Gesellschaftsrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Gesellschaftsrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg

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(P) Entstehung einer BGB-Gesellschaft (GbR)

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(P) Entstehungszeitpunkt der OHG und KG

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(P) Beteiligung eines MJ an einer Gesellschaft 

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(P) Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft 

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(P) Abgrenzung fehlerhafte Gesellschaft <=> Rechtsscheingrundsätze 

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(P) Abgrenzung fehlerhafte Gesellschaft <=> Rechtsscheintatbestände 

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(P) Rechtsfähigkeit der BGB-Außengesellschaft 

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(P) organschaftliche Vertretung, § 31 BGB

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(P) Vertretung der BGB-Gesellschaft 

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(P) Personengesellschaften <=> Körperschaften 

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(P) Auswirkungen des Widerspruchs nach § 711 S. 1 BGB 

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(P) Innengesellschaft <=> Außengesellschaft 

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Beispielhafte Karteikarten für Gesellschaftsrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg auf StudySmarter:

Gesellschaftsrecht

(P) Entstehung einer BGB-Gesellschaft (GbR)

1. Gesellschaftsvertrag 

= grds. formfrei

Ausnahme: formbedürftige Leistungsversprechen

 => Gesellschafter können sein: 

  • natürliche und juristische Personen 
  • Personenhandelsgesellschaften nach § 124 I HGB bzw. §§ 161 II, 124 I HGB
  • BGB-Gesellschaften und nicht rechtsfähige Vereine (nach h.L. und BGH)

(-) Erbengemeinschaft, da nicht hinreichend rechtlich verselbstständigt 

2. Gemeinsamer Zweck

= jeder erlaubte Zweck 

Beachte: bei Betrieb eines Handelsgewerbes OHG/KG kraft Gesetzes (Rechtsformzwang)

Abgrenzung: Bruchteilsgemeinschaft 

= Zweck muss für Annahme einer GbR grds. über das bloße Halten und Verwalten der Sache, dh Verteilung der Anschaffungs- und Erhaltungskosten, hinausgehen 

3. Förderungspflicht

= grds. durch Leistung der vertraglich vereinbarten Beiträge (beitragsfreie Gesellschaften gibt es nicht)

Gesellschaftsrecht

(P) Entstehungszeitpunkt der OHG und KG

Entstehung im Innenverhältnis:

= mit Abschluss des Gesellschaftsvertrags bzw. dem darin vereinbarten Zeitpunkt, wenn Zweck der Betrieb eines Handelsgewerbes ist

Beachte: 

=> bei Kleingewerbe nach § 2 HGB (oder Betrieb nach § 3 HGB), das im Außenverhältnis zwingend erst mit Eintragung ensteht, ist Gesellschaftsvertrag regelmäßig so auszulegen, dass anstelle des dispositiven Innenrechts der §§ 705 ff. HGB das OHG/KG-Innenrecht gilt 


Entstehung im Innenverhältnis:

= zwei mögliche Entstehungszeitpunkte: 

  • nach § 123 I HGB: spätestens im Zeitpunkt der Eintragung 
  • nach § 123 II HGB: durch Aufnahme des Geschäftsbetriebs (Ausn.: §§ 2, 3 HGB)

= wenn Rechtsgeschäfte im Namen der Gesellschaft geschlossen werden und alle Gesellschafter dem Beginn der Geschäfte zugestimmt haben

(+) wegen Zweck des Verkehrsschutzes bereits bei sog. Vorbereitungshandlungen (z.B. Anmietung Geschäftsräume, Einstellung Personal, Kontoeröffnung)

Beachte: bis dahin kann bereits GbR vorliegen 

Gesellschaftsrecht

(P) Beteiligung eines MJ an einer Gesellschaft 

Ausgangspunkt: 

= Abschluss eines Gesellschaftsvertrags nicht lediglich rechtlich vorteilhaft, da zumindest Verpflichtung besteht, den vereinbarten Beitrag zu leisten, sodass Einwilligung der gesetzlichen Vertreter nach §§ 197, 1626 I, 1629 I 1 BGB erforderlich 

=> zwei Probleme zu unterscheiden: 


Vertretung durch gesetzliche Vertreter:

= gesetzlicher Vertreter, der selbst Gesellschafter ist, kann den MJ nach §§ 1629 II 1, 1795 II, 181 BGB nicht Vertreten (unzulässiges Insichgeschaft)

