Pharmakologie an der Universität Giessen | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Pharmakologie an der Universität Giessen

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TESTE DEIN WISSEN
Lokalanästhetika: Wirkmechanismus
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- binden an spannungsabhängige Natriumkanäle in den Nervenzellmembranen
--> Natriumeinstrom ist blockiert 
- Depolarisation an Nervenmembran wird gehemmt
--> keine Fortleitung von Aktionspotentialen
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Orale Antidiabetika: Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid)

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Wirkort:

- ß-Zelle

Wirkungsweise:

- Insulinreleaser

- nur wirksam, wenn noch funktionsfähige ß-Zellen vorhanden sind, d.h. wirkungslos bei Typ 1 Diabetiker

- Hypoglykämie-Risiko

Wirkmechanismus (MoA):

- Blockade des ATP-abhängigen K+-Kanals 

UAWs:

- Hypoglykämie bei Überdosierung auf Grund der langen Wirkdauer: 

   - Glukose als i.v.-Infusion (Blutglukose-Kontrolle)

   - Glukagon s.c. (keine lang andauernde Anhebung der Blutglukose)

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Ionophore: Wirkungsmechanismus

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• Bildung eines Ion-Ionophoren-Komplexes mit 1- oder 2-wertigen Kationen 

• Dieser hat lipophile Oberfläche, ist in Lipidregionen von Membranen frei beweglich 

• Kationen werden dadurch passiv durch die Membran transportiert 

• Folgen:

   - transmembranöse Kationengefälle in Kokzidien/Bakterien brechen zusammen

   - Erhöhung intrazellulärer Kationengehalt mit Druckerhöhung (Wasser folgt nach) und Zerstörung intrazellulärer Strukturen/Lyse

   - Protonenverlust führt zudem zu pH-Wert-Verschiebung

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Ansamycine: Wirkstoff
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Rifampicin
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Makrolide: Wirkungsmechanismus

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- Wirkort: 50S-Untereinheit der bakteriellen 70S Ribosomen

- Proteinsynthese wird während der Elongationsphase der Polypeptidkette am Ribosom behindert:

   - Durch Bindung blockieren Makrolide die Translokation der Peptidyl-t-RNA von der Akzeptor- zur Donorstelle

   - Fixierung der Peptidyl-t-RNA an der Akzeptorstelle führt zur Arretierung der Proteinsynthese aus Polypeptid-Zwischenstufen 


--> Bakteriostatische Wirkung

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Linkonsamide: wichtige Auswahlkriterien

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- Wirkspektrum: grampos., Mykoplasmen

- Wirkungstyp: bakteriostatisch

- Gewebegängigkeit: groß 

- Applikation: oral, intramammär 1-2 x tgl. mind. über 3 (-5) Tage 

- Therap. Breite: mittel

- Besonderheiten: gastrointestinale Störungen, Hautrötungen, Unruhe 


Cave: Verabreichung bei folgenden Tieren kontraindiziert: Pferd, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Chinchilla!

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Kontraindikationen - alle Diuretika

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Allergie gegenüber dem Diuretikum
bzw. der Substanzklasse (Sulfonamide!!)
Schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen
(z.B. hepatogenes Koma)
Hyponatriämie
Hypokaliämie (außer kaliumsparende Diuretika)
GFR < 30 ml/min. oder Anurie

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2. Benzothiadiazine (Thiazide/Thiazidanaloga) - Wirkmechanismus

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Wirkungsmechanismus:
Hemmung des Na+-Cl--Cotransportsystems im frühen distalen Tubulus
--> Steigerung der Konzentration von NaCl und damit Steigerung der
Osmolarität

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Schleifendiuretika

Wirkungslatenz/-dauer:

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- i.v.: sofort / 2-3 h
- oral: 1 h / 5-6 h
- hohe Dosen (5-10 mg/kg): Wirkungsverlängerung z.B. beim Rind auf 12-48 h möglich
- nahezu lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung über weiten Bereich von 0,1-20 mg/kg i.v.
 je höher die Dosis, desto höher die Ausscheidung  „High Ceiling Diuretika“

