Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen

Karteikarten und Zusammenfassungen für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen

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Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Diskutieren Sie das Verhältnis zw. Geldpolitik & Fiskalpolitik in der europäischen Währungsunion. Welche formalen Regelungen bestehen und warum sind Regelungen für Fiskalpolitik in einer Währung bedeutend? 

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Aus welchen Teilbilanzen bestehen Zahlungsbilanzen und Leistungsbilanz? geben Sie jeweils eine kurze Erläuterung der erfassten Transaktionen. 

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Der konstante Bargeldkoeffizient sei k= CP/D=0,2, der Mindestreservesatz beträgt r R= 0,2 und die Banken halten Überschussreserven in Höhe von RE=rE*D mit rE=0,1. Wie hoch ist die Geldmenge M1 bei einer Geldbasis von B=1000.

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- Skizzieren Sie die Bilanzen der am Geldangebotsprozess beteiogten Akteure und erläutern Sie kurz die aufgeführten Bilanzpositionen. Gehen sie insbesondere darauf ein, welche Positionen zu den Geldmengenaggregaten gehören. 

- Skizzieren Sie die im Rahmen von mechanistischen Geldangebotskonzepten verwendeten Bilanzen der beteiligten Akteure mit einer kurzen Erläuterung der Positionen. Nennen Sie auch die Definitionen der Geldmengen M1 und M2 sowie der Geldbasis.

- Skizzieren Sie die Bilanzen der am Geldangebotsprozess beteiligten Akteure und erläutern Sie kurz die Bilanzpositionen.

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Diskutieren Sie Determinanten des Bargeldkoeffizienten. gehen Sie dabei insbesondere auf das relative Risiko von Bargeld und Sichteinlagen ein und erläutern Sie den diesbezüglichen Unterschied zwischen der Großen Depression und der aktuellen Finanzkrise 


Diskutieren Sie das relative Risiko von Bargeld und Sichteinlagen in historischer und moderner Perspektive. 

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Diskutieren Sie, welchen Determinanten die Haltung von Überschussreserven unterliegt.


Diskutieren Sie kurz den Zielkonflikt "Rentabilität" vs. "Liquidität", welchem die Banken bei der Haltung von Überschussreserven unterliegen

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Erläutern Sie die Rolle des Tagesgeldmarktes für die operative Ebene der Geldpolitik. Was versteht man unter dem "Leitzins"? 

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Benennen Sie kurz die Quellen der Geldbasis. geben Sie jeweils ein Beispiel für Transaktion, durch welche die Geldbasis (B) steigt. 

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Erläutern Sie die unterschiedlichen Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Schocks. 


Erläutern Sie die Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Einkommenschocks im intertemporalen Ansatz. 

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Erläutern Sie die Annahmen zum Verhalten der Akteure im mechanistischen Geldangebotskonzept (Phillips-Tradition) und leiten Sie unter diesen Annahmen den Geldschöpfungsmultiplikator für eine anfänglich entstandene Überschussreserve (RE) her. Erläutern Sie auch die Intuition hinter dem Ergebnis. 

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Was versteht man unter dem Operationsziel der Zentralbank, und was ist der "Leitzins" im Falle der Europäischen Zentralbank?

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Erläutern Sie die Grundannahmen des traditionellen klassischen Ansatzes zur Erklärung der Leistungsbilanz einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Gehen Sie dabei auf Güterangebot, -nachfrage, Gleichgewichtsbedingung und Realzins ein. 


Auf welchen Annahmen basiert das klassische Modell der kleinen offenen Volkswirtschaft (SMOPEC)? Skizzieren Sie die Annahmen der Güternachfrage und -angebot sowie zum Realzins. 

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Geld und Währung

Diskutieren Sie das Verhältnis zw. Geldpolitik & Fiskalpolitik in der europäischen Währungsunion. Welche formalen Regelungen bestehen und warum sind Regelungen für Fiskalpolitik in einer Währung bedeutend? 