=> nach §§ 1693, 1909 ff. BGB ist ein Ergänzungspfleger zu bestellen 

Beachte: auch Vertretung des anderen Elternteils nach § 1619 II 1 BGB (-)


Genehmigung durch Familiengericht:

= nach §§ 1643 I, 1822 Nr. 3 BGB erforderlich, wenn der Gesellschaftsvertrag auf den Betrieb eines Erwerbsgeschäfts gerichtet ist 

=> bzw. soweit Ergänzungspfleger zu bestellen wäre nach §§ 1915 I, 1822 Nr. 3 BGB

Beachte: gilt nur für Einrücken in Gesellschafterposition aufgrund Rechtsgeschäft 

(-) bei gesetzlichem Rechtsübergang, insb. bei Nachfolgeklausel, da sich Eintritt automatisch vollzieht (im Gegensatz zu Eintrittsklausel mit Aufnahmevertrag)

Gesellschaftsrecht

(P) Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft 

= nach der Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft, ist auch eine Gesellschaft auf fehlerhafter Vertragsgrundlage (Nichtigkeit oder Anfechtung) unter bestimmten VSS für die Vergangenheit als wirksam zu behandeln, aber für die Zukunft vernichtbar

Gründe: 

  • eine ex-tunc Rückabwicklung in Vollzug gesetzter Gesellschaften im Innenverhältnis nach den allgemeinen Vorschriften wäre in hohem Maße unpraktikabel (insbesondere wegen § 818 III BGB; keine passende Regelung für die Verteilung erwirtschafteter Gewinne oder angefallener Verluste)

=> Gesellschafter haben über längeren Zeitraum Vermögen eingebracht, umgesetzt und neu erworben

  • Rechtsverkehr vertraut auf die Wirksamkeit der Gesellschaft, welche er (insb. wenn Eintragung nicht konstitutiv) kaum überprüfen kann#

Beachte: 

=> kein Fall der Rechtsscheinhaftung, da Nichtigkeitsfolgen auch im Innenverhältnis eingeschränkt werden,sodass es auch nicht auf das konkrete Vertrauen des jeweiligen Geschäftspartners ankommt 


Voraussetzungen:

1. Vorliegen eines fehlerhaften Gesellschaftsvertrags 

= Gesellschaftsvertrag muss nach den allgemeinen Regeln nichtig oder anfechtbar sein 

(+) auch bei fehlerhafter Vertragsänderung, z.B. fehlerhaftem Beitritt eines Gesellschafters (Aufnahme erfolgt durch Gesellschaftsvertrag, der den bisherigen Gesellschaftsvertrag abändert)

Beachte: Abgrenzung zu § 117 BGB  

=> entscheidend, dass die Gesellschafter tatsächlich eine auf den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags gerichtete (fehlerhafte) WE abgegeben haben, dh den Gesellschaftsvertrag wollten

2. In-Vollzug-Setzung des Gesellschaftsvertrags

= jedenfalls dann (+), wenn die Gesellschaft Rechtsbeziehungen zu Dritten aufgenommen hat 

BGH: Bildung eines Gesellschaftsvermögens (durch Beitragsleistung) genügt 

=> richtigerweise darauf abzustellen, ob bereits Situation entstanden ist, die bei rückwirkender Nichtigkeit erhebliche Schwierigkeiten der Rückabwicklung aufwirft 

(+) bei größeren Vermögensverschiebungen zwischen den Gesellschaftern 

3. Einschränkung durch vorrangige Schutzzwecke  

= Mängel des Vertrags dürfen nicht so schwerwiegend sein, dass ihre Nichtbeachtung mit gewichtigen Interessen der Allgemeinheit oder einzelner schutzwürdiger Personen in Widerspruch treten würde 

(-) fehlerhafte Gesellschaft daher: 

  • wenn Gesellschaftszweck gegen gesetzliches Verbot (§ 134 BGB) verstößt oder in besonders groben Maße sittenwidrig ist (§ 138 BGB)

= Letzteres nur (+), wenn Belange der Allgemeinheit berührt werden 

  • zu Lasten beschränkt Geschäftsfähiger 

Grund: MJ-Schutz würde sonst völlig unterlaufen, insb. würde eine unbeschränkte persönliche Haftung des MJ drohen 

Problem: Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft zumindest bei vorteilhaften/neutralen Geschäften des MJ 

