Wirtschaftsgeographie an der Universität Göttingen | Karteikarten & Zusammenfassungen

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Welche 3 Dimensionen hat der Verwundbarkeitsansatz?

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Risiko, Stresssituationen ausgesetzt zu sein (externe Dimension)


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Was sind die räumliche Folgen wirtschaftlicher Globalisierung?

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  • verstärkte Konzentration von Hightech-Unternehmen, design- und qualifikationsintensiven Betrieben und hochrangigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen in neuen Produktionsräumen und Industriedistrikten (New Industrial Districts) mit:
  1. kreativen Innovationsniveaus
  2. starker Vernetzung
  3. vertikaler desintegrierter Produktion
  • Bsp: Silicon Valley, Boston, München, Stuttgart, Tel Aviv, Singapur...
  • Verfall altindustrialisierter Industrieregionen (Ruhrgebiet, Saarland)
  • Aufstieg von Global Cities oder spez. "Ausführungsstädten" im Globalen Süden (z.B. Bangalore, Indien)
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Was ist die Länder- und Landschaftskunde?

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  • entwickelt von A. Hettner (1927)
  • will die Welt in ihrer gesamten Komplexität beschreiben und erklären (Totalcharakter von Landschaft erschließen)
  • Beschreibung und Erklärung der Welt anhand eines möglichst lückenlosen Merkmalkatalogs
  • Länderkunde (ideographisch = Erdausschnitt ist einzigartig) im Gegensatz zur Landschaftskunde (nomothetisch = vergleichende Betrachtung und Erstellung von Landschaftstypen und Landschaftszonen)
  • Wirtschaftsgeographie verharrt im Deskriptiven
  • Indexierung wirtschaftlicher Aktivitäten in ausgewählten Erdausschnitten (z.B. Produktenkunde, Welthandeslgeographie, Wirtschaftskunde)
  • stark naturdeterministisch geprägt
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Was unterscheidet ein wirtschaftlicher, sektoraler und regionaler Strukturwandel?

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  • wirtschaftlich: dauerhafte Verschiebung der einzelnen Teile bzw. Sektoren einer Volkswirtschaft (=/ konjunkturelle Schwankungen)
  • sektoraler: ökonomischer Wandel einer Volkswirtschaft (z.B. von Agrar- in Industrie- in Dienstleistungsökonomie)
  • regionaler: Veränderung regionaler Wirtschaftsstrukturen, Folge des sektoralen Strukturwandels.
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Welche andere Globalisierungsdefinitionen gibt es? (Harvey et al.)


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  • grundlegende Veränderung der Kategorien Zeit und Raum: space-time-compression (Harvey 1989)
  • Gleichzeitigkeit von Homogenisierung und Heterogenisierung
  • Gegensätzlich wirkende Kräfte von Vereinheitlichung und Fragmentierung sowie gleichzeitig ablaufende Prozesse von Inklusion und Exklusion (Gleichzeitigkeit des Ungleichen, Scholz 2002)
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Was ist unsere Arbeitsdefinition von Globalisierung?

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  • prozesshafter, vielschichtiger und auf scheinbar widersprüchlichen Gegensätzen beruhender Prozess kapitalistischer Expansion, der
  • Beziehungen zw. Markt, Staat, Gesellschaft in Frage stellt
  • Machtkonstellationen aufbricht
  • Kräftegleichgewichte verschiebt
  • beinhaltet eine quantitative und eine qualitative Dimension
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Was war der erste Globalisierungsschub?

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  • kapitalistische Internationalisierung beschleunigt durch Eisenbahn, Dampfschiff, Telegrafie, Telefon, Kunstdünger
  • liberales Freihandelsregime als wirtschaftspolitische Leitidee, Aufschwung des int. Kapitalhandels, Goldstandard (GB-London)
  • Vereinheitlichung von Rechts-, Währungs-, Technologiestandards
  • alte Handelshäuser -> multinationale Firmen
  • Imperialismus, Aufteilung der Welt -> Weltwirtschaft
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Was ist der Verwundbarkeitsansatz?

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  • ab Mitte der 1980er Jahre
  • akteursorientiert (Mensch als handelndes Individuum (Agency))
  • Verwundbarkeit als Spannungsfeld zwischen äußerer Bedrohung und internen Bewältigungsmechanismen
  • die Verwundbarsten entwickeln im Umgang mit Risiken eigene Strategien und Prinzipien (komplex, dynamisch und divers)
  • das Handeln vom Menschen im gesellschaftlichen Kontext bestimmt den Grad ihrer Verwundbarkeit gegenüber den Risiken

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Was ist der Strukturwandel?

