Winfo an der Universität Duisburg-Essen

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ERP: Herausforderungen

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Vor- und Nachteile


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Definitionen von Wirtschaftsinformatik

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Definition

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Konstruktionsorientiertes Modellverständnis-


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Einsatzzweck von Prozessmodellen


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Ansatz 1: Continous Process Improvement

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8.2.3. Zusammenfassung


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Prozessidentifikation als Bottom-Up-Ansatz

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Prozessidentifikation als Top-Down-Ansatz

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Geschäftsprozessmodelle

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Kaizen

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Winfo

ERP: Herausforderungen
  • Hohe Kosten, großer Zeitaufwand
  • Einführung zeitaufwendig (Vorbereitung + Zeit bis „es läuft“)
  • GPs müssen definiert und angepasst werden
  • Vorteile werden erst später realisiert
  • Änderungen betreffen alle Unternehmensbereiche, Verlust v. Flexibilität

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Vor- und Nachteile


 Nachteile von EPKs
– Aussagekräftige Benennung von Ereignissen oft schwierig
– Mehrdeutigkeit und damit ggf. Missverständnisse
– Symbolflut
– Hoher Schulungs- und Einarbeitungsaufwand für komplexere Modelllandschaften
– Überarbeitungsnotwendigkeit der Modelle vor ihrer Weiterverarbeitung (bspw. für
Simulationen)
– Statische Sicht auf Prozessstrukturen (Simulationen nur mit Erweiterungskomponenten)
Vorteile von EPKs
– Hoher Verbreitungsgrad
– Leichte Erlernbarkeit
– Gute Verständlichkeit
– Hohe Flexibilität hinsichtlich Einsetzbarkeit
– Mächtigkeit durch Erweiterbarkeit
– Integration von Sichten im Rahmen von ARIS (späterer Vorlesungstrack)
– Durchgängigkeit (Prozesse können unter betriebswirtschaftlichen Aspekten, als auch
hinsichtlich ihrer Unterstützung durch IS analysiert werden)
– Basis für Standardsoftware (z. B. als Dokumentation)
– Gute Werkzeugunterstützung
Grenzen von EPKs
Visuelle Prozessmodellierung (bspw. EPK) ungeeignet bei:
– Abbildung wenig standardisierter Abläufe mit diversen Optionen
– Abbildung kreativer und komplexer Tätigkeiten
– Vorhaben zur Optimierung der Auslastung von Ressourcen, da man generell an Grenzen
der Prozessorientierung stößt

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Definitionen von Wirtschaftsinformatik
  • Die Wirtschaftsinformatik ist eine „Wissenschaft, die sich mit der Beschreibung, Erklärung, Prognose und Gestaltung rechnergestützter Informationssysteme und deren Einsatz befasst.
  • Charakteristisch „ ist ihre Interdisziplinarität, denn sie vereint Elemente der BWL, der Informatik, der Ingenieurswissenschaften und der Verhaltenswissenschaften“.
  • Die Wirtschaftsinformatik ist
    • Eine Realwissenschaft, da Phänoemene der Wirklichkeit untersucht werden
    • Eine Formalwissenschaft, da formale Beschreibungsverfahren benutzt werden
    • Eine Ingenieurswissenschaft, da die Gestaltung der Informationssysteme eine Konstruktionssystematik verlangt.

