln sichtbar gemacht werden?

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Worin unterscheiden sich Handeln und Verhalten?
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Was ist Feldforschung?

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GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Was ist Qualitative Sozialforschung? 
Wie ist ein Phänomen beschaffen?
  • Ziel ist es, Zu verstehen, was Personen antreibt: Motiv, Anlass, Empfindung, Handlungserklärung und subjektive Sinnzusammenhänge zu erfragen durch Interviews
  • Es wird von etwas ausgegangen und unter Zuhilfenahme weiterer Fälle eine allgemeine Aussage getroffen
  • Geringe Anzahl an Untersuchungseinheiten, da sie sehr Zeit- und Kostenintensiv sind 
  • offene Erhebung, um spezifisch auf Fälle eingehen zu können (Wie ein Gespräch anhand eines flexiblen Leitfadens)  

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Zwei klassische Kernfragen der Soziologie
1) Wie ist gesellschaftliche Ordnung möglich und warum sind Institutionen so wie sie sind und nicht anders?

2) Wie und warum verändern sich Institutionen und soziale Ordnungen? 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Welche drei Fragen beantwortet quantitative Sozialforschung?
1) Wie stark ist ein Phänomen regional und sozial verbreitet?
2) Gibt es einen Zusammenhang mit anderen Phänomenen?
3) Was ist die Ursache, was die Folge? 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Was bedeutet „mixed methods“?
Quantitative und qualitative Sozialforschung werden kombiniert
  • die qualitative Forschung generiert Hypothesen und untersucht, warum und durch welchen Prozess aus A gleich B folgt
  • die quantitative Forschung überprüft die Thesen und stellt Zusammenhänge fest 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Vier Idealtypen des Handelns nach Max Weber
1) Traditionales Handeln: gewohnheitsgemäßes Handeln (Gewohnheit und Traditionen)

2) Affektuelles Handeln: emotionales Handeln (Gefühle und Stimmungslage)

3) Wertrationales Handeln: eigenverantwortlich-orientiertes Handeln (Werte stehen über allem, Nützlichkeit oder Erfolgsaussichten werden nicht berücksichtigt)

4) zweckrationales Handeln: kalkuliert Handeln für reflektierte und angestrebte Zwecke (Verhaltenserwartung an andere Menschen beeinflusst das Handeln, aber im Vordergrund steht immer, dass das eigene Ziel auf dem effektivsten Weg erreicht wird)

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Schwierigkeiten im deduktiven und induktiven Forschungsprozess
Deduktiv:
  • Kausalität behauptet: „wenn... dann...“ ohne zeitliche oder räumliche Einschränkungen
  • Ursache-Wirkungszusammenhänge dürfen nicht zufällig sein
  • Wahrheitsanspruch: allgemeine Aussagen lassen sich nicht verifizieren, aber falsifizieren

Induktiv:
  • qualitative Befragung benötigt vertrauen (Schwierig gerade bei heiklen Themen wie Kriminalität z.B.)
  • erkenntnistheoretisch Probleme: eingeschränkte Vergleichbarkeit und Verallgemeinbarkeit; Tiefe ja, breites Spektrum nein! 
Lösungsansatz: viele und unterschiedliche Fälle erheben 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Was ist doppelte Kontingenz?
Handelnde in einer wechselseitigen Interaktion haben immer Handlungsalternativen und Wahlfreiheiten in Bezug auf ihr Handeln und alle beteiligten Menschen können das Handeln des anderen anders/ unterschiedlich deuten  

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Deduktiver Forschungsprozess: Kausalzusammenhänge
Induktiver Forschungsprozess: Sinnzusammenhänge 
Kausal: Deduktiv-Nomologisches Modell 
Zentral bei diesem Erklärungsmodell: 
  • Vor Forschungsbeginn gibt es eine Hypothese über ein soziales Phänomen 
  • es werden in der Hypothese Bedingungen angegeben, unter denen die Hypothese gültig sein soll 
z.B. Ist ein deduktiver Schluss: alle Menschen sind sterblich. Daraus folgt: wenn x ein Mensch ist, ist x sterblich

Sinnzusammenhänge: Erklärungen durch Sinnverstehen
  • interpretationen und Vergleiche sollen ein Phänomen rekonstruieren und neue Theorien entwerfen
  • Intensive Beobachtungen und Befragungen erfassen die subjektive Perspektive der Befragten 
z.B. Ist ein induktiver Schluss: x ist sterblich und x ist ein Mensch. Daraus folgt die Hypothese: alle Menschen sind sterblich 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Soziales Handeln nach Max Weber
  • Bezieht sich eine Handlung auf das Verhalten anderer
  • soziales Handeln ist sinnorientiert
  • nicht-handeln ist auch soziales Handeln 
  • soziales Handeln kann einseitig (etwas erledigen) oder wechselseitig (Interaktion) sein 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Wie kann Handeln sichtbar gemacht werden?
1) Typisierung und Hineinversetzen in den Handelnden 
2) Plausibilitätsprüfung

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Worin unterscheiden sich Handeln und Verhalten?
Handeln (innen) ist ein menschliches Verhalten, welches zweckgerichtet ist; Tun, Unterlassen, Dulden
Handeln verfolgt immer ein bestimmtes Ziel

Verhalten (außen) ist ein körperliches geschehen; Bewegungen und „tun“, die von außen beobachtet werden können

Verhalten kann beobachtet werden, der subjektive Sinn des Handelns ist aber nicht unmittelbar sichtbar 

GK Soziologie Dyroff/ Roepert

Was ist Feldforschung?
Eine Art der qualitativen Sozialforschung: 
  • hier nimmt der Forscher persönlich an den Interaktionen der beforschten Person/ Gruppe teil 
  • der Forscher beobachtet teils auch nur die Person/ Gruppe
  • bestimmte Aspekte des Handelns und Denkens, die durch ein Interview nicht zum Vorschein kommen würden, können so erforscht werden 


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