Paradigmen Und Traditionen Der Beratung Und Intervention an der Universität Bochum | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Paradigmen und Traditionen der Beratung und Intervention an der Universität Bochum

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Analytische Psychologie: Kugel-Metapher der Psyche

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  • Man kann sich die Wahrnehmungsfunktionen (Empfinden und Intuieren), die Urteilsfunktionen (Fühlen und Denken) und die Einstellungsweisen (Extraversion und Introversion)
  • als drei Dimensionen denken, die die Raumachsen einer Kugel bilden, welche wiederum im Wasser des Unbewussten schwimmt.
  • Durch das Ziel der „Individuation“ soll die Kugel

    theoretisch aus dem Wasser gehoben werden, was aber praktisch nicht möglich ist, da der in jedem Augenblick vollbewusste Mensch kein normaler Sterblicher mehr wäre

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Phasen der psychosexuellen Entwicklung

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  • orale Phase – anale Phase – phallische Phase – Latenzphase (– genitale Phase ?)
  • Freud behauptet, Mädchen würden aus der Entdeckung des anatomischen Geschlechtsunterschieds heraus einen „Penisneid“ entwickeln, Jungen eine „Kastrationsangst“
  • Der Ödipuskomplex: resultiert (beim Jungen) aus dem „Wunsch, den Vater zu beseitigen, um ihn bei der Mutter zu ersetzen“; bei Mädchen schwieriger zu bestimmen (Jung spricht vom „Elektrakomplex“). Grundfigur des Beziehungsdreiecks
  • Primärer und sekundärer Narzissmus:
  • primärer N. als „‚objektloser’ oder zumindest undifferenzierter Zustand“ (Laplanche und Pontalis, 1972) nach dem Urbild der totalen Geborgenheit im Mutterleib;
  • sekundärer N. bezieht sich auf Regressionserscheinungen in der späteren Entwicklung, die sich auf den primären N.
    beziehen

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Analytische Psychologie: Ektopsychische Typen

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  • Auf den drei Dimensionen lassen sich entsprechend acht psychische Typen ausmachen
  • Vier von ihnen werden beschrieben als

Der Denktyp: 

  • es herrschen logische Prinzipien vor, nach denen die Welt klar geordnet erscheint – die Gefühle machen ihm jedoch Angst

Der Fühltyp: 

  • besitzt gute Kenntnis seiner Gefühle, ist aber seinen Gedanken hilflos ausgeliefert (z. B. Zwangsgedanken)

Der Intuitionstyp: 

  • fühlt sich von der Realität bedrängt, bildlich bestellt er überall Felder, doch bevor die Ernte reif ist, ist er schon unterwegs zum nächsten Feld

Der Empfindungstyp: 

  • fühlt sich krank, wenn er nicht eine gegebene Realität vor sich hat; die wahrnehmbaren Dinge einer objektiven Realität bestimmen seine Lebenswelt
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Individualpsychologie: Grundannahmen

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  • Begründer: Alfred Adler (1870-1937)
  • Alfred Adler wichtig für KJP:
  • Adlers „Individualpsychologie“ ist eigentlich eine klinische Sozialpsychologie – nicht zu verwechseln mit „Persönlichkeitspsychologie“
  • Adler betont die Ganzheit der Person: statt einer Untergliederung in Instanzen sieht er den Menschen stärker in seinem sozialen Umfeld, und das heißt auch: er sieht die Ansprüche des Individuums im Konflikt zu den Ansprüchen des sozialen Umfelds
  • im Gegensatz zu Freud soziales Umfeld miteinbezogen
  • Adler unterstreicht die Fähigkeit des Individuums zu Wachstum und Entfaltung – insbesondere zur Überwindung von Mängeln
  • Man muss echte, real existierende Personen als eigenständige Person wahrnehmen und ernst nehmen
  • Nicht einfach Leute aus der Kindheit
  • Gründe für Motivation nur begrenzt in Vergangenheit: Begründung in Zukunft, wo man sich drauf zu bewegen will

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Tiefenpsychologie: ODP: die fünf Achsen

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OPD – Die fünf Achsen

Achse I: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen

  • Bsp.: komplexe psychologische Übertragungsdeutungen bei geringem IQ nicht möglich

Achse II: Beziehung

  • Vom Patienten erlebtes Beziehungsverhalten des Untersucher 

  • Vom Untersucher erlebtes Beziehungsverhalten des Patienten und seine eigene Reaktion darauf

  • Perspektive des Klienten

  • Perspektive des Untersuchers

Achse III: Konflikt

  • orale, anale, phallische Phase: wo ist Patient*in hängengeblieben?

