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Lernmaterialien für Strafrecht an der Universität Bochum

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TESTE DEIN WISSEN

Handlung Definition (sozialer Handlungsbegriff)

Was fällt nicht unter eine Handlung?

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TESTE DEIN WISSEN

Jedes vom menschlichen Willen beherrschte oder beherrschbare sozial erhebliche Verhalten.

-> willentliches Verhalten dementsprechend nur natürliche Personen

  • Verhaltensweisen, die durch vis absoluta erzwungen sind z.B. schubsen; anders bei vis kompulsiva, dann entfällt ggfs. die Rechtswidrigkeit oder Schuld
  • Keine Gedanken oder ähnliches ohne Außenwirkung
  • Handlungen, ohne Mitwirkung der Geisteskräfte z.B beim Schlafen -> dann ggfs. anknüpfen an vorherigen Zeitpunkt z.B. Vorsorge
  • Bloße Reflexbewegungen z.B. Niesen; anders in der Regel automatisierte oder impulsive Handlungen
  • Bei Subjektiven Unvermögen str. z.B. Unterlassen jemanden vom Ertrinken zu retten wenn man selbst nicht schwimmen kann : e.A. zur Beurteilung ob eine Handlung vorliegt wird eine Durchschnnittliche Person zur Beurteilung genommen, ob konkret eine Handlung gefordert werden kann; h.M. Konkrete Fähigkeiten der betroffenen Person entscheident

 

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Kausalität Äquivalenztheorie

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TESTE DEIN WISSEN

Jede Handlung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Unterbrechung des Kausalzusammenhangs

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TESTE DEIN WISSEN

Täter A setzt eine zum Erfolg führende Ursache in Gang, Täter B setzt davon unabhängig eine neue Bedingung in Gang, welche zum Erfolg führt. Infolgedessen entfällt die Kausalität des Täter A.

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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Abbruch rettender Kausalverläufe


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TESTE DEIN WISSEN

Liegt ein konkreter auf das Opfer zulaufender Kausalverlauf vor, der dieses mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit gerettet hätte und unterbricht der Täter diesen, ist er Kausal. -> hypothetische Erwägungen notwendig

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TESTE DEIN WISSEN

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Fortwirkende Kausalität

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TESTE DEIN WISSEN

Es tritt ein weiterer Täter hinzu, welcher an die Ersthandlung anknüpft und nur aufgrund dieser handelt. Infolgedessen liegt eine Kausalität bei beiden Tätern vor, da der erste Kausalverlauf nicht unterbrochen wurde, sondern dieser erst die Handlung des Zweiten verursacht. 

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Definition Objektive Zurechnung

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TESTE DEIN WISSEN

Wenn der Täter ein rechtlich missbilligtes Risiko geschaffen hat, dass sich im tatbestandlichen Erfolg realisiert hat.

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TESTE DEIN WISSEN

Wann entfällt der Vorsatz schon, weil er nicht bei Begehung der Tat vorliegt?

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TESTE DEIN WISSEN

1. dolus antecedens: abstrakter Wille jemanden zu töten reicht nicht

2. dolus subsequens: später hinzukommender Vorsatz, also nach der Tat unerheblich

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TESTE DEIN WISSEN

In welchen weiteren Fällen (neben des atypischen Kausalverlaufs)  entfällt die objektive Zurechnung, aufgrund der fehlenden Realisierung der Gefahr?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Der Erfolgseintritt fällt nicht in den Schutzzweck der Norm. 

2. Der Erfolg fällt nicht in den Verantwortungsbereich des Täters.

a) Durch Eigenverantwortliche Selbstschädigung und Selbstgefährdung. -> Abgrenzung zur Fremdschädigung durch Tatherrschaft nach h.M.

