Physiologie an der Universität Bochum

Arrow Arrow

Komplett kostenfrei

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

studysmarter schule studium
d

4.5 /5

studysmarter schule studium
d

4.8 /5

Lerne jetzt mit Karteikarten und Zusammenfassungen für den Kurs Physiologie an der Universität Bochum.

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Was ist die pulslose elektrische Aktivität?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Ablauf Elektromechanische Kopplung Herz

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wie wirkt sich die Steigerung der intrazellulären Calciumkonzentration auf die Kontraktion aus? 

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Ist eine Tetanie im Herzen möglich?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wie ist die relative Refraktärzeit im Arbeitsmyokard?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Was ist das Kammerflimmern?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Was ist der Sinn der Repolarisation im Arbeitsmyokard?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wie nimmt die Calciumleitfähigkeit ab?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wann öffnen die spannungsaktivierten L-Typ-Calciumkanäle?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wodurch wird das stabile Ruhemembranpotenzial von -90 mV beim Arbeitsmyokard gebildet?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Wie entsteht ein Arbeitsmyokard-AP?

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Was sind die Herzglykoside?

Kommilitonen im Kurs Physiologie an der Universität Bochum. erstellen und teilen Zusammenfassungen, Karteikarten, Lernpläne und andere Lernmaterialien mit der intelligenten StudySmarter Lernapp. Jetzt mitmachen!

Jetzt mitmachen!

Flashcard Flashcard

Beispielhafte Karteikarten für Physiologie an der Universität Bochum auf StudySmarter:

Physiologie

Was ist die pulslose elektrische Aktivität?

Kommt es bspw. im Rahmen eines Herzinfarktes zu einer Situation, in der zwar elektrische Erregung gebildet wird, diese aber nicht mehr in mechanische Kontraktionen umgesetzt wird, spricht man von sog. elektromechanischer Entkopplung. Dieser akut lebensbedrohliche Zustand kann nicht mittels elektrischer Defibrillation behandelt werden, so dass die kardiopulmonale Reanimation und die Behandlung der Ursache der elektromechanischen Entkopplung therapeutisch im Vordergrund stehen

Physiologie

Ablauf Elektromechanische Kopplung Herz
  1. Unerregte Myokardzelle (intrazelluläre Calciumkonzentration ca. 10−7 mol/L) 
  2. Erregung der Myokardzelle
    1. Myokardzelle wird durch Aktionspotential eines Schrittmacherzentrums erregt
    2. Erregung breitet sich über die Myokardmembran bis in die T-Tubuli aus → Öffnung der dortigen spannungsabhängigen L-Typ-Calciumkanäle 
  3. Calciumeinstrom von extrazellulär („Calcium-Zündfunke“)
    1. Calciumeinstrom aus dem Extrazellularraum ins Zytosol durch die L-Typ-Calciumkanäle 
    2. Aktivierung der Ryanodinrezeptoren des SR durch einströmendes Calcium
  4. Calcium-induzierte Calciumfreisetzung
    1. Calcium strömt aus dem SR durch den Ryanodinrezeptor ins Zytosol
    2. Anstieg der intrazellulären Calciumkonzentration von 10−7 mol/L auf 10−5 mol/L (sog. Calcium-induzierte Calciumfreisetzung) 
  5. Muskelkontraktion durch hohe Calciumspiegel
    1. Bindung von Calcium an Troponin C → Aktinbindungsstellen werden freigegeben
    2. Interaktion von Aktin- und Myosinfilamenten → Mechanische Kontraktion
  6. Relaxation durch Senkung der intrazellulären Calciumkonzentration
    1. SERCA pumpt Calcium aktiv in das SR zurück
    2. Calcium-ATPase und Natrium-Calcium-Antiporter pumpen Calcium von intra- nach extrazellulär
    3. Calciumkonzentration im Zytosol sinkt → Interaktion von Myosin und Aktin wird verhindert → Relaxation
  7. Unerregte Myokardzelle: Intrazelluläre Calciumkonzentration wurde auf 10−7 mol/L normalisiert → Erneute Erregung möglich (→ 2.)

Physiologie

Wie wirkt sich die Steigerung der intrazellulären Calciumkonzentration auf die Kontraktion aus? 

steigert die Muskelkraft (positiv inotrop, Sympaticus)

Physiologie

Ist eine Tetanie im Herzen möglich?

Die Plateauphase des Aktionspotentials des Arbeitsmyokards ist i.d.R. länger als die eigentliche Kontraktion. Dies ermöglicht dem Herzmuskel nach jeder Kontraktion wieder zu erschlaffen. Eine dauerhafte Kontraktion (sog. Tetanie) wird dadurch verhindert!

