Psychologie TB4 an der Universität Düsseldorf

Karteikarten und Zusammenfassungen für Psychologie TB4 an der Universität Düsseldorf

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Was sind Basalganglien?

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Wie kann das von der Substantia nigra, Pars compacta projizierte Dopamin an manchen Stellen der Striatums hemmend und an anderer erregend sein?

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Prävalenz Morbus Parkinson

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Kardinalsymptome des Parkinson-Syndroms

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Begleitsymptome Morbus Parkinson

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Pathologie des M. Parkinson

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Dysfunktion des Basalganglienfunktion bei M. Parkinson

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Mögliche Ursachen des M. Parkinson

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Therapie von M. Parkinson

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Magnet-Enzephalografie (MEG)

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Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

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Magnetresonanztomografie (MRT)

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Psychologie TB4

Was sind Basalganglien?

Subkortikale Kerngebiete

Zu den Basalganglien gehören Kerngebiete, die sich sowohl innerhalb (Striatum (Putamen und Nucl. caudatus) und Pallidum) als auch außerhalb des Großhirns (Nucleus subthalamicus und Substantia nigra) befinden

Teil einer großen Projektionsschleife: Motorische Hirnrindenanteile --> Basalganglien --> Thalamus --> motorische Hirnrindenanteile

Entscheiden für viele Regelkreise der Motorik, aber auch z.B. für das Belohnungssystem und Sucht mit dopaminerger Projektion (Nucleus accumbens in VTA; zentral segmental area)

Psychologie TB4

Wie kann das von der Substantia nigra, Pars compacta projizierte Dopamin an manchen Stellen der Striatums hemmend und an anderer erregend sein?

Nicht der Neurotransmitter (hier: Dopamin) bestimmt, ob es zu einer Erregung oder einer Hemmung der nachgeschalteten Zelle kommt, sondern der Rezeptor:

  • Dopamin-Rezeptoren der D1 Gruppe sind gekoppelt an ein Gs-Protein und wirken somit fördernd auf den cAMP-Weg und die kortiko-striatale gultamaterge Transmission
  • Dopamin-Rezeptoren der D3 Gruppe sind gekoppelt an ein Gi-Protein und wirken somit hemmend auf den cAMP-Weg und die kortiko-striatale gultamaterge Transmission

Man konnte unter Mikroskopen durch Anfärbung erkennen, das genau in den Bereich, wo das Dopamin erregend wirkt die D1-Rezeptoren angesiedelt sind und dort wo das Dopamin hemmend wirkt die D2-Rezeptoren


D1/D2-Heteromere aktivieren unter Umständen ein Gq-Protein


Wieder in die Präsynapse aufgenommen wird das Dopamin über Dopamintransporter (DAT) im Symport mit Na+ und wieder in den präsynaptischen Vehikel aufgenommen wird das Dopamin über vesikuläre Monoamintransporter (VMAT) im Antiport mit H+


Psychologie TB4

Prävalenz Morbus Parkinson

Prävalenz in Deutschland: ca. 0,5 % (alle Altersgruppen)

> 80 Jahre: Prävalenz bis zu 2%

Psychologie TB4

Kardinalsymptome des Parkinson-Syndroms

Akinese (Bradykinese, Hypokinese):

  • Bewegungsarmut
  • Kleinschrittiges Gangbild
  • Schluckbeschwerden
  • Hypomimie (reduzierte Mimik)
  • Rigor (Muskelstarre):
  • Erhöhung des Muskeltonus
  • Zahnradphänomen (Widerstand muss bei passiven Bewegungen immer wieder erneut überwunden werden)

Tremor:

  • Ruhetremor (bei Willkürbewegungen lässt er nach)
  • Relativ langsam (4-6/s)

Posturale Instabilität:

  • Gestörte Stellreflexe
  • Gang- und Standunsicherheit

Psychologie TB4

Begleitsymptome Morbus Parkinson

Psychische Veränderungen:

  • Depression (häufig prämorbide, also vor Beginn der Krankheit)

Vegetative Begleitsymptomatik:

  • Pollakisurie (häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen)
  • Obstipation (Verstopfung), Diarrhoe (Durchfall)
  • Störungen der Thermoregulation