Außerdem muss die Selbstschädigung frei sein, also insbesondere keinen Willensmängeln unterliegen und der Selbstschädigende dürfte bei einer Strafbarkeit nicht schuldlos sein.

b) Mitschuld des Opfers z.B. bei Heilungsprozessen. Dabei wird unterschieden zwischen rein fahrlässigen oder grob fahrlässigen- Vorsätzlichen Verhalten des Opfers.

c) fehlendem Pflichtwidrigkeitszusammenhang
Wäre der Erfolg auch eingetreten wenn der Täter sich konform verhalten hätte?

a.A. es reiche schon aus, wenn die Handlung das Risiko erhöhe sog. Risikoerhöhungslehre; allerdings würden dadurch Verletzungsdelikte in Gefährdungsdelikte umgewandelt

d) dazwischentreten Ditter

-> Herbeiführung der Gedanken über den atypischen Kausalverlauf, also Vorhersehbarkeit

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TESTE DEIN WISSEN

In welchen Fällen entfällt die objektive Zurechnung schon im Kriterium des rechtlich missbilligten Risikos?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Wenn die Handlung als sozialadäquat einzustufen ist, in anderen Worten also legal.

2. Wenn das Risiko des Erfolges verringert wird h.M. 

a.A. löst die Problematik im Bereich der Einwilligung, sowie des rechtfertigenden Notstandes.

Allerdings liegt eine objektive Zurechnung unstreitig vor, wenn nicht eine Abschwächung, sondern eine Beseitigung der Alten und eine Neuschaffung einer Gefahr vorliegt.

3. Sofern die Ursache nicht im Rahmen der Beherrschbarkeit des Täters liegt.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutere die Eigenverantwortliche Selbstgefährdung insb. Abgrenzung.

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TESTE DEIN WISSEN

Die Abgrenzung erfolgt anhand von Tatherrschaft, also dem vom Vorsatz umfassten "in-den-Händen-Halten" des tatbestandsmäßigen Geschehensablaufs.

Dabei ist zwischen Äußeren und Inneren Faktoren zur bestimmung zu differenzieren:

Äußere Faktoren: Kontrolle des Geschehens

Innere Faktoren str.: 

E.A. Exkulpationstheorie/ Theorie der rechtlichen Verantwortlichkeit

Prüfung, ob der "Selbstschädigende" strafbar wäre, wenn er die Handlung an einem anderen vorgenommen hätte. Dabei spielen insb. Willensmängel, Schuldfähigkeit und Rechtfertigung eine Rolle.

Kritik: Keine Übertragbarkeit, außerdem viel zu weitreichend

h.M.: Einwilligungstheorie

Übertragung der Einwilligungsregeln, also auch Einsichtsfähigkeit, überlegendes Sachwissen etc. relevant.

->Bei der Versuchsprüfung kommt es nur darauf an, ob der Täter dachte, dass eine eigenverantwortliche Selbstgefährdung vorliege.

Anmerkung: Drogensucht entspricht nicht dem Wegfall der Verantwortlichkeit, da regelmäßig Wissen vorhanden ist

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Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Kumulative Kausalität

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Zwei Täter setzen unabhängig voneinander eine nicht ausreichende Bedingung, die kumulativ, also zusammen aber ausreicht, um den Erfolg herbeizuführen. Beide sind kausal. siehe objektive Zurechnung.

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P: Mehraktiges Geschehen bei der Abgrenzung des fehlgeschlagenen Versuchs

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TESTE DEIN WISSEN

e.A. Einzelaktstheorie

Getrenntes Betrachten des Tatgeschehens, wenn ein erfolgstauglicher Versuch unternommen wird, der fehlschlägt, wird direkt ein Fehlgeschlagener Versuch angenommen. Z.B. Messerstich oder Schuss

-> Kritik §24 I s.1 2.Var. bei dem der Rücktritt sogar beim beendeten Versuch möglich ist; Künstliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs

h.M. Gesamtbetrachtungslehre

Es wird ein einheitliches Geschehen betrachtet, da ein weiterer einzelner Versuch kein neuer Tatentschluss darstellt. Außerdem Opferschutz, da Anreiz zum Rücktritt höher ist

P: Einheitliches Geschehen muss bestimmt werden

-> Bei einer natürlichen Handlungseinheit § 52-> Bestimmen

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Q:

Handlung Definition (sozialer Handlungsbegriff)

Was fällt nicht unter eine Handlung?

