Sozialpsychologie neu an der Universität Erlangen-Nürnberg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Sozialpsychologie neu an der Universität Erlangen-Nürnberg

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Was beschreibt die Akteur-Beobachter Divergenz? Erläutern Sie zudem warum es diese Unterschiede gibt.


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Definieren Sie Vorurteile und erläutern Sie eine mögliche Entstehung mittels der Fremdgruppen-Homogenität.


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Definieren Sie Stereotype und nennen Sie drei mögliche Modelle zur Korrektur stereotyper Annahmen. Erläutern Sie eines davon anhand eines Beispiels näher.


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Erklären Sie jeweils anhand eines Beispiels zwei der sechs Bedingungen, um Vorurteile abzubauen.


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Was ist der Bystander Effekt? Erklären Sie den Effekt anhand eines selbstgewählten Beispiels.


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Nennen und erläutern Sie zwei hemmende Faktoren des Hilfeverhaltens

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Erklären Sie die Unterschiede zwischen Altruismus, prosozialem Verhalten und hilfreichem Verhalten.


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Nennen Sie die drei Techniken zur Compliance und erläutern Sie eine näher.


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Erklären Sie die James-Lange-Theorie anhand eines geeigneten Beispiels.


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Aus welchen Komponenten setzt sich das Emotionskonstrukt zusammen? Benennen Sie diese.


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Erklären Sie die Ähnlichkeitshypothese anhand eines Beispiels.


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Im Rahmen der Attributionstheorie trifft man häufig auf den sogenannten ‚fundamentalen Attributionsfehler‘.

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Sozialpsychologie neu


Was beschreibt die Akteur-Beobachter Divergenz? Erläutern Sie zudem warum es diese Unterschiede gibt.


Tendenz, das Verhalten anderer Menschen in seinen Ursachen als dispositional zu betrachten, aber bei der Erklärung eigenen Verhaltens sich mehr auf situative Faktoren zu konzentrieren

Grund für Unterschiede:

  • Verfügbarkeit von Information: wir wissen mehr über uns als der Beobachter
  • Perzeptuelle Salienz: (= der Mensch achtet eher auf das Verhalten anderer als auf deren Situation) –> unser Blick richtet sich auf andere

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Definieren Sie Vorurteile und erläutern Sie eine mögliche Entstehung mittels der Fremdgruppen-Homogenität.


  • Vorurteile = affektive/emotionale Komponente von Einstellungen
  • Eine feindselige oder negative Einstellung gegenüber Menschen einer bestimmten Gruppe, die nur auf ihrer bloßen Mitgliedschaft in dieser Gruppe basiert
  • z.B. Wut, Hass, Unbehagen
  • Entstehung zum Beispiel durch Fremdgruppen-Homogenität
    • Homogene Wahrnehmung von Mitgliedern einer Fremdgruppe 
    • Die Wahrnehmung, dass Individuen in der Fremd-Gruppe einander ähnlicher (homogener) sind als in Wirklichkeit, und auch ähnlicher als die Mitglieder der Eigengruppe

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Definieren Sie Stereotype und nennen Sie drei mögliche Modelle zur Korrektur stereotyper Annahmen. Erläutern Sie eines davon anhand eines Beispiels näher.


  • Stereotype = kognitive Komponente von Einstellungen
  • Generalisierung über eine Gruppe von Menschen, bei der man praktisch allen Mitgliedern der Gruppe identische Eigenschaften zuschreibt, ohne Beachtung gegebener Variationen unter den Mitgliedern


1. Buchführungsmodell: Theorie, dass Informationen, die nicht mit einem Stereotyp übereinstimmen, zu einer Modifizierung des Stereotyps führen

2. Bekehrungsmodell: Theorie, dass Informationen, die mit einem Stereotyp nicht übereinstimmen zu einer radikalen Veränderung des Stereotyps führen


3. Subtypisierungsmodell: Theorie, dass Informationen, die mit einem Stereotyp nicht übereinstimmen, zur Schaffung eines neuen Substereotyps führen, um sich der nicht übereinstimmende Information anzupassen –>  Eine Person hat den Stereotyp: „Mädchen sind schlechter in Mathe als Jungs“. Er lernt ein Mädchen kennen, das besser in Mathe ist als seine Klassenkameraden. Der Stereotyp bleibt bestehen, es entsteht aber ein neuer Substereotyp: „Es gibt Ausnahmen, wie meine Freundin“ –> Die Ausnahme bestätigt die Regel

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Erklären Sie jeweils anhand eines Beispiels zwei der sechs Bedingungen, um Vorurteile abzubauen.


Sechs Bedingungen der Kontakthypothese (Annahme: Vorurteile können durch gleichrangigen Kontakt zwischen Mehrheits- und Minderheitsgruppen reduziert werden in der Verfolgung allg. Ziele)

  1. Wechselseitige Abhängigkeit
  2. Gemeinsames Ziel
  3. Gleicher Status
  4. Zwangloser interpersoneller Kontakt
  5. Vielfältige Kontakte
  6. Soziale Normen von Gleichheit

Beispiel: Jigsaw-Klasse (Integrierte Klasse nach Rassentrennung): pro Gruppe ein Gesamtthema, Gesamtthema wird in 6 Abschnitte aufgeteilt, eine Person ein Abschnitt à jedes Gruppenmitglied muss ihren oder seinen Anteil lernen und den anderen Gruppenmitgliedern vortragen und beibringen 

  • Kollektives Ziel
  • Individuelle Verantwortung 
  • Keine Wettbewerbssituation 

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Was ist der Bystander Effekt? Erklären Sie den Effekt anhand eines selbstgewählten Beispiels.