(-), da MJ-Schutz nicht auf "Meistbegünstigung" des MJ abzielt und dem Gesellschaftsrecht die Figur eines "hinkenden Gesellschafters" unbekannt ist 

Folgeproblem: sog "fehlerhafte Rumpfgesellschaft" 

= fehlerhafte Gesellschaft zwischen den übrigen Gesellschaftern (sofern noch mind. zwei Gesellschafter übrig), wenn diese nach dem Rechtsgedanken des § 139 BGB den Gesellschaftsvertrag auch ohne den MJ geschlossen hätten

(+) fehlerhafte Gesellschaft aber zu Lasten arglistig Getäuschter (§ 123 BGB) und sittenwidrig Übervorteilter (§ 138 BGB)


Rechtsfolgen:

  • Gesellschaft gilt für die Vergangenheit als wirksam
  • im Außenverhältnis sowie im Innenverhältnis gelten alle für den Geschäftstypus anwendbaren Vorschriften 

Beachte: fehlerhafte Bestimmung kann nicht zur Beurteilung heranzuziehen

  • Gesellschaft ist für die Zukunft vernichtbar 

= Geltendmachung Nichtigkeitsgrund in der Form, die Gesetz für Auflösung der Gesellschaft aus wichtigem Grund vorsieht, wobei ein wichtiger Grund i.S.d. Vorschriften nicht vorliegen muss 

  • bei GbR: Kündigung nach § 723 I BGB
  • bei OHG und KG: grds. Auflösungsklage nach §§ 131 I Nr. 4, 133 HGB 

=> sofern der Mangel im Vertrag lediglich einzelne Gesellschafter betrifft, kann nach § 140 HGB alternativ auf Ausschließung eines Gesellschafters geklagt werden

Beachte: bei einer Anfechtung ist die Frist der §§ 121, 124 BGB einzuhalten (Anfechtungsberechtigte darf nicht besser gestellt werden) und es kann Bestätigung nach § 144 BGB vorliegen 

Beachte auch:

= Geltendmachung kann ausnahmsweise rechtsmissbräuchlich sein oder gegen gesellschaftsvertragliche Treuepflicht verstoßen 


Gesellschaftsrecht

(P) Abgrenzung fehlerhafte Gesellschaft <=> Rechtsscheingrundsätze 

Rechtsscheintatbestände der § 15 I, III HGB:

= Berufung auf § 15 I, III HGB auch bei fehlerhafter Gesellschaft möglich 


Scheingesellschaft:

= Scheingesellschafter ist nach außen so zu behandeln, als ob Rechtsschein der Wahrheit entspräche , im Innenverhältnis gilt jedoch anders als bei der fehlerhaften Gesellschaft kein Gesellschaftsrecht 

Beachte: wenn Gesellschaftsvertrag fehlt, kann nur Scheingesellschaft vorliegen: 

(+) im Fall des § 117 BGB, da Gesellschaftsvertrag hier nicht gewollt 

(-) bei offenem Dissens nach § 154 BGB, dann wirksame Gesellschaft 

=> setzt Gesellschaft Unternehmen trotzdem in Betrieb, zeigt sie, dass Einigung in diesem Punkt für sie nicht entscheidend war

Gesellschaftsrecht

(P) Abgrenzung fehlerhafte Gesellschaft <=> Rechtsscheintatbestände 

Rechtsscheintatbestände der § 15 I, III HGB:

= Berufung auf § 15 I, III HGB auch bei fehlerhafter Gesellschaft möglich 


Scheingesellschaft:

= Scheingesellschafter ist nach außen so zu behandeln, als ob Rechtsschein der Wahrheit entspräche , im Innenverhältnis gilt jedoch anders als bei der fehlerhaften Gesellschaft kein Gesellschaftsrecht 

Beachte: wenn Gesellschaftsvertrag fehlt, kann nur Scheingesellschaft vorliegen: 

(+) im Fall des § 117 BGB, da Gesellschaftsvertrag hier nicht gewollt 

(-) bei offenem Dissens nach § 154 BGB, dann wirksame Gesellschaft 

=> setzt Gesellschaft Unternehmen trotzdem in Betrieb, zeigt sie, dass Einigung in diesem Punkt für sie nicht entscheidend war