A:

Jedes vom menschlichen Willen beherrschte oder beherrschbare sozial erhebliche Verhalten.

-> willentliches Verhalten dementsprechend nur natürliche Personen

  • Verhaltensweisen, die durch vis absoluta erzwungen sind z.B. schubsen; anders bei vis kompulsiva, dann entfällt ggfs. die Rechtswidrigkeit oder Schuld
  • Keine Gedanken oder ähnliches ohne Außenwirkung
  • Handlungen, ohne Mitwirkung der Geisteskräfte z.B beim Schlafen -> dann ggfs. anknüpfen an vorherigen Zeitpunkt z.B. Vorsorge
  • Bloße Reflexbewegungen z.B. Niesen; anders in der Regel automatisierte oder impulsive Handlungen
  • Bei Subjektiven Unvermögen str. z.B. Unterlassen jemanden vom Ertrinken zu retten wenn man selbst nicht schwimmen kann : e.A. zur Beurteilung ob eine Handlung vorliegt wird eine Durchschnnittliche Person zur Beurteilung genommen, ob konkret eine Handlung gefordert werden kann; h.M. Konkrete Fähigkeiten der betroffenen Person entscheident

 

Q:

Kausalität Äquivalenztheorie

A:

Jede Handlung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

Q:

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Unterbrechung des Kausalzusammenhangs

A:

Täter A setzt eine zum Erfolg führende Ursache in Gang, Täter B setzt davon unabhängig eine neue Bedingung in Gang, welche zum Erfolg führt. Infolgedessen entfällt die Kausalität des Täter A.

Q:

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Abbruch rettender Kausalverläufe


A:

Liegt ein konkreter auf das Opfer zulaufender Kausalverlauf vor, der dieses mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit gerettet hätte und unterbricht der Täter diesen, ist er Kausal. -> hypothetische Erwägungen notwendig

Q:

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Fortwirkende Kausalität

A:

Es tritt ein weiterer Täter hinzu, welcher an die Ersthandlung anknüpft und nur aufgrund dieser handelt. Infolgedessen liegt eine Kausalität bei beiden Tätern vor, da der erste Kausalverlauf nicht unterbrochen wurde, sondern dieser erst die Handlung des Zweiten verursacht. 

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Q:

Definition Objektive Zurechnung

A:

Wenn der Täter ein rechtlich missbilligtes Risiko geschaffen hat, dass sich im tatbestandlichen Erfolg realisiert hat.

Q:

Wann entfällt der Vorsatz schon, weil er nicht bei Begehung der Tat vorliegt?

A:

1. dolus antecedens: abstrakter Wille jemanden zu töten reicht nicht

2. dolus subsequens: später hinzukommender Vorsatz, also nach der Tat unerheblich

Q:

In welchen weiteren Fällen (neben des atypischen Kausalverlaufs)  entfällt die objektive Zurechnung, aufgrund der fehlenden Realisierung der Gefahr?

A:

1. Der Erfolgseintritt fällt nicht in den Schutzzweck der Norm. 

2. Der Erfolg fällt nicht in den Verantwortungsbereich des Täters.

a) Durch Eigenverantwortliche Selbstschädigung und Selbstgefährdung. -> Abgrenzung zur Fremdschädigung durch Tatherrschaft nach h.M.

