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Lernmaterialien für Neuzeitliche Geschichte an der Universität Bonn

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Neuzeitliche Geschichte Kurs an der Universität Bonn zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was sah der Wiener Kongress als seine zentrale Aufgabe an?

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TESTE DEIN WISSEN


Etablierung eines multipolaren, zentralen Ordnungssystems nach den Prinzipien des Gleichgewichts und der Legitimität


Ziel: endgültige Friedenssicherung in Europa


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15.Wie lässt sich die konservative Deutung der Revolution von 1789 beschreiben?

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• Ein Prinzip und eine Katastrophe, die seit 1789 die gesamte Welt bedrohe und bekämpft werden müsse.

• These der Konservativen:

Die Revolution habe Terror, Unterdrückung und Chaos verursacht, aus dem nun wieder eine Ordnung hergestellt werden müsse


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4.Was ist die „Heilige Allianz“?

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  • Zusammenschluss und Erklärung

  • Geschlossen am 26.9.1815

  • Zunächst zwischen Ö, Russ. und Pr., später treten alle europäischen Staaten bei bis auf GB, Türkei und den Kirchenstaat

  • christlich-patriarchalische Allianz gegen Säkularisierungstendenzen

  • Gerichtet gegen alle, die den Status quo bedrohen. Unterzeichner wollten die monarchische Ordnung des Staatensystems außen- und innenpolitisch aufrechterhalten

  • Interventionsprinzip: Eingriffsrecht der Allianzmächte gegen revolutionäre Tendenzen (zunächst diplomatisch, ggf. aber auch militärisch)


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2. Was verbirgt sich hinter dem „sächsisch-polnischen Konflikt“?

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• Auseinandersetzung zwischen Preußen/Russland und Österreich/Großbritannien

• Konfliktgegenstand: Neuordnung Polens in der Verhandlungsphase des Wiener Kongresses


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3.Der Begriff der „Restauration“: was trägt er, was nicht?

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• Restauration im Bezug auf die vornapoleonischen Grenzen, jedoch mit Einschränkungen (völlige Neuordnung Italiens, Skandinaviens; Vereinigung NL und Belgien; als beständigstes Werk bis heute: die Schweiz)

• keine Restauration der vorrevolutionären Herrschafts- und Lebensverhältnisse

-> Herrschaftsansprüche nur im Sinne der Legitimität und legitim ist „was sich durchgesetzt hatte“


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7.Was versteht man unter den „Karlsbader Beschlüssen“?

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Vorgelegt am 20.9.1819
• Reaktion auf national-liberale

Revolutionsstimmung in Deutschland

-> seit 1817 (Wartburgfest am 18.10.1817)

-> 23.3.1819 Ermordung August von Kotzebue durch den Burschenschaftler Karl Ludwig Sand


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Inhalt der Karlsbader Beschlüsse

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TESTE DEIN WISSEN

  • Pressezensur

  • Auflösung von Studentenverbindungen

  • Staatliche Überprüfung von Universitäten

  • Entlassung liberal gesinnter Professoren

  • Einrichtung einer Untersuchungskommission in Mainz, die revolutionären Bewegungen nachspürt


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8.Was charakterisiert den Liberalismus im 19.Jahrhundert?

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  • Bewegung des aufsteigenden gebildeten Bürgertums

  • Erwartung, dass jeder seine individuelle Freiheit entfalten will und diese auch vernünftig nutzen kann
    (Erbe der Aufklärung. Bildet eine Grundannahme des Liberalismus)

  • langsame, kleine Veränderungen, jedoch mit klarer Ablehnung der bisherigen autoritären Herrschaftsform
    („Politik der kleinen Schritte“, Wille zur Veränderung des Staates, d.h. steht in einem Konfrontationsverhältnis, aber hält Staat auch zur Selbstkorrektur fähig)

  • Schwanken zwischen „Revolution von oben“ und Volkssouveränität


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9.Warum war den Liberalen so sehr an einer Verrechtlichung aller Lebensbelange gelegen?

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1.Machtbesitzer folgt nur über Rechtsbesitz.

-> Machtbeziehungen sollen Rechtsbeziehungen werden.

