Select your language

Suggested languages for you:
Log In Anmelden

Lernmaterialien für Pädiatrie an der Universität Göttingen

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Pädiatrie Kurs an der Universität Göttingen zu.

TESTE DEIN WISSEN

Pseudokrupp

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= Laryngitis subglottica, virale Entzündung der Atenwege mit subglottischer Stenose


Epi: v.a. 6. Monat - 6. LJ


Ätiologie: Viren (Parainfluenzaviren 75%)


Klassifikation:

  • Grad 1: bellender Husten, Heiserkeit, leichter insp. Stridor
  • Grad 2: Ruhestridor, beginnende Dyspnoe
  • Grad 3: + ausgeprägte thorakale Einziehungen, Blässe, Tachykardie > 160
  • Grad 4: + Zyanose, Bradykardie


Klinik: Plötzlich auftretende Symptomatik

  • Bellender Husten, Heiserkeit, Insp. Stridor


Therapie

  • Grad 1: Beruhigung, ggf. inhalative/syst. Glucocorticoide
  • Grad 2: Immer syst. Glucocorticoide
  • Grad 3: Immer stat. Aufnahme + syst. Glucocorticoide
  • Grad 4: Immer ITS, immer =2-Vorlage + syst. Glucocorticoide + inhalatives Adrenalin
    • ggf. Intubation



Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Fremdkörperaspiration

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Epi: v.a. 6 LM - 5. LJ + geriatr. Patienten

  • 50% aller Aspirationen im 2.-3.LJ


PP:

  • Ventilstenose bei partieller Verlegung -> Überblähung
  • Atelektase bei kompletter Verlegung -> Poststenotischer Abschnitt der Lunge kollabiert


Klinik: Plötzliche anfallsartige Reizhustenattacken

  • Dyspnoe/Zyanose
  • Stridor
    • insp. -> extrathorakaler Stridor
    • Exsp. -> intrathorakal


Diagnostik:

  • KU: Auskultation, Perkussion
  • Röntgen bzw. alternativ Bronchoskopie


Therapie: kräftiger Husten als effektivste Methode

  • Ineffektiver Hustenreiz (Lagerung in Kopftief- und Bauchlage -> Schläge auf Rücken zwischen Schulterblätter), ggf. Heimlich-Manöver bei älteren
  • Laryngoskopie
  • Tacheo/Bronchoskopie


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ösophagusatresie

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Entwicklungsstörung d. Septum oesophagotracheale -> Kontinuität d. Ösophagus unterbrochen (meist endet oberer Anteil blind, unterer in Trachea)


Ätiologie: 4-6. SSW


Klinik:

  • Pränatal: polyhydramnion (fehlendes Trinken von Fruchtwasser)
  • Postnatal: Zyanoseanfälle, rasselnde Atmung, Hustenanfälle -> Herauswürgen schaumiger Flüssigkeit


Diagnostik:

  • Anlegen Magensonde nur 10-11cm möglich
  • Röntgen-Thorax/Abdomen


Therapie:

  • Präoperativ: Verhinderung Aspirationspneumonie -> nüchtern lassen, Oberkörperhochlagerung
  • Operativ: innerhalb 48 LS
    • lebenslange Nachsorge
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Icterus neonatorum

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Physiologisch (60% aller neugeborenen): 3.-10. Lebenstag (maximum 5. LT)

  • Asymptomatisch bis auf Gelbfärbung Haut/Skleren
  • Ges-Bilirubin: 5-15mg/dl


Pathologisch:

  • Icterus praecox: Ges-B >7 mg/dl innerhalb 24 Lebensstunden
  • Icterus gravis: Ges-B >15 mg/dl
  • Icterus prolongatus: Erhöhte Bilirubinspiegel nach 10. LT


Ätiologie:

  • Anstieg unkonj. B:
    • Hyperbilirubninämie-Syndrome
    • Hämolyse (Morbus haemolyticus neonatorum)
    • Hypothyreose
  • Anstieg konj. B
    • Neonatale idiopathische HEpatitis
    • Choledochuszyste


Klinik: nach Behandlung mit Phototherapie meist asymptomatisch. Selten folgende Komplikationen: 

  • Akute Bilirubinenzephalopathie (Diffusion unkonj. B in ZNS, v.a. Basalganglien)
  • Kernikterus (Chr. Bilirubinenzephalopathie) -> irreversible Schäden


Diagnostik:

  • KU
  • Labor (Gesamtbili, konj,/unkonj., Lebernezmye...)


