StGB an der Universität Bonn

Karteikarten und Zusammenfassungen für StGB im Rechtswissenschaft Studiengang an der Universität Bonn in Aachen

CitySTADT: Aachen

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Notwehr (§ 32 StGB)

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Schuld

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Gesetzlichkeitsprinzip

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Meinungsstreit - Anforderungen an die Verhinderung der Vollendung (im Rahmen des Rücktritts vom Versuch)

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Irrtümer

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Versuch

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Notwehrexzess (§ 33 StGB)

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Entschuldigungsgründe- und Schuldausschlussgründe

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Fallgruppen der objektiven Zurechnung

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Verbotsirrtum (§ 17 StGB)

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Beschädigung

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Willenselement des Vorsatzes

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StGB

Notwehr (§ 32 StGB)

-> Rechtfertigungsgrund
Prinzipien: Schutzprinzip (= Schutz der eigenen Rechtsgüter) Rechtsbewährungsprinzip (= Schutz der Rechtsordnung)
keine Güterabwägung in der Notwehrprüfung (daher Ausnahmefall)
Schema:
I. Notwehrlage
(-> ggf. Sonderfall der Nothilfe)
1. Angriff -> Bedrohung von Gütern durch willensgesteuertes menschliches Verhalten (auch Unterlassen, wenn besondere Pflichten zum Tätigwerdeb bestehen; keine Tierattacken, aber Aufhetzen des Hundes z. B. doch)
2. auf ein notwehrfähiges Rechtsgut -> nach § 32 StGB (keine Allgemeinrechtsgüter wie z. B. Sicherheit des Straßenverkehrs)
3. Gegenwärtigkeit -> unmittelbar bevorstehen, gerade stattfinden oder noch nicht abgeschlossen
4. Rechtswidrigkeit -> seinerseits nicht gerechtfertigt (keine Notwehr gegen Notwehr)
II. Notwehrhandlung
1. Verteidigung -> muss sich gegen den Angreifer richten (Problem bei Drittbetroffenheit; kann niemals eine Beleidigung sein)
2. Geeignetheit -> wenn sie sofortige und sichere Abwehr des Angriffs erlaubt
3. Erforderlichkeit -> wenn kein milderes Mittel, das den Angriff ebenso effektiv in endgültig abwehren kann (4- Schritt bei Schusswaffengebrauch; auf Abwehrrisiken braucht sich der in Angegriffene nicht einlassen)
4. Gebotenheit -> Einschränkung des Notwehrrechts (nur möglich, wenn dies zu keinem ständigen Ausgesetzsein eines Angriffs gegen die eigenen Rechtsgüter führt) über Fallgruppen der sozialethischen Einschränkungen (krasses Missverhältnis Angriffe schuldlos Handelnder enge persönliche Beziehungen/Garantenstellungen) und schuldhaftes Herbeiführen der Notwehrlage (Notwehrprovokation); bezüglich Verteidigungshandlung „Dreistufentheorie“ zur Notwehrrechtseinschränkung = Fliehen/Ausweichen + Schutzwehr + Trutzwehr (Umstände beachten, um auf Möglichkeit der Einhaltung zu schließen)
III. subjektives Rechtfertigungselement
1. Kenntnis der Notwehrlage und -handlung
2. ggf. Verteigungsabsicht/-wille
-> bei Fehlen nach h. M. Strafbarkeit wegen vollendetem Delikt, nach a. A. wegen versuchtem Delikt (weil Handeln kein Unrecht darstellt)