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  • grundlegende Veränderungen von Gesellschaft, Wirtschaft etc.
  • eher langfristig-evolutionär als kurzfristig-revolutionär
  • regionale und sektorale Differenzierungen
  • produziert Gewinner und Verlierer


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Was ist eine Akkumulationsregime?

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  • beschreibt Bedingungen und Geschwindigkeit, unter denen gesamtwirtschaftliche Wachstumsprozesse ablaufen (makroökonomische Wachstumsmuster)
  • Produktionsstruktur/-organisation
  • Konsummuster
  • Investitionsstrategie
  • Entlohnungsmodi
  • Soziale Reproduktionsformen
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Was ist eine Formation? Wie kommt sie in einer Krise?

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  • stabiler Bezugsrahmen aus Akkumulationsregime und Regulationsweise
  • jede Formation korrespondiert mit spezifischer räumlicher Organisation
  • Krise einer Formation = Akkumulationsregime und Regulationsweise können nicht vereinbart werden
  • aufgrund von innerer Defizite oder äußere Ereignisse
  • Überwindung der Krise = Restrukturierung beider Teilkomplexe in einer neuen Formation
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Was ist der Fordismus?

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  • 1920er bis 1970er Jahre
  • An die Produktionsmethoden in den US-amerikanischen Automobilfabriken von Henry Ford angelehnt
  • Fließbandarbeit
  • Arbeiter haben nur einen kleinen Arbeitsbereich, der Rest der zu bauenden Teile wird per Fließband weitergereicht
  • Beispiel: Autobau

Akkumulationsregime:

  • industrialisierte Massenproduktion mit intensiver Mechanisierung
  • Fließbandfertigung
  • Konzentration der Produktion/Zentralisation des Kapitals in Großunternehmen und multinationalen Unternehmen
  • Ausdehnung der Lohnarbeit
  • standardisierter Massenkonsum standardisierter Massengüter

Regulationsweise:

  • Koppelung von Produktivitätsgewinnungen mit Lohnsteigerungen
  • staatliche Konjunktursteuerung (Keynesianismus)
  • Steigerung des Lebensstandards auch durch den Ausbau des Sozialstaates
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  • 93299 Karteikarten
  • 2101 Studierende
  • 78 Lernmaterialien

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Q:

Welche 3 Dimensionen hat der Verwundbarkeitsansatz?

A:

Risiko, Stresssituationen ausgesetzt zu sein (externe Dimension)


Q:

Was sind die räumliche Folgen wirtschaftlicher Globalisierung?

A:
  • verstärkte Konzentration von Hightech-Unternehmen, design- und qualifikationsintensiven Betrieben und hochrangigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen in neuen Produktionsräumen und Industriedistrikten (New Industrial Districts) mit:
  1. kreativen Innovationsniveaus
  2. starker Vernetzung
  3. vertikaler desintegrierter Produktion
  • Bsp: Silicon Valley, Boston, München, Stuttgart, Tel Aviv, Singapur...
  • Verfall altindustrialisierter Industrieregionen (Ruhrgebiet, Saarland)
  • Aufstieg von Global Cities oder spez. "Ausführungsstädten" im Globalen Süden (z.B. Bangalore, Indien)
Q:

Was ist die Länder- und Landschaftskunde?

A:
  • entwickelt von A. Hettner (1927)
  • will die Welt in ihrer gesamten Komplexität beschreiben und erklären (Totalcharakter von Landschaft erschließen)
  • Beschreibung und Erklärung der Welt anhand eines möglichst lückenlosen Merkmalkatalogs
  • Länderkunde (ideographisch = Erdausschnitt ist einzigartig) im Gegensatz zur Landschaftskunde (nomothetisch = vergleichende Betrachtung und Erstellung von Landschaftstypen und Landschaftszonen)
  • Wirtschaftsgeographie verharrt im Deskriptiven
  • Indexierung wirtschaftlicher Aktivitäten in ausgewählten Erdausschnitten (z.B. Produktenkunde, Welthandeslgeographie, Wirtschaftskunde)
  • stark naturdeterministisch geprägt
Q:

Was unterscheidet ein wirtschaftlicher, sektoraler und regionaler Strukturwandel?

A:
  • wirtschaftlich: dauerhafte Verschiebung der einzelnen Teile bzw. Sektoren einer Volkswirtschaft (=/ konjunkturelle Schwankungen)
  • sektoraler: ökonomischer Wandel einer Volkswirtschaft (z.B. von Agrar- in Industrie- in Dienstleistungsökonomie)
  • regionaler: Veränderung regionaler Wirtschaftsstrukturen, Folge des sektoralen Strukturwandels.
Q:

Welche andere Globalisierungsdefinitionen gibt es? (Harvey et al.)


