Grundlagen Diagnostik an der Universität Des Saarlandes | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Wie definieren Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) Diagnostik?

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Diagnose und Diagnostik bezeichnet eine kognitive Funktion mit den Bedeutungen „gründlich kennen lernen“, „entscheiden“ und „beschließen“.

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Wie ist Objektivität nach Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) definiert?

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Objektivität steht für das Ausmaß, in dem die Ergebnisse eines Tests unabhängig von der Person des Untersuchungsleiters sind.

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Was sind Merkmale der Eigenschaftsdiagnostik?

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= Selektionsdiagnostik 

= institutionelle Diagnostik 

➢ Analogie 


-> ABO & pädagogische Psychologie: häufig wiederkehrende gleichbleibende Fragestellungen 


  • Vergleich von Personen hinsichtlich eignungsrelevanter Eigenschaften (traits) 
  • situationaler Kontext spielt untergeordnete Rolle 
  • Eigenschaften als relativ stabil & situationsinvariant 
  • Diagnose erlaubt Fortschreibung eines Ist-Zustandes & Prognosen auf zukünftiges Verhalten
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Wie definieren Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) Psychodiagnostik?

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Psychodiagnostik ist eine Methodenlehre im Dienste der Angewandten Psychologie. Soweit Menschen die Merkmalsträger sind, besteht ihre Aufgabe darin, interindividuelle Unterschiede im Verhalten und Erleben sowie intraindividuelle Merkmale und Veränderungen einschließlich ihrer jeweils relevanten Bedingungen so zu erfassen, [dass] hinlänglich präzise Vorhersagen künftigen Verhaltens und Erlebens sowie deren evtl. Veränderungen in definierten Situationen möglich werden.

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Beschreibe kurz das diagnostische Dreieck 

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Psychologische Diagnostik umfasst sowohl Grundlagen, als auch Methoden und Anwendungen.

Dies sowohl unter technischen Rahmenbedingungen (z.B. dass man gerne Bewerber mit computergestützten Tests testen möchte, aber man gleichzeitig so viele Personen testen müsste, dass die Infrastruktur der Geräte nicht gegeben ist), wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z.B. bestimmte Verfahren die eventuell besser sind als andere, werden nicht eingesetzt, weil sie zu teuer sind), sozialen Rahmenbedingungen (z.B. dass bestimmte Tests, zu einer bestimmten Zeit, in bestimmten Klientees keinen guten Ruf haben), als auch kulturellen Rahmenbedingungen (z.B. Testfairness gegenüber Mitgliedern verschiedener Kulturen)


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Was sind Modellannahmen der Verhaltensdiagnostik?

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  • Aus konkret beobachtetem Verhalten wird konkret beobachtetes Verhalten vorhergesagt 
  • Vordergrund: was eine Person in verschiedenen Situationen tatsächlich tut 
  • „The best predictor of future performance is past performance" (Wernimont & Campbell, 1968, S. 372) 
  • Erhebung von Stichproben des interessierenden Verhaltens (Kriterium) 
  • Besondere Bedeutung: situative Bedingungen (Beispiel: Fahreignungsprüfung) 
  • Induktionsschluss: Das gegenwärtig gezeigte Verhalten tritt allgemein auf

Simulationen:

  • Ökonomische Varianten dieses Vorgehens 
  • Computersimulationen, Rollenspiele, Einsatz von Video, Dias, Tonbändern oder verbalen Beschreibungen
  • z.B. Postkorbübung, Taped Situations Test

Wichtig: 

  • Inhaltsvalidität: Stimulationsbedingungen, die repräsentativ für die Kriteriumssituation sind 
  • Training des Kriteriumsverhaltens unter möglichst realistischen Bedingungen

Vorteile der Verhaltensdiagnostik:

  • fruchtbar bei Modifikation von Verhaltensweisen 
  • Verfälschungen unwahrscheinlich 
  • Testfairness unproblematischer 
  • Wahrung der Intimität bzw. Privatheit
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Was ist die Funktionale Verhaltensanalyse?

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Ausgangspunkt: Beschreibung des problematischen Verhaltens, der kontrollierenden Bedingungen und der Mittel zur Veränderung als angemessenste Erklärungen für das Verhalten.

