Strafrecht BT an der Universität Frankfurt am Main

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Tatherrschaftslehre (h.L.)

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Schema 

Versuch §§22,23 I StGB

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Prüfungsschema

 versuchte mittelbare Täterschaft 

 §§22, 23 I, 25 I Var. 2 StGB

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animus auctoris

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Animus socii

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Definition:

Aneignungsabsicht §242

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fehlgeschlagener Versuch

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Definition:

unbeendeter Versuch

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beendeter Versuch

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Meinungsstreit:

Abgrenzung beendeter und unbeendeter Versuch

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Meinungsstreit 

zum fehlgeschlagenen Versuch

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subjektive Theorie /(Animustheorie) (Rspr.)

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Strafrecht BT

Tatherrschaftslehre (h.L.)

Zur Abgrenzung von Täter vs Teilnehmer durch das objektive Kriterium der Tatherrschaft.

Tatherrschaft Def.: das vom Vorsatz umfasste in-den-Händen-Halten des tatbestandsmäßigen Geschehensablaufs.

Täter beherrscht als Zentralgestalt des Geschehens mit seinem Tatbeitrag das ob und wie der Tatbestandsverwirklichung.

Täterschaft wird die Tatherrschaft wie folgt bestimmt:

unmittelbaren Täterschaft - Handlungsherrschaft,

mittelbaren Täterschaft -  kraft überlegenen Wissens oder Wollens

Mittäterschaft - funktionale Tatherrschaft 

Strafrecht BT

Schema 

Versuch §§22,23 I StGB

I. Vorprüfung - (keine Zurechenbar Vollendung, Versuch strafbar)

II. Tatentschluss 

„Vorsatz bzgl aller objektiven Tatbestandsmerkmale“
- Vorsatz & besondere subj. Tatbestandsmerkmale

III. unmittelbares Ansetzten gem §22:

-jetzt-gehts-los Schwelle

-wenn Täter Handlung vornimmt, die nach seinen Vorstellungen ohne wesentliche Zwischenschritte zur TB-Verwirklichung führt + zeitl.-räumliche Zusammenhang

„Subj. jetzt geht’s los Schwelle überschritten und objektiv das Rechtsgut schon konkret gefährdet/ alles für ihn erforderliche getan“

IV Rechtswidrigkeit

V. Schuld

VI. Strafzumessung (bsp.untauglicher Versuch/ Regelbeispiel/...)

VII. Rücktritt


Strafrecht BT

Prüfungsschema

 versuchte mittelbare Täterschaft 

 §§22, 23 I, 25 I Var. 2 StGB

I. Vorprüfung - keine Vollendung und Strafbarkeit d. Versuchs

II.Tatentschluss

1. bzgl. Handlung und Erfolg des Tatmittlers

2. bzgl. mittelbarer Täterschaft (Meinungsstreit subj. Theorie vs. Tatherrschaftslehre)

--> Vorsatz zur Tatherrschaft

III. unmittelbares Ansetzten 

e.A. Einwirken auf Tatmittler ( Einzellösung)

a.A. unmittelbares Ansetzten des Tatmittlers (Gesamtlösung)

h.M. 

1) Abschluss des Einwirkens wobei Rechtsgut schon konkret gefährdet, keine Zwischenschritte, keine räumlich-zeitliche Distanz

2) Täter gibt Tatgeschehen aus der Hand

IV. Rechtswidrigkeit

V. Schuld

VI. Strafzumessung, bsp. besonders schwerer Fall

VII. Rücktritt

Strafrecht BT

animus auctoris

animus auctoris besitzt, wer den Täterwillen hat, die Tat also als eigene will.

Strafrecht BT

Animus socii

Animus socii besitzt, wer die Tat als fremde will, also nur Teilnehmer der Tat ist

Strafrecht BT

Definition:

Aneignungsabsicht §242

Der Täter muss bei der Wegnahme beabsichtigen, sich oder einem Dritten zumindest vorübergehend eine eigentümerähnliche Verfügungsgewalt über die Sache anzumaßen.

Strafrecht BT

Definition:

fehlgeschlagener Versuch


wenn der Täter nach seiner letzten auf den Taterfolg gerichtet Ausführungshandlung erkennt, dass der Erfolg nicht eingetreten und mit nahe liegenden Mitteln ohne wesentliche Änderung Tatplans und Begründung einer neuen Kausalkette auch nicht mehr  verwirklicht werden kann. 


Ein Versuch ist fehlgeschlagen, wenn der Täter nach sei- ner subjektiven Vorstellung die Tat mit den bereits eingesetzten oder den zur Hand liegenden Mitteln nicht mehr ohne zeitliche Zäsur vollenden kann.

