Reformation an der Universität Bielefeld

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Himmel und Hölle - Eine Begegnung mit dem Zeitalter Luthers

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Mystik und Scholastik - Luthers Wurzeln 

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Gesetz und Evangelium - Luthers Ringen mit der Schrift 
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Gerechtfertigter und Sünder - Luthers reformatorische Entdeckung

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Kreuz und Liebe - Der Mensch vor seinem Gott

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Verheißung und Zeichen - Luthers Lehre von der Kirche

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Freiheit und Verantwortung - Luthers Person und Weltverständnis als Ausdruck einer radikalen Christologie 
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Glaube und gute Werke - Luthers Grundlegung der Ethik 

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Gemeinde und Gottesdienst - Luthers Alltagstheologie

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Damals und Heute - ein Blick auf Luther zurück nach vorn 

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Ablass
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Martin Luthers Standpunkt zum Thema Ablass

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Beispielhafte Karteikarten für Reformation an der Universität Bielefeld auf StudySmarter:

Reformation

Himmel und Hölle - Eine Begegnung mit dem Zeitalter Luthers
- im 15. Jahrhundert verändert sich das Kaisertum durch einen Umbruch, indem es an Macht verliert
-Staat wird philosophisch begründet
-zweiter Umbruch zur Wende zum 16. Jahrhundert bzw. zur Wende zur Renaissance -> Auflösung der höfischen Kultur (jetzt Kultur des Stadtlebens)
-Schere zwischen Arm und Reich wird größer
-Kirche und Theologie entwickeln sich weiter
-> wird allen zugänglich gemacht 
-Erkenntnisse: Erde dreht sich nicht um die Kirche, sondern ums Sonnensystem
-Missbrauch des Ablasswesen zwang Luther 1517 zum ersten öffentlichen auftreten (95. Thesen)

=> Reformation ist ein gesamteuropäisches Ereignis
=> Ökonomische Ausbeutung und politische Unterdrückung beschrieb die Situation der Bauern 
=> „Renaissancepapsttum“ ist bezeichnend für die kirchenpolitische Schieflage 

Reformation

Mystik und Scholastik - Luthers Wurzeln 

- Luther kam sowohl mit der Scholastik, als auch mit der Mystik viel in Kontakt -> Elternhaus, Schule, Studium, Mönchtum, Doktor der Theologie
- er und seine Theologie sind vom Nominalismus, unterschiedlichen Mystiken und der Scholastik geprägt 
- in seiner Theologie lassen sich Elemente seiner Wurzeln und Elemente aus dem neu entdeckten Fundament der Heiligen Schrift finden 

=> Grundstudium der 7 freien Künste
=> Luther bricht sein Hauptstudium in Jura ab und wird Mönch 
=> Im Ringen mit der Schrift kommt Luther zur reformatorischen Entdeckung 

Reformation

Gesetz und Evangelium - Luthers Ringen mit der Schrift 
- Martin Luther war ein Ausleger der Heiligen Schrift
    -> mit den Schriften des alten und neuen Testament auseinandergesetzt
- Auslegung des Worts Gottes im Zentrum seiner Predigten
- Auseinandersetzung mit der Schrift als ein Kampf
- Luthers hermeneutische Grundsätze: 
   1. die Heilige SChrift ist sich selbst ausgelegt
   2. Jesus Christus als Kriterium für die Wahrheit; nur Christus kann die Bücher und Schriften beurteilen
   3. das Gesetz und das Evangelium unterscheiden zu können, denn nur dann kann er ein richtiger Theologe sein 

=> der Gerechte lebt aus dem Glauben (Glaubensgerechtigkeit)
=> Luther übt Kritik am Ablasswesen
=> 1522 übersetzt er das NT in die „deutsche“ Sprache, 1543 das AT

Reformation

Gerechtfertigter und Sünder - Luthers reformatorische Entdeckung
- Durchbruch der reformatorischen Entdeckung -> als Luther auf die Wörter Glaube, Gerechtigkeit und Leben gestoßen ist
- die Gerechtigkeit des Menschen ist eine passive und keine aktive -> er wird gerecht gemacht
- Verständnis von Sünde und Gnade -> Sünde ist die Wurzel allen Übels; Sünde ist der Selbstrauswurf aus der Geborgenheit der Gottesliebe 
   -> dies geschieht durch das Nicht-Vertrauen, den. Zweifel und den Unglauben 
- nach Luther ist die Gnade unaufgebbar
- nur Gottes Gnade verspricht Erlösung
- Verheißung und Glaube -> Wahrheit ist ein falscher Glaube, denn der Glaube ist als das göttliche im Menschen definiert

=> „Der Mensch kann, auch wenn er sich noch so anstrengt, Gott nicht Genugtuung leisten“
=> Die Gerechtigkeit Gottes ist ein Geschenk 
=> Reformatorische Entdeckung ist ein Prozess