Untersuchung:

  • des Kontextes, in dem kritisches Verhalten auftritt 
  • der Qualität und Intensität des kritischen Verhaltens 
  • der Folgen des Verhaltens für den Betroffenen und seine Umwelt 
  • der Möglichkeiten der Person und ihrer Umwelt für eine Modifikation 
  • der möglichen Rückwirkung einer Verhaltensänderung auf den Betreffenden und seine Umwelt

Gewinn der Informationen:z.B. aus: 

  • Interviews mit Probanden / Patienten 
  • Interviews mit Bekannten der zu diagnostizierenden Person 
  • Testergebnissen und Verhaltensveobachtungen 
  • Erkundung der Vorgeschichte des Probanden / Patienten 

Verhaltenstheoretische Methoden: 

  • Belohnungsaufschub (z.B. 5 Euro jetzt oder 10 Euro nächste Woche) 
  • Behavior sampling (Verhaltensbeobachtung) 
  • Rollenspiele 
  • Fragebögen 


(Eine Intervention, um ein unangenehmes Verhalten zu beseitigen (bsp. Bettnässen) muss nicht immer folglich positiv sein. Möglicherweise ist es für den Betroffenen schwierig, wenn er das Verhalten abgelegt hat, weil z.B. das Umfeld ihm nicht mehr genügend Aufmerksamkeit und Fürsorge entgegenbringt)

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Was sind diagnostische Strategien? Gehe hierbei auf die Status- und Prozessdiagnostik ein 

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-> Diagnostische Strategien als Resultat aus den beiden Modellannahmen 

Statusdiagnostik:

  • Auf Grundlage der Selektionsdiagnostik: Einmalige Feststellung eines Ist-Zustandes 
  • Normorientierte Statusdiagnostik zur Schätzung des Ausprägungsgrades von Eigenschaften 
  • Vor allem bei eignungsdiagnostischen Entscheidungen 

Prozessdiagnostik:

  • Auf Grundlage der Modifikationsdiagnostik: Erfassung von Veränderungen des Verhaltens durch wiederholte Untersuchungen 
  • Kriteriumsorientierte Prozessdiagnostik 
  • Vor allem in Klinischer Psychologie


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Was sind Voraussetzungen und die theoretische Basis psychometrischer Tests?

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-> Ausgangspunkt jeder Diagnostik: messbare Unterschiede zwischen den Merkmalsträgern 

-> Ansatzpunkt der personenzentrierten Psychodiagnostik: Standardisierung 

  • Konstanz der Bedingungen notwendig (wenn wir verschiedene Personen testen keine Ungleichheiten erzeugen aufgrund der Variation von Rahmenbedingungen)
  • Realisierung in der Diagnostik nur unter einer einzigen Stimuluskonfiguration 
  • Herstellung genau definierter situativer Bedingungen 
  • Grundvoraussetzung für die Ermittlung und sinnvolle Interpretation interindividueller Unterschiede 
  • Problem: 100%-ige Konstanz der Durchführungsbedingungen ist utopisch 

-> Wenn wir die Störfaktoren, die Varianz erzeugen kontrollieren, dann haben wir eine Chance auf eine möglichst messfehlerfreie Erfassung (praktisch nicht immer möglich)

-> im Idealfall ist die gewählte Methode der Datenerhebung sensitiv gegenüber der interessierenden Faktoren und robust gegenüber störenden Faktoren. 

-> Gewichtung von Items gemäß ihrer Differenzierungskraft = Beitrag, den das Item an der Variation des Gesamtpunktwertes leistet 

-> Größte Differenzierung zwischen Merkmalsträgern bei Aufgaben mittlerer Schwierigkeit (Items die wenig Varianz erzeugen sind zu leicht oder zu schwer)

-> Funktion nicht differenzierender Items 

  • Überprüfung einer angemessenen Handhabung (z.B. ob die Instruktion verstanden wurde) 
  • Verschleierung der Messintentionen 

-> Forderung nach Objektivität, Reliabilität, Validität 

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Was sind Merkmale der Verhaltensdiagnostik?

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= Modifikationsdiagnostik 

= individuelle Diagnostik 

➢ Induktion 


-> Klinische Psychologie: sehr spezielle und häufig wechselnde Fragestellungen 


  • Verhalten ist erlernt, prinzipiell veränderbar und je nach Kontext variabel 
  • Interesse richtet sich auf Situationen, die bestimmtes Verhalten bedingen oder aufrechterhalten 
  • Fokus: intrapsychische Veränderungen und Ansatzpunkte, um Problemverhalten zu modifizieren
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Was sind Modellannahmen der Eigenschaftsdiagnostik?