Achse IV: Struktur

Achse V: Psychische und psychosomatische Störungen (eigentliche DSM IV Diagnose)

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Persönlichkeitstypen

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Der orale Typ: 

  • fordernde triebhafte Haltung, die kaum zu befriedigen ist
  • orale (Sucht-)Aktivitäten; fordernde Passivität

Der anale Typ: 

  • zwanghaftes Reinlichkeitsverhalten
  • übertriebener Ordnungssinn
  • weitschweifige Reden mit belanglosen Einzelheiten
  • versteckte Feindseligkeit gegen Einmischung von außen
  • Streben nach Autonomie, trotzdem stark abhängig

Der phallische Typ: 

  • Ehrgeiz
  • Draufgängertum, Kaschieren der Furcht vor diesen Aktivitäten
  • ungünstige Bewältigung des Ödipuskomplexes

Der primäre narzisstische Typ:

  • schizoides Verhalten, unklare Ich-Grenzen
  • Idealisierungen von Bezugspersonen, die bei Enttäuschung in Resignation, Hass oder Zynismus umschlagen
  • mögliche Folgen: Depression und Depersonalisation

Der sekundäre narzisstische Typ:

  • Oberflächlichkeit in Beziehungen
  • Angeberei
  • phallisch-exhibitionistische Tendenz, Geltungssucht
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Entstehung der Psychoanalyse Theorie

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  • Traumatheorie: der Fall Anna O. (Breuer) – durch intensives Zuhören und Nachfragen bei zunächst scheinbar sinnlosem Assoziieren der Patientin unter Hypnose findet Breuer schließlich zum Konzept der „Katharsis“; Anna selber kommt zu Begriffen wie „chimney sweeping“ und „talking cure“ 
  • Freud übernimmt das Verfahren der Katharsis durch Hypnose, ist aber bald damit unzufrieden: der Effekt hält nicht lange an, und viele Patienten lassen sich gar nicht hypnotisieren – die Hypnose ist eine zudeckende
    Methode, Freud will aber aufdecken (Erinnern und Ausagieren der Affekte)
  • Freud ersetzt das Verfahren der Hypnose durch das der freien Assoziation – die Couch kommt ins Spiel (Förderung von Regression und entspannter Haltung) – hier soll man möglichst alles, was einem in den Sinn kommt, zensurfrei aussprechen, auch und gerade wenn es zunächst sinnlos oder bruchstückhaft scheint

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Konflikt, Symptombildung und Neurose

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Konflikte können entstehen

  • zwischen den Trieben
  • zwischen widersprüchlichen Ansprüchen der Instanzen bzw. zwischen Wunsch und Abwehr
  • Neurotische Symptombildungen sind dabei ebenfalls als Abwehrformen von Konflikten zu verstehen
  • Konflikte: zwei miteinander ringende Bedürfnisse z.B. Bindung vs. Aggression
  • Die Art der Abwehr hängt mit der jeweiligen psychosexuellen Entwicklung bzw. mit Entwicklungshemmungen zusammen, wenn nämlich eine Fixierung an eine Phase vorliegt, auf die dann eine Regression statt findet (später: „Strukturniveau“). Beispiele:


  • Hysterie und Angstneurose als Regression auf die phallische Phase,
  • Zwangsneurose als Regression auf die anale Phase,
  • Depression als Regression auf die spätere orale Phase und
  • Schizophrenie als Regression auf die frühorale (primär narzisstische) Phase


  • nur bei Bewusstmachung der Regression ist es möglich, dieses Muster zu überwinden und nicht weiter frühkindlich zu reagieren
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Topisches Modell

