Kostenmanagent in der Produktentwicklung an der TU München

Karteikarten und Zusammenfassungen für Kostenmanagent in der Produktentwicklung an der TU München

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Ziele des Variantenmanagements

Externe Ursachen auf Produkt- und Teilevielfalt

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Probleme (Kosten) durch Varianten,
Vorteile durch Variantenverringerung

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Gestaltungsregeln für spanende Verfahren

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Vorteile Nachteile von Leistungstiefenverringerung („Fertigungstiefe Null“)

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Nenne 2 Arten von Fertigung Bezeichne die und gib vor-- Nachteile

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Regeln zu Baugröße und Stückzahl

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Gründe für Kostensenkung bei zunehmender Stückzahl

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Regeln für kostengünstige Konzepte

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Nachteile der Zuschlagskalkulation

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Aussagen der Deckungsbeitragsrechnung

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Wozu dient die Teilkostenrechnung?

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Regeln zur Verringerung der Produkt- und Teilevielfalt

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Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Ziele des Variantenmanagements

Externe Ursachen auf Produkt- und Teilevielfalt

• Bedienen des Marktes nur mit den nötigen Varianten, deshalb vorbeugend wenig Varianten entstehen lassen.
Reduzieren der vorhandenen Varianten.
Dadurch
• Verringerung der Durchlaufzeiten,
• Verringerung der direkten und indirekten Kosten.

Problem
• „Komplexitätskosten“ usw. können nicht in der „normalen“ Kostenrechnung ermittelt werden.

Externe Ursachen auf Produkt- und Teilevielfalt

Länderspezifische Abänderungen zur Exportfähigkeit von Produkten.
Gesetzliche Auflagen, Normen, Richtlinien …
• Zunahme der Marktkomplexität -> Individuellere Produkte.
• Angebot einer kundenspezifischen Lösung (Differenzierung) als Türöffner für Folgeaufträge.
• Starke Markt– und Kundenorientierung.
Technologischer Fortschritt.
• Unterschiedliche ergonomische Anforderungen (Anatomie der Bevölkerung).
Klimatische Umgebungsbedingungen.
Plagiatschutz.

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Probleme (Kosten) durch Varianten,
Vorteile durch Variantenverringerung

Probleme
• 400 % mehr Teilenummern von 1975 bis 1985
• 50 % der Varianten sind überflüssig
• 50 % der Investitionen sind komplexitätsbedingt
• 80 % der Tätigkeiten sind nur mittelbar wertschöpfend
Vorteile von Variantenmanagement (Eigenschaften erfolgreicher Unternehmen)
• Geringe Produktvielfalt
• Geringe Kundenvielfalt
• Weniger Lieferanten
• Segmentierung in der Fertigung
(nicht „Werkstattprinzip“ sondern „Fertigungsinseln“)
• Verringerung der Fertigungstiefe

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Gestaltungsregeln für spanende Verfahren

• Möglichst wenig zerspanen (Bearbeitungsflächen vorstehen lassen).
• Möglichst wenig fein bearbeiten (Oberfläche rauh lassen).
• Möglichst grobe Toleranzen verwenden (so gut wie nötig, aber so billig wie möglich).
• Bearbeitungsflächen nicht schiefwinklig gegeneinander anordnen (erfordert Aufspannen auf Winkeltisch).

• An einem Teil geometrisch gleiche Gestaltzonen (gleiche Lochdurchmesser, Gewinde, Ausrundungsradien, gleiche Kegel), gleiche Werkzeuge und (genormte) Lehren verwenden. An Fertigungsfamilien denken!

• Komplizierte Teile sind oft billiger zu bearbeiten, wenn sie geteilt konstruiert (Differentialbauweise), getrennt bearbeitet und wieder montiert werden.
• Alles in einer Aufspannung bearbeiten. Dies ist kostengünstiger und genauer als beim Umspannen.
• Große Werkzeugradien vorsehen, wodurch höhere Schnittgeschwindigkeiten, z. B. beim Fräsen ermöglicht werden.
• Auf gute Spannmöglichkeit achten, da bei modernen Maschinen hohe Zerspankräfte.
• Bemaßung von einem Koordinatenursprung aus vornehmen (Winkelmaße in achsparallele Koordinatenmaße umrechnen).

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Vorteile Nachteile von Leistungstiefenverringerung („Fertigungstiefe Null“)

Vorteile
• mehr Flexibilität bei schwankender Auslastung (geringere fixe Kosten)
• niedrigere Kosten durch niedrigere Einstandspreise
• schnellere Lieferung bzw. Reaktionsvermögen
• spezielles Know-how des Lieferanten
• mehr Kapazität für Kernkompetenz
• weniger Kapitalbindung für eigene Fertigung
• Klare Schnittstellen = Fehler werden aufgedeckt
• Kein Fertigungsmonopol der eigenen Werkstatt

Nachteile
• Know-how-Verlust an Zulieferer, u. U. sogar an Konkurrenz
• evtl. ungenügende Qualität
• Lieferausfall bei Konkurs/Verkauf/Streik oder durch Mängel in der Logistik
• höhere Kosten für Abstimmung mit dem Lieferanten (Qualifizierung usw.)
• Optimierung der Konstruktion auf die Fertigungstechnik schwieriger

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Nenne 2 Arten von Fertigung Bezeichne die und gib vor-- Nachteile

Einzelfertigung: „die Konstruktion wird auf die vorhandene Fertigung ausgerichtet“ 
Das Produkt durchläuft die Werkstätten (Dreherei, Schleiferei, Härterei ) der Reihe nach.