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Grundlegende Annahme: 

  • Beschreibung von Erleben und Verhalten in Form von Eigenschaften = traits 

Traits:

  • relativ breite und zeitlich stabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten 
  • Nicht direkt beobachtbar 
  • Hypothetische, gedankliche, konstruierte Gebilde 
  • Konstrukte, die aus direkt beobachtbaren Verhaltensäußerungen nur erschlossen werden 
  • Ökonomie: Trait = viele einzelne Verhaltensweisen 

-> Vorhersage zukünftigen Verhaltens einer Person gemäß ihrer Eigenschaftsausprägungen unabhängig vom jeweiligen Kontext

-> Optimieren von Entscheidungen als zentrales Ziel 

-> Verhaltensweisen fungieren als Indikatoren für Traits 

Prinzip des Analogieschlusses: 

  • Inferenz von den Indikatoren der Prädiktorvariablen auf das Kriterium (z.B. gewissenhafte Person zeigt tendenziell gewissenhaftes Verhalten) 

-> Validität: Indikatoren müssen repräsentativ für die Eigenschaft sein 

-> Bezugsrahmen = Normorientierte Messung: 

  • Quantitative Abstufungen je nach Auftretenshäufigkeit oder – intensität 
  • individuelle Messwerte im Vergleich zur Population 



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Was sind Merkmale der Durchführungsobjektivität und wie lässt sich diese definieren?

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= Der Grad, in dem zufällige Variationen im Verhalten des Testleiters und der von ihm hergestellten Durchführungsbedingungen zu Variationen im Verhalten der Testperson führen. 


  • Minimalisierung der sozialen Interaktion (bei projektiven Tests kaum möglich) 
  • Problem: quantitative Bestimmung der Durchführungsobjektivität kaum möglich 
  • Durchführungsobjektivität gilt als hoch, wenn Bedingungen festgelegt sind, die sich auf das Testverhalten auswirken können
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Q:

Wie definieren Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) Diagnostik?

A:

Diagnose und Diagnostik bezeichnet eine kognitive Funktion mit den Bedeutungen „gründlich kennen lernen“, „entscheiden“ und „beschließen“.

Q:

Wie ist Objektivität nach Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) definiert?

A:

Objektivität steht für das Ausmaß, in dem die Ergebnisse eines Tests unabhängig von der Person des Untersuchungsleiters sind.

Q:

Was sind Merkmale der Eigenschaftsdiagnostik?

A:

= Selektionsdiagnostik 

= institutionelle Diagnostik 

➢ Analogie 


-> ABO & pädagogische Psychologie: häufig wiederkehrende gleichbleibende Fragestellungen 


  • Vergleich von Personen hinsichtlich eignungsrelevanter Eigenschaften (traits) 
  • situationaler Kontext spielt untergeordnete Rolle 
  • Eigenschaften als relativ stabil & situationsinvariant 
  • Diagnose erlaubt Fortschreibung eines Ist-Zustandes & Prognosen auf zukünftiges Verhalten
Q:

Wie definieren Amelang & Schmidt-Atzert, (2006) Psychodiagnostik?

A:

Psychodiagnostik ist eine Methodenlehre im Dienste der Angewandten Psychologie. Soweit Menschen die Merkmalsträger sind, besteht ihre Aufgabe darin, interindividuelle Unterschiede im Verhalten und Erleben sowie intraindividuelle Merkmale und Veränderungen einschließlich ihrer jeweils relevanten Bedingungen so zu erfassen, [dass] hinlänglich präzise Vorhersagen künftigen Verhaltens und Erlebens sowie deren evtl. Veränderungen in definierten Situationen möglich werden.

Q:

Beschreibe kurz das diagnostische Dreieck 

A:

Psychologische Diagnostik umfasst sowohl Grundlagen, als auch Methoden und Anwendungen.

