Planung in Stadt und Region (PiSuR) an der TU Dortmund

Karteikarten und Zusammenfassungen für Planung in Stadt und Region (PiSuR) an der TU Dortmund

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Beispielhafte Karteikarten für Planung in Stadt und Region (PiSuR) an der TU Dortmund auf StudySmarter:

Welche Elemente des föderalistischen Verwaltungsaufbaus und des politisch-administrativen Systems kennen Sie?

In welchem Spannungsfeld bewegt sich die räumliche Planung?

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Welche Komponenten wirken auf die Raumstruktur?

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Wie hängen die Instrumente der Veränderungssperre und das Zurückstellen von Baugesuchen zusammen?

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Nennen Sie die wesentlichen Merkmale des Flächennutzungsplans (FNP).

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Charakterisieren Sie aktuelle Trends der Raumentwicklung.

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Was wird unter dem Entwicklungsgebot verstanden? Bitte erläutern Sie das Entwicklungsgebot in den Einzelteilen.

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Wie kann der Staat seine Aufgaben erfüllen lassen; wie und durch wen werden die Aufgaben der räumlichen Planung erfüllt?

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Was ist das Abwägungsgebot? Bitte beschreiben Sie die Merkmale der Abwägung und nennen Sie mind. 3 mögliche Verletzungen dieses Gebots.

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Nennen Sie die Ziele der räumlichen Planung.

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Von was ist Raumentwicklung abhängig?

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Welche Aufgabentypen in Bezug auf Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung der Gemeinden kennen Sie?

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Welche Arten von städtebaulichen Verträgen kennen Sie? Nennen Sie wesentliche Regelungsinhalte u. beschreiben Sie die Grenzen von städtebaulichen Veträgen.

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Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Welche Elemente des föderalistischen Verwaltungsaufbaus und des politisch-administrativen Systems kennen Sie?

In welchem Spannungsfeld bewegt sich die räumliche Planung?

föd. Aufbau + pol.-adm. System:


1) Bund

  • Regierung (durch Wahlen)
  • Parlamentarischer Komplex

2) Land

  • Recht / Rechtssprechung
  • Verwaltung

3) Gemeinde

  • raumbezogene Planung


Spannungsfelder

  • Wer wird wann beteiligt?
  • Wer entscheidet wie, was u. wann?
  • Planung geht über Grenzen der Behörden hinaus
  • ROG als Teil konkurrierender Gesetzgebung
  • versch. Interessen miteinander vereinen

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Welche Komponenten wirken auf die Raumstruktur?

Bevölkerung
  • abgängig von Demographischem Wandel

Arbeitsplätze
  • abhängig von Wandel in Erwerbstätigkeit

Infrastruktur
  • abhängig Siedlungsentwicklung + räumliche Verflechtungen 

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Wie hängen die Instrumente der Veränderungssperre und das Zurückstellen von Baugesuchen zusammen?

→  Voraussetzung für Zurückstellung/ Untersagung: Aufstellungsbeschluss


Zurückstellung von Baugesuchen/ Untersagung von Vorhaben (durch Baugenehmigungsbehörde auf Antrag von Gemeinde)


dann erst: Beschluss der Veränderungssperre als Satzung (erstmal 2 Jahre lang)

  • alle baulichen Vorhaben
  • alle erheblichen Veränderungen von Grundstücken
  • alle wertsteigernden Veränderungen von Grundstücken o. baulichen Anlagen

... sind verboten (u. nur im Ausnahmefall erlaubt)



Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Nennen Sie die wesentlichen Merkmale des Flächennutzungsplans (FNP).

FNP = vorbereitender Bauleitplan


  • Aufstellung durch Gemeinde für gesamtes Gemeindegebiet für 10 - 15 Jahre
  • Träger der Planung: Stadt (nur behördenverbindlich)
  • Maßstab: 1:5000 - 1:15.000
  • Bestandteile:
    • Planzeichnung ohne Grundstücksgrenzen
    • textliche Darstellungen
    • Begründung mit integriertem Umweltbericht
  • Inhalte
    • Bauflächen
    • überörtliche Verkehrsflächen
    • Grünflächen
    • Wasserflächen
    • Flächen für Landwirtschaft + Wald


→ entsprechend beabsichtigter städtebaulicher Entwicklung + nach voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Charakterisieren Sie aktuelle Trends der Raumentwicklung.

  • Demographischer Wandel

→ Überalterung der Bevölkerung in BRD

→ Bevölkerungszuwachs in Ballungsgebieten u. Abnahme in neuen Bundesländern

  • Wandel der Erwerbstätigkeit

→ Zuwachs in Ballungsgebieten u. Abnahme in neuen Bundesländern

  • Siedlungsentwicklung

→ Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Ballungsgebieten

  • Räumliche Verflechtungen

→ Zunahme der Personenfahrten bes. um Großstädte

  • Gesundheits- / Imissionsschutz




Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Was wird unter dem Entwicklungsgebot verstanden? Bitte erläutern Sie das Entwicklungsgebot in den Einzelteilen.