Die Wahrscheinlichkeit einer Hilfeleistung für Personen, die sich in einer Notsituation befinden, nimmt mit der Zahl der in dieser Situation anwesenden Personen ab


Bsp.: Mord an Kitty Genovese (Kitty Genovese wird ermordet und ruft hörbar um Hilfe, aber niemand hilft)

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Nennen und erläutern Sie zwei hemmende Faktoren des Hilfeverhaltens

  1. Verantwortungsdiffusion: Verantwortung verteilt sich, Handlungsbereitschaft einzelner nimmt ab
  2. Pluralistische Ignoranz: Passivität anderer führt zu eigener Passivität
  3. Bewertungsangst: Furcht sich zu blamieren
  4. Zu hohe Kosten: Verletzungsrisiko, Zeitdruck

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Erklären Sie die Unterschiede zwischen Altruismus, prosozialem Verhalten und hilfreichem Verhalten.


  • Altruismus = prosoziales Verhalten, dessen oberstes Ziel darin besteht, einer anderen Person zu nützen.
  • Prosoziales Verhalten = Hilfeverhalten, das nicht durch berufliche Verpflichtungen motiviert ist und das nicht von einer Organisation ausgeführt wird.
  • Hilfreiches Verhalten = Handlungen, die die Absicht verfolgen, die Situation des Hilfeempfängers zu verbessern.

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Nennen Sie die drei Techniken zur Compliance und erläutern Sie eine näher.


  • Door-in-the-face“-Technik: Mit einer extremen Bitte starten, dann „runterhandeln“ auf maßvollere Bitte (z.B. Spenden sammeln)
  • Foot-in-the-door“-Technik: Mit kleiner Bitte starten, dann größere, zusammenhängende Bitte (z.B. Wohltätigkeitsorganisation)
  • Den Ball flach halten“: Anfänglicher Einflussversuch, dann weniger lohnendes Angebot (z.B. Autokauf)

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Erklären Sie die James-Lange-Theorie anhand eines geeigneten Beispiels.


  • Emotionen = Gefühl
  • Die Wahrnehmung eines erregenden Ereignisses löst körperliche Veränderungen aus. Das Fühlen dieser physiologischen Veränderung stellt die Emotion dar.

  • Beispiel:
    • Wahrnehmung eines Ereignisses: Man sieht einen Bären
    • Auslösung spezifischen Reaktion
    • Körperliche Veränderung & Handlungstendenz: Schneller Herzschlag, zitternde Knie
    • Wahrnehmung körperlicher Veränderung
    • Emotion = Gefühl: Angst

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Aus welchen Komponenten setzt sich das Emotionskonstrukt zusammen? Benennen Sie diese.


  • Handlungstendenz: Tendenz zu einer Handlung ergibt sich aus der Bewertung des emotionsauslösenden Ereignisses (Bewertung = Beurteilung der Bedeutung, Abschätzen von Möglichkeiten der Bewältigung)
  • Kognitive Verarbeitung: Aktivierung von mentalen Prozessen durch das Ereignis; bewertende Informationsverarbeitung ist notwendig, um das Ereignis als solches verstehen zu können
  • Subjektive Gefühle (Gefühlszustand): Gefühl dient als Reiz der vom Individuum wahrgenommen wird um Emotionsbegriffe zu verstehen; beeinflusst den Emotionsprozess 
  • Motorischer Ausdruck: Gesichtsausdruck, Stimmausdruck, Gestik
  • Physiologische Veränderungen

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Erklären Sie die Ähnlichkeitshypothese anhand eines Beispiels.


  • Wir suchen Kontakt zu Menschen, die uns ähnlich sind (z.B. ähnliche Persönlichkeit) 
  • Nähe und Vertrautheit zu einer Person fördert positives Empfinden gegenüber der Person (Attraktivität)
  • Wir suchen uns Partner mit einer ähnlichen Anziehung
  • Die Ähnlichkeit beeinflusst sogar unsere Zufriedenheit in einer Partnerschaft
  • Beispiel/Experiment: Jeder Teilnehmer zieht verdeckt eine Spielkarte von 2 bis Ass, die Spielkarte wird auf den Rücken geklebt (ohne dass man seinen eigenen Wert kennt), 5-minütige Suche nach einem Partner (Ziel: Partner mit möglichst hohem Wert finden), anschließend Abfrage zur Zufriedenheit, Ergebnis: Je ähnlicher die Werte der Paarung werden, desto zufriedener werden die Personen → Bewusste Suche nach ähnlichem Partner

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Im Rahmen der Attributionstheorie trifft man häufig auf den sogenannten ‚fundamentalen Attributionsfehler‘.

Worum handelt es sich dabei?

  • Es handelt sich um eine Verzerrung der Wahrnehmung/des Ergebnisses, durch den Wahrnehmenden
    • Menschen attribuieren am ehesten auf die Person
    • Situative Faktoren werden unterschätzt

  • Man neigt dazu, Verhalten dispositionell (Persönlichkeit) zu attribuieren und Einflüsse der Situation außer Acht zu lassen

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