Dies sowohl unter technischen Rahmenbedingungen (z.B. dass man gerne Bewerber mit computergestützten Tests testen möchte, aber man gleichzeitig so viele Personen testen müsste, dass die Infrastruktur der Geräte nicht gegeben ist), wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z.B. bestimmte Verfahren die eventuell besser sind als andere, werden nicht eingesetzt, weil sie zu teuer sind), sozialen Rahmenbedingungen (z.B. dass bestimmte Tests, zu einer bestimmten Zeit, in bestimmten Klientees keinen guten Ruf haben), als auch kulturellen Rahmenbedingungen (z.B. Testfairness gegenüber Mitgliedern verschiedener Kulturen)


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Q:

Was sind Modellannahmen der Verhaltensdiagnostik?

A:
  • Aus konkret beobachtetem Verhalten wird konkret beobachtetes Verhalten vorhergesagt 
  • Vordergrund: was eine Person in verschiedenen Situationen tatsächlich tut 
  • „The best predictor of future performance is past performance" (Wernimont & Campbell, 1968, S. 372) 
  • Erhebung von Stichproben des interessierenden Verhaltens (Kriterium) 
  • Besondere Bedeutung: situative Bedingungen (Beispiel: Fahreignungsprüfung) 
  • Induktionsschluss: Das gegenwärtig gezeigte Verhalten tritt allgemein auf

Simulationen:

  • Ökonomische Varianten dieses Vorgehens 
  • Computersimulationen, Rollenspiele, Einsatz von Video, Dias, Tonbändern oder verbalen Beschreibungen
  • z.B. Postkorbübung, Taped Situations Test

Wichtig: 

  • Inhaltsvalidität: Stimulationsbedingungen, die repräsentativ für die Kriteriumssituation sind 
  • Training des Kriteriumsverhaltens unter möglichst realistischen Bedingungen

Vorteile der Verhaltensdiagnostik:

  • fruchtbar bei Modifikation von Verhaltensweisen 
  • Verfälschungen unwahrscheinlich 
  • Testfairness unproblematischer 
  • Wahrung der Intimität bzw. Privatheit
Q:

Was ist die Funktionale Verhaltensanalyse?

A:

Ausgangspunkt: Beschreibung des problematischen Verhaltens, der kontrollierenden Bedingungen und der Mittel zur Veränderung als angemessenste Erklärungen für das Verhalten.

Untersuchung:

  • des Kontextes, in dem kritisches Verhalten auftritt 
  • der Qualität und Intensität des kritischen Verhaltens 
  • der Folgen des Verhaltens für den Betroffenen und seine Umwelt 
  • der Möglichkeiten der Person und ihrer Umwelt für eine Modifikation 
  • der möglichen Rückwirkung einer Verhaltensänderung auf den Betreffenden und seine Umwelt

Gewinn der Informationen:z.B. aus: 

  • Interviews mit Probanden / Patienten 
  • Interviews mit Bekannten der zu diagnostizierenden Person 
  • Testergebnissen und Verhaltensveobachtungen 
  • Erkundung der Vorgeschichte des Probanden / Patienten 

Verhaltenstheoretische Methoden: 

  • Belohnungsaufschub (z.B. 5 Euro jetzt oder 10 Euro nächste Woche) 
  • Behavior sampling (Verhaltensbeobachtung) 
  • Rollenspiele 
  • Fragebögen 


(Eine Intervention, um ein unangenehmes Verhalten zu beseitigen (bsp. Bettnässen) muss nicht immer folglich positiv sein. Möglicherweise ist es für den Betroffenen schwierig, wenn er das Verhalten abgelegt hat, weil z.B. das Umfeld ihm nicht mehr genügend Aufmerksamkeit und Fürsorge entgegenbringt)

Q:

Was sind diagnostische Strategien? Gehe hierbei auf die Status- und Prozessdiagnostik ein 

A:

-> Diagnostische Strategien als Resultat aus den beiden Modellannahmen 

Statusdiagnostik:

  • Auf Grundlage der Selektionsdiagnostik: Einmalige Feststellung eines Ist-Zustandes 
  • Normorientierte Statusdiagnostik zur Schätzung des Ausprägungsgrades von Eigenschaften 
  • Vor allem bei eignungsdiagnostischen Entscheidungen 

Prozessdiagnostik:

  • Auf Grundlage der Modifikationsdiagnostik: Erfassung von Veränderungen des Verhaltens durch wiederholte Untersuchungen 
  • Kriteriumsorientierte Prozessdiagnostik 
  • Vor allem in Klinischer Psychologie


Q:

Was sind Voraussetzungen und die theoretische Basis psychometrischer Tests?

