IB 1 Grundlagen

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Realismus
Strukturen und Strukturwirkung: Welche Polaritäten zwischen Staaten kann es im internationalen System geben? Welche Auswirkungen haben diese auf das internationale System?

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Struktur und Strukturwirkung: Welche Folgen hat die Machtkonkurrenz im System der Anarchie für das internationale System (neben Unsicherheit)?

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Prozess und Interaktion: Beschreibe den Unterschied zwischen positiver und negativer Handlungskoordination!

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Strukturen und Strukturwirkung: Welche Auswirkung haben offensive/defensive Militättechnologien auf die Unsicherheit im int. System?

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Strukturen und Strukturwirkung: Was ist ein Hegemon?

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Strukturen und Strukturwirkung: Worin unterscheiden sich offensive von defensiven Großmächten?

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Wie lautet die Kernhypothese des Realismus?

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Dynamik: Was ist der Hegemoniezyklus?

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Prozess und Interaktion: Beschreibe das Konzept des Machtgleichgewichts!

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Prozess und Interaktion: Beschreibe das Sicherheitsdilemma anhand der Spieltheorie (Gefangenendilemma)!

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Strukturen und Strukturwirkung: Welche Auswirkungen hat die Anarchie im int. System für Staaten?

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Strukturen und Strukturwirkung: Worin liegt der Unterschied zwischen offensiven und defensiven Realismus? Welche Position vermittelt zwischen den beiden Extremen?

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IB 1 Grundlagen

Realismus
Strukturen und Strukturwirkung: Welche Polaritäten zwischen Staaten kann es im internationalen System geben? Welche Auswirkungen haben diese auf das internationale System?

Unipolarität und Hegemonie: Wirkung der Anarchie wird abgeschwächt, weil sich eine Zentralisierung und Monopolisierung von Macht abzeichnet. D.h. Der Hegemon kann im int. System für Sicherheit und Ordnung sorgen. Machtkonkurrenz nimmt ab, Staaten konzentrieren sich vermehrt auf absolute Gewinne. Internationale Bedrohung wird gemindert und innerstaatliche Freiheit nimmt zu.

Bipolarität: Es gibt zwei Großmächte. Alle anderen Staaten stehen unter der Führung der beiden Großmächte. Die Großmächte müssen sich „nur“ auf die jeweils andere Großmacht konzentrieren und ihre Machtentwicklung beobachten. Begünstigt Kooperation zwischen den Großmächten.

Multipolarität: Viele Bündnisse sind möglich. Bündniswechsel ist häufig zu beobachten. Staaten müssen mehrere Konkurrenten im Auge behalten und müssen die Möglichkeit von Bündniswechsel anerkennen. Multipolarität schafft größere Unsicherheit.

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Struktur und Strukturwirkung: Welche Folgen hat die Machtkonkurrenz im System der Anarchie für das internationale System (neben Unsicherheit)?

Ineffizienz: Angst vor Betrug, in Betracht ziehen von relativen Gewinnen und Verlusten.

Unfreiheit: Staatliche Kompetenzen zur Sicherung der Sicherheit werden auf Kosten der Freiheiten der BürgerInnen ausgeweitet.

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Prozess und Interaktion: Beschreibe den Unterschied zwischen positiver und negativer Handlungskoordination!

Negative Handlungskoordination: Staaten bilden eine militärische Gegenmacht. Die sich gegenüberstehenden Mächte drohen sich Zwang an. Durch das Machtgleichgewicht werden Interessen und Ziele anderer Staaten abgewehrt.

Positive Handlungskoordination: Es gibt keine freiwillige Kooperation. Dich militärische Übermacht kann man andere Staaten zur Kooperation zwingen oder bewegen.

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Strukturen und Strukturwirkung: Welche Auswirkung haben offensive/defensive Militättechnologien auf die Unsicherheit im int. System?

Überwiegt offensive Technologie: erhöhte Unsicherheit im System. Andere Staaten müssen vermeiden zuerst angegriffen zu werden.

Überwiegt defensive Technologie: verringerte Unsicherheit im System. Jeder Staat kann riskieren angegriffen zu werden, da man sich verteidigen kann. Dies gibt auch Zeit für Verhandlungen.

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Strukturen und Strukturwirkung: Was ist ein Hegemon?

Der Hegemon besitzt größere Machtressourcen als alle anderen Staaten zusammen. Die ist mit allen Polaritäten vereinbar.

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Strukturen und Strukturwirkung: Worin unterscheiden sich offensive von defensiven Großmächten?

Defensive Großmacht: Kann allein gegen jeden einzelnen Staat militärisch bestehen. Das ist mit dem Besitz von Atomwaffen verbunden. Zudem muss eine defensive Großmacht zu einem nuklearen Zweitschlag im Stande sein. –> Kein Staat würde sich getrauen, eine defensive Großmacht mit Atomwaffen anzugreifen

 Offensive Großmacht: Ein Staat muss in der Lage sein militärisch im gesamten System wirken zu können, um als offensive Großmacht eingestuft zu werden.

