Psychologische Trainingsformen an der Universität Bielefeld

Karteikarten und Zusammenfassungen für Psychologische Trainingsformen an der Universität Bielefeld

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Wodurch wird die Motivation bestimmt?

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Was versteht man unter der Leistungszieltheorie?

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Was versteht man unter der Zuordnungstheorie?

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Was versteht man unter der Selbstbestimmungstheorie?

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Was versteht man unter der Zielsetzungstheorie?

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Wie sind die Begriffe Erregung und Stress definiert?

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Welche Effekte hat Stress und was besagt das Yerkes-Dodson-Gesetz?

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Was besagen Hanins Zonen des optimalen Funktionierens?

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Was versteht man unter Coping?

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Was ist Angst?

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Welche Komponenten der Angst gibt es und was sind Zustands- und Eigenschaftsangst?

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Was sind Quellen von Stress und Angst?

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Psychologische Trainingsformen

Wodurch wird die Motivation bestimmt?

3 Ansichten 

  • was Leute motiviert: Eigenschaften einer Person (Persönlichkeit, Ziele & Bedürfnisse) bestimmen die M.
  • Situation an sich bestimmt die M.
  • Kombination aus Situation und Eigenschaften einer Person bestimmt die M. (am meisten benutzt von Sportpsychologen)

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Was versteht man unter der Leistungszieltheorie?

Leistungsziel Theorie: (Erfolgsverhalten eines Athleten abhängig von seiner Wahrnehmung von Erfolg in unters. Situationen) (achievement goal theory)

  1. Aufgabenorientiert: subjektive Indizien für Erfolg (Selbstverbesserung)
    • → mehr Bemühung, Kooperation und Wille zum Lernen, verbessert Selbstbewusstsein, meistens länger im Sport
  2. Egoorientiert: bessere Leistung als andere Athleten erzielen (Erfolg misst sich durch gewinnen) 
    • → verhindert Selbstbestimmtheit, blockt intrinsische Erfahrung, eher anfällig für Burnout
  3. → kann durch Umfeld (Kindheit, Erziehung) beeinflusst werden
  4. → Kritik: Überschneidung im echten Leben (ego und- aufgabenorientiert), unters. Erfolgsziele in spezifischen Situationen, Ziel kann sich während Wettkampf/Spiel verändern

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Was versteht man unter der Zuordnungstheorie?

Zuordnungstheorie: (wie Athleten ihre Erfolge/Misserfolge begründen/erklären) (attribution theory)

  1. Stabilität: 
    • Stabil: gleicher Grund
    • schwankend: Gründe wechseln
  2. Ort der Ursache:
    • Intern: Begründungen beziehen sich auf persönliche Gründe (schlechte Tagesform)
    • Extern: Begründungen beziehen sich auf äußere Umstände (nasser Boden = ausgerutscht)
  3. Ort der Kontrollierbarkeit:
    • Kontrollierbar: einen Faktor den man beeinflussen kann (eigener Aufschlag)
    • Nicht kontrollierbar: einen Faktor den man nicht beeinflussen kann (Aufschlag des Gegners)
  4. → Tendenz: Anerkennung für Erfolg und Vorwurf für Misserfolg, Gewinner begründen ihre Erfolge/Misserfolge mit internen, persönlichen und kontrollierbaren Faktoren
  5. → Kritik: Erfolg/Misserfolg subjektiv (liegt im Auge des Betrachters z.B. unters. Ziele), genereller Optimismus führt zu mehr Motivation 

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Was versteht man unter der Selbstbestimmungstheorie?

Selbstbestimmungstheorie: self- determination theory 

  1. Motivation für ein bes. Verhalten ist abhängig davon, inwieweit die drei psychologischen Grundbedürfnisse (Kompetenz, soziale Eingebundenheit und Selbstständigkeit) befriedigt werden können (je besser befriedigt desto höher Motivation und Wohlbefinden)
  2. 3 Typen von Motivation:
    • Intrinsisch: der Antrieb, etw auszuüben aufgrund der Aktivität an sich und der dabei entstehenden Freude und Vergnügen (höchster Grad an Selbstbestimmung)
    • Extrinsisch: Ausübung einer Aktivität aufgrund externer Faktoren (Geld, Trophäen, Lob..)
    • Amotivation: es werden keine Absichten mit der Aktivität verfolgt
  • 2 Arten von Trainern:
    1. Unterstützender Coach: befriedigt alle 3 Grundbedürfnisse seiner Athleten und bietet emotionale Unterstützung, Tipps und Beratung
    2. Kontrollierender Coach: kann die 3 Grundbedürfnisse aktiv schwächen und ????
    3. 3 Faktoren die die Art von Trainer beeinflussen:
      • Persönliche Orientierung
      • Coaching Kontext
      • Wahrnehmung des Verhaltens und der Motivation der Athleten

→ unterstützender Coach und Reduzierung von Kontrolle

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Was versteht man unter der Zielsetzungstheorie?