A:
  • grundlegende Veränderung der Kategorien Zeit und Raum: space-time-compression (Harvey 1989)
  • Gleichzeitigkeit von Homogenisierung und Heterogenisierung
  • Gegensätzlich wirkende Kräfte von Vereinheitlichung und Fragmentierung sowie gleichzeitig ablaufende Prozesse von Inklusion und Exklusion (Gleichzeitigkeit des Ungleichen, Scholz 2002)
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Q:

Was ist unsere Arbeitsdefinition von Globalisierung?

A:
  • prozesshafter, vielschichtiger und auf scheinbar widersprüchlichen Gegensätzen beruhender Prozess kapitalistischer Expansion, der
  • Beziehungen zw. Markt, Staat, Gesellschaft in Frage stellt
  • Machtkonstellationen aufbricht
  • Kräftegleichgewichte verschiebt
  • beinhaltet eine quantitative und eine qualitative Dimension
Q:

Was war der erste Globalisierungsschub?

A:
  • kapitalistische Internationalisierung beschleunigt durch Eisenbahn, Dampfschiff, Telegrafie, Telefon, Kunstdünger
  • liberales Freihandelsregime als wirtschaftspolitische Leitidee, Aufschwung des int. Kapitalhandels, Goldstandard (GB-London)
  • Vereinheitlichung von Rechts-, Währungs-, Technologiestandards
  • alte Handelshäuser -> multinationale Firmen
  • Imperialismus, Aufteilung der Welt -> Weltwirtschaft
Q:

Was ist der Verwundbarkeitsansatz?

A:
  • ab Mitte der 1980er Jahre
  • akteursorientiert (Mensch als handelndes Individuum (Agency))
  • Verwundbarkeit als Spannungsfeld zwischen äußerer Bedrohung und internen Bewältigungsmechanismen
  • die Verwundbarsten entwickeln im Umgang mit Risiken eigene Strategien und Prinzipien (komplex, dynamisch und divers)
  • das Handeln vom Menschen im gesellschaftlichen Kontext bestimmt den Grad ihrer Verwundbarkeit gegenüber den Risiken

Q:

Was ist der Strukturwandel?

A:
  • grundlegende Veränderungen von Gesellschaft, Wirtschaft etc.
  • eher langfristig-evolutionär als kurzfristig-revolutionär
  • regionale und sektorale Differenzierungen
  • produziert Gewinner und Verlierer


Q:

Was ist eine Akkumulationsregime?

A:
  • beschreibt Bedingungen und Geschwindigkeit, unter denen gesamtwirtschaftliche Wachstumsprozesse ablaufen (makroökonomische Wachstumsmuster)
  • Produktionsstruktur/-organisation
  • Konsummuster
  • Investitionsstrategie
  • Entlohnungsmodi
  • Soziale Reproduktionsformen
Q:

Was ist eine Formation? Wie kommt sie in einer Krise?

A:
  • stabiler Bezugsrahmen aus Akkumulationsregime und Regulationsweise
  • jede Formation korrespondiert mit spezifischer räumlicher Organisation
  • Krise einer Formation = Akkumulationsregime und Regulationsweise können nicht vereinbart werden
  • aufgrund von innerer Defizite oder äußere Ereignisse
  • Überwindung der Krise = Restrukturierung beider Teilkomplexe in einer neuen Formation
Q:

Was ist der Fordismus?

A:
  • 1920er bis 1970er Jahre
  • An die Produktionsmethoden in den US-amerikanischen Automobilfabriken von Henry Ford angelehnt
  • Fließbandarbeit
  • Arbeiter haben nur einen kleinen Arbeitsbereich, der Rest der zu bauenden Teile wird per Fließband weitergereicht
  • Beispiel: Autobau

Akkumulationsregime:

  • industrialisierte Massenproduktion mit intensiver Mechanisierung
  • Fließbandfertigung
  • Konzentration der Produktion/Zentralisation des Kapitals in Großunternehmen und multinationalen Unternehmen
  • Ausdehnung der Lohnarbeit
  • standardisierter Massenkonsum standardisierter Massengüter

Regulationsweise:

  • Koppelung von Produktivitätsgewinnungen mit Lohnsteigerungen
  • staatliche Konjunktursteuerung (Keynesianismus)
  • Steigerung des Lebensstandards auch durch den Ausbau des Sozialstaates
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