Therapie:

  • Phototherapie (Blaulicht wandelt indirektes B in wasserlösliche Form um)
  • Blutaustauschtransfusion
    • Ind: Akuzte Bilirubinenzephalopathie, Bilirubin >10 über Phototherapiegrenze,
  • Unterbrechung d. enterohepatischen Kreislaufs: Optimales Stillmanagements, Formula-Nahrung, keine Gabe von wässrigen Lösungen


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Morbus haemolyticus neonatorum

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Verstärkte Hämolyse beim Fötus/NG


Ätiologie: 95% AB0-Inkompatibilität (häufig), Rhesus-Inkompatibilität (eher selten)

  • bei AB0 kann bereits Kind der ersten Schwangerschaft erkranken (AK sind schon vorhanden)


Klinik:

  • Pränatal: hydrops fetalis (Generalisierte Ödeme)
  • postnatal
    • Anaemia neonatorum (Hb < 10 innerhalb der ersten Lebenswoche)
    • Hepatosplenomegalie
    • Icterus neonatorum praecox/gravis (10-20%)
    • Hypoxie


Diagnostik:

  • Pränatal: Blutuntersuchung Mutter, Sono fetale Gefäße (Erhöhung Strömungsgeschwindigkeit -> fetale Anämie)
  • Postnatal: BB, Coombs-Test


Therapie:

  • Pränatal: intrauterine Bluttransfusion über Nabelschnurvene
  • Postnatal: Eisensubstitution, Phototherapie, ggf. IG-Gabe


Prävention: Anti-D-Prophylaxe

  • Gabe von Anti-D-IG bei Rhesus-negativen Schwangeren mit Rhesus-positiven Föten innerhalb 72h nach Geburt
  • AK zerstören jegliche Rhesuserys d. Fötus im Blut der Mutter und verhindern, dass Immunsystem der Mutter darauf reagiert
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Konnatale Infektionen

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Infektionen während der Schwangerschaft


TORCH


Toxoplasmose: Hepato-Splenomegalie, Chorioretinitis, intrazerebrale Verkalkungen

Others: HIV, VZV, HBV, Parvovirus B19, Tr. Pallidum, Listerien

Röteln: Innenohrschädigung, Katarakt, Hezrfehler

Cytomegalie: Hepato-Splenomegalie, Chorioretinitis, intrazerebrale Verkalkungen

Herpes: Lethargie, Apnoe, Enzephalitis

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Zerebraler Krampfanfall

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Therapie unter Intubationsbereitschaft

Stufe 1: Benzos (ggf. Wiederholung nach 10-15min)

  • Midazolam 0.3mg/kg intranasal; 0,5mg/kg bukkal
  • Diazepam 5-10mg Rektiole; 0,2-0.4 mg/kg i.v.
  • Lorazepam 0,1mg/kg bukkal; 0,1mg/kg
  • Clonazepam 0,01-0,1 mg/kg i.v.


Stufe 2: Levetiracetam 30-60mg/kg oder Valproat (20-40mg/kg) oder Phenobarbital 5-20mg/kg i.v.


Stufe 3: Intubation und tiefe Seiderung 


Kliniktransport mit Notarzt -> Stabile Seitenlage, bei Fieber: Antipyretika -> Krampanfall sistiert -> Sicherung Vitalfunktionen, O2-Gabe, Ausschluss DD -> Krampfanfall sistiert nicht -> Stufenschema erneut

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Duodenalatresie

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

häufigste angeborene intestinale Obstruktionen


Epi: 50% mit assoziierten Anomalien (Gallengänge, anorektal, kardial)

  • 30% assoziiert mit Chromosomenanomalien (Trisomie 21)


Ätiologie: 8-10 SSW


Klinik:

  • Pränatal: Polyhydramnion
  • Postnatal: Erbrechen (auch gallig, wenn Stenose hinter Papilla Vateri), geblähter Oberbrauch bei gleichzeitig eingefallenem Unterbauch


Diagnostik

  • Sono (während SS)
  • Abdomensono
  • Röntgen Abdomen -> Double-Bubble-Phänomen


Therapie: OP

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Analatresie

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Fehlbildung Enddarm mit blind endendem Rektum


Epi: M>F

  • Ass. mit Trisomie 21, Edwards-Syndrom...