StGB

Schuld

-> „nulla poena sine culpa“ = Schuld des Täters ist Grundlage für Zumessung der Strafe (§ 46 I 1 StGB; Schuldprinzip)
 Funktionen: Begründungsfunktion (= Strafe setzt Schuld voraus) Begrenzungsfunktion (= Strafe wird durch Höhe der Schuld begrenzt)
normative Schuldlehre (h. M.) zum Schuldbegriff: ausgehend von der Freiheit jedes Menschen, sich im Moment der Tat für das Recht und gegen das Unrecht entscheiden zu können (<-> psychologischer Schuldbegriff & Neurowissenschaften) = Abstellen auf die konkrete Verantwortung für die Tat (-> Bewertung) -> Debatte zur Willensfreiheit = Determiniertheit <- Kompatibilismus -> Willensfteiheit
Schuldvorwurf: maßgebend sind sozialethische Wertvorstellungen der Rechtsordnung (= Rechtsschuld), d. h. es kommt auf das sozial Konstruierte, nicht auf die innere moralische Einstellung des Täters an -> schuldhaftes Handeln, wenn es dem Täter vorzuwerfen ist
Verantwortung: soziale Zurechnung Funktionalität von „Strafe“ -> Ausschluss von Verantwortung durch Entschuldigungsgründe
Schuldformen: den auf Tatbestandsebene zu prüfenden Verhaltensformen (Vorsatz und Fahrlässigkeit) entsprechen auf Schuldebene die Schuldformen Vorsatzschuld und Fahrlässigkeitsschuld
Schuldausschließungsgründe (= keine Schuld) + Entschuldigungsgründe (= sehr geringe Schuld)
– schuldrelevante Irrtümer: § 35 II StGB Verbotsirrtum (§ 17 StGB) Erlaubnisirrtum (Unterformen des Verbotsirrtums -> indirekter Verbotsirrtum) Erlaubnistatbestandsirrtum
Schema: 
1. Schuldfähigkeit
2. spezielle Schuldmerkmale -> charakterisieren nicht  das Handlungsunrecht, sondern unmittelbar und ausschließlich den Gesinnungsunwert einer Tat (z. B. niedrige Beweggründe des § 211 II 1 StGB); in Teilnahmefällen Bestrafung nach § 29 StGB
3. Schuldform -> Vorsatz oder Fahrlässigkeit 
4. Unrechtsbewusstsein
5. Fehlen von Entschuldigungsgründen

StGB

Gesetzlichkeitsprinzip

= Prinzip, wonach (nur) zu Lasten des Täters gilt: Verbot des Gewohnheitsrechts + Rückwirkungsverbot + Bestimmtheitsverbot + Analogieverbot -> Art. 103 II StGB + § 1 StGB

StGB

Meinungsstreit - Anforderungen an die Verhinderung der Vollendung (im Rahmen des Rücktritts vom Versuch)

Rechtsprechung: ausreichend, wenn Täter durch das Ingangsetzen eines neuen Kausalverlaufs die Vollendung erfolgreich verhindert und dies auch anstrebt
herrschende Lehre: ausreichend, wenn der Zurücktretende die Vollendung wie ein „Täter“ oder, bei Einschaltung Dritter, wie ein „Mittäter“, „mittelbarer Täter“ oder „Anstifter“ verhindert
Mindermeinung: es muss ernsthaftes Bemühen im Sinne von § 24 I 2 StGB vorliegen -> contra =  Wortlaut und Systematik des § 24 I StGB bzw. zu weitgehende und vom Wortlaut her nicht gebotene Meinung (Satz 1 fordert im Gegensatz zu Satz 2 gerade kein ernsthaftes Bemühen)