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  • Bewegt sich zwischen Ausdruck, verbalisieren und Widerstand
  • Kategorisierung des Seelenlebens in „unbewusst“, „vorbewusst“ und „bewusst“;
  • Zugriff auf das Unbewusste begegnet Widerständen; die Bearbeitung dieser Widerstände rückt zunehmend in den Fokus. Widerstandsanalyse
  • Libido (zentrales Motivsystem) als psychische Energie steht im Mittelpunkt einer frühen Theoriebildung, die noch sehr an der Physiologie orientiert ist; eine Neurose entsteht demnach entweder dadurch, dass sich Libido „aufstaut“ (Aktualneurose) bzw. durch symbolischen Ausdruck frühkindlicher Konflikte im Zusammenhang mit der Libidoentwicklung (Psychoneurose)
  • Diese Theorie-Entwürfe weichen mit den
    Jahrzehnten mehr und mehr einer Ich-Psychologie: in
    der späteren Topik des Psychischen ist von den
    allseits bekannten Instanzen „Es“, „Ich“ und „Über-
    Ich“ die Rede

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Traum und Deutung

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  • Grundannahme: Durch Mechanismen wie Verschiebung und Verdichtung bildet sich aus Wunschregungen, aus Bedürfnissen und Ansprüchen des ES ein manifester (entstellter) Trauminhalt
  • durch freie Assoziation kann man zu latenten Traumgedanken „zurück“ gelangen: Ziel ist dabei v. a. die Rekonstruktion des frühkindlichen Konfliktes sowie der typischen Abwehrmuster und „Widerstände“
  • Freud hat allerdings selber „Symbolkataloge“ veröffentlicht und damit das Missverständnis, seine Traumdeutung sei eine Symboldeutung, teilweise selber gefördert
  • Traum als Zugang zu Konflikten
  • Das Unbewusste will im Traum Konflikte lösen, die man im Wachzustand nicht gelöst kriegt 
  • Problemlösende Komponente




• Freud, Traumdeutung, 1900

• Freud, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten


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Verknüpfung oberflächiger und tiefer/unbewusster Angst im Kind und in der Reaktivierung beim Erwachsenen (Weber, 1984)

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Panikattacke

  • Mit die beste Behandlungsprognose
  • Physiologische Reaktionen, die fehlinterpretiert werden
  • Eigentlich liegt da etwas anderes drunter: häufig man ist allein vs mit anderen

 (was liegt ihr zugrunde?)

  • Angst vor Verlust der Liebe des Objekts
  • Trennungsangst: Angst vor Verlust des Objekts
  • Todesangst, Vernichtungsangst, Angst vor Auflösung


  • Frage: Wie könnten wir verhaltenstherapeutisch eine Verknüpfung von phobischer Angst und unbewusst assoziierter Vernichtungsangst auflösen?
  • Ist eine Rückkehr in die biographische Szene therapeutisch notwendig (PA) oder kann eine Abkürzung erfolgen im Sinne einer kognitiven Umstrukturierung von früh erworbenen „Überlebensregeln“?
  • Siehe: früher alleingelassen
  • PA Großer Umweg, kaum effektiv: Mit Psychoedukation besser

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Abwehrmechanismen des Ichs (Anna Freud) (vgl. später Bewältigungsstrategien der Copingforschung)

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  • Verdrängung (Etwas unaushaltbar: in Unterbewusstsein reindrücken)
  • Regression (schließt an Phasen aus Folie 12 an: z.B. ansetzen von Vodka Flasche an Mund auf orale Phase)
  • Reaktionsbildung (Man geht in gegenteilige Haltung, um Konflikt zu regulieren: Umkehrung in Gegenteil, lügen über wahre Gefühle)
  • Isolierung, Trennung von Affekt und Vorstellung (=Kognition)(Panik), man tut so, als würde einen ein Ausspruch nicht verletzen
  • Ungeschehen machen
  • Projektion (der Böse ist andere*r, alles seine Schuld)
  • Introjektion (Identifikation) (Gegenteil von Projektion, Identifikation mit Aggressor)
  • Wendung gegen die eigene Person
  • Sublimierung (Ignorieren von Trieb, Trieb in Kulturgut kanalisieren, Umlenkung der Primärenergie in honorable Leistungen)
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Q:

Analytische Psychologie: Kugel-Metapher der Psyche

A:
  • Man kann sich die Wahrnehmungsfunktionen (Empfinden und Intuieren), die Urteilsfunktionen (Fühlen und Denken) und die Einstellungsweisen (Extraversion und Introversion)
  • als drei Dimensionen denken, die die Raumachsen einer Kugel bilden, welche wiederum im Wasser des Unbewussten schwimmt.
  • Durch das Ziel der „Individuation“ soll die Kugel

    theoretisch aus dem Wasser gehoben werden, was aber praktisch nicht möglich ist, da der in jedem Augenblick vollbewusste Mensch kein normaler Sterblicher mehr wäre

Q:

Phasen der psychosexuellen Entwicklung

A:
  • orale Phase – anale Phase – phallische Phase – Latenzphase (– genitale Phase ?)
  • Freud behauptet, Mädchen würden aus der Entdeckung des anatomischen Geschlechtsunterschieds heraus einen „Penisneid“ entwickeln, Jungen eine „Kastrationsangst“
  • Der Ödipuskomplex: resultiert (beim Jungen) aus dem „Wunsch, den Vater zu beseitigen, um ihn bei der Mutter zu ersetzen“; bei Mädchen schwieriger zu bestimmen (Jung spricht vom „Elektrakomplex“). Grundfigur des Beziehungsdreiecks
  • Primärer und sekundärer Narzissmus:
  • primärer N. als „‚objektloser’ oder zumindest undifferenzierter Zustand“ (Laplanche und Pontalis, 1972) nach dem Urbild der totalen Geborgenheit im Mutterleib;
  • sekundärer N. bezieht sich auf Regressionserscheinungen in der späteren Entwicklung, die sich auf den primären N.
    beziehen

Q:

Analytische Psychologie: Ektopsychische Typen

A:
  • Auf den drei Dimensionen lassen sich entsprechend acht psychische Typen ausmachen
  • Vier von ihnen werden beschrieben als

Der Denktyp: 

  • es herrschen logische Prinzipien vor, nach denen die Welt klar geordnet erscheint – die Gefühle machen ihm jedoch Angst

Der Fühltyp: 

  • besitzt gute Kenntnis seiner Gefühle, ist aber seinen Gedanken hilflos ausgeliefert (z. B. Zwangsgedanken)

Der Intuitionstyp: 

  • fühlt sich von der Realität bedrängt, bildlich bestellt er überall Felder, doch bevor die Ernte reif ist, ist er schon unterwegs zum nächsten Feld

Der Empfindungstyp: 

  • fühlt sich krank, wenn er nicht eine gegebene Realität vor sich hat; die wahrnehmbaren Dinge einer objektiven Realität bestimmen seine Lebenswelt
Q:

Individualpsychologie: Grundannahmen

A:
  • Begründer: Alfred Adler (1870-1937)
  • Alfred Adler wichtig für KJP:
  • Adlers „Individualpsychologie“ ist eigentlich eine klinische Sozialpsychologie – nicht zu verwechseln mit „Persönlichkeitspsychologie“
  • Adler betont die Ganzheit der Person: statt einer Untergliederung in Instanzen sieht er den Menschen stärker in seinem sozialen Umfeld, und das heißt auch: er sieht die Ansprüche des Individuums im Konflikt zu den Ansprüchen des sozialen Umfelds
  • im Gegensatz zu Freud soziales Umfeld miteinbezogen
  • Adler unterstreicht die Fähigkeit des Individuums zu Wachstum und Entfaltung – insbesondere zur Überwindung von Mängeln
  • Man muss echte, real existierende Personen als eigenständige Person wahrnehmen und ernst nehmen
  • Nicht einfach Leute aus der Kindheit
  • Gründe für Motivation nur begrenzt in Vergangenheit: Begründung in Zukunft, wo man sich drauf zu bewegen will

Q:

Tiefenpsychologie: ODP: die fünf Achsen

A:

OPD – Die fünf Achsen

Achse I: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen

  • Bsp.: komplexe psychologische Übertragungsdeutungen bei geringem IQ nicht möglich

Achse II: Beziehung

  • Vom Patienten erlebtes Beziehungsverhalten des Untersucher 

  • Vom Untersucher erlebtes Beziehungsverhalten des Patienten und seine eigene Reaktion darauf

  • Perspektive des Klienten

  • Perspektive des Untersuchers

Achse III: Konflikt

  • orale, anale, phallische Phase: wo ist Patient*in hängengeblieben?

