Fachdidaktik Chemie an der TU Darmstadt | Karteikarten & Zusammenfassungen

Fachdidaktik Chemie an der TU Darmstadt

Karteikarten und Zusammenfassungen für Fachdidaktik Chemie an der TU Darmstadt

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Welche Herausforderungen ergeben sich für den Chemieunterricht mit Schüler*innen mit Hörbeeinträchtigung?

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Wie heißen die fünf Basiskonzepte für den Chemieunterricht?

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Was charakterisiert Concept Mapping?

Welche Potenziale bietet Concept Mapping?

Wie hoch ist nach Hattie die Effektstärke (d) für die Wirksamkeit des Einsatzes von Concept Mapping im Unterricht?

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Welche Einsatzmöglichkeiten bieten sich auf der Ebene der

a) Schüler*innen und

b) Lehrpersonen?

(Für Concept Maps)

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Mit welchen Bestimmungsmerkmalen charakterisiert Stachowiak Modelle?

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Was versteht man unter Modellkompetenz?

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Zeigen Modellschulexperimente zum Hochofenprozess was sie

zeigen sollen?

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Sollte der Kerzenfahrstuhl-Versuch aus dem Chemieunterricht

verschwinden?

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Wie kann man die Hypothese „Die mentale Rotation ist ein internales Analogon einer physikalischen Rotation“ experimentell überprüfen?

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Welche Schlüsse lassen sich aus bildgebenden Verfahren zur Testung räumlicher Fähigkeiten ziehen?

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Was versteht man unter Stereotype Threat?

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Was ist, im Zusammenhang mit dem Einsatz von Medien im CU, mit „hausgemachten Fehlvorstellungen“ gemeint?

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Fachdidaktik Chemie

Welche Herausforderungen ergeben sich für den Chemieunterricht mit Schüler*innen mit Hörbeeinträchtigung?

Komplikationen in der Textproduktion: Die Texte von gehörlosen Schüler*innen sind oft eine Mischung aus der Grammatik der Lautsprache und der Deutschen Gebärdensprache.

Fachgebärden: Nötige Fachgebärden fehlen oft, so dass die Inhalte nur schwer an gehörlose Schüler*innen in ausreichender Form vermittelt werden können.

Freie Hände: Beim Gebärden müssen die Schüler*innen Laborgeräte und Stoffe weglegen, um sich zu verständigen.

eine Gebärde - mehrere Begriffe: Es gibt z.B. die gleiche Gebärde für Holz und Metall. Die Unterscheidung ist über das dazugehörige Mundbild zu erkennen.

Klassenraum: Nicht immer sind die Sichtverhältnisse im Klassenraum ideal.

Fachdidaktik Chemie

Wie heißen die fünf Basiskonzepte für den Chemieunterricht?

1. Stoff-Teilchen-Konzept: Die Vielfalt der Stoffe ergibt sich durch die vielfältigen Kombinationen und Anordnungen einer nur begrenzten Anzahl unterschiedlicher Atomsorten.

2. Struktur-Eigenschats-Konzept: Die Eigenschaften eines Stoffes sind unmittelbar abhängig von der Art eines Teilchens oder Teilchenverbandes.

3. Donator-Akzeptor-Konzept: Die Teilchenverbände, aber auch die atomaren Bausteine der Materie selbst können miteinander in Wechselwirkung treten („reagieren“). Teilchen oder Energie, die von einem Partner abgegeben werden, werden vom anderen Partner aufgenommen.

4. Energie-(Entropie-)Konzept: Chemische Reaktionen folgen den Prinzipien der Abnahme des Energiegehalts und der Zunahme der Entropie

5. Konzept des chemischen Gleichgewichts und der Reaktionsgeschwindigkeit: Da der Austausch von Atomen sowie von Energie prinzipiell immer möglich ist, können grundsätzlich Reaktionen in entgegengesetzte Richtungen

(Hin- und Rückreaktionen) nebeneinander ablaufen.

Die Reaktionsgeschwindigkeit ist vor allem abhängig von der Anzahl der miteinander reagierenden Atomverbände sowie von weiteren Bedingungen (Temperatur, Druck).

Fachdidaktik Chemie

Was charakterisiert Concept Mapping?

Welche Potenziale bietet Concept Mapping?

Wie hoch ist nach Hattie die Effektstärke (d) für die Wirksamkeit des Einsatzes von Concept Mapping im Unterricht?

Konzept:

• concept (engl.): Begriff + map (engl.): Karte

• Netzwerk von Begriffen, die in Beziehung gesetzt werden.

• Die Verbindung zwischen den Begriffen wird genau beschrieben.

      Aus diesem Grund werden beschriftete Pfeile benutzt.

• Die Verbindungspfeile müssen zusammen mit der Beschriftung in die richtige Richtung zeigen.

• Die nichtlineare Struktur der Darstellung in Concept Maps korrespondiert mit der Struktur von Wissen in unserem Gehirn.

• Die eigene mentale Wissensstruktur kann in Concept Maps transformiert werden.


Effektstärke d = 0,6 (stark)

Fachdidaktik Chemie

Welche Einsatzmöglichkeiten bieten sich auf der Ebene der

a) Schüler*innen und

b) Lehrpersonen?