StGB

Irrtümer

-> Auseinanderfallen von Wirklichkeit und Vorstellung
Tatbestandsirrtümer (§ 16 StGB): Irrtum über Umstände, die zum gesetzlichen Tatbestand gehören (rechtlich unzutreffende Wertung); Arten = error in persona vel objecto (Irrtum über das Handlungsobjekt bzw. Objektsverwechslung) aberratio ictus  (Fehlgehen des Angriffs) Irrtum über den Kausalverlauf (nicht bloß unerhebliche, d. h. außerhalb der Grenzen des nach allgemeiner Lebenserfahrung Vorhersehbaren liegende Abweichungen des vorgestellten vom wirklichen Kausalverlauf; Ursachen = Täter macht sich keine Vorstellungen oder Tätervorstellungen entsprechen nicht der Realität -> Rechtsfolge: Vorsatz entfällt jedenfalls, wovon Fahrlässigkeitsprüfung aber unberührt bleibt (Prüfungsstandort = subjektiver Tatbestand)
Verbotsirrtum (§ 17 StGB): Irrtum über das Verbotensein einer Tat (rechtlich unzutreffende Wertung) -> Rechtsfolge: Schuldausschluss (falls Irrtum vermeidbar; Prüfungsstandort = Schuld)
Erlaubnistatbestandsirrtum: Irrtum über das Vorliegen der tatsächlichen Voraussetzungen für eine Rechtfertigungslage (keine rechtlich unzutreffende Wertung, sondern Irrtum über Tatsachen) -> § 16 StGB analog
Erlaubnisirrtum: Irrtum über die Existenz oder die Grenzen eines Rechtfertigungsgrundes
Irrtum über das Eingreifen von Entschuldigungsgründen (§ 35 II StGB): Fehlvorstellung über das Eingreifen von Entschuldigungsgründen; Prüfungsstandort = Schuld; Rechtsfolge = bei Unvermeidbarkeit ist Entschuldigung anzunehmen
Subsumtionsirrtum: Täter kennt bei Begehung der Tat die betreffende Schutznorm und deren Ratio legis, nimmt jedoch fälschlich an, dass seine beabsichtigte Tathandlung nicht den objektiven Tatbestand der betreffenden Norm erfüllt; Prüfungsstandort = Schuld -> zu behandeln wie Verbotsirrtum nach § 17 StGB
Irrtum über Existenz oder rechtliche Grenzen eines persönlichen Strafausschließungsgrundes: nach h. M. unbeachtlich, da es nur auf die objektive Lage ankommen könne (Mindermeinung will Tätervorstellung berücksichtigen); Prüfungsstandort = Strafzumessung (nach Schuld)
– Irrtum über die Existenz oder die rechtlichen Grenzen eines Entschuldigungsgrundes: grundsätzlich unbeachtlich
untauglicher Versuch: grundsätzlich strafbar
Wahndelikt: ein Vorliegen ist rechtlich unbeachtlich -> keine Strafbarkeit

StGB

Versuch

-> Delikt gerät nicht in den Vollendungszustand (§ 22 StGB)
Strafgrund: durch den Tatwillen wird eine konkrete Gefährdung fremder Rechte hervorgerufen (Eintreten oder Ausbleiben der Gefährdung = zufällig)
Strafbarkeitgrundsätzlich nur Verbrechen (z. B. § 212 StGB = Totschlag), Vergehen nur, wenn es das Gesetz ausdrücklich regelt (z. B. § 223 II StGB = versuchte Körperverletzung); „Kann-Milderung“ -> Verbrechen/Vergehen nach § 12 StGB + Versuchsregelungen in §§ 22-24 StGB
Vorbereitungshandlungen: grundsätzlich nicht strafbar; Ausnahmen (wegen besonderer Gefährlichkeit der Vorbereitungshandlung) = § 30 II StGB (zu prüfen wie Vollendungsdelikt, muss sich aber um Verbrechen handeln) + §§ 83, 89a, 94, 129 ff. StGB
Versuch trotz Erfolgseintritt: z. B. Fälle der fehlenden Kausalität -> Prüfung des Vollendungsdelikts Prüfung des Versuchs
– Sonderformen: untauglicher Versuch grob unverständiger Versuch abergläubischer Versuch Wahndelikt erfolgsqualifizierter Versuch Versuch der Erfolgsqualifikation Versuch des Regelbeispiels Unterlassen Täterschaft und Teilnahme
Schema:
0. Vorprüfung -> Nichtvollendung der Tat Strafbarkeit des Versuchs
1. Tatentschluss -> entspricht Vorsatz (Vorsatz + Absicht) der vollendeten Tat (setzt Willen zur Tatvollendung voraus + muss sich auf alle objektiven Merkmale des Delikts beziehen); für Irrtümer gelten dieselben Regeln wie auf subjektiver Tatbestandsseite beim Vollendungsdelikt; kein bedingter Tatentschluss
2. unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung -> Übergang von strafloser Vorbereitungshandlung zur Versuchsstrafbarkeit; Abgrenzungsproblematik (Theorien!); Kernvoraussetzung der Tatbestandsrelevanz; Sonderprobleme bei Mittäterschaft und mittelbarer Täterschaft
3. Rechtswidrigkeit -> Prüfung unterliegt gleichen Voraussetzungen wie beim vorsätzlichen vollendeten Begehungsdelikt (insbesondere auf Rechtfertigungsgründe achten!)
4. Schuld -> Prüfung unterliegt gleichen Voraussetzungen wie beim vorsätzlichen vollendeten Begehungsdelikt (insbesondere auf Schuldausschluss-/Entschuldigungsgründe achten!)
5. kein Rücktritt -> § 24 StGBkein Fehlschlag Abgrenzung unbeendeter/beendeter Versuch Freiwilligkeit -> Möglichkeit der Straflosigkeit 