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Tetracycline: wichtige Auswahlkriterien
(Chlortetracyclin, Oxytetracyclin, Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin, Tigecyclin)
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- Wirkspektrum: grampos., gramneg., Mykoplasmen, Chlamydien
- Wirkungstyp: bakteriostatisch
- Gewebegängigkeit: groß
- parenterale Applikation: Oxytetracyclin-Langzeitpräparate als "One-Shot-Therapie"; Sprays, Uterusstäbe und Tabletten alle 12h
- Therap. Breite: mittel
- Besonderheiten
    - parenteral lokale Reizungen möglich
    - Chelatkomplexe: Wachstumsstörungen, Zahnverfärbungen; orale Verfügbarkeit schlechter
    - Störungen MDT mit z.T. letal verlaufenden Diarrhöen (Heimtiere,Pfd.)
    - phototoxisch (Handschuhe)
    - i.d.R. schlechte Resistenzlage
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Fluorchinolone: Indikationen
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Nahezu alle bakteriellen Infektionen, im Vordergrund stehen:
- Urognitaltrakt
- Gelenks- und Knochenentzündungen
- Atemwegserkrankungen
- Einsatz häufig bei Nagern

ABER: Reserveantibiotika (nur nach Erregernachweis und Antibiogramm)
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Detergentien - Wirkmechanismus

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Erhöhen die Durchlässigkeit der Grenzflächen bei den Erregern

--> Austritt von Zellinhltsstoffen, Denaturierung

--> bakterizid (vorw. Gram +)

--> Anionenaktive Verbindungen: Alkaliseifen, nur zur Reinigung

--> Kationenaktive Verb.: Invertseifen

--> Amphotere Verb.: Ampholytseifen


- Gute Benetzbarkeit

- Oral und kutan geringe Toxizität

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Pharmakologie Kurs an der Universität Giessen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Lokalanästhetika: Wirkmechanismus
A:
- binden an spannungsabhängige Natriumkanäle in den Nervenzellmembranen
--> Natriumeinstrom ist blockiert 
- Depolarisation an Nervenmembran wird gehemmt
--> keine Fortleitung von Aktionspotentialen
Q:

Orale Antidiabetika: Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid)

A:

Wirkort:

- ß-Zelle

Wirkungsweise:

- Insulinreleaser

- nur wirksam, wenn noch funktionsfähige ß-Zellen vorhanden sind, d.h. wirkungslos bei Typ 1 Diabetiker

- Hypoglykämie-Risiko

Wirkmechanismus (MoA):

- Blockade des ATP-abhängigen K+-Kanals 

UAWs:

- Hypoglykämie bei Überdosierung auf Grund der langen Wirkdauer: 

   - Glukose als i.v.-Infusion (Blutglukose-Kontrolle)

   - Glukagon s.c. (keine lang andauernde Anhebung der Blutglukose)

Q:

Ionophore: Wirkungsmechanismus

A:

• Bildung eines Ion-Ionophoren-Komplexes mit 1- oder 2-wertigen Kationen 

• Dieser hat lipophile Oberfläche, ist in Lipidregionen von Membranen frei beweglich 

• Kationen werden dadurch passiv durch die Membran transportiert 

• Folgen:

   - transmembranöse Kationengefälle in Kokzidien/Bakterien brechen zusammen

   - Erhöhung intrazellulärer Kationengehalt mit Druckerhöhung (Wasser folgt nach) und Zerstörung intrazellulärer Strukturen/Lyse

   - Protonenverlust führt zudem zu pH-Wert-Verschiebung

Q:
Ansamycine: Wirkstoff
A:
Rifampicin
Q:

Makrolide: Wirkungsmechanismus

A:

- Wirkort: 50S-Untereinheit der bakteriellen 70S Ribosomen

- Proteinsynthese wird während der Elongationsphase der Polypeptidkette am Ribosom behindert:

   - Durch Bindung blockieren Makrolide die Translokation der Peptidyl-t-RNA von der Akzeptor- zur Donorstelle

   - Fixierung der Peptidyl-t-RNA an der Akzeptorstelle führt zur Arretierung der Proteinsynthese aus Polypeptid-Zwischenstufen 


--> Bakteriostatische Wirkung

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Q:

Linkonsamide: wichtige Auswahlkriterien

A:

- Wirkspektrum: grampos., Mykoplasmen

- Wirkungstyp: bakteriostatisch

- Gewebegängigkeit: groß 

- Applikation: oral, intramammär 1-2 x tgl. mind. über 3 (-5) Tage 

- Therap. Breite: mittel

- Besonderheiten: gastrointestinale Störungen, Hautrötungen, Unruhe 


Cave: Verabreichung bei folgenden Tieren kontraindiziert: Pferd, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Chinchilla!

Q:

Kontraindikationen - alle Diuretika

A:

Allergie gegenüber dem Diuretikum
bzw. der Substanzklasse (Sulfonamide!!)
Schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen
(z.B. hepatogenes Koma)
Hyponatriämie
Hypokaliämie (außer kaliumsparende Diuretika)
GFR < 30 ml/min. oder Anurie

Q:

2. Benzothiadiazine (Thiazide/Thiazidanaloga) - Wirkmechanismus

A:

Wirkungsmechanismus:
Hemmung des Na+-Cl--Cotransportsystems im frühen distalen Tubulus
--> Steigerung der Konzentration von NaCl und damit Steigerung der
Osmolarität

Q:

Schleifendiuretika

Wirkungslatenz/-dauer:

A:

- i.v.: sofort / 2-3 h
- oral: 1 h / 5-6 h
- hohe Dosen (5-10 mg/kg): Wirkungsverlängerung z.B. beim Rind auf 12-48 h möglich
- nahezu lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung über weiten Bereich von 0,1-20 mg/kg i.v.
 je höher die Dosis, desto höher die Ausscheidung  „High Ceiling Diuretika“

Q:
Tetracycline: wichtige Auswahlkriterien
(Chlortetracyclin, Oxytetracyclin, Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin, Tigecyclin)
A:
- Wirkspektrum: grampos., gramneg., Mykoplasmen, Chlamydien
- Wirkungstyp: bakteriostatisch
- Gewebegängigkeit: groß
- parenterale Applikation: Oxytetracyclin-Langzeitpräparate als "One-Shot-Therapie"; Sprays, Uterusstäbe und Tabletten alle 12h
- Therap. Breite: mittel
- Besonderheiten
    - parenteral lokale Reizungen möglich
    - Chelatkomplexe: Wachstumsstörungen, Zahnverfärbungen; orale Verfügbarkeit schlechter
    - Störungen MDT mit z.T. letal verlaufenden Diarrhöen (Heimtiere,Pfd.)
    - phototoxisch (Handschuhe)
    - i.d.R. schlechte Resistenzlage
Q:
Fluorchinolone: Indikationen
A:
Nahezu alle bakteriellen Infektionen, im Vordergrund stehen:
- Urognitaltrakt
- Gelenks- und Knochenentzündungen
- Atemwegserkrankungen
- Einsatz häufig bei Nagern

ABER: Reserveantibiotika (nur nach Erregernachweis und Antibiogramm)
Q:

Detergentien - Wirkmechanismus

A:

Erhöhen die Durchlässigkeit der Grenzflächen bei den Erregern

--> Austritt von Zellinhltsstoffen, Denaturierung

--> bakterizid (vorw. Gram +)

--> Anionenaktive Verbindungen: Alkaliseifen, nur zur Reinigung

--> Kationenaktive Verb.: Invertseifen

--> Amphotere Verb.: Ampholytseifen


- Gute Benetzbarkeit

- Oral und kutan geringe Toxizität

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