Sensorische/sensible Störungen:

  • Hyposmie (vermindertes Geruchsvermögen)
  • Dyästhesien (Sensibilitätsstörung im Bereich der Oberflächensensibilität)

Psychologie TB4

Pathologie des M. Parkinson

Degeneration der dopaminergen Neurone in der Substantia nigra, Pars compacta

Sehr spezifische Degeneration nur der dopaminergen Neurone in der Substantia nigra und nicht anderer dopaminerger Neurone (z.B. ist das VTA, das für Belohnung verantwortlich ist, nicht betroffen)

Typisches histologisches Degenerationszeichen: Lewis-Körperchen, die auch typischweiser u.a. bei M. Parkinson auftreten

Psychologie TB4

Dysfunktion des Basalganglienfunktion bei M. Parkinson

Durch die Degeneration der dopaminergen Neurone der Substantia nigra, Pars compacta fehlt die inhibitorische Projektion auf den indirekten Weg und die exzitatorische Projektion auf die direkten Wege wird verringert

Insgesamt kommt es zu einer geringeren Motorikförderung

Psychologie TB4

Mögliche Ursachen des M. Parkinson

Defekter Proteinmetabolismus (Mutationen in Ubiquitin-Ligasen

Mitochondriale Dysfunktion

Oxidativer Stress

Toxine/Umweltgifte

Psychologie TB4

Therapie von M. Parkinson

Physiotherapie:

  • Muskuläre Beweglichkeit erhalten
  • Ergotherapie

Pharmakotherapie

  • L-DOPA (Vorstufe Dopamin) + Decarboxylierungshemmer (damit es nicht in der Peripherie schon zur Umsetzung kommt) --> kann nach langjähriger Gabe zu starken Nebenwirkungen führen --> Hyperkinese
  • Dopaminagonisten
  • Inhibitoren der Monoaminoxidase-B, die am Abbau von Dopamin beteiligt ist (MAO-B-Hemmer)

Tiefe Hirnstimulation mit Hirnschrittmachern

Zellersatztherapie:

  • Dopaminerge Neurone ersetzen
  • Mesencephales Gewebe aus humanen Föten (Ethik?)
  • Stammzellen
  • Noch nicht sehr weit erforscht --> Langzeitfolgen bei falschen Verknüpfungen?

Psychologie TB4

Magnet-Enzephalografie (MEG)

Das MEG hat ein ähnliches Prinzip wie das EEG

Immer wenn elektrische Felder entstehen, entstehen senkrecht dazu auch Magnetfelder (sehr schwach)

Das Meg kann diese schwachen Magnetfelder messen

Bei einem großen EEG-Signal (Pyramidenzellen zum Kortex hin ausgerichtete) entsteht ein kleines MEG-Signal und bei einem kleinen EEG-SIgnal (Nervenzellen in einem Sulcus) entsteht ein größeres MEG-Signal


Das MEG hat eine gering bessere räumliche Auflösung als das EEG ist jedoch technisch sehr viel mehr Aufwand (z.B. großes Gerät, muss stark gekühlt werden...)

Psychologie TB4

Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

Die TMS misst keine Hirnaktivität, sonder ist eine effiziente Methode das Gehirn nicht-invasiv zu stimulieren

Es handelt sich dabei um Spulen, die Magnetfelder erzeugen können - diese Felder induzieren dann Ströme im Gehirn, wodurch APs entstehen


Man muss natürlich vorsichtig mit solchen Geräten umgehen

Psychologie TB4

Magnetresonanztomografie (MRT)

In verschiedenen Geweben hat man unterschiedliche Mengen an Wasser (also unterschiedliche Mengen an Protonen)

Diese Protonen werden beim MRT zunächst durch hochfrequente Impulse ausgelenkt

Danach kommt es zu einer Relaxation der Protonen in die Ausgangsposition, wobei hochfrequente elektromagnetische Wellen abgestraft werden -- diese Wellen können delektiert werden

Mittlerweile eine der wichtigsten Methoden um die Struktur des Gehirns darzustellen

Vorteile: Höhere Auflösung als CT und keine Röntgenstrahlung

 

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