A:

-> Ausgangspunkt jeder Diagnostik: messbare Unterschiede zwischen den Merkmalsträgern 

-> Ansatzpunkt der personenzentrierten Psychodiagnostik: Standardisierung 

  • Konstanz der Bedingungen notwendig (wenn wir verschiedene Personen testen keine Ungleichheiten erzeugen aufgrund der Variation von Rahmenbedingungen)
  • Realisierung in der Diagnostik nur unter einer einzigen Stimuluskonfiguration 
  • Herstellung genau definierter situativer Bedingungen 
  • Grundvoraussetzung für die Ermittlung und sinnvolle Interpretation interindividueller Unterschiede 
  • Problem: 100%-ige Konstanz der Durchführungsbedingungen ist utopisch 

-> Wenn wir die Störfaktoren, die Varianz erzeugen kontrollieren, dann haben wir eine Chance auf eine möglichst messfehlerfreie Erfassung (praktisch nicht immer möglich)

-> im Idealfall ist die gewählte Methode der Datenerhebung sensitiv gegenüber der interessierenden Faktoren und robust gegenüber störenden Faktoren. 

-> Gewichtung von Items gemäß ihrer Differenzierungskraft = Beitrag, den das Item an der Variation des Gesamtpunktwertes leistet 

-> Größte Differenzierung zwischen Merkmalsträgern bei Aufgaben mittlerer Schwierigkeit (Items die wenig Varianz erzeugen sind zu leicht oder zu schwer)

-> Funktion nicht differenzierender Items 

  • Überprüfung einer angemessenen Handhabung (z.B. ob die Instruktion verstanden wurde) 
  • Verschleierung der Messintentionen 

-> Forderung nach Objektivität, Reliabilität, Validität 

Q:

Was sind Merkmale der Verhaltensdiagnostik?

A:

= Modifikationsdiagnostik 

= individuelle Diagnostik 

➢ Induktion 


-> Klinische Psychologie: sehr spezielle und häufig wechselnde Fragestellungen 


  • Verhalten ist erlernt, prinzipiell veränderbar und je nach Kontext variabel 
  • Interesse richtet sich auf Situationen, die bestimmtes Verhalten bedingen oder aufrechterhalten 
  • Fokus: intrapsychische Veränderungen und Ansatzpunkte, um Problemverhalten zu modifizieren
Q:

Was sind Modellannahmen der Eigenschaftsdiagnostik?

A:

Grundlegende Annahme: 

  • Beschreibung von Erleben und Verhalten in Form von Eigenschaften = traits 

Traits:

  • relativ breite und zeitlich stabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten 
  • Nicht direkt beobachtbar 
  • Hypothetische, gedankliche, konstruierte Gebilde 
  • Konstrukte, die aus direkt beobachtbaren Verhaltensäußerungen nur erschlossen werden 
  • Ökonomie: Trait = viele einzelne Verhaltensweisen 

-> Vorhersage zukünftigen Verhaltens einer Person gemäß ihrer Eigenschaftsausprägungen unabhängig vom jeweiligen Kontext

-> Optimieren von Entscheidungen als zentrales Ziel 

-> Verhaltensweisen fungieren als Indikatoren für Traits 

Prinzip des Analogieschlusses: 

  • Inferenz von den Indikatoren der Prädiktorvariablen auf das Kriterium (z.B. gewissenhafte Person zeigt tendenziell gewissenhaftes Verhalten) 

-> Validität: Indikatoren müssen repräsentativ für die Eigenschaft sein 

-> Bezugsrahmen = Normorientierte Messung: 

  • Quantitative Abstufungen je nach Auftretenshäufigkeit oder – intensität 
  • individuelle Messwerte im Vergleich zur Population 



Q:

Was sind Merkmale der Durchführungsobjektivität und wie lässt sich diese definieren?

A:

= Der Grad, in dem zufällige Variationen im Verhalten des Testleiters und der von ihm hergestellten Durchführungsbedingungen zu Variationen im Verhalten der Testperson führen. 


  • Minimalisierung der sozialen Interaktion (bei projektiven Tests kaum möglich) 
  • Problem: quantitative Bestimmung der Durchführungsobjektivität kaum möglich 
  • Durchführungsobjektivität gilt als hoch, wenn Bedingungen festgelegt sind, die sich auf das Testverhalten auswirken können
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