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Wie lautet die Kernhypothese des Realismus?

Die Kernhypothese des Realismus:  Je höher die internationale Machtkonzentration ist und je mehr die verfügbare Technologie die Defensive gegenüber der Offensive stärkt, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Frieden und internationaler Kooperation.

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Dynamik: Was ist der Hegemoniezyklus?

Hegemoniezyklen: Immer wieder gelingt es Staaten eine starke Übermacht zu erlangen. Eine solche Phase ist durch Stabilität im System gekennzeichnet. Der Hegemon wird durch seine Übermacht von anderen Staaten nicht herausgefordert. Der Hegemon nutzt seine Stellung, um Frieden herzustellen und Regeln für das Miteinander im int. System aufzustellen und diese umzusetzen.
 Dies ist kein Zustand von Dauer, da z. B. andere Staaten die Innovationen des Hegemon nachahmen. Es wird für den Hegemon zunehmend schwieriger andere Staaten zur Regelbefolgung zu bringen. Als Folge bricht das System irgendwann zusammen und es entsteht eine Zeit der Unordnung und erhöhter Rivalität. Dieser Zyklus wiederholt sich immer wieder.

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Prozess und Interaktion: Beschreibe das Konzept des Machtgleichgewichts!

Annahme: offensive Positionalisten

Frage: Wie verhalten sich offensive Positionalisten im internationalen System der Unsicherheit?

Antwort: Offensive Positionalisten wollen die Vorherrschaft im internationalen System. Wenn Staat A wahrnimmt, dass Staat B sich einen machtpolitischen Vorteil verschafft, so wird er versuchen die Lücke mit internen Mitteln zu schließen. Reicht dies nicht aus, wird sich Staat A mit anderen gegen Staat B verbünden (Externe Gleichgewichtspolitik)
Staaten schließen sich prinzipiell der schwächeren Seite an, da sonst ihre Autonomie und Souveränität in Gefahr ist.
 Merke: Je mächtiger ein Staat wird, umso mehr Bündnispartner wird er verlieren und umso größer werden die Anstrengungen der anderen Staaten sein, eine Gegenmacht auszubilden und seine hegemonialen oder imperialen Bestrebungen zum Scheitern zu bringen.

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Prozess und Interaktion: Beschreibe das Sicherheitsdilemma anhand der Spieltheorie (Gefangenendilemma)!

Annahme: defensive Positionalisten.

Frage: Warum beteiligen sich defensive Staaten in der Machtkonkurrenz?

Antwort: Wenn 2 Staaten den Status-quo beibehalten würden, wäre dies die beste Möglichkeit für beide (da Stabilität vorherrscht). Allerdings werden sich Staaten trotzdem in der Machtkonkurrenz wiederfinden. Den Status-quo beizubehalten ist mit dem Risiko verbunden, dass der andere Staat versucht sich einen machtpolitischen Vorteil zu verschaffen. Deshalb pendelt sich das Sicherheitsdilemma auf Machtkonkurrenz ein.
Ob sich Staaten trotzdem defensiv verhalten, also nicht am Konkurrenzkampf teilnehmen, hängt von der Risikobereitschaft und dem Misstrauen dem anderen Staat gegenüber ab.

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Strukturen und Strukturwirkung: Welche Auswirkungen hat die Anarchie im int. System für Staaten?

Sicherheit als oberstes Ziel: Jeder Staat ist von Unsicherheit bedroht, da es keine übergeordnete Struktur mit Gewaltenmonopol gibt. Dabei geht es in erster Linie ums Überleben, aber auch um Autonomie und Souveränität. Das Überleben ist für den zweckrationalen Staat das Wichtigste, da es Voraussetzung für die Umsetzung persönlicher Interessen ist. –> Sicherheit steht immer über ökonomischen und ideologischen Zielen.

Staaten müssen selbst für ihre Sicherheit sorgen: Das int. System ist ein System der Selbsthilfe. Um Sicherheit zu gewährleisten, braucht der Staat Macht (z.B. in Form von einer Armee). Physische Zwangsmittel sind die wichtigste Machtressource. Macht ist immer relativ und positional (im Verhältnis zur Umgebung).

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Strukturen und Strukturwirkung: Worin liegt der Unterschied zwischen offensiven und defensiven Realismus? Welche Position vermittelt zwischen den beiden Extremen?

Offensiver Realismus: Staaten (offensive Positionalisten) streben immer nach Macht. Jeder Staat möchte der Mächtigste sein, da dies die größte Sicherheit und Überlebenschancen verspricht.

Defensiver Realismus: Staaten (defensive Positionalisten) werden erst dann aktiv, wenn andere Staaten bedrohlich mächtig werden.

Vermittelnde Position: Unterscheidung zwischen Status-quo-Mächten (defensive Positionalisten) (zufrieden mit Machtposition) und revisionistische Mächte (offensive Positionalisten) (streben stets nach Macht)

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