Physiologie

Wie ist die relative Refraktärzeit im Arbeitsmyokard?
Aufgrund des sehr langen Aktionspotentials der Herzmuskelzellen (200–400 ms) sind die zuerst erregten Herzmuskelzellen noch refraktär, während die letzten noch erregt werden. Dies verhindert einerseits kreisende Erregungen und gibt den Herzmuskelzellen andererseits genug Zeit nacheinander zu kontrahieren und zu erschlaffen, ohne von erneuten Erregungen „gestört“ zu werden!
  • Refraktärzeit: Die Refraktärzeit beschreibt, wie lange eine (Herz‑)Muskelzelle gar nicht (absolut) oder nur sehr schwer (relativ) erneut zu erregen ist.
    • Absolute Refraktärzeit: Die schnellen Natriumkanäle sind während der Plateauphase des Aktionspotentials des Arbeitsmyokards völlig inaktiviert, weshalb kein neues Aktionspotential ausgelöst werden kann
    • Relative Refraktärzeit: Die schnellen Natriumkanäle sind ab ca. −40 mV teilweise wieder aktivierbar, weshalb bereits sehr starke Reize wiederum kleine Aktionspotentiale mit weniger steilem Anstieg auslösen können 
  • Vulnerable Phase der elektrischen Herzaktion: Während der Repolarisationsphase sind Teile des Herzens relativ refraktär, so dass eine neue Erregung ein neues Aktionspotential auslösen kann und es zwischen den erregten und unerregten Teilen des Herzens zu sog. kreisenden Erregungen kommen kann (Da die meisten schnellen Natriumkanäle zu dieser Zeit noch inaktiv sind und die Herzmuskelzelle während der Repolarisation eine sehr hohe intrazelluläre Calciumkonzentration aufweist, reicht bereits ein kleiner Calciumeinstrom zur Auslösung eines erneuten Aktionspotentials. Dieses hat jedoch eine deutlich kürzere Plateauphase und eine verlangsamte Ausbreitungsgeschwindigkeit, was beides die Ausbildung von kreisenden Erregungen begünstigt. Im EKG fällt die vulnerable Phase mit der T-Welle zusammen. ) 

Physiologie

Was ist das Kammerflimmern?

Während der sog. vulnerablen Phase der Herzerregung sind Teile des Myokards bereits relativ refraktär (und damit erregbar) und andere Teile noch absolut refraktär (und somit nicht erregbar). Fällt in diese Phase eine zusätzliche Erregung (bspw. durch eine Extrasystole oder einen Stromstoß), können unphysiologische, kreisende Erregungen in den Ventrikeln entstehen. Eine koordinierte Ventrikelkontraktion ist dann nicht möglich, sodass es zu einem drastischen Abfall des Herzminutenvolumens kommt. Deshalb stellt dieser, je nach Frequenz, als Kammerflattern oder -flimmern bezeichnete Zustand eine akut lebensbedrohliche Situation dar und sollte schnellstmöglich mittels elektrischer Defibrillation durchbrochen werden.

Physiologie

Was ist der Sinn der Repolarisation im Arbeitsmyokard?

Sinn der Repolarisation ist vor allem die Inaktivierung der schnellen Natriumkanäle aufzuheben und so das Auslösen eines neuen Aktionspotentials zu ermöglichen!

Physiologie

Wie nimmt die Calciumleitfähigkeit ab?

Die Calciumleitfähigkeit nimmt unter anderem durch eine negative Rückkopplung ab, da die intrazelluläre Calciumkonzentration durch die Calcium-induzierte Calciumfreisetzung stark erhöht ist.

Physiologie

Wann öffnen die spannungsaktivierten L-Typ-Calciumkanäle?

Diese Kanäle öffnen bereits vor der eigentlichen Plateauphase bei ca −30 mV. Ihr langanhaltender Calciumeinstrom ist jedoch vor allem während der Plateauphase wichtig, da sie das Membranpotential auf etwa 0 mV halten, bevor es während der Repolarisation wieder in Richtung Ruhemembranpotential sinkt.

Physiologie

Wodurch wird das stabile Ruhemembranpotenzial von -90 mV beim Arbeitsmyokard gebildet?

Dieses wird vor allem durch die starke Leitfähigkeit des sog. Einwärtsgleichrichters für Kalium bestimmt, so dass das Ruhemembranpotential des Arbeitsmyokards nahe dem Kaliumgleichgewichtspotential liegt.

