Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen

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Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Diskutieren Sie das Verhältnis zw. Geldpolitik & Fiskalpolitik in der europäischen Währungsunion. Welche formalen Regelungen bestehen und warum sind Regelungen für Fiskalpolitik in einer Währung bedeutend? 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Der konstante Bargeldkoeffizient sei k= CP/D=0,2, der Mindestreservesatz beträgt r R= 0,2 und die Banken halten Überschussreserven in Höhe von RE=rE*D mit rE=0,1. Wie hoch ist die Geldmenge M1 bei einer Geldbasis von B=1000.

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Die Finanzkrise hat sich auf die Funktionsweise des Tagesgeldmarktes ausgewirkt. Diskutieren Sie dies unter Einbeziehung der Reaktion der Europäischen Zentralbank.


Im Zuge derFinanzkrise hat sich die Funktionsweise des Tagesgeldmarktes drastisch verändert. Diskutieren Sie dies unter Einbeziehung der Reaktion der EZB. 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Welche Auktionskarten für Wertpapierpensionsgeschäfte gibt es ? Erläutern Sie diese kurz. Diskutieren Sie welche Effekte die Finanzkrise auf die Durchführung dieser Geschäfte gehabt hat.

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Aus welchen Teilbilanzen bestehen Zahlungsbilanzen und Leistungsbilanz? geben Sie jeweils eine kurze Erläuterung der erfassten Transaktionen. 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Erläutern Sie die unterschiedlichen Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Schocks. 


Erläutern Sie die Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Einkommenschocks im intertemporalen Ansatz. 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Was versteht man unter permanenten bzw transitorischen Einkommensschocks? Diskutieren Sie, auf welche dieser Schocks der Konsum besonders stark reagiert. Ziehen Sie dabei auch eine Liquiditätsbeschränkung in Betracht. 


Was unterscheidet permanente Einkommensschocks von transitorischen, und wie unterscheiden sich die Reaktionen des Sparens bzw Konsums auf diese Schocks?


Beschreiben Sie den Effekt eines transitorischen Einkommensrückgangs auf den Konsum und Sparen gemäß der permanenten Einkommenshypothese und diskutieren Sie den Unterschied zu den Wirkungen eines permanenten Einkommensrückgangs.

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Durch die Öffnung der Volkswirtschaft kann der Zins ggnüber der geschlossenen VWS steigen oder fallen. Diskutieren Sie unter Beachtung der Second-best Problematik, in wieweit des wohlfahrtsteigernd ist.


Durch die Öffnung der VWS können die Investoren ggnüber ihrem Niveau in der geschlossenen VWS steigen oder fallen. Erläutern Sie dies und diskutieren Sie in diesem Zusammenhang die intertemporäre Effizienz der offenen VWS unterBerücksichtigung der second-best Problematik.

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Erläutern Sie die Grundannahmen des traditionellen klassischen Ansatzes zur Erklärung der Leistungsbilanz einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Gehen Sie dabei auf Güterangebot, -nachfrage, Gleichgewichtsbedingung und Realzins ein. 


Auf welchen Annahmen basiert das klassische Modell der kleinen offenen Volkswirtschaft (SMOPEC)? Skizzieren Sie die Annahmen der Güternachfrage und -angebot sowie zum Realzins. 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Benennen Sie kurz die Quellen der Geldbasis. geben Sie jeweils ein Beispiel für Transaktion, durch welche die Geldbasis (B) steigt. 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Erläutern Sie die Rolle des Tagesgeldmarktes für die operative Ebene der Geldpolitik. Was versteht man unter dem "Leitzins"? 

Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Was versteht man unter dem Operationsziel der Zentralbank, und was ist der "Leitzins" im Falle der Europäischen Zentralbank?

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Beispielhafte Karteikarten für Geld und Währung an der Universität Duisburg-Essen auf StudySmarter:

Geld und Währung

Diskutieren Sie das Verhältnis zw. Geldpolitik & Fiskalpolitik in der europäischen Währungsunion. Welche formalen Regelungen bestehen und warum sind Regelungen für Fiskalpolitik in einer Währung bedeutend? 