- Die Frage der Steuerbarkeit der Position gegenüber öffentlichen
Stellen (GP) unterliegt einfachen formalen und komplexen
informellen Aspekten.
- Regelungen für die Geldpolitik der EZB

  • Hintergrund: Einheitliche Geldpolitik auf Gemeinschaftsebene,
    größtenteils dezentrale Finanzpolitik im Zuständigkeitsbereich
    der einzelnen Mitgliedstaaten mit Koordinierungsverfahren.
  • Zentralbank ist unabhängig von Weisungen der Regierungen
  • Verbot der monetären Finanzierung von Haushaltsdefiziten:
    Kein unmittelbarer Erwerb von Staatsschuldtiteln und keine
    Kreditfazilitäten durch die EZB
  • Position der Nettoforderungen gegenüber öffentlichen
    Haushalten (GP) kann durch Offenmarktoperationen
    verändert werden
    .


- Regelungen zur Fiskalpolitik: EG-Vertrag und Stabilitäts- und

Wachstumspakt (SWP)

  • Ausdrückliches Verbot der Finanzierung von Staatsschulden durch die Zentralbank (siehe oben)
  • Weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat dürfen für die Verpflichtungen eines anderen Mitgliedstaats haftbar gemacht werden. („No-bail-out“-Klausel)
  • Verpflichtung aller Mitgliedstaaten zur Vermeidung eines übermäßigen Defizits.
  • Grenzwerte für Defizit und Schuldenstand der öffentlichen Haushalte (3 % des BIP bzw. 60 % des BIP)
  • Bei Nichteinhaltung letztlich Sanktionen möglich
  • Die Reform des SWP im Jahr 2005 erhöht die „Flexibilität“ der Verfahren. Aufweichung durch größeren Ermessensspielraum bei der Bestimmung eines übermäßigen Defizits und Verlängerung von Verfahrensfristen.

- Bedeutung von Regeln für die Finanzpolitik in einer
Währungsunion

  • Handlungsfähigkeit der Fiskalpolitik bei asymmetrischen
    Schocks ist erforderlich
    : Stabilitätspolitische Maßnahmen
    mittels Geld- und Währungspolitik stehen nicht zur Verfügung
    (Theorie optimaler Währungsräume)
  • Aufgrund von impliziten bail-out Vermutungen ist die
    Marktdisziplinierung geschwächt: Anreize zu exzessiver
    Verschuldung
  • Externe Effekte auf andere Mitgliedsstaaten: Ansteckung bei
    Krisen, verminderte Glaubwürdigkeit der Geldpolitik

    (unpleasant monetarist arithmetic)

Geld und Währung

Aus welchen Teilbilanzen bestehen Zahlungsbilanzen und Leistungsbilanz? geben Sie jeweils eine kurze Erläuterung der erfassten Transaktionen. 

- In der Zahlungsbilanz stehen Stromgrößen (nicht Bestandsgrößen):
Zeitraumbetrachtung (nicht Zeitpunktbetrachtung).
- Prinzip der doppelten Buchführung: Die Zahlungsbilanz insgesamt
ist stets ausgeglichen.
- Linke Seite (Aktiv, Haben, Credit) bei Darstellung in Kontenform:
Alle Transaktionen die zu

  • Zahlungseingängen aus dem Ausland führen oder führen
    können (etwa Güterexporte oder Kapitalimporte)bzw. zu einem Angebot ausländischer Währung am Devisenmarkt führen

- Darstellung meist in Tabellenform:

Bei positiven Einträgen übersteigt die linke Seite die rechte Seite,

d.h. netto ergibt sich aus den betrachteten Transaktionen ein

Zahlungseingang aus dem Ausland während der betrachteten

Periode.

- Die Teilbilanzen der Leistungsbilanz

  • Der Leistungsbilanzsaldo ist der zusammengefasste Saldo
    der Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, Bilanz der Erwerbs-
    und Vermögenseinkommen und der Bilanz der laufenden
    Übertragungen.
  • Er zeigt den in der betrachteten Periode aufgetretenen
    Überschuss der Zahlungseingänge aus dem Ausland über die
    Zahlungsabgänge an das Ausland aus
    Leistungstransaktionen.