Achse IV: Struktur

Achse V: Psychische und psychosomatische Störungen (eigentliche DSM IV Diagnose)

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Q:

Persönlichkeitstypen

A:

Der orale Typ: 

  • fordernde triebhafte Haltung, die kaum zu befriedigen ist
  • orale (Sucht-)Aktivitäten; fordernde Passivität

Der anale Typ: 

  • zwanghaftes Reinlichkeitsverhalten
  • übertriebener Ordnungssinn
  • weitschweifige Reden mit belanglosen Einzelheiten
  • versteckte Feindseligkeit gegen Einmischung von außen
  • Streben nach Autonomie, trotzdem stark abhängig

Der phallische Typ: 

  • Ehrgeiz
  • Draufgängertum, Kaschieren der Furcht vor diesen Aktivitäten
  • ungünstige Bewältigung des Ödipuskomplexes

Der primäre narzisstische Typ:

  • schizoides Verhalten, unklare Ich-Grenzen
  • Idealisierungen von Bezugspersonen, die bei Enttäuschung in Resignation, Hass oder Zynismus umschlagen
  • mögliche Folgen: Depression und Depersonalisation

Der sekundäre narzisstische Typ:

  • Oberflächlichkeit in Beziehungen
  • Angeberei
  • phallisch-exhibitionistische Tendenz, Geltungssucht
Q:

Entstehung der Psychoanalyse Theorie

A:
  • Traumatheorie: der Fall Anna O. (Breuer) – durch intensives Zuhören und Nachfragen bei zunächst scheinbar sinnlosem Assoziieren der Patientin unter Hypnose findet Breuer schließlich zum Konzept der „Katharsis“; Anna selber kommt zu Begriffen wie „chimney sweeping“ und „talking cure“ 
  • Freud übernimmt das Verfahren der Katharsis durch Hypnose, ist aber bald damit unzufrieden: der Effekt hält nicht lange an, und viele Patienten lassen sich gar nicht hypnotisieren – die Hypnose ist eine zudeckende
    Methode, Freud will aber aufdecken (Erinnern und Ausagieren der Affekte)
  • Freud ersetzt das Verfahren der Hypnose durch das der freien Assoziation – die Couch kommt ins Spiel (Förderung von Regression und entspannter Haltung) – hier soll man möglichst alles, was einem in den Sinn kommt, zensurfrei aussprechen, auch und gerade wenn es zunächst sinnlos oder bruchstückhaft scheint

Q:

Konflikt, Symptombildung und Neurose

A:

Konflikte können entstehen

  • zwischen den Trieben
  • zwischen widersprüchlichen Ansprüchen der Instanzen bzw. zwischen Wunsch und Abwehr
  • Neurotische Symptombildungen sind dabei ebenfalls als Abwehrformen von Konflikten zu verstehen
  • Konflikte: zwei miteinander ringende Bedürfnisse z.B. Bindung vs. Aggression
  • Die Art der Abwehr hängt mit der jeweiligen psychosexuellen Entwicklung bzw. mit Entwicklungshemmungen zusammen, wenn nämlich eine Fixierung an eine Phase vorliegt, auf die dann eine Regression statt findet (später: „Strukturniveau“). Beispiele:


  • Hysterie und Angstneurose als Regression auf die phallische Phase,
  • Zwangsneurose als Regression auf die anale Phase,
  • Depression als Regression auf die spätere orale Phase und
  • Schizophrenie als Regression auf die frühorale (primär narzisstische) Phase


  • nur bei Bewusstmachung der Regression ist es möglich, dieses Muster zu überwinden und nicht weiter frühkindlich zu reagieren
Q:

Topisches Modell

A:
  • Bewegt sich zwischen Ausdruck, verbalisieren und Widerstand
  • Kategorisierung des Seelenlebens in „unbewusst“, „vorbewusst“ und „bewusst“;
  • Zugriff auf das Unbewusste begegnet Widerständen; die Bearbeitung dieser Widerstände rückt zunehmend in den Fokus. Widerstandsanalyse
  • Libido (zentrales Motivsystem) als psychische Energie steht im Mittelpunkt einer frühen Theoriebildung, die noch sehr an der Physiologie orientiert ist; eine Neurose entsteht demnach entweder dadurch, dass sich Libido „aufstaut“ (Aktualneurose) bzw. durch symbolischen Ausdruck frühkindlicher Konflikte im Zusammenhang mit der Libidoentwicklung (Psychoneurose)
  • Diese Theorie-Entwürfe weichen mit den
    Jahrzehnten mehr und mehr einer Ich-Psychologie: in
    der späteren Topik des Psychischen ist von den
    allseits bekannten Instanzen „Es“, „Ich“ und „Über-
    Ich“ die Rede

Q:

Traum und Deutung

A:
  • Grundannahme: Durch Mechanismen wie Verschiebung und Verdichtung bildet sich aus Wunschregungen, aus Bedürfnissen und Ansprüchen des ES ein manifester (entstellter) Trauminhalt
  • durch freie Assoziation kann man zu latenten Traumgedanken „zurück“ gelangen: Ziel ist dabei v. a. die Rekonstruktion des frühkindlichen Konfliktes sowie der typischen Abwehrmuster und „Widerstände“
  • Freud hat allerdings selber „Symbolkataloge“ veröffentlicht und damit das Missverständnis, seine Traumdeutung sei eine Symboldeutung, teilweise selber gefördert
  • Traum als Zugang zu Konflikten
  • Das Unbewusste will im Traum Konflikte lösen, die man im Wachzustand nicht gelöst kriegt 
  • Problemlösende Komponente




• Freud, Traumdeutung, 1900

• Freud, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten


Q:

Verknüpfung oberflächiger und tiefer/unbewusster Angst im Kind und in der Reaktivierung beim Erwachsenen (Weber, 1984)

A:

Panikattacke

  • Mit die beste Behandlungsprognose
  • Physiologische Reaktionen, die fehlinterpretiert werden
  • Eigentlich liegt da etwas anderes drunter: häufig man ist allein vs mit anderen

 (was liegt ihr zugrunde?)

  • Angst vor Verlust der Liebe des Objekts
  • Trennungsangst: Angst vor Verlust des Objekts
  • Todesangst, Vernichtungsangst, Angst vor Auflösung


  • Frage: Wie könnten wir verhaltenstherapeutisch eine Verknüpfung von phobischer Angst und unbewusst assoziierter Vernichtungsangst auflösen?
  • Ist eine Rückkehr in die biographische Szene therapeutisch notwendig (PA) oder kann eine Abkürzung erfolgen im Sinne einer kognitiven Umstrukturierung von früh erworbenen „Überlebensregeln“?
  • Siehe: früher alleingelassen
  • PA Großer Umweg, kaum effektiv: Mit Psychoedukation besser

Q:

Abwehrmechanismen des Ichs (Anna Freud) (vgl. später Bewältigungsstrategien der Copingforschung)

A:
  • Verdrängung (Etwas unaushaltbar: in Unterbewusstsein reindrücken)
  • Regression (schließt an Phasen aus Folie 12 an: z.B. ansetzen von Vodka Flasche an Mund auf orale Phase)
  • Reaktionsbildung (Man geht in gegenteilige Haltung, um Konflikt zu regulieren: Umkehrung in Gegenteil, lügen über wahre Gefühle)
  • Isolierung, Trennung von Affekt und Vorstellung (=Kognition)(Panik), man tut so, als würde einen ein Ausspruch nicht verletzen
  • Ungeschehen machen
  • Projektion (der Böse ist andere*r, alles seine Schuld)
  • Introjektion (Identifikation) (Gegenteil von Projektion, Identifikation mit Aggressor)
  • Wendung gegen die eigene Person
  • Sublimierung (Ignorieren von Trieb, Trieb in Kulturgut kanalisieren, Umlenkung der Primärenergie in honorable Leistungen)
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