StGB

Notwehrexzess (§ 33 StGB)

-> Entschuldigungsgrund
außer der Erforderlichkeit (hier Defizit) müssen alle Voraussetzungen der Notwehr gegeben sein + innerer Zusammenhang zwischen Exzess und Affekt
nur asthenische (= defensive) Affekte (<-> sthenische/aggressive Affekte); bei Motivbündeln müssen die asthenischen/defensiven Affekte dominieren und dürfen nicht überlagert werden
intensiver Notwehrexzess = intensivere Notwehrhandlung als zulässig (Überschreitung in der Handlungsart innerhalb der Verteidigung; Problem der Erforderlichkeit) <-> extensiver Notwehrexzess = Überschreitung zeitlicher Struktur (vor-/nachzeitig; Problem der Notwehrlage; Meinungsstreit)  -> nach h. M. § 33 StGB nur beim intensiven anwendbar
Problem: Täter begibt sich planmäßig in eine Auseinandersetzung
– beim Putativnotwehrexzess sind die allgemeinen Irrtumsregeln einschlägig
Schema:
I. Tatbestand
II. Rechtswidrigkeit -> Prüfung des § 32 StGB
1. Notwehrlage -> Angriff Gegenwärtigkeit Rechtswidrigkeit
2. Notwehrhandlung -> nur Geeignetheit (Rechtfertigung durch Notwehr muss abgelehnt werden, damit § 33 StGB geprüft werden kann)
III. Schuld
1. Gebotenheit + Verteidigungswille
2. weitere Voraussetzungen des § 33 StGB ->  Überschreiten der Grenzen der Notwehr + asthenischer Affekt (+ subjektive Entschuldigung)

StGB

Entschuldigungsgründe- und Schuldausschlussgründe

Schuldausschließungsgründe: unvermeidbarer Verbotsirrtum (§ 17 StGB) Schuldunfähigkeit (§§ 19, 20 StGB) -> keine Schuld
Entschuldigungsgründe: entschuldigender Notstand (§ 35 StGB) Notwehrexzess (§ 33 StGB) übergesetzlicher Notstand (umstritten!Erlaubnistatbestandsirrtum (§ 16 StGB analog; umstritten!) actio libera in causa (umstritten!) + Weisungen an Amtsträger/Soldaten -> sehr geringe Schuld