Entwicklungsgebot: Bebauungspläne sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln.


→ Grundkonzept aus FNP muss in B-Plan aufgenommen werden

→ je konkreter FNP, desto weniger Gestaltungsfreiraum hat Gemeinde bei Aufstellung des B-Plans

→ Abweichungen nur zulässig, wenn Grundkonzept gewährt ist

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Wie kann der Staat seine Aufgaben erfüllen lassen; wie und durch wen werden die Aufgaben der räumlichen Planung erfüllt?

Aufgaben erfüllen lassen durch...

  • eigene Behörden
    → unmittelbare Staatsverwaltung
  • Übertragung auf Juristische Personen des öffentlichen Rechts
    → mittelbare Staatsverwaltung
  • Wahrnehmung von Gemeinden + Landkreisen
    → besitzen Planungshoheit


Wie werden sie erfüllt?

 → Bund + Länder weisen Kommunen + Landkreisen Aufgaben u. Finanzmittel zu

→  Landtage bestimmen Kommunalverfassungen + Gemeindegrenzen

→ Landesregierungen üben Aufsicht über Gemeindeverwaltungen aus

→ Aufgaben der Kommunen: Bauleitplanung (FNP + B-Plan)

→ Aufgaben der Länder: Landesentwicklungspläne + Bundesaufgaben der räuml. Planung (durch ROG)


Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Was ist das Abwägungsgebot? Bitte beschreiben Sie die Merkmale der Abwägung und nennen Sie mind. 3 mögliche Verletzungen dieses Gebots.

Abwägungsgebot: Bei Aufstellung von Bauleitplänen sind private und öffentliche Belange gegen- und untereinander gerecht abzuwägen.


Abwägung meint: Zusammenstellen, Gewichten und in Ausgleich bringen von relevanten Belangen für Planung.


Verletzungen des Gebots

  • Abwägungsdefizit: in A. wurden nicht alle Belange berücksichtigt
  • Abwägungsdisproportionalität: Unausgeglichenheit bei A.
  • Abwägungsausfall: A. hat nicht stattgefunden
  • Abwägungsfehleinschätzung: falsche Gewichtung der Belange bei A.

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Nennen Sie die Ziele der räumlichen Planung.

  • zweckmäßige räumliche Verteilung
  • versch. Nutzungsansprüche miteinander vereinen
  • Kompromisse finden
  • sparsamer Umgang mit Flächeninanspruchnahme
  • Freiraumschutz
  • Stadtstruktur + gestalt erhalten + verändern

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Von was ist Raumentwicklung abhängig?

  • natürliche Grundlagen
  • betrachteter Raum
  • wirtschaftliche Merkmale
  • lokale Ausprägungen der Gesellschaft
  • Art der Organisation
  • (Wirtschafts-, Gesellschafts-, Rechts- und Sozialsystem

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Welche Aufgabentypen in Bezug auf Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung der Gemeinden kennen Sie?

1. Freiwillige Aufgaben

  • Gemeinde entscheidet, ob sie tätig werden will o. nicht
  • ist dabei gesetzl. Vorschriften unterworfen
  • Bsp.: kulturelle Angelegenheiten, Schwimmbad/ Sportanlagen/ Grünanlagen


2. Pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben

  • Gemeinde ist dazu gesetzlich verpflichtet
  • ...kann über Art + Weise selbst entscheiden
  • Bsp.: Bauleitplanung, Versorgung (Strom/ Wasser/ Gas), Friedhöfe


Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung

  • gesetzliche Verpflichtung
  • geringer Beurteilungs- u. Ermessensspielraum
  • Bsp.: Bauaufsicht, Denkmalschutz, Katastrophenschutz

Planung in Stadt und Region (PiSuR)

Welche Arten von städtebaulichen Verträgen kennen Sie? Nennen Sie wesentliche Regelungsinhalte u. beschreiben Sie die Grenzen von städtebaulichen Veträgen.

  • rechtliches Instrument der Kooperation zwischen Gemeinde + Privaten
    • meist Vorhaben, die rechtlich noch nicht geregelt sind


Arten

  • Erschließungsvertrag
    • Erschließungskosten von Bauherr finanziert
  • Verträge zur freiwilligen Umlegung
    • Eigentümer überlässt Grundstück Verfahrensträger
  • Durchführungsverträge für Vorhaben- u. Erschließungspläne
    • Schaffung von Baurecht für konkretes Vorhaben eines vorhabenbez. B-Plans
  • Allg. Bindungspflicht für Baupflicht
    • fristgemäße Vornahme der Bautätigkeit


Grenzen

  • Angemessenheitsgrundsatz
  • Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • Kausalitätsgrundsatz
  • Willkürverbot

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