+ Vorteil: flexibel
– Nachteil: Nicht optimal für jedes Produkt (Baugröße, Stückzahl)

Großserienfertigung: „die Fertigung wird auf die Konstruktion ausgerichtet“

Für jedes neue Produkt wird eine neue, individuelle, optimale „Fertigungsstraße“ eingerichtet.
+ Vorteil: optimale Fertigung, geringe Fertigungskosten
– Nachteil: weniger flexibel

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Regeln zu Baugröße und Stückzahl

• Sehr große Teile und Produkte von 1 000 kg Gewicht haben hohe Material- (und Wärmebehandlungs-) Kosten.
-> Wenig + kostengünstiges Material!
− Fertigungskosten aus Einzelzeiten durch Vermeidung von Fertigungsvorgängen und rationellere Fertigungsverfahren verringern.
− Wahl von leicht zu verarbeitendem Material prüfen!
• Kleine Teile und Produkte bei Einzelfertigung haben hohe Fertigungskosten aus Rüstzeiten.
-> Höhere Losgrößen, Gleichteilkonstruktion, Teilefamilienbildung, Baureihen- und
Baukastenkonstruktion!
Die Kostenstrukturen kleiner und mittelgroßer Teile und Produkte nähern sich bei
Großserienfertigung denen großer Teile in Einzelfertigung an.

Die Material- und Fertigungskosten aus Einzelzeiten überwiegen, die Fertigungskosten aus
Rüstzeiten werden pro Stück gering. Sie sind aber insgesamt über der ganzen Stückzahl
nicht vernachlässigbar!

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Gründe für Kostensenkung bei zunehmender Stückzahl

Die Stückzahl ist eine der Einflussgrößen auf Kosten!
Die Kostenverringerung wird im wesentlichen erreicht durch:
• Aufteilung einmaliger Kosten
• Trainiereffekte
• leistungsfähigere Fertigungsverfahren
• Rüstzeitdegression
• Mengenrabatt
• Rationalisierungsmaßnahmen im Lauf der Zeit
• optimierte Konstruktionen (auf Fertigung hin, optimiert durch FEM usw.)

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Regeln für kostengünstige Konzepte

• Einfache Funktionsstruktur
• Starke Effekte, wenig Störgrößen
• Einfache Wirkflächen und -bewegungen (Rotation)
• Parallelschalten von Wirkflächen
• Geringe Komplexität und Baugröße
• Höhere Geschwindigkeit, Drehzahl, Druck …
• Funktionsvereinigung
•Integralbauweise

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Nachteile der Zuschlagskalkulation

• Einfache, standardisierte Produkte werden zu teuer (d. h. wenig Aufträge), Sonderkonstruktionen zu „billig“ verkauft (d. h. mehr Aufträge, aber Verlust!).
• Wenn Einzel- und Kleinserie bei einem Produkt wechseln, fällt die Kostensenkung für die Serie zu gering aus.
• Stark vereinfachte Kalkulationsverfahren (Gewichtskostenkalkulation) führen zu falschen Maßnahmen zur Kostensenkung.
• Die Verfälschung der Einflüsse Stückzahl, Baugröße, Komplexität und Neuheit prägt auch die „Mentalität“ des Verkaufs (Umsatz statt Gewinn!).
• … man muss aber mit der vorhandenen Kalkulation leben!
-> Sinnvoll arbeiten!

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Aussagen der Deckungsbeitragsrechnung

1. Stückzahl, Auslastung erhöhen!
2. Erlöse erhöhen, fixe und variable Kosten senken.
3. Aufträge mit hohen Deckungsbeiträgen bevorzugen.
4. Variable (entscheidungsabhängige) Kosten betrachten.
5. Kurzfristig oder bei Teilen des Produktionsprogramms kann man aus „strategischen“ Gründen Preise unter Selbstkosten akzeptieren.
6. Preise über variablen Kosten bringen immer noch einen Deckungsbeitrag!

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Wozu dient die Teilkostenrechnung?

wegen folgenden Fragen:
• Selbst fertigen oder kaufen?
• Entscheidung nicht nur wegen Kosten! (Kapazität, Termine, Patente, Know how, Politik … Kosten)
• Selbst oder fremd entwickeln?
• Kapazität vorhanden?
• Nur Kapazität für Produkt/Bauteil A oder B?
• Zusammensetzung Produktprogramm
• Investition für Eigenfertigung nötig? -Wahl des Fertigungsverfahrens

Kostenmanagent in der Produktentwicklung

Regeln zur Verringerung der Produkt- und Teilevielfalt

• Varianten so gestalten, dass sie möglichst spät im Fertigungsprozess, z. B. erst bei der Endmontage, realisiert werden
• Aus Sicht der Fertigung und Montage formähnliche und bearbeitungsähnliche Teile in
Fertigungsfamilien zusammenfassen
Teilenormungsgrad erhöhen
Konstruktive Teilefamilien bilden
• Integralbauweise bevorzugen
• Maßnahmen zur Rüstkostenverringerung einsetzen („Schnellrüsten“)
Organisatorische Maßnahmen (Wiederholteilsuche …) einführen
Baureihen und
Baukästen bilden

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