Geld und Währung

Der konstante Bargeldkoeffizient sei k= CP/D=0,2, der Mindestreservesatz beträgt r R= 0,2 und die Banken halten Überschussreserven in Höhe von RE=rE*D mit rE=0,1. Wie hoch ist die Geldmenge M1 bei einer Geldbasis von B=1000.

M =( (1+k) / (k+rE+rR) ) * B 

= ((1+0,2) / (0,2+0,1+0,2) ) *1000 = 2400

Geld und Währung

- Skizzieren Sie die Bilanzen der am Geldangebotsprozess beteiogten Akteure und erläutern Sie kurz die aufgeführten Bilanzpositionen. Gehen sie insbesondere darauf ein, welche Positionen zu den Geldmengenaggregaten gehören. 

- Skizzieren Sie die im Rahmen von mechanistischen Geldangebotskonzepten verwendeten Bilanzen der beteiligten Akteure mit einer kurzen Erläuterung der Positionen. Nennen Sie auch die Definitionen der Geldmengen M1 und M2 sowie der Geldbasis.

- Skizzieren Sie die Bilanzen der am Geldangebotsprozess beteiligten Akteure und erläutern Sie kurz die Bilanzpositionen.

Die Akteure und ihre Bilanzen

- Geldmengen:

M1 = CP + D

CP = Bargeld (currency in public)

D = Sichteinlagen (deposits)

M2 = M1 + T + S

T = Termineinlagen

S = Spareinlagen

- Die Geldbestandteile (CP, D , T und S) sind Aktiva

(Forderungen) der Nichtbanken

- Die Einlagen (D , T und S) sind Verbindlichkeiten der Banken

- Das Bargeld (CP) ist eine Verbindlichkeit der Zentralbank

- Reserven (R) sind die Sichteinlagen der Banken bei der

Zentralbank und die Kassenbestände der Banken

- Banken vergeben Kredite (Kr) an Nichtbanken

Geld und Währung

Diskutieren Sie Determinanten des Bargeldkoeffizienten. gehen Sie dabei insbesondere auf das relative Risiko von Bargeld und Sichteinlagen ein und erläutern Sie den diesbezüglichen Unterschied zwischen der Großen Depression und der aktuellen Finanzkrise 


Diskutieren Sie das relative Risiko von Bargeld und Sichteinlagen in historischer und moderner Perspektive. 

- Determinanten des Bargeldkoeffizienten k=CP/D

  • Der Bargeldkoeffizient spiegelt die relative Nachfrage nach zwei Vermögensgegenständen wider. Relevant sind damit die Aspekte Vermögen, relative Liquidität, relative Erträge, relatives Risiko.
  • Vermögen: Mit steigenden Vermögen nimmt die Nachfrage nach Sichteinlagen stärker zu als die Nachfrage nach Bargeld: k sinkt.
  • Liquidität : Bargeld und Sichteinlagen sind unmittelbar Zahlungsmittel und daher beide stets perfekt liquide: Keine Einflüsse auf k.

- Relative Erträge

  • Steigende Zinsen auf Sichteinlagen machen diese relativ zu Bargeld attraktiver: k sinkt.
  • Bei schattenwirtschaftlichen Aktivitäten weist Bargeld einen höheren erwarteten Ertrag (Entdeckungswahrscheinlichkeit geringer) als Sichteinlagen auf. Eine Zunahme der Schattenwirtschaft – etwa in Folge höherer Steuersätze – wird von einem höheren Bargeldkoeffizienten begleitet sein.