– Die Frage der Steuerbarkeit der Position gegenüber öffentlichen
Stellen (GP) unterliegt einfachen formalen und komplexen
informellen Aspekten.
Regelungen für die Geldpolitik der EZB

  • Hintergrund: Einheitliche Geldpolitik auf Gemeinschaftsebene,
    größtenteils dezentrale Finanzpolitik im Zuständigkeitsbereich
    der einzelnen Mitgliedstaaten mit Koordinierungsverfahren.
  • Zentralbank ist unabhängig von Weisungen der Regierungen
  • Verbot der monetären Finanzierung von Haushaltsdefiziten:
    Kein unmittelbarer Erwerb von Staatsschuldtiteln und keine
    Kreditfazilitäten durch die EZB
  • Position der Nettoforderungen gegenüber öffentlichen
    Haushalten (GP) kann durch Offenmarktoperationen
    verändert werden
    .

Regelungen zur Fiskalpolitik: EG-Vertrag und Stabilitäts- und

Wachstumspakt (SWP)

  • Ausdrückliches Verbot der Finanzierung von Staatsschulden durch die Zentralbank (siehe oben)
  • Weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat dürfen für die Verpflichtungen eines anderen Mitgliedstaats haftbar gemacht werden. („No-bail-out“-Klausel)
  • Verpflichtung aller Mitgliedstaaten zur Vermeidung eines übermäßigen Defizits.
  • Grenzwerte für Defizit und Schuldenstand der öffentlichen Haushalte (3 % des BIP bzw. 60 % des BIP)
  • Bei Nichteinhaltung letztlich Sanktionen möglich
  • Die Reform des SWP im Jahr 2005 erhöht die „Flexibilität“ der Verfahren. Aufweichung durch größeren Ermessensspielraum bei der Bestimmung eines übermäßigen Defizits und Verlängerung von Verfahrensfristen.

Bedeutung von Regeln für die Finanzpolitik in einer
Währungsunion

  • Handlungsfähigkeit der Fiskalpolitik bei asymmetrischen
    Schocks ist erforderlich
    : Stabilitätspolitische Maßnahmen
    mittels Geld- und Währungspolitik stehen nicht zur Verfügung
    (Theorie optimaler Währungsräume)
  • Aufgrund von impliziten bail-out Vermutungen ist die
    Marktdisziplinierung geschwächt: Anreize zu exzessiver
    Verschuldung
  • Externe Effekte auf andere Mitgliedsstaaten: Ansteckung bei
    Krisen, verminderte Glaubwürdigkeit der Geldpolitik

    (unpleasant monetarist arithmetic)

Geld und Währung

Der konstante Bargeldkoeffizient sei k= CP/D=0,2, der Mindestreservesatz beträgt r R= 0,2 und die Banken halten Überschussreserven in Höhe von RE=rE*D mit rE=0,1. Wie hoch ist die Geldmenge M1 bei einer Geldbasis von B=1000.

M =( (1+k) / (k+rE+rR) ) * B 

= ((1+0,2) / (0,2+0,1+0,2) ) *1000 = 2400

Geld und Währung

Die Finanzkrise hat sich auf die Funktionsweise des Tagesgeldmarktes ausgewirkt. Diskutieren Sie dies unter Einbeziehung der Reaktion der Europäischen Zentralbank.


Im Zuge derFinanzkrise hat sich die Funktionsweise des Tagesgeldmarktes drastisch verändert. Diskutieren Sie dies unter Einbeziehung der Reaktion der EZB. 

Maßnahmen der EZB: Standard measures

  • Zinssenkung von 4,25% auf 1,00%
  • Verengung des Korridors zwischen den Zinssätzen der
    Refinanzierungs- und Einlagefazilität
  • Der Kollaps der Geldmärkte (Anstieg der Spreads) nach dem
    Konkurs von Lehman Brothers am 15. September 2008 erfordert
    zusätzliche nonstandard measures