(1) Unmöglichkeit der TB-Erfüllung -> kein freiwilliges Aufgeben da Unmöglichkeit der Vollendung, bsp. Waffe ist nicht geladen und Mensch kann nicht erschossen werden

(2) Sinnlosigkeit der weiteren Tatausführung -> fehlgeschlagener Versuch da wegen Sinnlosigkeit kein freiwilliges Aufgeben, bsp. in der Kasse die ausgeraubt werden soll befinden sich nur 20€ und Räuber lässt ab

  1. Erkannter error in persona bei unbeendetem Versuch bsp. Täter erkennt Irrtum und bricht Tat vorher ab
  2. Erkannter error in persona bei beendetem Versuch bsp. Täter begeht Tat, erkennt Irrtum und begeht Rettung
  3. Tatobjekt bleibt hinter Erwartungen des Täters zurück bsp. nur wenig Geld in der auszuraubenden Kasse

(3) rechtliche Unmöglichkeit -> kein freiwilliges Aufgeben der rechtsw. TB-Verwirklichung da Einverständnis des Opfers und so Opfer dem Täter die Entscheidung abnimmt, bsp. Opfer schenkt Dieb die Sache

Strafrecht BT

Definition:

unbeendeter Versuch


Der Versuch ist unbeendet, wenn der Täter glaubt, noch nicht alles Erforderliche getan zu haben, um den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen und die Vollendung aus seiner Sicht noch möglich erscheint.

Um Straffreiheit zu erlangen, genügt nach § 24 I 1 Var. 1 die schlichte – freiwillige – Aufgabe der weiteren Tatausführung.



Strafrecht BT

Definition:

beendeter Versuch

Der Versuch ist beendet, wenn der Täter nach seiner subjektiven Vorstellung alles für die Herbeiführung des tatbestandlichen Erfolges Erforderliche getan hat und den Erfolgseintritt für möglich hält (dolus eventualis). 

-> Beurteilung nach allg. Lebenserfahrung


Für Rücktritt muss Täter gem. § 24 I 1 Var. 2 mehr tun, nämlich aktiv Gegenmaßnahmen ergreifen und dafür sorgen, dass er selbst – freiwillig – die Vollendung verhindert.




Strafrecht BT

Meinungsstreit:

Abgrenzung beendeter und unbeendeter Versuch

a.A. Tatplantheorie

Versuch ist beendet wenn Täter den geplanten Tatplan durchgeführt hat.


h.M. Gesamtbetrachtungslehre

Versuch solange unbeendet, wie Täter glaubt mit den ihm in der konkreten Situation zur Verfügung stehenden Mitteln die TB-Verwirklichung noch herbeiführen zu können.

--> wichtig um zu entscheiden, was für einen Rücktritt §24 I erforderlich ist (schlichtes Aufgeben oder aktives Ergreifen von Gegenmaßnahmen)!

Strafrecht BT

Meinungsstreit 

zum fehlgeschlagenen Versuch

Wann gilt ein Versuch als fehlgeschlagen und ein Rücktritt wäre damit ausgeschlossen?

a.A. Einzelakttheorie es liegt ein abgeschlossener, fehlgeschlagener Versuch (Fortsetzungsmöglichkeiten bleiben unbetrachtet) vor, wenn die Tathandlung meist wird hier auf den vorher getroffenen Tatplan abgestellt nicht zum Erfolg führt.


h.L. Gesamtbetrachtungslehre

Fehlgeschlagener Versuch erst, wenn Täter nach der letzten Ausführungshandlung annimmt, TB nicht verwirklichen zu können.

-> Betrachtung als einheitliches Geschehen durch zeitliche und örtliche Nähe sowie subjektiver Zielrichtung des Täters


Beispiel: A hat Tötungsvorsatz und schubst das Opfer vom Balkon, Opfer überlebt. Deswegen würgt A das Opfer. A überlegt es sich anders und lässt vom Opfer ab. 


Nach der Einzelakttheorie liegt ein fehlgeschlagener Versuch vor -> Balkonsturz stellt keine TB Verwirklichung dar. Trotz Fortsetzungsmöglichkeiten stellt ablassen keinen Rücktritt dar da ein fehlgeschlagener Versuch vorliegt.


Nach der Gesamtbetrachtungslehre ist die Handlung des A als einheitliches Geschehen zu betrachten. Seine letzte Ausführungshandlung ist das würgen. A stehen die Mittel zur TB Verwirklichung zur Verfügung, damit ist der versuch nicht fehlgeschlagen -> Rücktritt möglich.

Strafrecht BT

subjektive Theorie /(Animustheorie) (Rspr.)



Animustheorie





--Abgrenzung Täterschaft von Teilnahme--

Abgrenzung: durch subjektive Kriterien (Willensrichtung & innere Einstellung zur Tat.)

"Täter ist, wer mit Täterwillen handelt und die Tat als eigene will."

Täter derjenige, der mit animus auctoris = Täterwillen handelt und die Tat als eigene will,

Teilnehmer derjenige, der mit animus socii = Teilnehmerwillen tätig wird und die Tat als fremde Tat veranlassen oder fördern will.

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