(P) Haftung der Gesellschaft

e.A.: (+), da Rechtsfolge der Rechtsscheinhaftung die Gleichstellung des Rechtsscheins mit der Wirklichkeit ist, sodass § 124 I HGB anwendbar 

a.A.: (-), da mit Rechtsscheinhaftung nicht Schein und Wirklichkeit schlechterdings gleichgesetzt werden 

  • so darf anerkanntermaßen durch diese nicht in die Rechtsstellung unbeteiligter Dritter eingegriffen werden 
  • zudem fehlt es am Gesellschaftsvermögen

Gesellschaftsrecht

(P) Rechtsfähigkeit der BGB-Außengesellschaft 

= zwar war die Rechtsfähigkeit der GbR wegen des Fehlens einer der § 124 I HGB vergleichbaren Vorschrift lange Zeit umstritten, sie ist aber heute nach allg. Meinung anerkannt. Von der Rechtsfähigkeit der GbR geht inzwischen auch das Gesetz aus, wie sich u.a. aus § 162 I 2 HGB, § 47 II 1 GBO entnehmen lässt


Probleme der Teilrechtsfähigkeit:

  • Grundrechtsfähigkeit 

= (+) über § 19 III GG, sodass zumindest hinsichtlich Art. 14 GG

  • Erbfähigkeit (-)

= Verfügung von Todes wegen nach h.M. dann dahingehend auszulegen, dass einzelnen Gesellschafter mit Auflage bedacht sind, zugewandte Vermögen in Gesellschaft einzubringen (könnte sich aber mit Anerkennung Teilrechtsfähigkeit ändern)

  • Grundbuchfähigkeit (+)

=> vgl. § 47 II GBO und § 899a BGB

  • Verbrauchereigenschaft 

= (+), wenn VSS des § 13 BGB vorliegen 

BGH: ist GbR natürliche Person, da der Begriff "natürliche Person" nur der Gegenbegriff zur juristischen Person ist (was die GbR nicht ist) und der Zusammenschluss von Verbrauchern unter einem gemeinsamen nicht-kommerziellen Zweck die Verbrauchereigenschaft nicht entfallen lässt  

  • Verwalterin einer Wohnungseigentümergemeinschaft 

(-), da mangels Registerpublizität die Handlungsfähigkeit der WEG nicht gewährt wäre (BGH)


Gesellschaftsrecht

(P) organschaftliche Vertretung, § 31 BGB

= da die Gesellschaft als solche nicht rechtsgeschäftlich handeln kann, handelt sie nach § 31 BGB durch ihre Organe, dh ihre Gesellschafter (Grundsatz der Selbstorganschaft)

Beachte: 

=> da die Zurechnungsvorschriften der §§ 164 ff. BGB auf Bevollmächtigte wie auf Organe passen, sind sie grds. direkt anwendbar

Im Übrigen: rechtsgeschäftliche Vertretung möglich

=> Vollmacht muss aber durch Inhaber organschaftlicher Vertretungsmacht erteilt werden


Grundsatz der Selbstorganschaft:

= die Gesellschaft muss allein durch ihre Gesellschafter handlungsfähig sein 

bei sog. unechter Gesamtvertretung (§ 125 III HGB) nur (+), wenn daneben noch Einzel- bzw. echte Gesamtvertretung besteht, dh eine Vertretung durch einen oder mehrere Gesellschafter gemeinsam 





Gesellschaftsrecht

(P) Vertretung der BGB-Gesellschaft 

= richtet sich nach § 714 BGB, soweit im Gesellschaftsvertrag nichts vereinbart ist und auch eine ergänzende Auslegung (§§ 133, 157 BGB) nicht weiter hilft, nach der Geschäftsführungsbefugnis 

Rechtsnatur: 

=> nach h.M. (Lehre von der Teilrechtsfähigkeit) organschaftlicher Natur, dh Gesamthand wird als solche vertreten 


Beachte:

= da im Fall des § 714 BGB das rechtliche Können dem rechtlichen Dürfen entspricht, stellt sich die Problematik des Missbrauchs der Vertretungsmacht bei der GbR i.d.R. nicht

=> Umfang der Vertretungsmacht ist nicht zwingend festgelegt und Dritten ggü. beschränkbar

Gesellschaftsrecht

(P) Personengesellschaften <=> Körperschaften 

Personengesellschaften: 

= sind auf eine kleine Mitgliederzahl angelegt und der Zusammenschluss beruht auf dem persönlichen Vertrauen der Gesellschafter