Maßnahmen der EZB: Non-Standard measures

  • Wertpapierpensionsgeschäfte als fixed rate full allotment tender:
    Mengentender mit voller Zuteilung (keine Repartierung)
  • Erweiterung der Liste der akzeptierten Sicherheiten (mortgage
    based securities, MBS) und zugelassener Geschäftspartner
  • Längerfristige Wertpapierpensionsgeschäfte mit Laufzeiten bis zu
    einem Jahr
    (weitere Maßnahmen folgten)
  • Bereitstellung von Liquidität in ausländischer Währung
    (Swap-Geschäfte mit US-Dollar usw.)
  • Fazit soweit: Die Zentralbank muss die Bruttonachfrage nach
    Reserven befriedigen, nicht die Nettonachfrage, da der Geldmarkt
    die Liquidität nicht mehr verteilt.
  • Kauf (60 Mrd. €) von Pfandbriefen (covered bonds) ab Juni 2009
  • Später (Staatsschuldenkrise, Mai 2010): Programm für die
    Wertpapiermärkte
  • Käufe von Covered bonds und Anleihenkäufe sollten die Funktion
    der betroffenen Märkte sicherstellen und wurden neutralisiert
    durch liquiditätsabsorbierende Feinsteuerungsmaßnahmen:
    Abgrenzung zu quantitative easing

=> Effekte der Maßnahmen

  • Tagesgeldzins bewegt sich nahe dem Zins der Einlagefazilität.
    (Liquiditätsstarke Banken legen bei der Zentralbank an statt als
    Anbieter auf dem Geldmarkt aufzutreten.)
  • Deutlicher Anstieg der Reserven der Banken
  • Aufblähung der Zentralbankbilanz
  • Lösung von Liquiditätsproblemen, nicht Solvenzproblemen, der
    Banken (Kapitalzufuhr, Garantien, Bad Banks, Verstaatlichung
    unter Einsatz der Finanzpolitik)

Geld und Währung

Welche Auktionskarten für Wertpapierpensionsgeschäfte gibt es ? Erläutern Sie diese kurz. Diskutieren Sie welche Effekte die Finanzkrise auf die Durchführung dieser Geschäfte gehabt hat.

– Wertpapierpensionsgeschäfte finden als Ausschreibung
(Auktion) in einer von zwei möglichen Spielarten statt.

  • Mengentender
    • Der Zins wird von der EZB festgelegt, die Banken bieten
      die Menge
      .
    • Die Gesamtmenge wird von der EZB gegebenenfalls
      begrenzt (Repartierung).
  • Zinstender
    • Die Gesamtmenge und ein Mindestbietungssatz werden
      von der EZB festgelegt.
    • Die Banken bieten Betragshöhe und Zinssatz.
    • Beim (bevorzugten) amerikanischen Zuteilungsverfahren
      wird zu den individuellen Bietungssätzen zugeteilt.
    • Marginaler Zuteilungssatz: Niedrigster Zins, zu dem eine
      Bank noch Kredit bekommt.

Maßnahmen der EZB: Non-Standard measures

  • Wertpapierpensionsgeschäfte als fixed rate full allotment tender: Mengentender mit voller Zuteilung (keine Repartierung)
  • Längerfristige Wertpapierpensionsgeschäfte mit Laufzeiten bis zu einem Jahr (weitere Maßnahmen folgten)
  • Fazit soweit: Die Zentralbank muss die Bruttonachfrage nach Reserven befriedigen, nicht die Nettonachfrage, da der Geldmarkt die Liquidität nicht mehr verteilt.

Effekte der Maßnahmen

  • Tagesgeldzins bewegt sich nahe dem Zins der Einlagefazilität.
    (Liquiditätsstarke Banken legen bei der Zentralbank an statt als
    Anbieter auf dem Geldmarkt aufzutreten.)
  • Deutlicher Anstieg der Reserven der Banken
  • Aufblähung der Zentralbankbilanz
  • Lösung von Liquiditätsproblemen, nicht Solvenzproblemen, der
    Banken
    (Kapitalzufuhr, Garantien, Bad Banks, Verstaatlichung
    unter Einsatz der Finanzpolitik)

Geld und Währung

Aus welchen Teilbilanzen bestehen Zahlungsbilanzen und Leistungsbilanz? geben Sie jeweils eine kurze Erläuterung der erfassten Transaktionen. 