Klinik: Hautgrübchen/dünne Membran anstatt Anus

  • Entweder Ileus oder Stuhlentleerung über Fisteln


Diagnose: Röntgen-Abdomen


Therapie

  • Hohe Formen: zunächst Anus praeter + Durchzugsop d. Rektums
  • Tiefe Formen: Direkt OP
  • Nachbehandlung: Bougierung zur Vermeidung narbiger Stenosen


Prognose: 75% vollständige soziale Kontinenz

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Omphalozele

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Angeborene Nabelschnurhernie, die bis zu kindskopfgroß werden kann und mit Amnion und Peritoneum bedeckt ist


Epi: M>F

  • v.a. bei Trisomie 18


Diagnostik: Pränatale Sono


Therapie: OP innerhalb 24h


Komplikation: Ruptur Bruchsack > Infektion > Peritonitis


Prognose: Ohne Begleitfehlbildungen ÜL 90%

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Laparoschisis/Gastroschisis

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Mediane Bauchspalte, meist rechts lateral der Nabelschnur mit offenem Vorfall von Darmansteilen (ohne Brucksack)


PP: Fehlendes Ausbilden d. Zölomhöhle -> Darm hat nicht genügend Platz, Bauchwand reißt ein


Diagnostik: Pränatale Sono


Therapie: Kaiserschnitt um Verletzung durch Kompression im Geburtskanal zu vermeiden, OP


Prognose: Häufig Kurzdarmsyndrom, ÜL > 90%

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Epiglottitis

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Akute bakterielle Entzündung


Epi: 2.-6. LJ


Ätiologie: Hämophilus


Klinik: Plötzliches Fieber, Hals-/Schluckschmerzen, kloßige Sprache, insp. Stridor

  • kein Husten


Diagnostik: Klinisch (v.a. bei Kindern möglichst wenig weiter manipulieren)


Therapie

  • Bei Dyspnoe sofort O2-Vorlage + Intubation
  • AB i.v. (Ceftriaxon)
  • hochdosiert Glucocorticoide


Prävention: Impfung Hämophilus

Lösung ausblenden
  • 173309 Karteikarten
  • 3007 Studierende
  • 83 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Pädiatrie Kurs an der Universität Göttingen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Pseudokrupp

A:

= Laryngitis subglottica, virale Entzündung der Atenwege mit subglottischer Stenose


Epi: v.a. 6. Monat - 6. LJ


Ätiologie: Viren (Parainfluenzaviren 75%)


Klassifikation:

  • Grad 1: bellender Husten, Heiserkeit, leichter insp. Stridor
  • Grad 2: Ruhestridor, beginnende Dyspnoe
  • Grad 3: + ausgeprägte thorakale Einziehungen, Blässe, Tachykardie > 160
  • Grad 4: + Zyanose, Bradykardie


Klinik: Plötzlich auftretende Symptomatik

  • Bellender Husten, Heiserkeit, Insp. Stridor


Therapie

  • Grad 1: Beruhigung, ggf. inhalative/syst. Glucocorticoide
  • Grad 2: Immer syst. Glucocorticoide
  • Grad 3: Immer stat. Aufnahme + syst. Glucocorticoide
  • Grad 4: Immer ITS, immer =2-Vorlage + syst. Glucocorticoide + inhalatives Adrenalin
    • ggf. Intubation



Q:

Fremdkörperaspiration

A:

Epi: v.a. 6 LM - 5. LJ + geriatr. Patienten

  • 50% aller Aspirationen im 2.-3.LJ


PP:

  • Ventilstenose bei partieller Verlegung -> Überblähung
  • Atelektase bei kompletter Verlegung -> Poststenotischer Abschnitt der Lunge kollabiert


Klinik: Plötzliche anfallsartige Reizhustenattacken

  • Dyspnoe/Zyanose
  • Stridor
    • insp. -> extrathorakaler Stridor
    • Exsp. -> intrathorakal


Diagnostik:

  • KU: Auskultation, Perkussion
  • Röntgen bzw. alternativ Bronchoskopie


Therapie: kräftiger Husten als effektivste Methode

  • Ineffektiver Hustenreiz (Lagerung in Kopftief- und Bauchlage -> Schläge auf Rücken zwischen Schulterblätter), ggf. Heimlich-Manöver bei älteren
  • Laryngoskopie
  • Tacheo/Bronchoskopie