=> Grundtyp ist die BGB-Gesellschaft i.S.d. § 705 BGB (GbR)

Hat grds. folgende Konsequenzen:

  • Ausscheiden eines Mitglieds führt zur Auflösung der Gesellschaft 
  • Willensbildung folgt dem Prinzip der Einstimmigkeit 
  • Grundsatz der Selbstorganschaft, dh Bestellung Dritter als Organe ist unzulässig 
  • Haftung der Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen 
  • Entstehung durch Vertragsschluss 


Körperschaften: 

= sind auf große Mitgliederzahl angelegt und Zusammenschluss beruht nicht auf persönlichem Vertrauen der Mitglieder, sodass sie weitgehend rechtlich verselbstständigt sind 

=> Grundtyp ist rechtsfähiger Verein i.S.d. § 21 BGB 

Hat grds. folgende Konsequenzen:

  • Bestand der Gesellschaft ist unabhängig vom Ausscheiden eines Mitglieds 
  • Willensbildung folgt dem Mehrheitsprinzip 
  • Grundsatz der Drittorganschaft, dh Bestellung Dritter als Organe ist zulässig 
  • Haftung nur mit dem Gesellschaftsvermögen, dh keine Haftung der Mitglieder mit Privatvermögen 
  • Entstehung durch Vertragsschluss und Eintragung in ein öffentliches Register 


Beachte: 

= da die Vorschriften der inneren Organisation weitgehend dispositiv sind (Vertragsfreiheit), können die Gesellschafter von der Idealstruktur abweichen 

Gesellschaftsrecht

(P) Auswirkungen des Widerspruchs nach § 711 S. 1 BGB 

e.A.: Außenwirkung (+), dh Widerspruch wirkt sich auf Vertretungsmacht aus 

  • Grundgedanke des § 714 BGB
  • rein intern wirkender Widerspruch wäre praktisch bedeutungslos, da SE gegen handelnden Gesellschafter bei umfangreichen Geschäften mangels Realisierbarkeit kein ausreichender Schutz

Aber: Grundsätze der Anscheinsvollmacht 


h.M.: Außenwirkung (-), dh Widerspruch wirkt sich nicht auf Vertretungsmacht aus 

= jedenfalls dann, wenn Vertragspartner keine Kenntnis vom Widerspruch hat  

  • Außenwirkung wird Interesse der Verkehrssicherheit und dem Verkehrsschutz nicht gerecht 

=> Geschäftspartner soll sich gerade nicht um interne Auseinandersetzungen kümmern müssen 

  • Verhinderung einer Lähmung der Gesellschaft durch widersprechenden Gesellschafter 
  • Schutz anderer Gesellschafter über Grundsätze zum Missbrauch der Vertretungsmacht 


Beachte: Streit kann dahinstehen, wenn Grundsätze der Anscheinsvollmacht (-)

Gesellschaftsrecht

(P) Innengesellschaft <=> Außengesellschaft 

Innengesellschaft: 

= Entfaltet gesellschaftliche Wirkung nur im Innenverhältnis, weil die Gesellschaft als solche nicht nach außen in Erscheinung tritt

=> gemeinsame Vertretung fehlt und Geschäfte werden im Namen des Gesellschafters aber für Rechnung aller Gesellschafter geschlossen, sodass auch kein Gesellschaftsvermögen gebildet wird 

  • stille Gesellschaft 

=> da Geschäfte im Namen des Geschäftsinhabers geschlossen werden 

  • BGB-Innengesellschaft (BGB-Gesellschaft kann als Innengesellschaft ausgestaltet werden, da Gesetzgeber Form der Außengesellschaft nicht zwingend vorschreibt)


Außengesellschaft:

= Entfaltet gesellschaftliche Wirkung im Außenverhältnis, weil die Gesellschaft als solche nach außen in Erscheinung tritt

Beachte: immer auch Innengesellschaft, da sich Gesellschaft nicht nur in Außenwirkung erschöpfen kann 

  • alle Körperschaften

=> da sie die Fähigkeit besetzten, Träger von Rechten und Pflichten zu sein

  • Personenhandelsgesellschaften

=> Zweck ist auf Betrieb Handelsgewerbe gerichtet

  • BGB-Gesellschaft 

= wenn sie als Gesamthandgemeinschaft ausgestaltet ist (wie gesetzlich vorgesehen)


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