– In der Zahlungsbilanz stehen Stromgrößen (nicht Bestandsgrößen):
Zeitraumbetrachtung (nicht Zeitpunktbetrachtung).
– Prinzip der doppelten Buchführung: Die Zahlungsbilanz insgesamt
ist stets ausgeglichen.
Linke Seite (Aktiv, Haben, Credit) bei Darstellung in Kontenform:
Alle Transaktionen die zu

  • Zahlungseingängen aus dem Ausland führen oder führen
    können (etwa Güterexporte oder Kapitalimporte)bzw. zu einem Angebot ausländischer Währung am Devisenmarkt führen

– Darstellung meist in Tabellenform:

Bei positiven Einträgen übersteigt die linke Seite die rechte Seite,

d.h. netto ergibt sich aus den betrachteten Transaktionen ein

Zahlungseingang aus dem Ausland während der betrachteten

Periode.

– Die Teilbilanzen der Leistungsbilanz

  • Der Leistungsbilanzsaldo ist der zusammengefasste Saldo
    der Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, Bilanz der Erwerbs-
    und Vermögenseinkommen und der Bilanz der laufenden
    Übertragungen.
  • Er zeigt den in der betrachteten Periode aufgetretenen
    Überschuss der Zahlungseingänge aus dem Ausland über die
    Zahlungsabgänge an das Ausland aus
    Leistungstransaktionen.

Geld und Währung

Erläutern Sie die unterschiedlichen Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Schocks. 


Erläutern Sie die Reaktionen der Leistungsbilanz auf permanente und transitorische Einkommenschocks im intertemporalen Ansatz. 

-Effekte auf die Leistungsbilanz

  • Transitorischer Einkommensrückgang
    • In der kleinen offenen Volkswirtschaft wird der Schock mit Hilfe
      des internationalen Kapitalmarktes durch ein Leistungsbilanz-
      defizit
      und die damit verbundene Abnahme des Nettoauslands-
      vermögens bzw. Erhöhung der Nettoauslandschulden
      geglättet.
    • Weitere Ausprägung der intertemporalen Effizienz der offenen
      Volkswirtschaft: Die Effekte transitorischer aggregierter
      Einkommensschocks auf den Konsum können ohne
      Einschränkung der Investitionen mit Hilfe des internationalen
      Güter- und Kapitalmarktes geglättet werden.

– Permanenter Einkommensrückgang

  • Die dauerhaften Konsummöglichkeiten der Haushalte sinken in
    gleichem Maße wie das aktuelle Einkommen
    .
  • Der aktuelle Konsum wird vollständig dem gesunkenen
    Einkommen angepasst
    , das volkswirtschaftliche Sparen bleibt
    unverändert.
  • Der Leistungsbilanzsaldo und damit das Auslandsvermögen bleiben unverändert.

=> Fazit: Leistungsbilanzdefizite entstehen durch transitorische Schocks:

„Finance a transitory shock, adjust to a permanent shock.“ (IWF)

Geld und Währung

Was versteht man unter permanenten bzw transitorischen Einkommensschocks? Diskutieren Sie, auf welche dieser Schocks der Konsum besonders stark reagiert. Ziehen Sie dabei auch eine Liquiditätsbeschränkung in Betracht. 


Was unterscheidet permanente Einkommensschocks von transitorischen, und wie unterscheiden sich die Reaktionen des Sparens bzw Konsums auf diese Schocks?


Beschreiben Sie den Effekt eines transitorischen Einkommensrückgangs auf den Konsum und Sparen gemäß der permanenten Einkommenshypothese und diskutieren Sie den Unterschied zu den Wirkungen eines permanenten Einkommensrückgangs.

Bei einem permanenten Einkommensrückgang

  • muss der aktuelle Konsum dem gesunkenen Einkommen voll
    angepasst werden
    .
  • Das aktuelle Sparen bleibt unverändert: Zusätzliche
    Verbindlichkeiten könnten ohne zukünftige
    Konsumeinschränkungen nicht bedient werden.

– Charakteristika

  • Bei einem transitorischen Einkommensrückgang glätten die
    Individuen die Wirkung auf den aktuellen Konsum mit Hilfe des
    Finanzmarktes
    .
    • Der vorübergehende Einkommensrückgang wird durch viele
      kleine Konsumeinschränkungen in vielen Perioden über die
      Zeit verteilt
      .
    • Das aktuelle Sparen wird stark reduziert. Ohne
      Ausgangsvermögen entstehen Verbindlichkeiten
      .
    • Die Verbindlichkeiten können mit den zukünftig wieder
      höheren Einkommen ohne Konsumeinschränkungen bedient
      werden.