2. In geordneten Verhältnissen herrschen Normen, nicht Menschen;


Souveränität im Staat liegt in der Verfassung (NICHT beim Monarchen, beim Volk oder beim Parlament)

-> dazu muss eine Verfassung geschrieben sein (erst dadurch wird sie stabil und beweisbar = Recht)

= Idealfall nach liberaler Auffassung


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5.Was sind die wesentlichen Themen der Folgekongresse
von Aachen (1818), Troppau (1820), Laibach (1821) und
Verona (1822)?

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1818 Kongress in Aachen

-> endgültige Reintegration Fs in das europ. Mächtesystem, geheime Verlängerung der Quadrupelallianz

  1. 1820  Kongress von Troppau

    -> militärische Interventionen zur Eindämmung der Revolutions- bewegungen in Europa von Russ. angefragt; Ablehnung der Vollmacht von GB; Vertagung

  2. 1821  Kongress von Laibach

    -> Heilige Allianz ohne GB; Festlegung der Grundregeln für zukünftige Außenpolitik (mit Vollmacht für militär. Inventionen)

  3. 1822  Kongress von Verona

    -> Russ. und F greifen in Revolutionsgeschehen europäischer Länder ein; Canning (GB) verteidigt „Nonintervention“

Fazit: GB lehnt weitere Kongresse ab


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6.Welche Bedeutung hat die Schöpfung des Deutschen
Bundes für das Gesamtkonzept des Wiener Kongresses?

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TESTE DEIN WISSEN


Der Deutsche Bund sollte als passiver Ordnungsfaktor im europäischen Staatensystem fungieren, d.h. er sollte für Ruhe und Gleichgewicht in Europa sorgen.

a) Einfügung der Deutschen Bundesakte in die Wiener Kongressakte gibt Kongressmächten Interventionsrecht

Zweck: der Deutsche Bund soll nicht selbst zur Hegemonialmacht heranwachsen können

b) der Deutsche Bund fungierte in der Mitte Europas als Stabilisator gegen etwaige Hegemonialansprüche Russlands und Frankreichs


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16.Benennen Sie wichtige konservative Leitbegriffe!

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1. Bewahren  

(der Traditionen/Prinzipien, die sich bewährt haben)

2. Ordnung statt Freiheit (im Staat und in Europa, gesichert durch

Institutionen)

3. Stabilität (Erhaltung der Ordnung durch Autorität statt Majorität)


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Q:

Was sah der Wiener Kongress als seine zentrale Aufgabe an?

A:


Etablierung eines multipolaren, zentralen Ordnungssystems nach den Prinzipien des Gleichgewichts und der Legitimität


Ziel: endgültige Friedenssicherung in Europa


Q:

15.Wie lässt sich die konservative Deutung der Revolution von 1789 beschreiben?

A:


• Ein Prinzip und eine Katastrophe, die seit 1789 die gesamte Welt bedrohe und bekämpft werden müsse.

• These der Konservativen:

Die Revolution habe Terror, Unterdrückung und Chaos verursacht, aus dem nun wieder eine Ordnung hergestellt werden müsse


Q:

4.Was ist die „Heilige Allianz“?

A:


  • Zusammenschluss und Erklärung

  • Geschlossen am 26.9.1815

  • Zunächst zwischen Ö, Russ. und Pr., später treten alle europäischen Staaten bei bis auf GB, Türkei und den Kirchenstaat

  • christlich-patriarchalische Allianz gegen Säkularisierungstendenzen

  • Gerichtet gegen alle, die den Status quo bedrohen. Unterzeichner wollten die monarchische Ordnung des Staatensystems außen- und innenpolitisch aufrechterhalten

  • Interventionsprinzip: Eingriffsrecht der Allianzmächte gegen revolutionäre Tendenzen (zunächst diplomatisch, ggf. aber auch militärisch)


Q:

2. Was verbirgt sich hinter dem „sächsisch-polnischen Konflikt“?

A:


• Auseinandersetzung zwischen Preußen/Russland und Österreich/Großbritannien

• Konfliktgegenstand: Neuordnung Polens in der Verhandlungsphase des Wiener Kongresses


Q:

3.Der Begriff der „Restauration“: was trägt er, was nicht?

A:


• Restauration im Bezug auf die vornapoleonischen Grenzen, jedoch mit Einschränkungen (völlige Neuordnung Italiens, Skandinaviens; Vereinigung NL und Belgien; als beständigstes Werk bis heute: die Schweiz)

• keine Restauration der vorrevolutionären Herrschafts- und Lebensverhältnisse

-> Herrschaftsansprüche nur im Sinne der Legitimität und legitim ist „was sich durchgesetzt hatte“


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Q:

7.Was versteht man unter den „Karlsbader Beschlüssen“?