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Definition

„BPR ist genau genommen fundamentales Überdenken und radikales Redesign von wesentlichen Unternehmensprozessen. Das Resultat sind Verbesserungen um Größenordnungen in entscheidenden, heute wichtigen und messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Kosten, Qualität, Service und Zeit.“

 

  • Der IST-Zustand wird ignoriert
    • Wie wird etwas am besten gemacht?
  • Völlige Neugestaltung von Strukturen
  • Unternehmensprozesse werden am Ziel des Prozesses neu ausgerichtet

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Konstruktionsorientiertes Modellverständnis-


Weitere Merkmale

Anforderungen an Modellierer:
– Kreativität: subjektive Deutung und Sicht
– Berücksichtigung der Anforderungen des Modellnutzers
– Eigenständigkeit bei Auswahl der relevanten Aspekte
– Eigenständigkeit bei Wahl der geeigneten Sprache
Ziel:
– Zweckgerichtete Analyse, Planung und Gestaltung von Information-, Kommunikations- und
der Organisationssystemen
Zentrale Merkmale von Modellen nach Stachowiak

Abbildungsmerkmal
– Modelle sind stets Abbildungen von etwas (einem Original)
– Beim Original kann es sich auch um ein Modell handeln
Verkürzungsmerkmal
– Modelle bilden Original nicht insgesamt ab, nur relevante

 

Eigenschaften
à Abstraktion
– Zu einem Original kann es mehrere verschiedene Modelle geben
– Modell kann auch mehrere Originale abbilden
Pragmateisches Merkmal
– Modelle dienen Modellnutzern (Subjekten)
– Modelle dienen den von diesen Subjekten verfolgten Zweck
– Modell erfüllen Zweck in einem bestimmten Zeitraum

Modellbegriff Zusammenfassung
– Grundsätzlich werden betriebliche Objektsysteme modelliert
– In der WI ist das konstruktionsorientierte Verständnis relevant
– Abbildungsmerkmale, Verkürzungsmerkmale und pragmatisches Merkmal sind wichtig

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Einsatzzweck von Prozessmodellen


Verschiedenen Einsatzzwecke stellen unterschiedliche inhaltliche & methodische Anforderungen an Prozessmodelle.

Organisationsdokumentation:
Prozessmodelle dienen aktuellen Beschreibung der (Geschäfts-)prozesse und erhöhen Transparenz und verbessern Kommunikation

Prozessorientierte Reorganisation:
Prozessmodelle dienen zur Identifizierung von bestehenden Schwachstellen von Prozessen und ermöglichen damit eine Prozessverbesserung, indem sie die Prozesse beschrieben.

Kontinuierliches Prozessmanagement:
Prozessmodelle helfen bei der Planung, Durchführung und Kontrolle von Prozessen, indem sie als Vorgabe und Vergleichsmöglichkeit („Soll“) für die Prozessrealisierung („Ist“) dienen

Zertifizierungsmöglichkeiten:
Prozessmodelle stellen die Basis für Zertifizierung dar

Benchmarking:
Prozessmodelle helfen beim Vergleichen von Strukturen, Performanz etc. mit anderen Unternehmen (extern) oder innerhalb des Unternehmens (intern, z. B. verschiedene Standorte), indem Prozessmodelle miteinander verglichen werden

Wissensmanagement:
Prozessmodelle werden z. B. zu Schulungszwecken, also Akquirieren, Nutzen, Weiterentwickeln und Verteilen von Prozesswissen benutzt

Auswahl geeigneter ERP-Software:
Durch Abgleich der unternehmensindividuellen Prozessmodelle mit softwarespezifischen Modellen, da Funktionalität der ERP-Software meist in Form von Referenzprozessmodellen dokumentiert ist

Modellbasiertes Customizing (=Konfiguration von Standardsoftware):
Konfiguration von Referenzmodellen erlauben Konfiguration von Software, sodass Software-Einführungsprozess beschleunigt und qualitativ hochwertiger wird, da kein technisches Wissen für die Softwareeinführung notwendig ist

Software Entwicklung:
Beschreibung von Anforderungen an Software durch Modelle, die miteinander in Beziehung stehen

Grundlagen für Workflowmanagement:
Prozessmodelle stellen Grundlage für Erstellung von Workflowmodellen dar

Simulation von Prozessmodellen:
Zur Untersuchung des Systemverhaltens im Zeitablauf, um Schwachstellen zu identifizieren, Handlungsalternativen auszuwählen oder Personalbedarf zu ermitteln