- Relatives Risiko

  • Historisch
    • Bargeld als sicherstes finanzielles Wertaufbewahrungsmittel
    • Häufiges Auftreten von Bank-Runs und Bankpaniken: Sturm auf die Einlagen der Banken verbunden mit drastischer Zunahme des Bargeldkoeffizienten
    • Die ausgelösten Finanzkrisen und Schwankungen der Geldmenge (Multiplikator) haben gravierende makroökonomische Konsequenzen. (Große Depression)
  • Heute
    • In modernen Finanzsystemen sind Sichteinlagen versichert
      und daher wie Bargeld ohne Risiko bezüglich der nominalen
      Erträge.
    • Vielfalt der Einlagensicherungssysteme
      (gegenseitige Haftung innerhalb von Bankengruppen
      (Institutssicherung), gesetzliche Einlagensicherung,
      freiwillige Einlagensicherung der Bankenverbände,
      Staatsgarantie)
    • Letztlich ist die Zentralbank in ihrer Eigenschaft als Lender
      of Last Resort
      gefragt.
    • Garantien schwächen die Marktdisziplinierung und
      verursachen Moral Hazard. Sie ziehen daher das Erfordernis
      einer Regulierung und Aufsicht nach sich.
    • Runs in der Finanzkrise 2008 betrafen den
      Interbankenmarkt (wholesale versus retail runs)

Geld und Währung

Diskutieren Sie, welchen Determinanten die Haltung von Überschussreserven unterliegt.


Diskutieren Sie kurz den Zielkonflikt "Rentabilität" vs. "Liquidität", welchem die Banken bei der Haltung von Überschussreserven unterliegen

- Determinanten der Haltung von Überschussreserven RE=rE∙D
Das Aktivportfolio einer Bank unterliegt dem Trade-off
Rentabilität („Ertragskraft“) versus Liquidität („Sicherheit“)

  • Rentabilität
    • Überschussreserven verdienen keinen Zins.
      C.p. besteht daher eine negative Beziehung zwischen
      Zinsniveau und der Höhe der Überschussreserven.
      (Steigende Opportunitätskosten)
    • Zu beachten sind auch die Risiken (Markt-, Ausfallrisiken)
      der alternativen Aktiva: Konjunkturelle Aussichten,
      Zinsänderungserwartungen.
  • Liquidität
    • Kredite sind ertragreich aber zugleich illiquide.
    • Überschussreserven sind eine Versicherung gegen die mit
      unerwarteten Einlagenabflüssen einher gehenden Kosten.
    • Entscheidend für die Höhe der Überschussreserven:
      • Höhe der Mindestreserve
      • Erwartete Einlagenabflüsse und deren Varianz
      • Erwartete Kosten bei unerwarteten Abflüssen
        (Geldmarktbedingungen, geldpolitische Maßnahmen,
        Liquidität der übrigen Aktiva)

Geld und Währung

Erläutern Sie die Rolle des Tagesgeldmarktes für die operative Ebene der Geldpolitik. Was versteht man unter dem "Leitzins"? 

- Konkrete Handlungsanweisungen für die tägliche Umsetzung

der Geldpolitik

- Ansatzpunkt für diese Anweisungen ist der Markt für

Zentralbankgeld („Tagesgeldmarkt“)

Markt, auf dem sich Banken untereinander Reserven für einen

Tag leihen und verleihen

  • Geldmarkt im banktechnischen Sinn (zu unterscheiden vom Geldmarkt im Sinne von M1, M2, M3 mit der Gleichgewichtsbedingung M/P=L(y,i))
  • Der Zins für die Überlassung von Guthaben ist der Tagesgeldzins

- Euroland, EZB:

  • Das Operationsziel wird nicht explizit bekannt gegeben.
  • Leitzins ist der Wertpapierpensionssatz in den Hauptrefinanzierungsgeschäften (Mindestbietungssatz im Zinstender, Festzins im Mengentender)
  • Änderungen des Wertpapierpensionssatzes folgen gleichgerichtete Änderungen des durchschnittlichen Tagesgeldzinses.
  • I.d.R. werden zeitgleich auch die Sätze der Fazilitäten angepasst.
  • Historisch: Maskerade der Bundesbank

Geld und Währung

Benennen Sie kurz die Quellen der Geldbasis. geben Sie jeweils ein Beispiel für Transaktion, durch welche die Geldbasis (B) steigt. 