Geld und Währung

Durch die Öffnung der Volkswirtschaft kann der Zins ggnüber der geschlossenen VWS steigen oder fallen. Diskutieren Sie unter Beachtung der Second-best Problematik, in wieweit des wohlfahrtsteigernd ist.


Durch die Öffnung der VWS können die Investoren ggnüber ihrem Niveau in der geschlossenen VWS steigen oder fallen. Erläutern Sie dies und diskutieren Sie in diesem Zusammenhang die intertemporäre Effizienz der offenen VWS unterBerücksichtigung der second-best Problematik.

– Second-best Problematik 

  • Die Öffnung der Volkswirtschaft ist nur dann sicher wohlfahrtssteigernd, wenn dadurch eine first-best Lösung erreicht wird, d.h. keine weiteren Verzerrungen (Abweichungen von der first-best Lösung wie z.B. Monopolmacht an Güter- oder Faktormärkten, verzerrende Steuern und Subventionen) bestehen.
  • Sind weitere Abweichungen von der first-best Lösung vorhanden und müssen diese als gegeben betrachtet werden, so sind die Effekte der Öffnung der Volkswirtschaft (internationaler Handel, freier Kapitalverkehr) auf die Wohlfahrt theoretisch offen.

Separierung von Konsumpräferenzen und Investitionen

  • In der kleinen offenen Volkswirtschaft sind die Investitionen
    auf aggregierter Ebene unabhängig vom Sparverhalten.
    • Alle Investitionsprojekte die sich beim gegebenen Zins am
      internationalen Kapitalmarkt lohnen werden
      durchgeführt.
    • Vollständige Separierung von Sparen und Investitionen
  • In der geschlossenen Volkswirtschaft mit vollkommenem
    Kapitalmarkt
    • sind die Investitionen des einzelnen Unternehmens
      unabhängig von der Sparneigung der Eigentümer.
      (Separierung auf der individuellen Ebene).
    • Auf aggregierter Ebene sind die Investitionen aber
      abhängig von der Sparneigung: Eine Volkswirtschaft die
      wenig spart kann nur wenig investieren.

Geld und Währung

Erläutern Sie die Grundannahmen des traditionellen klassischen Ansatzes zur Erklärung der Leistungsbilanz einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Gehen Sie dabei auf Güterangebot, -nachfrage, Gleichgewichtsbedingung und Realzins ein. 


Auf welchen Annahmen basiert das klassische Modell der kleinen offenen Volkswirtschaft (SMOPEC)? Skizzieren Sie die Annahmen der Güternachfrage und -angebot sowie zum Realzins. 

– Modellannahmen für die kleine offene Volkswirtschaft

  • Die Identitäten Y=C+I+G+NX   S=I+NX   S=I+ΔNAP   sind mit den gewünschten Größen erfüllt.
  • Das Güterangebot
    Y=F(K,L)=Y(gestrichen)
    • Der produzierte Output wird auf den Faktormärkten
      bestimmt.
    • Flexible Faktorpreise sorgen für die stetige
      Übereinstimmung der angebotenen und von den
      Unternehmen gewünschten Mengen an
      Produktionsfaktoren.
    • Der Output kann als exogene Größe betrachtet werden.
  • Der gewünschte Output (Güternachfrage)
    • Die staatliche Güternachfrage ist exogen:
      G=G(gestrichen)
    • Der gewünschte Konsum hängt vom verfügbaren
      Einkommen der Haushalte ab

      C=C(Y-T)
      mit den exogenen Nettosteuern T.
    • Die gewünschten Investitionen hängen negativ vom Realzins
      ab
      I=I(r)
  • Der Zins der kleinen offenen Volkswirtschaft
    • Bei freier Kapitalmobilität (Inländer können im Ausland
      ungehindert Kredite aufnehmen und vergeben) und
      vollkommener Substituierbarkeit in- und ausländischer
      Anlagen
      muss der Zins im Inland dem Zins am
      internationalen Kapitalmarkt (r*) entsprechen.

      r = r*
    • Für ein kleines Land ist der Zins am internationalen
      Kapitalmarkt eine exogene Größ
      e.
  • Gleichgewichtsbedingung
    • Der produzierte Output muss dem gewünschten
      entsprechen:
      Y(_)=C(Y(_)- T(_))+I(r*)+G(_)+NX
    • Der Leistungsbilanzsaldo (NX) ist die einzige endogene
      Größe.
      • Der Leistungsbilanzsaldo (Nettonachfrage des Auslands)
        passt sich stets so an, dass der produzierte Output dem
        gewünschten entspricht
        .
      • In der geschlossenen Volkswirtschaft übernimmt der
        Realzins diese Aufgabe.