Q:

Ösophagusatresie

A:

Entwicklungsstörung d. Septum oesophagotracheale -> Kontinuität d. Ösophagus unterbrochen (meist endet oberer Anteil blind, unterer in Trachea)


Ätiologie: 4-6. SSW


Klinik:

  • Pränatal: polyhydramnion (fehlendes Trinken von Fruchtwasser)
  • Postnatal: Zyanoseanfälle, rasselnde Atmung, Hustenanfälle -> Herauswürgen schaumiger Flüssigkeit


Diagnostik:

  • Anlegen Magensonde nur 10-11cm möglich
  • Röntgen-Thorax/Abdomen


Therapie:

  • Präoperativ: Verhinderung Aspirationspneumonie -> nüchtern lassen, Oberkörperhochlagerung
  • Operativ: innerhalb 48 LS
    • lebenslange Nachsorge
Q:

Icterus neonatorum

A:

Physiologisch (60% aller neugeborenen): 3.-10. Lebenstag (maximum 5. LT)

  • Asymptomatisch bis auf Gelbfärbung Haut/Skleren
  • Ges-Bilirubin: 5-15mg/dl


Pathologisch:

  • Icterus praecox: Ges-B >7 mg/dl innerhalb 24 Lebensstunden
  • Icterus gravis: Ges-B >15 mg/dl
  • Icterus prolongatus: Erhöhte Bilirubinspiegel nach 10. LT


Ätiologie:

  • Anstieg unkonj. B:
    • Hyperbilirubninämie-Syndrome
    • Hämolyse (Morbus haemolyticus neonatorum)
    • Hypothyreose
  • Anstieg konj. B
    • Neonatale idiopathische HEpatitis
    • Choledochuszyste


Klinik: nach Behandlung mit Phototherapie meist asymptomatisch. Selten folgende Komplikationen: 

  • Akute Bilirubinenzephalopathie (Diffusion unkonj. B in ZNS, v.a. Basalganglien)
  • Kernikterus (Chr. Bilirubinenzephalopathie) -> irreversible Schäden


Diagnostik:

  • KU
  • Labor (Gesamtbili, konj,/unkonj., Lebernezmye...)


Therapie:

  • Phototherapie (Blaulicht wandelt indirektes B in wasserlösliche Form um)
  • Blutaustauschtransfusion
    • Ind: Akuzte Bilirubinenzephalopathie, Bilirubin >10 über Phototherapiegrenze,
  • Unterbrechung d. enterohepatischen Kreislaufs: Optimales Stillmanagements, Formula-Nahrung, keine Gabe von wässrigen Lösungen


Q:

Morbus haemolyticus neonatorum

A:

Verstärkte Hämolyse beim Fötus/NG


Ätiologie: 95% AB0-Inkompatibilität (häufig), Rhesus-Inkompatibilität (eher selten)

  • bei AB0 kann bereits Kind der ersten Schwangerschaft erkranken (AK sind schon vorhanden)


Klinik:

  • Pränatal: hydrops fetalis (Generalisierte Ödeme)
  • postnatal
    • Anaemia neonatorum (Hb < 10 innerhalb der ersten Lebenswoche)
    • Hepatosplenomegalie
    • Icterus neonatorum praecox/gravis (10-20%)
    • Hypoxie


Diagnostik:

  • Pränatal: Blutuntersuchung Mutter, Sono fetale Gefäße (Erhöhung Strömungsgeschwindigkeit -> fetale Anämie)
  • Postnatal: BB, Coombs-Test


Therapie:

  • Pränatal: intrauterine Bluttransfusion über Nabelschnurvene
  • Postnatal: Eisensubstitution, Phototherapie, ggf. IG-Gabe


Prävention: Anti-D-Prophylaxe

  • Gabe von Anti-D-IG bei Rhesus-negativen Schwangeren mit Rhesus-positiven Föten innerhalb 72h nach Geburt
  • AK zerstören jegliche Rhesuserys d. Fötus im Blut der Mutter und verhindern, dass Immunsystem der Mutter darauf reagiert
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Konnatale Infektionen

A:

Infektionen während der Schwangerschaft


TORCH


Toxoplasmose: Hepato-Splenomegalie, Chorioretinitis, intrazerebrale Verkalkungen

Others: HIV, VZV, HBV, Parvovirus B19, Tr. Pallidum, Listerien

Röteln: Innenohrschädigung, Katarakt, Hezrfehler

Cytomegalie: Hepato-Splenomegalie, Chorioretinitis, intrazerebrale Verkalkungen

Herpes: Lethargie, Apnoe, Enzephalitis

Q:

Zerebraler Krampfanfall

A:

Therapie unter Intubationsbereitschaft

Stufe 1: Benzos (ggf. Wiederholung nach 10-15min)

  • Midazolam 0.3mg/kg intranasal; 0,5mg/kg bukkal
  • Diazepam 5-10mg Rektiole; 0,2-0.4 mg/kg i.v.
  • Lorazepam 0,1mg/kg bukkal; 0,1mg/kg
  • Clonazepam 0,01-0,1 mg/kg i.v.


Stufe 2: Levetiracetam 30-60mg/kg oder Valproat (20-40mg/kg) oder Phenobarbital 5-20mg/kg i.v.


Stufe 3: Intubation und tiefe Seiderung 


Kliniktransport mit Notarzt -> Stabile Seitenlage, bei Fieber: Antipyretika -> Krampanfall sistiert -> Sicherung Vitalfunktionen, O2-Gabe, Ausschluss DD -> Krampfanfall sistiert nicht -> Stufenschema erneut

Q:

Duodenalatresie

A:

häufigste angeborene intestinale Obstruktionen


Epi: 50% mit assoziierten Anomalien (Gallengänge, anorektal, kardial)

  • 30% assoziiert mit Chromosomenanomalien (Trisomie 21)


Ätiologie: 8-10 SSW


Klinik:

  • Pränatal: Polyhydramnion
  • Postnatal: Erbrechen (auch gallig, wenn Stenose hinter Papilla Vateri), geblähter Oberbrauch bei gleichzeitig eingefallenem Unterbauch


Diagnostik

  • Sono (während SS)
  • Abdomensono
  • Röntgen Abdomen -> Double-Bubble-Phänomen


Therapie: OP

Q:

Analatresie

A:

Fehlbildung Enddarm mit blind endendem Rektum


Epi: M>F

  • Ass. mit Trisomie 21, Edwards-Syndrom...


Klinik: Hautgrübchen/dünne Membran anstatt Anus

  • Entweder Ileus oder Stuhlentleerung über Fisteln


Diagnose: Röntgen-Abdomen


Therapie

  • Hohe Formen: zunächst Anus praeter + Durchzugsop d. Rektums
  • Tiefe Formen: Direkt OP
  • Nachbehandlung: Bougierung zur Vermeidung narbiger Stenosen


Prognose: 75% vollständige soziale Kontinenz

Q:

Omphalozele

A:

Angeborene Nabelschnurhernie, die bis zu kindskopfgroß werden kann und mit Amnion und Peritoneum bedeckt ist


Epi: M>F

  • v.a. bei Trisomie 18


Diagnostik: Pränatale Sono


Therapie: OP innerhalb 24h


Komplikation: Ruptur Bruchsack > Infektion > Peritonitis


Prognose: Ohne Begleitfehlbildungen ÜL 90%

Q:

Laparoschisis/Gastroschisis

A:

Mediane Bauchspalte, meist rechts lateral der Nabelschnur mit offenem Vorfall von Darmansteilen (ohne Brucksack)


PP: Fehlendes Ausbilden d. Zölomhöhle -> Darm hat nicht genügend Platz, Bauchwand reißt ein


Diagnostik: Pränatale Sono


Therapie: Kaiserschnitt um Verletzung durch Kompression im Geburtskanal zu vermeiden, OP


Prognose: Häufig Kurzdarmsyndrom, ÜL > 90%

Q:

Epiglottitis

A:

Akute bakterielle Entzündung


Epi: 2.-6. LJ


Ätiologie: Hämophilus


Klinik: Plötzliches Fieber, Hals-/Schluckschmerzen, kloßige Sprache, insp. Stridor

  • kein Husten


Diagnostik: Klinisch (v.a. bei Kindern möglichst wenig weiter manipulieren)


Therapie

  • Bei Dyspnoe sofort O2-Vorlage + Intubation
  • AB i.v. (Ceftriaxon)
  • hochdosiert Glucocorticoide


Prävention: Impfung Hämophilus

Pädiatrie

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten Pädiatrie Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Pädiatrie Arzt

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Pädiatrie
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Pädiatrie