- Entstehung von Geldbasis

  • Die linke Seite (sources side, Quellen) zeigt, wie die Geldbasis entstanden ist.
  • Die Geldbasis steigt, wenn die Zentralbank ihre Netto-Aktivabestände erhöht und mit Geldbasis bezahlt.
    • Kauf von Devisen oder Gold: FA steigt (FA=Nettoauslandsposition) 
    • Kreditvergabe an eine Bank: DIS steigt (DIS=Forderungen an den Finanzsektor) 
    • Kauf von Staatsanleihen (Offenmarktkauf): GP steigt (GP=Nettoforderungen ggnü. öffentlichen Haushalten) 
  • Die Geldbasis kann sich nur in Geschäften mit der Zentralbank ändern.

Geld und Währung

Erläutern Sie die unterschiedlichen Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Schocks. 


Erläutern Sie die Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Einkommenschocks im intertemporalen Ansatz. 

-Effekte auf die Leistungsbilanz

  • Transitorischer Einkommensrückgang
    • In der kleinen offenen Volkswirtschaft wird der Schock mit Hilfe
      des internationalen Kapitalmarktes durch ein Leistungsbilanz-
      defizit
      und die damit verbundene Abnahme des Nettoauslands-
      vermögens bzw. Erhöhung der Nettoauslandschulden
      geglättet.
    • Weitere Ausprägung der intertemporalen Effizienz der offenen
      Volkswirtschaft: Die Effekte transitorischer aggregierter
      Einkommensschocks auf den Konsum können ohne
      Einschränkung der Investitionen mit Hilfe des internationalen
      Güter- und Kapitalmarktes geglättet werden.

- Permanenter Einkommensrückgang

  • Die dauerhaften Konsummöglichkeiten der Haushalte sinken in
    gleichem Maße wie das aktuelle Einkommen
    .
  • Der aktuelle Konsum wird vollständig dem gesunkenen
    Einkommen angepasst
    , das volkswirtschaftliche Sparen bleibt
    unverändert.
  • Der Leistungsbilanzsaldo und damit das Auslandsvermögen bleiben unverändert.

=> Fazit: Leistungsbilanzdefizite entstehen durch transitorische Schocks:

„Finance a transitory shock, adjust to a permanent shock.“ (IWF)

Geld und Währung

Erläutern Sie die Annahmen zum Verhalten der Akteure im mechanistischen Geldangebotskonzept (Phillips-Tradition) und leiten Sie unter diesen Annahmen den Geldschöpfungsmultiplikator für eine anfänglich entstandene Überschussreserve (RE) her. Erläutern Sie auch die Intuition hinter dem Ergebnis. 

- Annahmen zum Verhalten der Akteure

  • Verhalten der Banken
    • Von der Zentralbank vorgeschriebene Mindestreserve (RR, required reserves)  RR=r∙D ;   r=Mindestreservesatz
    • Die gesamten Reserven bestehen definitionsgemäß aus Mindestreserven und Überschussreserven (RE, excess reserves) R=RR+RE
    • Die Banken halten nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestreserve. Überschussreserven werden unmittelbar zur Kreditvergabe genutzt. (Loaned-up situation) RE=0
  • Verhalten der Nichtbanken (Publikum)
  • Kreditnehmer verwenden die ihrem Konto gutgeschriebenen Kreditbeträge unmittelbar und vollständig für Zahlungen in Form von → Barzahlungen →Überweisungen


=> Herleitung des Geldschöpfungsmultiplikators 

  • Die multiple Geldschöpfung kommt in Gang, wenn eine Bank in den Besitz einer Überschussreserve gelangt und diese zur Kreditvergabe nutzt.
  • Die multiple Geldschöpfung ist beendet, wenn diese Überschussreserve vollständig aufgebraucht ist für Barabhebungen (ΔCP) und zusätzlich zu haltende Mindestreserven (ΔRR).

• Bedingung (Gleichgewicht und Restriktion):
ΔRE = ΔCP + ΔRR
ΔRE = c*ΔM + r*ΔD
ΔRE = c*ΔM + r(1 - c)ΔM
ΔRE = (c + r(1 - c))ΔM
ΔM= (1/(c+r+r*c) )*ΔRE
RR = r*D
c = CP/M
CP = c*M
(1-c) = D/M
D = (1-c)M

Geld und Währung

Was versteht man unter dem Operationsziel der Zentralbank, und was ist der "Leitzins" im Falle der Europäischen Zentralbank?