Physiologie

Wie entsteht ein Arbeitsmyokard-AP?
AP der Schrittmacherzentren werden über das Erregungsleitungssystem an Arbeitsmyokard weitergeleitet und depolarisieren diese. Hierdurch öffnen sich spannungsaktivierte Calciumkanäle, wodurch Calcium-Ionen in die Muskelzelle einströmen. Calcium bindet an Regulationsproteine der Myofilamente (Troponin) und ermöglicht die Interaktion von Aktin und Myosin. Die Muskelzelle kontrahiert. Der genaue Ablauf der molekularen Interaktion von Aktin und Myosin (sog. Filamentgleittheorie) wird bei den Grundlagen des Muskelgewebes behandelt.
  1. Stabiles Ruhemembranpotential: Bei ca. −90 mV 
  2. Aufstrich und „overshoot“
    1. Erregung der Herzmuskelzelle durch das Erregungsleitungssystem via Gap Junctions → Depolarisation bis ca. −65 mV
    2. Öffnung spannungsaktivierter schneller Natriumkanäle und Schluss des „Einwärtsgleichrichter“-Kaliumkanals
    3. Natriumeinstrom bis zu einem Membranpotential von ca. 30 mV (sog. overshoot) → Schluss aller schnellen Natriumkanäle
  3. Partielle Repolarisation: Nach dem Overshoot öffnen sich kurzzeitig ein Kalium- und ein Chloridkanal, die eine Repolarisation bis auf das Niveau des Plateaus bedingen
  4. Plateauphase des Aktionspotentials
    • Öffnung von spannungsaktivierten L-Typ-Calciumkanälen bei ca −30 mV 
    • Langsamer Calciumeinstrom  → Auslösung der Calcium-induzierten Calciumfreisetzung aus dem SR → Mechanische Kontraktion (s.u.: Elektromechanische Kopplung am Herzen)
    • Elimination des Calciums durch Na+/Ca2+-Austauscher und Ca2+-ATPasen → Muskel relaxiert
  5. Repolarisation 
    1. Langsame Abnahme der Calciumleitfähigkeit 
    2. Öffnung der „verzögerten Auswärtsgleichrichter“-Kaliumkanäle durch Depolarisation → Kaliumausstrom aus der Zelle → Repolarisation
    3. Weiterer Kaliumausstrom durch „Einwärtsgleichrichter“-Kaliumkanäle → Stabilisierung des Ruhemembranpotentials
  6. Stabiles Ruhemembranpotential: Bei ca. −90 mV
  7. Erneuter Aufstrich bei Erregung durch das Erregungsleitungssystem

Physiologie

Was sind die Herzglykoside?

Die sog. Herzglykoside (Digoxin, Digitoxin) kommen in der Natur in Pflanzen der Gattung Fingerhut (lat. „Digitalis“) vor. Sie werden als Reservemittel bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz oder zur Frequenzkontrolle einer Tachyarrhythmia absoluta eingesetzt. Ihr Wirkprinzip beruht darauf, dass sie die Natrium-Kalium-ATPase der Kardiomyozyten hemmen und so indirekt den intrazellulären Calciumgehalt erhöhen. Dadurch steigern sie die Kontraktionskraft (positiv inotrop) und verlangsamen die Erregungsleitung im Herzen (negativ dromotrop).

Melde dich jetzt kostenfrei an um alle Karteikarten und Zusammenfassungen für Physiologie an der Universität Bochum zu sehen

Singup Image Singup Image
Wave

Andere Kurse aus deinem Studiengang

Für deinen Studiengang an der Universität Bochum gibt es bereits viele Kurse auf StudySmarter, denen du beitreten kannst. Karteikarten, Zusammenfassungen und vieles mehr warten auf dich.

Zurück zur Universität Bochum Übersichtsseite

Was ist StudySmarter?

Was ist StudySmarter?

StudySmarter ist eine intelligente Lernapp für Studenten. Mit StudySmarter kannst du dir effizient und spielerisch Karteikarten, Zusammenfassungen, Mind-Maps, Lernpläne und mehr erstellen. Erstelle deine eigenen Karteikarten z.B. für Physiologie an der Universität Bochum oder greife auf tausende Lernmaterialien deiner Kommilitonen zu. Egal, ob an deiner Uni oder an anderen Universitäten. Hunderttausende Studierende bereiten sich mit StudySmarter effizient auf ihre Klausuren vor. Erhältlich auf Web, Android & iOS. Komplett kostenfrei. Keine Haken.

Awards

Bestes EdTech Startup in Deutschland

Awards
Awards

European Youth Award in Smart Learning

Awards
Awards

Bestes EdTech Startup in Europa

Awards
Awards

Bestes EdTech Startup in Deutschland

Awards
Awards

European Youth Award in Smart Learning

Awards
Awards

Bestes EdTech Startup in Europa

Awards

So funktioniert's

Top-Image

Individueller Lernplan

StudySmarter erstellt dir einen individuellen Lernplan, abgestimmt auf deinen Lerntyp.

Top-Image

Erstelle Karteikarten

Erstelle dir Karteikarten mit Hilfe der Screenshot-, und Markierfunktion, direkt aus deinen Inhalten.

Top-Image

Erstelle Zusammenfassungen

Markiere die wichtigsten Passagen in deinen Dokumenten und bekomme deine Zusammenfassung.

Top-Image

Lerne alleine oder im Team

StudySmarter findet deine Lerngruppe automatisch. Teile deine Lerninhalte mit Freunden und erhalte Antworten auf deine Fragen.

Top-Image

Statistiken und Feedback

Behalte immer den Überblick über deinen Lernfortschritt. StudySmarter führt dich zur Traumnote.

1

Lernplan

2

Karteikarten

3

Zusammenfassungen

4

Teamwork

5

Feedback