Zielsetzungstheorie: goal-setting

  1. Spezifisches Ziel: klar und erreichbar
  2. Nähe des Ziels: befristet
  3. Schwierigkeit des Ziels: mäßig anspruchsvolle Ziele 
  4. Bsp. SMART = s= spezifisch, m= messbar, a= Aktionsbezogen (ins Gym gehen), r= realistisch, t= time (Zeitplan)
  5. SCORE

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Wie sind die Begriffe Erregung und Stress definiert?

Erregung

  1. physiologische und psychologische Aktivierung des Organismus
  2. ist neutral
  3. Grad der Erregung bestimmt die physischen und psychischen Reaktionen

Stress 

  1. Komplexes unspezifisches Reaktionsmuster eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeiten zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten
  2. Kampf-oder-Flucht-Reaktion → evolutionär entwickelte Reaktion mit dem Ziel der Überlebenssicherung 
  3. Sympathikus → Nebenniere gibt im erhöhten Maße Noradrenalin und Adrenalin ab  
  4. Hypothalamus → Ausschüttung von hormonellen Botenstoffen (darunter corticotropin-releasing Hormon) → Hormon wirkt auf Hypophyse → Freisetzung von weiterem Hormon (ACTH) → ACTH bindet an Nebennierenrinde → Synthese von Kortisol

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Welche Effekte hat Stress und was besagt das Yerkes-Dodson-Gesetz?

Effekte durch Stress:

  • Atembeschleunigung
  • Erhöhte Schmerztoleranz
  • Erhöhter Blutdruck
  • Erhöhung der Herzschlagfrequenz
  1. Beziehung zw Qualität der Leistung & Erregungsniveau (Yerkson-Dodson-Kurve) 
    • U-förmig aber umgedreht
    • Optimales Stresslevel = optimale Leistung
    • Meistens: Stresslevel zu hoch → Leistungsminderung → blockiert Fähigkeiten sich zu konzentrieren, zu analysieren und zielgerichtet zu handeln
  2. Kritik an dieser Kurve: individuelles Erregungslevel

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Was besagen Hanins Zonen des optimalen Funktionierens?

  • Hanin´s Zonen des optimalen Funktionierens:
    • Optimales Level der Zustandsangst: variiert je nach Individuum
    • Optimales Level ist kein Hochpunkt, sondern eine Bandweite

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Was versteht man unter Coping?

Stressbewältigung (coping)

  • Emotionszentriertes Coping: Situation unausweichlich deshalb Linderung der Belastungssymptome → Ablenkung, Neubewertung, Herunterspielen z.B. direkter Gegnerkontakt beim Fußball

Situationszentriertes Coping: Situation ist kontrollierbar deshalb aktive Einflussnahme → Strategien, Taktiken, Informationen z.B. Stolpern beim Marathon 

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Was ist Angst?

Angst

  1. Ein ungerichteter Gefühlszustand, der sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert
  2. Im Sport:
    • Auf die Zukunft gerichtet und Fokus auf sich selbst z.B. „Ich habe Angst das ich keine gute Leistung erbringe“
    • Nicht eindeutig wovor man Angst hat
  3. Abgrenzung zu Furcht:
    • Auf die Gegenwart gerichtet
    • Eindeutige Gefahrenquelle z.B. bes. Gegner
    • Dauert kürzer

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Welche Komponenten der Angst gibt es und was sind Zustands- und Eigenschaftsangst?

Komponenten der Angst (3)

  • Kognitive Angst: negative Erwartungen und Sorgen an/über sich selbst in der momentanen Situation und die daraus potenziell entstehenden Konsequenzen
  • Körperliche Angst: negative Wahrnehmung der körperlichen Reaktionen/Antworten in einer stressigen Situation
  • Verhaltensangst: ungewöhnliche Veränderungen in der Kommunikation und in spezifischen Verhaltensmustern
  1. Zustandsangst (state anxiety)
    • Aktuelles Angstgefühl
    • Vorübergehender emotionaler Zustand 
    • Weil: Person schätzt Situation als bedrohlich ein 
    • Bsp.: Fußballspieler = nervös vor dem Spiel → Spiel beginnt: wird gelassener
  2. Eigenschaftsangst (trait anxiety)
    • ÄNGSTLICHKEIT → Tendenz ungefährliche Situationen als bedrohlich einzuschätzen
    • Nicht an Situation gebunden
    • Angst als Eigenschaftsmerkmal
    • Bsp.: 2 Spieler erfahren während des Elfmeterschießens ein unterschiedliches Maß an Ängstlichkeit → Spieler 1: nervös, Spieler 2: erfährt die Situation als sehr bedrohlich 

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Was sind Quellen von Stress und Angst?

Quellen von Stress und Angst:

  1. Situationsbedingte Quellen: je wichtiger das Event desto mehr Stress; je höher die Ungewissheit desto mehr Stress

Persönliche Quellen: Person mit hoher Eigenschaftsangst wird Situationen als stressiger und bedrohlicher wahrnehmen; Selbstwertgefühl: Person mit wenig Selbstvertrauen und Zustandsangst → mehr Stress

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