- Das Operationsziel

  • Die Zentralbankführung gibt den mit dem Einsatz der
    Instrumente betrauten Personen („Geldmarktsteuerungs-
    abteilung“) ein Ziel für den Tagesgeldzins vor.
  • Beispiel:
    • Es ist dafür zu sorgen, dass sich bis auf weiteres ein Zins von
      3% am Geldmarkt einstellt.
    • Liegt der aktuelle Zins über diesem Operationsziel, muss die
      Geldmarktsteuerung durch Einsatz der Instrumente die
      Menge an Reserven erhöhen.
  • Euroland, EZB:
    • Das Operationsziel wird nicht explizit bekannt gegeben.
    • Leitzins ist der Wertpapierpensionssatz in den
      Hauptrefinanzierungsgeschäften

      (Mindestbietungssatz im Zinstender, Festzins im
      Mengentender)
    • Änderungen des Wertpapierpensionssatzes folgen
      gleichgerichtete Änderungen des durchschnittlichen
      Tagesgeldzinses.
    • I.d.R. werden zeitgleich auch die Sätze der Fazilitäten
      angepasst.
    • Historisch: Maskerade der Bundesbank

Geld und Währung

Erläutern Sie die Grundannahmen des traditionellen klassischen Ansatzes zur Erklärung der Leistungsbilanz einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Gehen Sie dabei auf Güterangebot, -nachfrage, Gleichgewichtsbedingung und Realzins ein. 


Auf welchen Annahmen basiert das klassische Modell der kleinen offenen Volkswirtschaft (SMOPEC)? Skizzieren Sie die Annahmen der Güternachfrage und -angebot sowie zum Realzins. 

- Modellannahmen für die kleine offene Volkswirtschaft

  • Die Identitäten Y=C+I+G+NX   S=I+NX   S=I+ΔNAP   sind mit den gewünschten Größen erfüllt.
  • Das Güterangebot
    Y=F(K,L)=Y(gestrichen)
    • Der produzierte Output wird auf den Faktormärkten
      bestimmt.
    • Flexible Faktorpreise sorgen für die stetige
      Übereinstimmung der angebotenen und von den
      Unternehmen gewünschten Mengen an
      Produktionsfaktoren.
    • Der Output kann als exogene Größe betrachtet werden.
  • Der gewünschte Output (Güternachfrage)
    • Die staatliche Güternachfrage ist exogen:
      G=G(gestrichen)
    • Der gewünschte Konsum hängt vom verfügbaren
      Einkommen der Haushalte ab

      C=C(Y-T)
      mit den exogenen Nettosteuern T.
    • Die gewünschten Investitionen hängen negativ vom Realzins
      ab
      I=I(r)
  • Der Zins der kleinen offenen Volkswirtschaft
    • Bei freier Kapitalmobilität (Inländer können im Ausland
      ungehindert Kredite aufnehmen und vergeben) und
      vollkommener Substituierbarkeit in- und ausländischer
      Anlagen
      muss der Zins im Inland dem Zins am
      internationalen Kapitalmarkt (r*) entsprechen.

      r = r*
    • Für ein kleines Land ist der Zins am internationalen
      Kapitalmarkt eine exogene Größ
      e.
  • Gleichgewichtsbedingung
    • Der produzierte Output muss dem gewünschten
      entsprechen:
      Y(_)=C(Y(_)- T(_))+I(r*)+G(_)+NX
    • Der Leistungsbilanzsaldo (NX) ist die einzige endogene
      Größe.
      • Der Leistungsbilanzsaldo (Nettonachfrage des Auslands)
        passt sich stets so an, dass der produzierte Output dem
        gewünschten entspricht
        .
      • In der geschlossenen Volkswirtschaft übernimmt der
        Realzins diese Aufgabe.

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