StGB

Fallgruppen der objektiven Zurechnung

-> Fallgruppen, die die Kausalität eingrenzen und die objektive Zurechnung verneinen
rechtlich relevante Gefahr
allgemeines Lebensrisiko/erlaubtes Risiko: Schaffung einer rechtlich relevanten Gefahr nicht, wenn der Gefährdungsgrad sehr gering ist und das allgemeiner Lebensrisiko nicht überschreitet (z. B. ganz entfernte Folgen, unbeherrschbare Kausalverläufe wie Naturgewalten) oder das Täterverhalten vom erlaubten Risiko gedeckt ist (weil wegen sozialem Nutzen allgemein erlaubt -> Verkauf von scharfen Messern; Ausnahme: überlegendes Sonderwissen und daraus folgende Steuerung des Kausalgeschehens)
eigenverantwortliche Selbstschädigung/-gefährdung:  Prinzip der Eigenverantwortlichkeit (-> dem Täter sollen Erfolge nicht zugerechnet werden, die alleine vom Opfer zu verantworten sind; Voraussetzungen = das Opfer muss sich „selbst verletzen“ und „eigenverantwortlich“ handeln; keine Eigenverantwortlichkeit des Opfers bei überlegendem Wissen oder Fahrlässigkeit des Täters; Indizien fehlender Eigenverantwortlichkeit = nach Einwilligungslehre keine ernsthafte Einwilligung oder nach Exkulpationsregel z. B. Schuldunfälligkeit); Abschichtung von Verantwortungsbereichen -> freiverantwortliche Selbstgefährdung (autonomer eigenmotivierter Entschluss zur Selbstschädigung; auch lediglich Beihilfe strafrechtlich irrelevant) + einverständliche Fremdgefährdung (stellt auf Verlangen/Einwilligung des Opfers ab; Wer beherrscht das Geschehen?; obj. Zur. (+/-))
eigenverantwortliches Dazwischentreten Dritter: grundsätzlich endet mit dem Eingreifen eines Dritten die Kausalität der Handlung des Ersttäters (= Regressverbot), wozu eine neue auf den Erfolg hinwirkende Gefahr begründet werden muss, die sich allein im Erfolg realisiert (Ausnahmen: wenn die ursprüngliche Gefahr durch Verletzung von Normen geschaffen wurde, die gerade dem Schutz vor Taten Dritter dienen, Bsp. unabgeschlossener Waffenschrank und Amoklauf wenn die Handlung des Ersttäters die des Dritten generiert)
Risikoverringerung: wird bestehendes Risiko vermindert (Minderung liegt im bereist angelegten Kausalverlauf vor ohne  neue Gefahrschaffung) -> objektive Zurechnung (-); wird Gefahr durch Schaffung eines neuen Risikos abgewendet -> objektive Zurechnung (+)
– Schutzzweck der verletzten Norm: ein Normverstoß reicht nicht, es gilt den Schutzzweck der eben verletzten Norm zu berücksichtigen (mit Blick auf den konkreten Erfolg) -> Bsp.: zu schnelles Fahren an Ort A + vorschriftsmäßiges Fahren an Ort B, aber dort Unfall (Erfolg nicht objektiv zurechenbar)
Gefahrrealisierung
– atypischer Kausalverlauf: der Kausalverlauf widerspricht jeder allgemeinen Lebenserfahrung (der Erfolg ist Werk des Zufalls, nicht des Täters; es realisiert sich im Erfolg nicht die konkrete Gefahr des Täters)
fehlender Pflichtwidrigkeits-/Schutzzweckzusammenhang: die Gefahr des Täters schlägt sich dann nicht im Erfolg nieder, wenn der Erfolg auch bei pflichtgemäßem Alternativverhalten eingetreten wäre (War der Erfolg tatsächlich vermeidbar? -> Zweifel reichen aus; Hypothesen hier ausnahmsweise erlaubt, da selbe Risikospur) <-> Risikoerhöhungslehre = sobald das pflichtwidrige Verhalten verglichen mit dem pflichtgemäßen Alternativverhalten das Risiko erhöht -> Pflichtwidrigkeitszusammenhang & objektive Zurechnung (+)
– rechtmäßiges Alternativverhalten

StGB

Verbotsirrtum (§ 17 StGB)

= Täter täuscht sich über Normwidrigkeit/Rechtswidrigkeit seiner Tat (Mangel an Unrechtsbewusstsein) -> im Unterschied zu Irrtümer im Sinne des § 16 StGB, handelt es sich bei Irrtümern im Sinne des § 17 StGB um rechtliche Irrtümer
direkter Verbotsirrtum: Täter irrt darüber, dass seine Tat Unrecht verwirklicht
indirekter Verbotsirrtum/Erlaubnisirrtum: Erlaubnisgrenzurrtum (Täter irrt sich über die rechtlichen Grenzen eines Rechtfertigungsgrundes) + Erlaubnisnormirrtum (Tätet denkt, ihm würde Rechtfertigungsgrund zur Seite stehen, der tatsächlich nicht existiert)
Unvermeidbarkeit: Rechtssprechung bejaht Unvermeidbarkeit nur in Ausnahmefällen und verweist in alle Regel auf die Möglichkeiten der Gewissensanspannung und die Erkundigungspflicht

StGB

Beschädigung

= nicht bloß unerhebliche Verletzung der Sachsubstanz, sodass die Sache in ihrer bestimmunsgemäßen Brauchbarkeit beeinträchtigt wird
-> ​​​​§ 303 I Alt. 1 StGB

StGB

Willenselement des Vorsatzes

-> auch voluntatives Element: bezeichnet die Tatsche, dass jedes vorsätzliche Handeln willentliches Verhalten umfassen muss
– verschiedene Stufen: Unerwünschtheit Vertrauen auf Nichteintritt + Gleichgültigkeit + Billigen + Beabsichtigen (führen zur Unterscheidung der Vorsatzarten)

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