Winfo

Ansatz 1: Continous Process Improvement

  • Evolution, stetige Überprüfung und Verbesserung von Geschäftsprozessen
  • Enge Anlehnung an Kaizen

Winfo

8.2.3. Zusammenfassung


Top-Down-Verfahren
– Nahe an Strategie und Kunden, ignoriert Aufbauorganisation
– Kann Geschäftsprozesse in Beziehung setzen und priorisieren
– Große Potenziale aber auch gr0ßer Änderungsbedarf

Bottom-Up-Verfahren
– Löst Probleme nur innerhalb eines Prozesses
– Redundanzen fallen nicht auf
– Durchgängigkeit der Geschäftsprozesse nicht im Fokus

Welches Verfahren wird genutzt?

Strategische Orientierung durch Top-Down-Verfahren
– Für die Ermittlung von Prozessen geeignet
– U.a. durch Business Process Reengineering
– Bspw. Im Ramen des Business-IT-Alignment

Konkreter Fokus durch Bottom-Up-Verfahren
– Für Verbesserung bestehender Einzelprozesse geeignet
– U.a. durch Continous Process Improvment
– Trotzdem vorher Notwenigkeit der strategischen Ausrichtung

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Prozessidentifikation als Bottom-Up-Ansatz

– Geht von bestehenden Aufbauorganisation aus & definiert Prozesse
– Aktivitäten auf untersten Prozessebene werden nach Ablauf-, informations- &
kostenrechnungstechnischen Gesichtspunkten/Effizienzkriterien gebündelt & zu Teil- und
Gesamtprozessen aggregiert

Prinzip:
1. Erhebung der aktuellen Prozesse
2. Schwachstellenanalyse dieser Ist-Prozesse
3. Soll-Prozesse modellieren

Ergebnis:
– Überblick über aktuelle Tätigkeiten im Unternehmen
– Möglicherweise Verbesserung der Tätigkeit

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Prozessidentifikation als Top-Down-Ansatz

– In Geschäftsstrategie definierten Geschäftsfelder & Kundengruppen bilden mit
Geschäftszielen, Kundenbedarf/ -forderungen, Leistungsprogramm, strategischen
Erfolgsfaktoren, Wettbewerbsstrategie & Kernkompetenzen Ausgangsbasis für
Prozessidentifizierung

Prinzip:
– Ableitung von Prozessen aus der Geschäftsstrategie

Voraussetzung:
– Strategie, Markt und Kunden sind bekannt

Ergebnis:
– Gesamte Leistungserstellung für den Kunden
– Klarer Fokus auf Soll-Prozesse
– Keine Einschränkungen durch Aufbauorganisation

Vorteile
– Ergebnisse sind strategiekonform, Kundenorientierung und Kundennähe
– Aufdeckung von Redundanzen, Überschneidungen und Aktivitäten ohne Kundennutzen
– Selbst sekundäre Geschäftsprozesse werden erfasst

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Geschäftsprozessmodelle

Wiederholung
Prozessmodelle (bzw. Geschäftsprozessmodellierung)
– Darstellung von Prozessen (als „Reihe“ von
Aktivitäten) im Unternehmen, um Ablauf und
zugehörigen „Zusammenhänge“ zu verstehen und um
Verbesserungspotenziale zu identifizieren
– Einsatz von Vorgehensmodellen zur Erstellung von
Prozessmodellen
à Ein Prozessmodell stellt demnach eine
Prozessbeschreibung dar, die Antwort auf verschiedene Fragen liefern muss!

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Kaizen

  • Japanische Führungsphilosophie, die kontinuierliche Weiterentwicklung anstrebt.
  • Explizite Ausrichtung auf den Kunden
  • Verbesserung und Änderung im Denken und Handeln aller in die Prozesse eingebundenen Mitarbeiter

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