Geld und Währung

Benennen Sie kurz die Quellen der Geldbasis. geben Sie jeweils ein Beispiel für Transaktion, durch welche die Geldbasis (B) steigt. 

– Entstehung von Geldbasis

  • Die linke Seite (sources side, Quellen) zeigt, wie die Geldbasis entstanden ist.
  • Die Geldbasis steigt, wenn die Zentralbank ihre Netto-Aktivabestände erhöht und mit Geldbasis bezahlt.
    • Kauf von Devisen oder Gold: FA steigt (FA=Nettoauslandsposition) 
    • Kreditvergabe an eine Bank: DIS steigt (DIS=Forderungen an den Finanzsektor) 
    • Kauf von Staatsanleihen (Offenmarktkauf): GP steigt (GP=Nettoforderungen ggnü. öffentlichen Haushalten) 
  • Die Geldbasis kann sich nur in Geschäften mit der Zentralbank ändern.

Geld und Währung

Erläutern Sie die Rolle des Tagesgeldmarktes für die operative Ebene der Geldpolitik. Was versteht man unter dem "Leitzins"? 

Konkrete Handlungsanweisungen für die tägliche Umsetzung

der Geldpolitik

– Ansatzpunkt für diese Anweisungen ist der Markt für

Zentralbankgeld („Tagesgeldmarkt“)

Markt, auf dem sich Banken untereinander Reserven für einen

Tag leihen und verleihen

  • Geldmarkt im banktechnischen Sinn (zu unterscheiden vom Geldmarkt im Sinne von M1, M2, M3 mit der Gleichgewichtsbedingung M/P=L(y,i))
  • Der Zins für die Überlassung von Guthaben ist der Tagesgeldzins

– Euroland, EZB:

  • Das Operationsziel wird nicht explizit bekannt gegeben.
  • Leitzins ist der Wertpapierpensionssatz in den Hauptrefinanzierungsgeschäften (Mindestbietungssatz im Zinstender, Festzins im Mengentender)
  • Änderungen des Wertpapierpensionssatzes folgen gleichgerichtete Änderungen des durchschnittlichen Tagesgeldzinses.
  • I.d.R. werden zeitgleich auch die Sätze der Fazilitäten angepasst.
  • Historisch: Maskerade der Bundesbank

Geld und Währung

Was versteht man unter dem Operationsziel der Zentralbank, und was ist der "Leitzins" im Falle der Europäischen Zentralbank?

– Das Operationsziel

  • Die Zentralbankführung gibt den mit dem Einsatz der
    Instrumente betrauten Personen („Geldmarktsteuerungs-
    abteilung“) ein Ziel für den Tagesgeldzins vor.
  • Beispiel:
    • Es ist dafür zu sorgen, dass sich bis auf weiteres ein Zins von
      3% am Geldmarkt einstellt.
    • Liegt der aktuelle Zins über diesem Operationsziel, muss die
      Geldmarktsteuerung durch Einsatz der Instrumente die
      Menge an Reserven erhöhen.
  • Euroland, EZB:
    • Das Operationsziel wird nicht explizit bekannt gegeben.
    • Leitzins ist der Wertpapierpensionssatz in den
      Hauptrefinanzierungsgeschäften

      (Mindestbietungssatz im Zinstender, Festzins im
      Mengentender)
    • Änderungen des Wertpapierpensionssatzes folgen
      gleichgerichtete Änderungen des durchschnittlichen
      Tagesgeldzinses.
    • I.d.R. werden zeitgleich auch die Sätze der Fazilitäten
      angepasst.
    • Historisch: Maskerade der Bundesbank

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