(Für Concept Maps)

a) Schüler*innen

  • Individuelle Prüfung von Wissensbeständen und Wissenserwerb
  • Organisationshilfe beim Erwerb konzeptbezogener Kompetenzen
  • Anregung fachbezogener Kommunikationskompetenz


b) Lehrpersonen:

  • Strukturanalyse und -darstellung von Inhaltsbereichen (Erstellen von Expert*innen-Concept-Maps)
  • Hilfe bei Lehrplanentwicklung und Unterrichtsplanung
  • Evaluation des eigenen Unterrichts

Fachdidaktik Chemie

Mit welchen Bestimmungsmerkmalen charakterisiert Stachowiak Modelle?

• Abbildungsmerkmal: „Modelle sind stets Modelle von etwas, nämlich Abbildungen, Repräsentationen natürlicher oder künstlicher Originale, die selbst wieder Modelle sein können.“


• Verkürzungsmerkmal: „Modelle erfassen im Allgemeinen

nicht alle Attribute des durch sie repräsentieren Originals,

sondern nur solche, die den jeweiligen Modellschaffern

und/oder Modellbenutzern relevant erscheinen.“


• Subjektivierungsmerkmal: Das Modell kann, je nachdem für wen (Subjekt), wann (Zeit) und wozu (Zweck) es erschaffen

wurde, unterschiedliche Gestalt annehmen.

Fachdidaktik Chemie

Was versteht man unter Modellkompetenz?

Modellkompetenz: die Fähigkeit, mit Modellen Erkenntnisse zu gewinnen, über Modelle zu urteilen und den Prozess der Erkenntnisgewinnung modellbezogen vollziehen und reflektieren zu können. (Auch im KC verankert)

Fachdidaktik Chemie

Zeigen Modellschulexperimente zum Hochofenprozess was sie

zeigen sollen?

Der Bunsenbrenner erreicht die für den Hochofenprozess benötigte Temperatur von 1600°C nicht. Statt Eisen entsteht beim Schulversuch Magnetit (magnetisch). Behauptung "Es entsteh Eisen" -> falsch

Fachdidaktik Chemie

Sollte der Kerzenfahrstuhl-Versuch aus dem Chemieunterricht

verschwinden?

Wenn es vorrangig um die Zielsetzung

„Bestimmung des Sauerstoffgehaltes

der Luft“ geht, dann lautet die Antwort


JA.


Fachdidaktik Chemie

Wie kann man die Hypothese „Die mentale Rotation ist ein internales Analogon einer physikalischen Rotation“ experimentell überprüfen?

1. Exp.: Ruddle und Jones verglichen die manuelle Drehung von Objekten in der realen Welt mit einer Drehung in der virtuellen Realität. Mit einem Head Mounted Display konnten mittels Cyberprops die Objekte um alle Achsen gedreht werden. Die Rotationen glichen einander, doch die virtuelle war langsamer


2. Exp.: Probanden wurden Fotos von Handen (Handinnenfläche oder Handrücken) gezeigt. Sie sollen entscheiden ob sie eine linke oder rechte Hand sehen. Ihre eigenen Hände konnte die Probanden nicht sehen. Es dauerte länger wenn das Foto der Hand nicht der Position entsprach, die die eigene Hand hatte. Kinder waren dabei langsamer als Erwachsene.



Fachdidaktik Chemie

Welche Schlüsse lassen sich aus bildgebenden Verfahren zur Testung räumlicher Fähigkeiten ziehen?

Hinsichtlich abgeleiteter elektrischer Hirnpotenziale wurden deutliche interindividuelle Unterschiede gefunden, wenn Proband*innen Aufgaben zur mentalen Rotation bearbeiteten.


Bei Personen mit hohen räumlichen Fähigkeiten: Die Aktivierung in der linken Temporal-, Parietal- und Okzipital-Region war niedriger. Hinsichtlich der rechtshemisphärischen (nicht-verbalen) Aktivierung wurden keine systematischen Unterschiede gefunden. Interpretation: Personen mit guten räumlichen Fähigkeiten nutzen in geringerem Maße eine sprachliche Codierung als Hilfestellung bei der Bearbeitung räumlicher Aufgaben.


Die Linkslateralität während der Bearbeitung mentaler Rotationen nahm bei Kindern mit steigendem Alter ab. Die Forscher*innen werten das als Hinweis auf einen Wechsel von einer analytischen zu einer holistischen Strategie.

Fachdidaktik Chemie

Was versteht man unter Stereotype Threat?

Leistungssituationen wie Klausuren, Vorträge und Kolloquien sind oft mit mentalem Stress verbunden. Ein Teil der Student*innen und Schüler*innen baut in solchen Situationen stereotypische Denkmuster auf, die als zusätzliche Bedrohung erlebt werden. Ein Beispiel für diesen Stereotype Threat ist, wenn die eigene Gruppenmitgliedschaft („Ich bin eine Frau“) mit dem stereotypischen Konzept von Domänen („Physik und Chemie sind typische Männer-Sachen“) verknüpft wird. Dies äußert sich etwa in Form von Selbstzweifeln, denen mit selbstwertschützenden Strategien begegnet wird. Der negative Gedankengang, die gegensteuernden Strategien und das Monitoring ihres Wechselspiels beanspruchen die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses.

Fachdidaktik Chemie

Was ist, im Zusammenhang mit dem Einsatz von Medien im CU, mit „hausgemachten Fehlvorstellungen“ gemeint?

Bilder und Analogien, die im Unterrich eingesetzt werden können unter Umständen zu einer falschen Vorstellung der Realität führen.

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