A:


Vorgelegt am 20.9.1819
• Reaktion auf national-liberale

Revolutionsstimmung in Deutschland

-> seit 1817 (Wartburgfest am 18.10.1817)

-> 23.3.1819 Ermordung August von Kotzebue durch den Burschenschaftler Karl Ludwig Sand


Q:

Inhalt der Karlsbader Beschlüsse

A:

  • Pressezensur

  • Auflösung von Studentenverbindungen

  • Staatliche Überprüfung von Universitäten

  • Entlassung liberal gesinnter Professoren

  • Einrichtung einer Untersuchungskommission in Mainz, die revolutionären Bewegungen nachspürt


Q:

8.Was charakterisiert den Liberalismus im 19.Jahrhundert?

A:


  • Bewegung des aufsteigenden gebildeten Bürgertums

  • Erwartung, dass jeder seine individuelle Freiheit entfalten will und diese auch vernünftig nutzen kann
    (Erbe der Aufklärung. Bildet eine Grundannahme des Liberalismus)

  • langsame, kleine Veränderungen, jedoch mit klarer Ablehnung der bisherigen autoritären Herrschaftsform
    („Politik der kleinen Schritte“, Wille zur Veränderung des Staates, d.h. steht in einem Konfrontationsverhältnis, aber hält Staat auch zur Selbstkorrektur fähig)

  • Schwanken zwischen „Revolution von oben“ und Volkssouveränität


Q:

9.Warum war den Liberalen so sehr an einer Verrechtlichung aller Lebensbelange gelegen?

A:


1.Machtbesitzer folgt nur über Rechtsbesitz.

-> Machtbeziehungen sollen Rechtsbeziehungen werden.

2. In geordneten Verhältnissen herrschen Normen, nicht Menschen;


Souveränität im Staat liegt in der Verfassung (NICHT beim Monarchen, beim Volk oder beim Parlament)

-> dazu muss eine Verfassung geschrieben sein (erst dadurch wird sie stabil und beweisbar = Recht)

= Idealfall nach liberaler Auffassung


Q:

5.Was sind die wesentlichen Themen der Folgekongresse
von Aachen (1818), Troppau (1820), Laibach (1821) und
Verona (1822)?

A:


1818 Kongress in Aachen

-> endgültige Reintegration Fs in das europ. Mächtesystem, geheime Verlängerung der Quadrupelallianz

  1. 1820  Kongress von Troppau

    -> militärische Interventionen zur Eindämmung der Revolutions- bewegungen in Europa von Russ. angefragt; Ablehnung der Vollmacht von GB; Vertagung

  2. 1821  Kongress von Laibach

    -> Heilige Allianz ohne GB; Festlegung der Grundregeln für zukünftige Außenpolitik (mit Vollmacht für militär. Inventionen)

  3. 1822  Kongress von Verona

    -> Russ. und F greifen in Revolutionsgeschehen europäischer Länder ein; Canning (GB) verteidigt „Nonintervention“

Fazit: GB lehnt weitere Kongresse ab


Q:

6.Welche Bedeutung hat die Schöpfung des Deutschen
Bundes für das Gesamtkonzept des Wiener Kongresses?

A:


Der Deutsche Bund sollte als passiver Ordnungsfaktor im europäischen Staatensystem fungieren, d.h. er sollte für Ruhe und Gleichgewicht in Europa sorgen.

a) Einfügung der Deutschen Bundesakte in die Wiener Kongressakte gibt Kongressmächten Interventionsrecht

Zweck: der Deutsche Bund soll nicht selbst zur Hegemonialmacht heranwachsen können

b) der Deutsche Bund fungierte in der Mitte Europas als Stabilisator gegen etwaige Hegemonialansprüche Russlands und Frankreichs


Q:

16.Benennen Sie wichtige konservative Leitbegriffe!

A:


1. Bewahren  

(der Traditionen/Prinzipien, die sich bewährt haben)

2. Ordnung statt Freiheit (im Staat und in Europa, gesichert durch

Institutionen)

3. Stabilität (Erhaltung der Ordnung durch Autorität statt Majorität)


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