MPH 21: MPH 21: Methoden der Epidemiologie und Biostatistik an der Universität Bielefeld

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Was machen Epidemiolog*innen?

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Wie lässt sich Güte von Screening Verfahren messen/ bewerten?

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Was unterscheidet Punkt- und Periodenprävalenz?

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Welche Ziele verfolgt die Epidemiologie? Und in welche drei Bereiche lässt sie sich unterteilen?

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Wieso benötige ich die ARR, die absolute Risikoreduktion bzw. Risikodifferenz?

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Was bedeutet "Number Needed to Treat"?

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Welche Maße geben Auskunft über die Wirksamkeit eines Screening-Tests?

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Nachteile von RCT's

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Was ist das präzisere Maß: kumulative Inzidenz oder Inzidenzrate (bzw.-dichte)? und warum?

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Warum ist Statistik wichtig?

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Wie nennt man beschreibende Statistik? Und wofür wird diese benötigt?

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Was macht die schließende Statistik?

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MPH 21: MPH 21: Methoden der Epidemiologie und Biostatistik

Was machen Epidemiolog*innen?

BESCHREIBEN
oder Verteilung von Krankheitsfällen in der Bevölkerung
ound von deren Verläufen (Epidemiekurven);
oIdentifizieren von Ausbrüchen (Outbreaks)

ANALYSIEREN
ovon möglichen Einflussgrößen (Ursachen) von Krankheiten;
oHerstellen von kausalen Zusammenhängen
(mit Noroviren belastete Erdbeeren sind die eindeutige Ursache)
oQuantifizieren der Stärke von Zusammenhängen

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Wie lässt sich Güte von Screening Verfahren messen/ bewerten?

Durch Berechnung der Eigenschaften des Tests mittels Sensitivität, Spezifität, positiver Vorhersagewert und negativer Vorhersagewert

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Was unterscheidet Punkt- und Periodenprävalenz?

Die Punktprävalenz bezieht sich auf einen Zeitpunkt und beschreibt den Anteil der Erkrankten oder Exponierten (z.B. Raucher) zu diesem Zeitpunkt. Sie ist somit ein Anteilsmaß (Proportion) und wird in % angegeben.


Die Periodenprävalenz ist eine Rate und bezieht sich hingegen auf einen Zeitraum. Sie erfasst sowohl die prävalenten Fälle als auch die inzidenten Fälle und setzt diese in Beziehung zur Gesamtbevölkerung. Vorteil: Anders als bei der Inzidenz bleiben auch bereits Erkrankte in der Bezugsbevölkerung.

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Welche Ziele verfolgt die Epidemiologie? Und in welche drei Bereiche lässt sie sich unterteilen?

1. Das Ausmaß und die Häufigkeit von Erkrankungen in der Bevölkerung feststellen
2. Die natural history (den unbeeinflussten Verlauf) und die Prognose von Erkrankungen untersuchen
3. Die Ursachen einer Erkrankung und ihre Risikofaktoren identifizieren
4. Neue präventive und therapeutische Ansätze
sowie neue Wege in der Gesundheitsversorgung evaluieren
5. Grundlagen für politische und gesellschaftliche Entscheidungen schaffen


Bereiche:

  • Deskriptive Epidemiologie
  • Analytische Epidemiologie
  • Experimentelle Epidemiologie

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Wieso benötige ich die ARR, die absolute Risikoreduktion bzw. Risikodifferenz?

In klinischen Studien möchte man wissen welcher Wirkstoff ungünstige Ereignisse eher reduziert. Mit dem ARR kann ich die absolute Risikodifferenz zwischen zwei Studienarmen (z.b. neuer Wirkstoff vs. Standardtherapie) ermitteln. Sie ist die Differenz aus den beiden absoluten Risiken (IR). In der Vierfelder-Tafel löse ich dafür zunächst nach ungünstigen Ereignissen auf und erhalte die jeweiligen absoluten Risiken. Dann subtrahiere ich das IR (neu) vom IR (alt) der beiden Therapiegruppen.


Falls der Wert.

ARR > 0 Die neue Therapie ist überlegen

ARR = 0 kein Unterschied

ARR < 0 Die alte Therapie ist überlegen


Der Kehrwert der ARR heißt NNT

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Was bedeutet "Number Needed to Treat"?

Dabei handelt es sich um ein Maß aus der RCT, bei der man ermitteln will wieviele Personen mit der neuen Therapie behandelt werden müssen um einen Adverse Event (z.B. Tod) zu vermeiden. Sie hängt stark von der ARR ab. denn sie ist deren Kehrwert: 


NNT = 1 / ARR

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Welche Maße geben Auskunft über die Wirksamkeit eines Screening-Tests?

Sensitivität: Anteil der Erkankten die als krank erkannt werden (Empfindlichkeit des Tests)


Spezifität: Anteil der Gesunden, die als gesund erkannt werden. (Erkennung der Abwesenheit der Krankheit)


Positiver Vorhersagewert: Wahrscheinlichkeit, dass bei positivem Test tatsächlich eine Krankheit vorliegt. Anteil der korrekterweise positiv getesteten. a / (a+b)


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Nachteile von RCT's

geringe externe Validität

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Was ist das präzisere Maß: kumulative Inzidenz oder Inzidenzrate (bzw.-dichte)? und warum?

Die Inzidenzrate ist das präzisere Maß, denn sie berücksichtigt Veränderungen in der Population durch demografische Ereignisse, indem sie die Personenjahre unter Risiko als Bezugsbevölkerung ermittelt und diese an die Stelle der mittleren Bevölkerung im Nenner (kumulative Inzidenz) platziert.

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Warum ist Statistik wichtig?

  • Mit Statistik lasse sich Informationen und Zusammenhänge objektiver organisieren und besser austauschen als über Erfahrungsberichte.
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse setzen sich nur durch, wenn sie durch (gute) Studien, deren Erkenntnisse (gut) publiziert wurden, abgesichert sind.
  • Wer biomedizinische Literatur lesen möchte, braucht grundlegende statistische Kenntnisse
  • Wer klinische oder epidemiologische Studien durchführen möchte, braucht grundlegende statistische Kenntnisse.

MPH 21: MPH 21: Methoden der Epidemiologie und Biostatistik

Wie nennt man beschreibende Statistik? Und wofür wird diese benötigt?

In der sog. deskriptiven Statistik werden Daten strukturiert, zusammengefasst, grafisch dargestellt und mit geeigneten Kenngrößen beschrieben.

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Was macht die schließende Statistik?

Die induktive Statistik ermöglicht den
Schluss über den Beobachtungsbereich
hinaus auf die zugrunde liegende Grundgesamtheit.
Mit diesen Methoden lassen
sich Hypothesen, die vor Studienbeginn
aufgestellt werden, überprüfen und
statistisch absichern.

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Karlsruher Institut für Technologie

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Methodologie und Methoden der Sicherheitstechnik an der

Bergische Universität Wuppertal

Epidemiologie und Medizin an der

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