Außerdem muss die Selbstschädigung frei sein, also insbesondere keinen Willensmängeln unterliegen und der Selbstschädigende dürfte bei einer Strafbarkeit nicht schuldlos sein.

b) Mitschuld des Opfers z.B. bei Heilungsprozessen. Dabei wird unterschieden zwischen rein fahrlässigen oder grob fahrlässigen- Vorsätzlichen Verhalten des Opfers.

c) fehlendem Pflichtwidrigkeitszusammenhang
Wäre der Erfolg auch eingetreten wenn der Täter sich konform verhalten hätte?

a.A. es reiche schon aus, wenn die Handlung das Risiko erhöhe sog. Risikoerhöhungslehre; allerdings würden dadurch Verletzungsdelikte in Gefährdungsdelikte umgewandelt

d) dazwischentreten Ditter

-> Herbeiführung der Gedanken über den atypischen Kausalverlauf, also Vorhersehbarkeit

Q:

In welchen Fällen entfällt die objektive Zurechnung schon im Kriterium des rechtlich missbilligten Risikos?

A:

1. Wenn die Handlung als sozialadäquat einzustufen ist, in anderen Worten also legal.

2. Wenn das Risiko des Erfolges verringert wird h.M. 

a.A. löst die Problematik im Bereich der Einwilligung, sowie des rechtfertigenden Notstandes.

Allerdings liegt eine objektive Zurechnung unstreitig vor, wenn nicht eine Abschwächung, sondern eine Beseitigung der Alten und eine Neuschaffung einer Gefahr vorliegt.

3. Sofern die Ursache nicht im Rahmen der Beherrschbarkeit des Täters liegt.

Q:

Erläutere die Eigenverantwortliche Selbstgefährdung insb. Abgrenzung.

A:

Die Abgrenzung erfolgt anhand von Tatherrschaft, also dem vom Vorsatz umfassten "in-den-Händen-Halten" des tatbestandsmäßigen Geschehensablaufs.

Dabei ist zwischen Äußeren und Inneren Faktoren zur bestimmung zu differenzieren:

Äußere Faktoren: Kontrolle des Geschehens

Innere Faktoren str.: 

E.A. Exkulpationstheorie/ Theorie der rechtlichen Verantwortlichkeit

Prüfung, ob der "Selbstschädigende" strafbar wäre, wenn er die Handlung an einem anderen vorgenommen hätte. Dabei spielen insb. Willensmängel, Schuldfähigkeit und Rechtfertigung eine Rolle.

Kritik: Keine Übertragbarkeit, außerdem viel zu weitreichend

h.M.: Einwilligungstheorie

Übertragung der Einwilligungsregeln, also auch Einsichtsfähigkeit, überlegendes Sachwissen etc. relevant.

->Bei der Versuchsprüfung kommt es nur darauf an, ob der Täter dachte, dass eine eigenverantwortliche Selbstgefährdung vorliege.

Anmerkung: Drogensucht entspricht nicht dem Wegfall der Verantwortlichkeit, da regelmäßig Wissen vorhanden ist

Q:

Erkläre die folgende Kausalitätsproblematik: Kumulative Kausalität

A:

Zwei Täter setzen unabhängig voneinander eine nicht ausreichende Bedingung, die kumulativ, also zusammen aber ausreicht, um den Erfolg herbeizuführen. Beide sind kausal. siehe objektive Zurechnung.

Q:

P: Mehraktiges Geschehen bei der Abgrenzung des fehlgeschlagenen Versuchs

A:

e.A. Einzelaktstheorie

Getrenntes Betrachten des Tatgeschehens, wenn ein erfolgstauglicher Versuch unternommen wird, der fehlschlägt, wird direkt ein Fehlgeschlagener Versuch angenommen. Z.B. Messerstich oder Schuss

-> Kritik §24 I s.1 2.Var. bei dem der Rücktritt sogar beim beendeten Versuch möglich ist; Künstliche Aufspaltung eines einheitlichen Lebensvorgangs

h.M. Gesamtbetrachtungslehre

Es wird ein einheitliches Geschehen betrachtet, da ein weiterer einzelner Versuch kein neuer Tatentschluss darstellt. Außerdem Opferschutz, da Anreiz zum Rücktritt höher ist

P: Einheitliches Geschehen muss bestimmt werden

-> Bei einer natürlichen Handlungseinheit § 52-> Bestimmen

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