Reformation

Kreuz und Liebe - Der Mensch vor seinem Gott

- Luther emanzipiert sich in negativer und positiver Hinsicht
- Uni in Wittenberg wird zur Reformuniversität
- Glaube hat nach Luther keine Logik
   -> Verhältnis von Glaube und Vernunft bestimmt schon immer die Theologie
- Vernunft ist die höchste Kraft im Menschen 
- Vernunft ohne Gnade ist nichts 
- Ablass ursprünglich: Nachlass der ewigen Sündenstrafen 
- Luther hat eine intensive Berührung mit dem Missbrauch des Ablasswesen
- Mensch muss erkennen, dass Gott Mensch geworden ist, seinetwillen

=> in der Schöfer-Geschöpf-„Relation“ besteht eine Autonomie
=> die 95. Thesen als eine Kritik am mittelalterlichen Bußinstitut
=> in den Thesen geht es um die Nicht-Bedeutung des menschlichen Werkes vor Gott in Bezug auf sein Heil

Reformation

Verheißung und Zeichen - Luthers Lehre von der Kirche
- Luther wird aufgefordert seine Ansichten zu widerrufen
- Luther spricht der römischen Kirche das Recht ab
- Autörität des Papstes und des Konzils ist ernsthaft in Zweifel gezogen
- Heilige Schrift als Autorität an die Stelle des Papstes und des Konzils
- Oberhaupt ist Christus allein
- Bischof ist ein Diener des Wortes Christi
- 1520: Drei Kennzeichen der Kirche: Taufe, Abendmahl und Evangelium 
- Christen müssen gegen Antichristen vorgehen 

=> mit dem Priestertum aller Gläubigen definiert Luther einen neuen Kirchenbegriff
=> Papst Leo X droht Luther zum schweigen zu bringen -> Luther lässt sich nicht unterkriegen
=> Luther schafft ein neues Sakrament-Verständnis (Taufe und Abendmahl)

Reformation

Freiheit und Verantwortung - Luthers Person und Weltverständnis als Ausdruck einer radikalen Christologie 
- der Mensch selbst ist ein Mensch im Widerspruch -> Sünder und Gerechter 
- auf das innere und äußere des Menschen muss achtgegeben werden -> es ist wie von Gott gewollt und das muss respektiert werden
- Vertrauen verdient allein das Verheißungswort Gottes
- Obrigkeit: Gottes Wille in der Welt zum Durchbruch und Sieg zu verhelfen; für Recht und Ordnung sorgen 
- Würde des Menschen ist begründet in Schöpfung

=> „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemanden untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan“
=> „Das unverwechselbare Wort Gottes ist der Grundstein für alles“ (sola scriptura)
=> Luther unterstellt den Christenmenschen der Obrigkeit 


Reformation

Glaube und gute Werke - Luthers Grundlegung der Ethik 
- Theologie und Ethik gehören eng zusammen 
- Ethik ist die Lehre vom rechten verhalten—> bei der Frage nach dem rechten Verhalten geht es immer um die Frage nach dem rechten Glauben 
-gutes Werk ist die notwendige Folge der Glaubensgerechtigkeit, aber nie deren Ursache
-Gott sieht die Person an, nie das Werk
- Christ soll sich um den Nächsten kümmern
- Stolpersteine und Scheitern sind Elemente des Lebens
- kein Werk eines Christ ist vollkommen -> er weiß, dass er nicht besser ist als andere
- Wohltun erfordert Gehorsam und Gehorsam erfordert Wohltun

=> Gott sieht die Person an, nicht das Werk
=> die Eltern haben einen christlichen Erziehungsauftrag
=> Bildung ist ein wichtiges Element recht verstandener christlicher Freiheit

Reformation

Gemeinde und Gottesdienst - Luthers Alltagstheologie
- Leben ist von Gott geschenkt 
- Sonntag ist heilig
- man sollte sich seiner Vergänglichkeit bewusst sein 

=> Das Wort als zentrale Elemente des Gottesdienst
=> Die Predigt darf zu keinem Geplärre verkommen 
=> Luther verfasst Katechismen für den `Laien´ 

Reformation

Damals und Heute - ein Blick auf Luther zurück nach vorn 
=> Luther als Privatmensch, Theologe, Dichter und Übersetzer
=> Luthers Geschichte als eine Kritik an Scheinwelt
=> Luthers Geschichte als Verweis auf Fragen und Sehnsüchte 

Reformation

Ablass
- kirchlicher Gnadenakt, durch den Sündenstrafen erlassen werden
- von den Zahlungen wurde die römische Kirche finanziert
- Ablassthesen machen Luther zum Feind der Kleriker -> Kritik am Ablass
- Intention Luthers: eine Diskussionsgrundlage zum Thema Ablass, keine Spaltung 

Reformation

Martin Luthers Standpunkt zum Thema Ablass
- Luther klagt den Missbrauch am Ablasswesen an
- tritt 1517 aus dem Grund erstmals auf 
- verfasst wegen der Diskussion um den Ablass die 95. Thesen
- nach Luther reicht der Glaube an Gott
- Luther bezieht sich dabei auf die Schriften: sola scriptura, solus christus, sola gratia und sola fide 
- Luther sieht den Missbrauch darin, dass die Kirche/ der Papst das Geld für ihre Zwecke benutzt
- ein Gegner Luthers ist Papst Leo X
- Luther kritisiert das Unrecht der Kirche 

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